Seit 2002 sind Logroño, Hauptstadt der autonomen Region La Rioja in Spanien, und Darmstadt verschwistert. Zahlreiche Kontakte auf kultureller, sportlicher und politischer Ebene wurden in diesen über 20 Jahren geknüpft und gepflegt. Legendär sind die Auftritte der Trommlergruppe Tarumba Percusion auf dem Heinerfest. Dort waren die Spanier auch häufig im „Alle-Welt-Treff“ auf dem Friedensplatz mit einem Marktstand und regionalen Produkten vertreten. Leider wurde auch diese Städtepartnerschaft durch Corona ein herber Dämpfer verpasst.
Im Sommer 2024 saßen die auch beim Heinerfest Aktiven Martina Bach, Ekkehard und Nicole Malauschek, Helmut Salomo und Dieter Wenzel zusammen und überlegten, wie sie wieder etwas mehr Schwung in die Partnerschaft, auch Jumelage genannt, bringen könnten. Schnell war die Idee geboren, Darmstadt mit einem eigenen Stand auf einem Fest in Logroño zu präsentieren. Die Wahl fiel auf das jährlich Anfang Juni stattfindende Patronatsfest „San Bernabé“, bei dem mit Brot, Fisch und Wein an den Sieg während der Belagerung der Stadt 1521 erinnert wird.
Die Vorbereitungen begannen bereits Ende des Jahres 2024. Dank intensiver Unterstützung durch die beiden Stadtverwaltungen, der Darmstädter Brauerei, der Brauerei Grohe, der Kelterei Krämer, dem Heimatverein Darmstädter Heiner, der Darmstadt Marketing GmbH, Marcus Molina von Gran Consumo und Daniel Patschull von EDEKA seien diese laut Ekkehard Malauschek schnell und reibungslos verlaufen. So sei es gelungen einen Konvoi zusammenzustellen und Anfang Juni brach die „kleine Reisegruppe“ zu der 1.500 Kilometer langen Reise nach Nordspanien auf. Dieter Wenzel ergänzt: „Drei Tage später hing tatsächlich unser Banner mit dem Schriftzug „La ciudad hermanada participa en la fiesta“ („Die Schwesterstadt nimmt am Fest teil“) an unserem Stand im zentralen Park Paseo del Espolón“.
Zur Eröffnung des Darmstädter Stands auf der „Fiesta San Bernabé“ erschienen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Logroño und Bürgermeister Conrado Escobar Las Heras nahm freudig den Fassbieranstich vor.
Auch Helmut Salomo war beeindruckt: „Im Programmheft der Fiesta waren wir sogar an jedem Tag als separater Programmpunkt angekündigt.“ Es wurden Braustüb‘l Bier und Ebbelwoi vom Fass angeboten, ein ums andere Mal ein in Spanien gänzlich unbekanntes Glaspfandsystem erläutert, Kontakte geknüpft und neue und alte Bekannte wiedergetroffen. „Die fünf Tage vergingen wie im Flug und wir hatten viele schöne Begegnungen“, so Martina Bach. Nicole Malauschek fasst ihre Eindrücke so zusammen: „Wir haben immer gespürt, dass wir in Logroño willkommen sind.“
Die Darmstädter Gruppe war sich einig: „Wir würden uns freuen, wenn nächstes Jahr wieder eine Gruppe aus Logroño am Heinerfest dabei wäre.“


