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Konsultationsverfahren Abflugroute AMTIX kurz

Konsultationsverfahren zur möglichen Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz

Alle Informationen zum Konsultationsverfahren, wie Hintergrundinformationen, Beteiligungsmöglichkeiten und Kontaktdaten finden Sie unter https://konsultation.aktiver-schallschutz.de/

Die Dokumentation der drei Informationsveranstaltungen in Erzhausen, Darmstadt und Weiterstadt sowie aller Sitzungen des Verfahrens finden Sie hier: https://konsultation.aktiver-schallschutz.de/termine/

Am 30.01.2019 wurde der Bericht über die Öffentlichkeitsbeteiligung im Konsultationsverfahren vorgestellt: https://konsultation.aktiver-schallschutz.de/konsultation-zu-amtix-kurz/bericht-zur-beteiligung-der-oeffentlichkeit/

Nach der Veröffentlichung des Berichts folgen im ersten Halbjahr 2019 noch abschließende Berechnungen und Untersuchungen zu einzelnen Routenvarianten, welche im Laufe des Konsultationsverfahrens eingebracht wurden. Seitens des Forums Flughafen und Region und der Fluglärmkommission ist geplant, dass bei Vorlage der Ergebnisse die beteiligten Kommunen sich zur Verlagerung und den einzelnen Routenvarianten abschließend positionieren. Danach folgt dann ein Beschluss zur Umsetzung eines möglichen Probebetriebs der Verlagerung in den Gremien des Forums Flughafen und Region und in der Fluglärmkommission.

Zweites Maßnahmenpaket Aktiver Schallschutz/ mögliche Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz

Die Untersuchung der Verlegung der Flugroute AMTIX kurz wurde als Maßnahme der Allianz für Lärmschutz zwischen der Hessische Landesregierung, der Fraport AG, der Lufthansa, dem Forum Flughafen und Region, der Deutsche Flugsicherung und des Luftfahrtverbandes BARIG im Februar 2012 vereinbart. Sie hat ebenfalls Eingang in den Lärmaktionsplan Flughafen Frankfurt Main gefunden.

Die entsprechende Passage (Quelle: Gemeinsam für die Region - Allianz für Lärmschutz 2012, Seite 6) lautet:

18. Optimierung der Abflugstrecke „AMTIX kurz“ zur Entlastung des Darmstädter Nordens:
die Einführung einer konventionell fliegbaren Umgehung des dichtbesiedelten Darmstädter Nordens (Arheilgen und Kranichstein) durch laterale Verschiebung über unbesiedeltes Gebiet bewirkt eine Lärmentlastung des Darmstädter Nordens.

Die Untersuchung dieser Maßnahme wurde von Expertengremium Aktiver Schallschutz innerhalb des Forums Flughafen und Region (FFR) vorgenommen und von diesem in das zweite Maßnahmenpaket Aktiver Schallschutz aufgenommen, welches am 26.01.2018 vorgestellt wurde.

Eine Beschreibung des Maßnahmenpakts mit Berechnung der Gesamtwirkung finden Sie im folgenden Dokument:
https://www.umwelthaus.org/download/?file=bericht_massnahmenprogramm-aktiver-schallschutz_2018-01.pdf

Eine Liste der Maßnahmen inklusive Beschreibung der Routenverlagerung AMTIX kurz finden Sie im folgenden Dokument:
https://www.umwelthaus.org/download/?file=infoblaetter_aktiver_schallschutz_2018-01.pd

Diese mögliche neue Abflugroute würde nun den bestehenden Verlauf in Höhe Gräfenhausen verlassen, zwischen Wixhausen und Erzhausen verlaufen und hinter Darmstadt wieder auf den aktuellen Routenverlauf einschwenken. Rechnerisch wurde hierdurch eine maßgebliche Entlastung der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger ermittelt. Für die Berechnungen wurde der Frankfurter Fluglärm Index verwendet, welcher beispielsweise am Tag die Zahl der betroffenen Bevölkerung in einem Gebiet mit 53 dBA Dauerschallpegel berechnet. Hier könnte die Zahl der rechnerisch betroffenen Bevölkerung in Darmstadt um mehrere Tausend sinken. Auch in der Nacht ergäbe sich eine deutliche Entlastung. Auf Stadtteilebene ist das Bild jedoch nicht einheitlich. Während Arheilgen und Kranichstein profitieren könnten, würde sich für Wixhausen keine Entlastung ergeben. In der Summe überwiegt der Entlastungseffekt deutlich, aus diesem Grund wurde diese Schallschutzmaßnahme durch das FFR auch in das Maßnahmenpaket aufgenommen.

Wegen der grundlegenden Bedeutung der Maßnahme sowie damit einhergehender kontroverser Betrachtungen hatten sich die Stadt Darmstadt und die Gemeinde Erzhausen im Jahr 2017 mit einem gemeinsamen Schreiben an das FFR gewendet, um eine substanzielle Einbindung in die Entscheidungsfindung zur Routenverlagerung bzw. eine Konsultation zu erreichen.

Die Eckpunkte des Verfahrens, welches vom FFR und der Fluglärmkommission anschließend u.a. auf die Initiative hin entwickelt wurde, waren in der Fluglärmkommission für den Flughafen Frankfurt im September vergangenen Jahres vorgestellt worde und sind hier zu finden.

Weitere Details zum Konsultationsverfahren sind im oben beschriebenen Bericht zum zweiten Maßnahmenprogramm Aktiver Schallschutz zu finden.

Eine Entscheidung über das  Konzept der Konsultation wurde in der Sitzung der Fluglärmkommission Frankfurt am 14.02.2018 vorerst vertagt.

In der Sitzung der Fluglärmkommission am 02.05. fanden das das zweite Maßnahmenpaket Aktiver Schallschutz sowie der überarbeitete Vorschlag zum Konsultationsprozess eine Mehrheit.

Die entsprechende Pressemeldung der Stadt Darmstadt finden Sie unter "Aktuelles"