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Lärmkartierung

Lärmbelastung

Der Gesetzgeber hat mit der Neufassung der §§ 47a ff. Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) die bisherige Vorschrift des BImSchG betreffend die Umsetzung der EU-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm neu gefasst.

Autobahn und Schnellstraßen, Güterzüge und S-Bahnen, Flugzeuge rund um Frankfurt - Hessen ist mobil, aber Verkehr verursacht Lärm. 

Die Ergebnisse der Umgebungslärmkartierung stellen die Grundlage für die anschließende Lärmaktionsplanung dar. Die wesentlichen Vorgaben hierzu sind in der EU-Umgebungslärmrichtlinie und in der 34. BImSchV verankert.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie ist für die landesweite Kartierung des Umgebungslärms gemäß EU-Umgebungslärmrichtlinie zuständig. Diese Aufgabe beinhaltet die Lärmkartierung entlang der Hauptverkehrsstraßen außerhalb von Ballungsräumen und die Lärmkartierung der wesentlichen Lärmquellen innerhalb von Ballungsräumen sowie die Lärmkartierung des Großflughafens Frankfurt am Main.Methodisch werden dabei zur Ermittlung der Lärmpegel Rechenverfahren verwendet und keine Messungen durchgeführt um die europaweit verleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Die Kommunen sind verpflichtet, Lärmkarten in ihrem Zuständigkeitsbereich zu erstellen, die das nach altem Recht verbindliche Lärmkataster ersetzen

Nach § 47 e Abs. 3 BImSchG ist das Eisenbahnbundesamt zuständig für die Ausarbeitung von Lärmkarten für die Schienenwege der Eisenbahn.

Ziel des neuen Gesetzes ist es, entsprechend dem EU-Recht, Umgebungslärm zu vermeiden, ihm vorzubeugen oder ihn zu verringern.

In § 47 b BImSchG werden die Begriffsbestimmungen des Gesetzes definiert.

Belästigende oder gesundheitsschädigende Geräusche im Freien, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden, einschließlich des Lärms, der von Verkehrsmitteln, Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr, Flugverkehr sowie von Geländen für industrielle Tätigkeiten ausgeht.

Aufgabe der so genannten strategischen Lärmkarten ist es also, die unterschiedlichen Quellen und Wirkungen der Lärmbelastung zu erfassen, zu bewerten und mögliche Lärmminderungsmaßnahmen zu untersuchen.

Stufe 1- Erarbeitung von Lärmkarten bis zum 30.06.2007

  • Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohnern 
  • Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 6 Millionen KFZ pro Jahr  (ca. 16.500 KFZ/Tag)
  • Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen pro Jahr (ca. 165 Züge/Tag)
  • Großflughäfen mit mehr als 50.000 Flugbewegungen pro Jahr (ca. 140 Flüge/Tag)
  • Erarbeitung der Lärmaktionspläne bis 18.07.2008 

 

Stufe 2 - Erarbeitung von Lärmkarten bis zum 30.02.2012

  • Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern
  • Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Millionen KFZ pro Jahr (ca. 8.200 KFZ/Tag)
  • Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr (ca. 82 Züge/Tag)
  • Erarbeitung der Lärmaktionspläne bis 18.07.2013

 

 

  1. Einer grafischen Darstellung der Lärmsituation mit Isophonen-Bänder für den L-DEN – Gesamtbelastung in dem Fall über 24 Stunden und getrennt für den L-night von 22:00 – 6:00 Uhr
  2. Einer grafischen Darstellung der Überschreitung eines Wertes bei dessen Überschreitung Lärmschutzmaßnahmen in Erwägung gezogen und eingeführt werden. 
  3. Tabellarischen Angaben über die geschätzte Zahl der Menschen, die in den Gebieten wohnen, die innerhalb der Isophonen-Bänder nach Nr. 1 liegen, wobei die Abschätzung nach einer Grobbeschreibung der Umgebung zu erfolgen hat. 
  4. Einer allgemeinen Beschreibung der Hauptlärmquellen nach Lage, Größe und Verkehrsaufkommen.
  5. Einer Beschreibung der Umgebung: Ballungsräume (Lage, Größe, Einwohnerzahl). Städte, Dorfe, ländliche Gegend oder nichtländliche Gegend, Flächennutzung, andere Hauptlärmquellen.
  6. Angaben über durchgeführte und laufende Lärmaktionspläne und Lärmschutzprogramme. 
  7. Einer tabellarischen Angabe über lärmbelastete Flächen sowie über die geschätzte Zahl der Wohnungen, Schulen und Krankenhäuser in diesen Gebieten, nach Maßgabe des Absatzes 6.
  8. Angaben über die zuständigen Behörden für die Lärmkartierung

Nach der Verordnung, § 4 Abs. 6 ist die Gesamtfläche der lärmbelasteten Gebiete anzugeben. Die Angabe hat in km² zu erfolgen und ist nach den entsprechenden L-DEN Werten über 55 dB (A), über 65 dB (A) und über 75 dB (A) zu gliedern.

 

Der Schallimmissionsplan ist eine flächendeckende Lärmkarte. Die Lärmbelastung wird dabei für
unterschiedliche Quellen getrennt berechnet und in Form von Lärmkarten getrennt für die Tageszeit,
Abendzeit und Nachtzeit mit spezieller Software berechnet.

1. L-day: 12 Stunden, beginnt um 6:00 Uhr
2. L-evening: 4 Stunden, beginnt um 18:00 Uhr
3. L-night: 8 Stunden, beginnt um 22:00 Uhr

Die Verordnung über die Lärmkartierung, 34. Verordnung zur Durchführung des Bundes-immissionsschutzgesetzes (34. BImSchV) von 16. März 2006 gebietet die Verwendung der genannteneuropaweit gemeinsamen Lärmindizes, die zur Beurteilung von lärmbedingten, allgemeinen Belästigungenund von Schlafstörungen dienen sollen.

Straßenverkehr
(16. BImSchV, Richtlinien für dem Lärmschutz an Straßen)

Schienenverkehr
(16. BImSchV, Richtlinie zur Berechnung der Schallimmissionen von Schienenwagen)

Gewerbe- und Industrieanlagen
(VDI 2714, VDI 2720, TA-Lärm)

Sportanlagen
(18. BImSchV, VDI 2714, VDI 2720)

Lärmsanierung ist die Verminderung der Lärmbelastung an bestehenden Verkehrswegen, ohne dass am Verkehrsweg eine erhebliche bauliche Veränderung – wie der Bau einer weiteren Fahrspur – erfolgt ist. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung im Rahmen vorhandener Haushaltsmittel des Landes, des Bundes oder der Kommune.

 

 

Kontakt

Harry Korn
E-Mail:
vermessungsamt@darmstadt.de
Telefon: (06151) 13-2622
Fax: (06151) 13-2630

Umweltamt
E-Mail: umweltamt@darmstadt.de

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