Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Privatbäume

Bäume - für eine liebenswerte Stadt

Bäume machen unsere Stadt liebenswert. Sie beleben, prägen und gliedern das Stadtbild durch ihre Gestalt, Farbe und Duft und verbessern unsere Lebensqualität. Bäume spenden Schatten, liefern Sauerstoff, binden Schadstoffe und sind Lebensraum und wichtige Nahrungsquelle für viele Tierarten und sichert so die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes.

Aufgrund der hohen Bedeutung von Bäumen in unserer Stadt hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Schutz von Bäumen eine Satzung erlassen. Diese sichert den vorhandenen Baumbestand, regelt den Ablauf von notwendigen Fällungen und setzt entsprechende Ersatzpflanzungen fest. Durch diese Baumschutzsatzung verfügt das Umweltamt über finanzielle Mittel, die zweckgebunden für Baum-Neupflanzungen im Stadtgebiet eingesetzt werden.

Bitte verwenden Sie einheimische Arten geprüfter Herkunft. Sie finden auf dieser Homepage Baumarten-Empfehlungen des Umweltamtes (s.u.). Ortsansässige Baumschulen beraten Sie ebenfalls gerne. Sie können sich weiterhin direkt an das Umweltamt wenden.


Empfehlungen zur Auswahl der Baumart

Welchen Baum pflanze ich?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten! Bei der Artenauswahl sind - unter anderem - folgende Aspekte zu berücksichtigen:

1. Der künftige Raumbedarf / die zu erwartende Größe

Dabei sind sowohl Höhe als auch Breite zu bedenken, da Baumkronen eine ganz unterschiedliche Gestalt haben können. So kann die Pflanzung von zu groß werdenden Bäumen auf kleinen Grundstücken ein Problem darstellen, da später ein radikaler Rückschnitt erforderlich werden kann, der nicht nur teuer ist, sondern die Baumgestalt oder Baumgesundheit stört bzw. gefährdet.

Daher sind in der Empfehlungsliste des Umweltamtes (s.u.) vor allem Bäume berücksichtigt, die meist maximal 20 m hoch werden. Deutlich größere Bäume sind für normale Hausgärten in der Regel ungeeignet - wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht sind diese aber sehr wertvoll.

Einige, gewöhnlicher Weise mächtige Baumarten (z. B. Spitzahorn, Stieleiche, Winterlinde), sind aber auch in Sorten verfügbar, die unter 20 m bleiben. Auch von anderen Arten gibt es Sorten, die sich im Wuchs und anderen Eigenschaften unterscheiden und empfehlenswert sind.

Einige Arten können strauchartig (am Boden verzweigt) oder baumartig wachsen, nach den Bestimmungen der Baumschutzsatzung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und für das Förderprogramm Baumpflanzungen „Wir zahlen Ihren Baum“, muss jedoch die Wuchsform „Baum“ gepflanzt werden (Hochstamm).

2. Die Standortsansprüche

Nicht jede Baumart eignet sich für jeden Standort. Die Lichtverhältnisse und der Boden sind wichtig, damit der Baum gesund und ohne aufwändige Pflege heranwachsen kann. Prüfen Sie bitte, ob die Bedingungen an der Stelle, die Sie für Ihren Baum vorgesehen haben, auch passend zur Baumart sind.

Beim Boden sind die Bodenart (Sand – Lehm – Ton), der Säuregrad (sauer - neutral - kalkhaltig) und der Wasserhaushalt (trocken – frisch – feucht – nass) zu berücksichtigen. Die Empfehlungsliste des Umweltamtes (s.u.) ist der Übersichtlichkeit halber kurz gehalten. Hierzu bieten regionale Baumschulen jedoch auch umfängliche Beratung an.

Auch das Klima stellt die Bäume vor große Herausforderungen. Mit dem Klimawandel sind künftig vermehrt längere trocken-heiße Perioden zu erwarten. In der Empfehlungsliste des Umweltamtes (s.u.) sind daher bevorzugt Baumarten aufgenommen, die dafür gut oder sehr gut geeignet sind.

3. Bäume mit allergenem Potential

Im innerstädtischen Bereich sollten Baumarten nicht gepflanzt werden, die ein hohes allergenes Potential für Menschen haben (wie bspw. Hasel, Erle, Birke), da diese vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Beschwerden verursachen.

Wenn nur ein geringes allergenes Potential besteht, wurde in der Empfehlungsliste des Umweltamtes (s.u.) dennoch der Vollständigkeit halber darauf hingewiesen.

4. Keine invasiven exotische Arten

Einige „exotische“ Arten können zu Problemen führen, weil sie sich häufig unkontrolliert ausbreiten und Probleme bereiten, vor allem, wenn sie außerhalb der Siedlungsfläche verwildern.

Dies passiert bereits beispielsweise mit dem Götterbaum und Eschenahorn im Darmstädter Westwald. Eine Beeinträchtigung naturnaher Lebensräume (Ökosysteme) ist bei solchen Arten nicht auszuschließen.

Folgende Arten sind als „invasiv“ oder „potenziell invasiv“ bekannt und sollten nicht gepflanzt werden:

Eschenahorn, Götterbaum, Pennsylvanische Rot-Esche, Robinie, Roteiche, Schwarzkiefer, Amerikanische (Späte) Traubenkirsche, Weymouth-Kiefer, Essigbaum.

5. Positive Wirkung auf die Artenvielfalt (Biodiversität)

Es gibt viele gute Gründe, die dafür sprechen, eine heimische Baumart zu wählen. Die Arten der Empfehlungsliste des Umweltamtes (s.u.) sind dabei auf das Gebiet Süddeutschlands bezogen. Diese Arten sind wertvoller für die heimische Tierwelt als gebietsfremde (exotische) Baumarten.

Auf einer heimischen Eiche können über 250 verschiedene Insektenarten vorkommen -
auf einem Ginkgo (China) sind es weniger als 10!

Mehr Insekten bedeuten wiederum eine bessere Nahrungsgrundlage für die Vogelwelt. Und die heimische Vogelwelt hat sich auch direkt an unsere Baumarten angepasst: Während bspw. 48 verschiedene Vogelarten die Früchte der heimischen Vogelkirsche verzehren, nehmen nur 10 Vogelarten die der verwandten, aber nicht-heimischen Späten (Amerikanischen) Traubenkirsche an. Einige hochspezialisierte Tierarten sind sogar auf ganz bestimmte heimische Gehölze angewiesen, an die sie sich angepasst haben; sie können sich nicht kurzfristig auf andere Pflanzen umstellen.

Mit der Wahl einer heimischen Baumart leisten Sie daher einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt („Biodiversität“). Da die Stadt Darmstadt die biologische Vielfalt fördern möchte, empfehlen wir auf dieser Liste die dafür besonders wertvollen Arten. Mit einem solchen Baum können Sie also Tiere Lebensraum und Nahrungsgrundlage bieten  – welche Tiere das sind, dazu finden Sie in der Tabelle einige Informationen. Manche der heimischen Gehölze bringen übrigens Früchte hervor, die auch für den Menschen zum Verzehr geeignet sind, das sogenannte „Wildobst“. Zum Beispiel kann aus den Früchten der Kornelkirsche eine sehr aromatische Marmelade hergestellt werden.

Empfehlungsliste des Umweltamtes zum herunterladen

Hier erhalten sie die Empfehlungsliste des Umweltamtes als tabellarische Übersicht zum herunterladen.

Weiterhin erhalten Sie hier eine Präsentation mit Bildern und zusätzlichen Informationen zum herunterladen.

Zu bezuschussende oder laut Baumschutzsatzung zum Ausgleich zu pflanzende Laubbäume, sollen in 1 m Höhe einen Stammumfang von mindestens 16‑18 cm haben, Nadelbäume bei der Pflanzung mindestens 2 m hoch sein.

Eine vorgenommene Pflanzung, die aus Mitteln von Ausgleichszahlungen durch die städtische Baumschutzsatzung finanziert oder bezuschusst wurde, unterliegt – unabhängig ihrer Art und ihres Stammumfangs – immer dem Schutz durch die städtische Baumschutzsatzung und sind zu erhalten und zu pflegen.

Jetzt mitmachen bei der "Pflanzt Obstbäume" Aktion - bis 30.09.19

Kontakt

Privatbäume
Telefon: 06151/13-3637

Baumarten-Empfehlungen des Umweltamtes

Hier erhalten sie die Baumarten-Empfehlungen des Umweltamtes der Wissenschaft Darmstadt als Präsentation zum Download (link)

Jeder Baum zählt - Förderung Baumpflanzung!

Durch die Baumschutzsatzung verfügt der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt über finanzielle Mittel, um zweckorientiert Bürgerinnen und Bürger sowie gemeinnützige Vereine bei Baumpflanzungen finanziell und beratend zu unterstützen. Die maximale Fördersumme beträgt je Baum 500 Euro

Vielleicht haben Sie bereits genaue Vorstellungen, welche Baumart Sie pflanzen wollen. Wenn Sie unentschlossen sind oder Ihre Wunsch-Baumart überprüfen möchten, so finden Sie auf dieser Internetseite Empfehlungen mit ausführlichen Beschreibungen der Empfohlenen Baumarten.

Wenn Sie einen Baum gepflanzt haben, beantragen Sie bei Interesse Ihren Zuschuss. Den Antrag finden Sie hier. Bitte beachten Sie die Bestimmungen des Hessischen Nachbarrechtsgesetzes bei der Auswahl des Standortes!

Baumschutzsatzung

Die Baumschutzsatzung (PDF-Datei, Größe: 22,41 KB) schützt Laubbäume ab einem Baumumfang von 60 cm und Nadelbäume ab 90 cm Umfang - gemessen in 1m Höhe. Möchte man einen geschützten Baum fällen, muss man einen Antrag beim Umweltamt stellen.