Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit Uzhhorod Teil der 7. Deutsch-Ukrainischen Kommunalen Partnerschaftskonferenz

Gemeinsam mit ihrer ukrainischen Partnerstadt Uzhhorod hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt an der 7. Deutsch-Ukrainischen Kommunalen Partnerschaftskonferenz im westfälischen Münster teilgenommen.

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt – Alina Seel

Rund 650 Vertreterinnen und Vertreter deutscher und ukrainischer Kommunen nutzten das Treffen, um die Unterstützung für die Ukraine zu festigen und die interkommunalen Kooperationen weiter auszubauen. Nach über drei Jahren des russischen Angriffskriegs war dies für die ukrainischen Delegationen ein weiteres wichtiges Zeichen der Solidarität. 

Zahlreiche Vereine und Organisationen aus Deutschland und der Ukraine präsentierten ihre Partnerschaftsprojekte während der dreitägigen Konferenz. Die „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ (SKEW) war mit „Engagement Global“ Organisator und Veranstalter des Treffens, welches das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert hat.

Zugeschaltet aus Berlin lobte die neue Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali Radovan, die bestehenden Partnerschaftsprojekte zwischen deutschen und ukrainischen Kommunen und sicherte ihnen weitere Unterstützung des Bundes zu. Einig waren sich alle Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Zielsetzung, den Wiederaufbau in der Ukraine weiter anzugehen und das Land auf seinem Weg in die Europäische Union eng zu begleiten. Auch im Bereich der Digitalisierung wollen die beiden Länder ihre Zusammenarbeit ausbauen.

Johan Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär im BMZ, honorierte in seiner Eröffnungsrede die positive Entwicklung der Deutsch-Ukrainischen Kommunalen Partnerschaftskonferenz als gutes Zeichen europäischer Zusammenarbeit. Mit 39 deutsch-ukrainischen Partnerschaften startete die Plattform vor zehn Jahren, inzwischen existierten 250 Partnerschaftsbeziehungen, so Saathoff. 

Herausragende deutsch-ukrainische kommunale sowie zivilgesellschaftliche Projekte und Initiativen stellten an den Konferenztagen ihre Arbeit vor, an denen die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem Amt für Gremiendienste, Protokoll und Internationales gemeinsam mit Uzhhorods Bürgermeister Bohdan Andriyiv teilgenommen haben.

Alle Teilnehmenden waren sich einig darin, mehr europäische Partner in das kommunale Engagement einzubinden, damit der europäische Rückhalt für die Ukraine noch stärker wird. Dazu sollen auch vermehrt trilaterale Partnerschaften in den Blick genommen werden. Als Gastgeberin stellte dazu die Stadt Münster ihre trilaterale Partnerschaft mit der ukrainischen Stadt Winnyzja und der polnischen Stadt Lublin vor.

Für die kommunalen Kooperationen, die Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz, die andauernden Hilfslieferungen und die Unterstützung auf dem Weg zum EU-Beitritt dankte der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev den anwesenden deutschen Kommunen. Der Diplomat betonte in seinem Grußwort, dass all diese Bemühungen für die Resilienz der kriegsgeplagten ukrainischen Bevölkerung von großer Bedeutung seien. 

Abgerundet wurde die 7. Deutsch-Ukrainische Kommunale Partnerschaftskonferenz mit Gesprächsrunden der kommunalen Spitzenverbände und einem Rückblick auf die Historie der deutsch-ukrainischen Beziehungen. Die Delegation der Wissenschaftsstadt Darmstadt freut sich gemeinsam mit ihren ukrainischen Partnern bereits auf die 8. Ausgabe der Deutsch-Ukrainischen Partnerschaftskonferenz.