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Darmstadt Aktuell

Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschließt neues Konzept zur Parkraumbewirtschaftung in Bessungen-Ost

(JH) – Donnerstag, 23.06.2022

Planungs- und Mobilitätsdezernent Michael Kolmer: „Das neue Konzept zur Parkraumbewirtschaftung senkt den Parkdruck mit vielen Erleichterungen für alle gemeldeten Anwohnerinnen und Anwohner“

© Pixabay

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung vom Mittwoch, 22. Juni 2022, die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im Quartier Bessungen-Ost beschlossen.

Die Parkzone umfasst die Straßen innerhalb des Gebiets südlich und westlich der Nieder-Ramstädter Straße, östlich der Karlstraße und nördlich des Herdwegs. „Es handelt sich um ein dicht bebautes Wohngebiet mit vielen, teilweise großen Kreuzungsbereichen. Die dort gängige Parkpraxis findet bisher meist zum Nachteil von Kindern, mobilitätseingeschränkten Personen oder der Fußgängerinnen und Fußgänger statt. In dem Gebiet gibt es rund 1.200 Parkmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Hierbei handelt es sich größtenteils um geduldetes Gehwegparken mit oft weniger als anderthalb Metern, teils sogar unter einem Meter Restgehwegbreite“, erläutert Planungs- und Mobilitätsdezernent Michael Kolmer.

Der im Quartier Bessungen-Ost gemäß Straßenverkehrsordnung nachzuweisende allgemeine Parkdruck, um eine Parkraumbewirtschaftung einführen zu können, wurde 2020 durch eine Erhebung vom Ingenieurbüro „StetePlanung“ nachgewiesen. Hierfür wurde um 4 Uhr, 10 Uhr und 16 Uhr die Stellplatzauslastung ermittelt, welche durchgehend über 90 Prozent, morgens um 4 Uhr sogar bei 99 Prozent lag. „Vor dem Hintergrund der geduldeten Parkpraxis auf Gehwegen ist das Gebiet als absolut überlastet anzusehen. Ein Großteil der parkenden Fahrzeuge konnte aufgrund der Erhebungsergebnisse vermutlich den im Quartier lebenden Anwohnerinnen und Anwohnern zugeordnet werden“, fasst Kolmer die Auswertung der Erhebung zusammen.
In dem Gebiet gibt es 402 gemeldete Kfz je 1.000 Einwohner, davon 327 private Pkw. Mit etwa 4.400 Einwohnerinnen und Einwohnern in dem Gebiet ergibt das rund 1.800 Kfz, davon 1.450 private Pkw. Es wurden mindestens 900 private Stellplätze ermittelt. Somit ergibt sich eine Gesamtkapazität von mindestens 2.100 Stellplätzen in Bessungen-Ost und es ist davon auszugehen, dass nicht alle privaten Stellplatzkapazitäten erfasst werden konnten und auch ausgelastet sind.

Das neue Konzept der Parkraumbewirtschaftung sieht vor, im Gebiet Bessungen-Ost Parkscheinautomaten aufzustellen und entsprechend Parkgebühren zu erheben. Insgesamt sollen etwa 30 Parkscheinautomaten aufgestellt werden. Bei der Standortwahl wird auf eine gute Sichtbarkeit und eine annehmbare fußläufige Entfernung zwischen den Parkscheinautomaten geachtet. Die Parkzonenbeschilderung wird an allen Zu- und Ausfahrten des Gebietes angebracht. Dadurch ist gesichert, dass jeder Verkehrsteilnehmende den Anfang bzw. das Ende der Parkraumbewirtschaftungszone eindeutig erkennen kann. Die Parkscheinautomaten sind mit einem EC-Karten-Terminal ausgestattet, um den Parkenden neben Bargeld ein weiteres Zahlungsmittel an den Automaten anzubieten. Als Alternative wird das Handy-Parken für das Entrichten der Parkgebühren angeboten. Diese digitale Zahlungsmethode wird bereits in den Gebieten Innenstadt, Bessungen-Nord, Kapellplatzviertel, Woogsviertel und Mathildenhöhe genutzt – und wird nun um das Quartier Bessungen-Ost erweitert. 

Die Parkgebühren betragen nach der Parkgebührensatzung (Gebührenzone II) 75 Cent pro 30 Minuten. Die Bewirtschaftungszeiten werden aufgrund der fußläufigen Nähe zur Innenstadt von montags bis samstags von 8 bis 22 Uhr, mit einer Höchstparkdauer von zwei Stunden, vorgesehen.

Gemeldete Anwohnerinnen und Anwohner des Gebiets können eine Ausnahmegenehmigung zum Parken für 120 Euro pro Jahr beantragen. Mit der Ausnahmegenehmigung werden sie von dem Entrichten der Parkgebühren an Parkscheinautomaten sowie von der Höchstparkdauer befreit.

Für alle Besucherinnen und Besucher von Anwohnerinnen und Anwohnern werden sogenannte „Gästekarten“ angeboten. Diese werden bereits in den Gebieten Kapellplatzviertel, Bessungen-Nord, Mathildenhöhe und Woogsviertel eingesetzt. Es sind Bögen mit neun Tageskarten und einer Wochenkarte erhältlich. Diese sind einen Tag bzw. eine Woche lang in der jeweiligen Parkzone gültig. Hierfür sind das Kfz-Kennzeichen und das Datum auf der Karte einzutragen und diese sichtbar in das Fahrzeug zu legen. Auch die Besucherinnen und Besucher sind damit vom Entrichten der Parkgebühren am Parkscheinautomaten und von der Höchstparkdauer befreit.

Alle Anwohnerinnen und Anwohner einer Parkzone können Bögen mit je neun Tageskarten und einer Wochenkarte beim Bürger- und Ordnungsamt kostenpflichtig für je 20 Euro erwerben. Pro Monat und Person kann ein Bogen erworben werden. Die Bögen sind unabhängig vom Fahrzeugbesitz oder vom Besitz einer Ausnahmegenehmigung für alle Bewohnerinnen und Bewohner verfügbar.

„Um über die neuen Regelungen der Parkraumbewirtschaftung in Bessungen-Ost frühzeitig zu informieren, wurden alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie ansässige Geschäfte und Gewerbetreibende des Gebiets im Mai mittels Flyer über die zukünftige Maßnahme informiert. Außerdem wurden alle Betroffenen dazu aufgefordert, Anmerkungen und Anregungen zur derzeitigen Parksituation und den persönlichen Zukunftsvorstellungen an das Mobilitätsamt zu melden. Diese Anregungen werden derzeit noch gesammelt, ausgewertet und in die zukünftige Quartiersgestaltung miteinbezogen“, erläutert Kolmer.

Das Konzept beinhaltet zunächst keine Änderungen am aktuellen Stellplatzangebot, in der Verkehrsregelung oder in der Aufteilung der Straßenräume. Dies wird, wie bei den vorangegangenen Quartieren Mathildenhöhe und Woogsviertel, im Nachgang erfolgen, nachdem zunächst die Umverteilung bzw. eine Reduzierung des Parkdrucks durch die Einführung der Parkraumbewirtschaftung erfolgt ist.

„Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Bessungen-Ost wird für das vierte Quartal 2022 anvisiert. Im Vorfeld werden wir alle betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Öffentlichkeit rechtzeitig über den genauen Zeitpunkt informieren“, so Kolmer abschließend.

Wichtige Mitteilung
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