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Darmstadt Aktuell

Magistrat beruft neue Mitglieder in den Gestaltungsbeirat

(ono) – Freitag, 19.05.2017

Boczek: „Gremium schärft das Verständnis für Baukultur und steigert die architektonische wie städtebauliche Qualität in Darmstadt“

© Nikolaus Heiss

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung über die Zusammensetzung des Gestaltungsbeirats entschieden. Als neue Mitglieder sollen die Landschaftsarchitektin Rebekka Junge sowie die Architekten Prof. Thomas Knerer und Prof. Alexander Reichel berufen werden. Die beiden bisherigen Mitglieder  Prof. Christa Reicher, Stadtplanerin und Architektin, und Susanne Wartzeck, Architektin, sollen dem Gremium auch weiterhin angehören. Dem Vorschlag des Magistrats muss die Stadtverordnetenversammlung zustimmen.

„In den fünf Jahren seines bisherigen Bestehens hat der Gestaltungsbeirat maßgeblich dazu beigetragen, die Bedeutung von Baukultur auch im Verständnis der Öffentlichkeit zu verankern“, sagt Baudezernentin Barbara Boczek. „Bei einer ganzen Reihe zentraler Bauprojekte konnte dank der kritischen Hinweise und Anregungen dieses Gremiums eine deutlich größere städtebauliche und architektonische Qualität erzielt werden. Ich freue mich, dass das hohe fachliche Niveau, das die bisherigen Mitglieder des Beirats bewiesen haben, nun auch bei der Neubesetzung gewahrt wurde.“

Christa Reicher – bisher Vorsitzende des Darmstädter Gestaltungsbeirats – arbeitet als Architektin und Stadtplanerin in Dortmund. Nach Lehraufträgen unter anderem an der RWTH Aachen und einer Professur  für Städtebau und Entwerfen an der FH Bochum leitet sie seit 2002 das Fachgebiet „Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung“ an der Universität Dortmund.
Seit 2016 gehört Christer Reicher dem Kuratorium der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes an.

Susanne Wartzeck arbeitet als Architektin und Innenarchitektin in Dipperz. Wartzeck hatte 2012/13 eine Gastprofessur im Fachbereich Architektur der Hochschule Erfurt inne und wurde 2013 zur Ersten Vorsitzenden des BDA Hessen gewählt.

Rebekka Junge ist als Partnerin des Büros wbp Landschaftsarchitektin in Bochum. 2004/05 führte sie einen Lehrauftrag an der Uni Wuppertal im Fachbereich Architektur aus. 2011 wurde Junge Mitglied im Kunst- und Gestaltungsbeirat der Stadt Castrop-Rauxel, 2014 zudem Mitglied
des Beirats für Stadtbildpflege in Herford. Seit 2013 hat sie einen Lehrauftrag an der Uni Dortmund am Lehrstuhl für Städtebau; 2016/17 lehrte sie außerdem an der Hochschule Bochum im Fachbereich Architektur.

Thomas Knerer arbeitet als Architekt in Dresden. Er war Gastdozent am Weiterbildungszentrum für Denkmalpflege und Altbauinstandsetzung der TU Dresden und hatte von 1999 bis 2008 einen Lehrauftrag für Baukonstruktion an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau. 2012 wurde Knerer Mitglied im Gestaltungs- und Planungsbeirat der Stadt Ingolstadt, 2015 in den Deutschen Werkbund Bayern berufen. Mehrfach sind Knerers Projekte auf der Biennale in Sao Paolo und in Venedig vorgestellt worden.

Alexander Reichel hat an der damaligen TH Darmstadt Architektur studiert. Bevor er sich als Architekt in Kassel niederließ, war er Mitarbeiter bei Max Bächer in Darmstadt sowie bei Joachim Schürmann in Salzburg und Köln. 2002/03 hatte Reichel die Vertretungsprofessur für Entwerfen und Grundlagen der Baukonstruktion  an der TU Darmstadt inne, 2003 bis 2005 am selben Ort eine Gastprofessur für Entwerfen und Raumgestaltung. Seit 2006 ist Reichel Mitglied im Denkmalbeirat der Stadt Kassel, seit 2010 Professor für Baukonstruktion und Entwerfen an der Hochschule Darmstadt.

Die  Einrichtung eines Gestaltungsbeirats hatte die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung im November 2011 beschlossen. Am 17. Februar 2012 nahm der Beirat seine Arbeit auf; seitdem haben 16 Sitzungen stattgefunden.  Die Mitglieder des Gestaltungsbeirats dürfen keinen Wohn- oder Arbeitssitz in Darmstadt oder in einem Umkreis von 40 Kilometer haben. Nach einer Änderung der Beiratssatzung gilt dies allerdings nicht für Professoren und Professorinnen der Darmstädter Hochschulen und Universitäten, solange sie daneben keine weitere selbständige Tätigkeit in Darmstadt ausüben.

Der Großteil der Beiratssitzungen, in denen für das Stadtbild und den öffentlichen Raum wichtige Projekte vorgestellt und diskutiert werden, ist öffentlich. Bürgerinnen und Bürger können sich informieren und Anregungen geben.