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Darmstadt Aktuell

Magistrat beschließt Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes

(ono) – Mittwoch, 07.08.2019

OB Partsch: „Traditionsreicher Ort im Zentrum wird deutlich aufgewertet“

Ernst-Ludwigs-Platz © Wissenschaftsstadt Darmstadt/ Pressestelle

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung den Weg freigemacht für die Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes und die Vorplanung zu dem Projekt beschlossen. Der viertausend Quadratmeter große Ernst-Ludwigs-Platz ist die südliche Fortsetzung des Friedensplatzes, dessen Neugestaltung in diesem Jahr abgeschlossen wird, und wird begrenzt durch Schloss, GaleriaKarstadtKaufhof und dem Kaufhaus Henschel. Bus- und Straßenbahntrassen durchqueren ihn diagonal.

„Der Ernst-Ludwigs-Platz ist ein ebenso zentraler wie traditionsreicher Ort in Darmstadts Mitte“, erklärte Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Für ganze Generationen galt – wenn man sich in der Stadt verabredet, dann trifft man sich hier, am Weißen Turm. Diesen Ort wollen wir wieder in einer würdigen Form präsentieren, einen Ort an dem man sich gerne aufhält und einander gerne begegnet. Seine Neugestaltung  ist ein weiterer Baustein des städtischen Engage¬ments, die Innenstadt aufzuwerten.“

Rahmenbedingungen für die weiterführenden Planungen sind: 1. Die vorhandenen stattliche Platane bleibt erhalten. 2. Die vorhandene Trassenführung des öffentlichen Nahverkehrs bleibt in ihrer Lage und Höhe unverändert. 3. Die Zugänglichkeit (Höhenanschluss) aller angrenzenden Gebäude und Nutzungen muss erhalten bleiben. 4. Die neue Beleuchtungskonzeption (Leuchtstelen) der historischen Innenstadt, die bereits in fast allen umgebenden Bereichen umgesetzt wurde, muss in die Planung integriert werden. 5. Es bleiben drei Taxistellplätze auf dem Platz. 6. Die bisher vorhandenen Fahrradabstellplätze werden an gleicher Stelle erneuert; Lademöglichkeiten für E-Bikes sind zu integrieren. 7. Auf ausreichende Freifläche für städtische Feste ist zu achten. 8. Wegen des Andienungstunnels, der Straßenbahnschienen und vieler Versorgungsleitungen im Untergrund ist eine weitere Begrünung leider nicht möglich.

Entstehen soll ein homogener Platz, der auf der gesamten Fläche mit rotem Porphyrkleinpflaster in Segmentbögen gepflastert wird. Lediglich die Trasse der Straßenbahn wird mit Betonstein  gefüllt.  Der Weiße Turm, der Kiosk, die Gedenktafel und die Sitzgruppe mit Platane werden im Bodenbelag durch großformatige Platten im Randbereich hervorgehoben. Damit werden alle wichtigen sichtbaren Elemente des Platzes durch diese differenzierte Gestaltung der Bodenfläche einheitlich betont. Sitzbänke und Sockelfläche der den Ort dominierenden Platane werden gestalterisch aufgewertet; die Brandnacht-Gedenktafel soll einen neuen Standort erhalten.

Im Rahmen der Neugestaltung des Friedensplatzes wurde ein massiver Schaden an der Abdichtung des Andienungstunnels festgestellt. Es ist davon auszugehen, dass der Andienungstunnel im Bereich des Ernst-Ludwigs-Platzes ebenfalls dieses Schadensbild aufweist und saniert werden muss. 

Nach einer ersten Baukostenschätzung sind Investitionen von rund 5,1 Millionen Euro notwendig. Diese erste Baukostenschätzung beinhaltet neben den Baukosten für die Platzfläche, auch erste Kostenschätzungen für die Sanierung des Andienungtunnels unter dem Platz, die Kosten für Schienenersatzverkehr während der Bauphase und einen Risikozuschlag von 30 Prozent. Im weiteren Planungsverlauf erfolgt eine Fortschreibung und Konkretisierung der Kosten. 

„Das Ziel der Maßnahmen ist es, den Ernst-Ludwigs-Platz in die Gesamtkonzeption und Gestaltung der Freiflächen um das Schloss zu integrieren und als Stadtraum zwischen Marktplatz und Friedensplatz zu entwickeln“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch abschließend.