Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Erinnerungsarbeit

Gegen das Vergessen! - Erinnern. Mahnen. Gedenken.


Die Wissenschaftsstadt Darmstadt legt großen Wert auf eine aktive Erinnerungsarbeit. Als Zukunftsaufgabe betrachtet und gestaltet, wird angesichts der aktuellen weltweiten politischen Lage, diese zunehmend wichtiger.

In Darmstadt gibt es eine lange Tradition des Gedenkens an die Zeit des Nationalsozialismus als ein Element zur Bekämpfung rechtsextremistischer Tendenzen. Die „Partnerschaft für Demokratie“ verstetigt und ergänzt die früher begonnen Projekte und Kooperationen im Bereich Förderung von Partizipation durch Förderung von Demokratie.

Das Amt für Interkulturelles und Internationales leitet die AG Erinnerungsarbeit, an der weitere städtische Ämter und Verwaltungsstellen sowie zahlreiche Kooperationspartner teilnehmen. Gemeinsam werden Schwerpunktthemen für das Darmstädter Gedenkjahr festgelegt und Veranstaltungen hierzu koordiniert und organisiert. Zudem wird der Kontakt zu den ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern vom Amt für Interkulturelles und Internationales fortlaufend gepflegt.

Stolperstein-Verlegung 13.09.2018

Elf Stolpersteine werden am 13.09.2018 zum Gedenken an jüdische Opfer aus Darmstadt verlegt.

Informationen finden Sie hier

Digitalisierung - Ende der Demokratie? Podiumsdiskussion 19.09.2018

der Verein Gegen Vergessen Für Demokratie und der Jugendring Darmstadt haben seit April dieses Jahres eine Veranstaltungsreihe unter dem Thema „Digitalisierte Demokratie – Fluch oder Segen?“ durchgeführt.

Am Ende steht die u.a. Podiumsdiskussion, zu der ich Sie hiermit ganz herzlich einlade – vgl. auch das anliegende Plakat

Digitalisierung – Ende der Demokratie?

Podiumsdiskussion mit

Dr. Aleksandra Sowa, Buchautorin und Publizistin

Jan Eggers, Redakteur Hessischer Rundfunk

Dr. Michael Kreutzer, Fraunhofer-Institut SIT Darmstadt

Moderation

Lars Oliver Hennemann, Chefredakteur Darmstädter Echo

Mittwoch, den 19.September 2018, 19.00 Uhr

Das Offene Haus | Rheinstraße 31 | 64283 Darmstad

Darum soll es gehen:

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion steht die Frage, ob die Digitalisierung mit allen ihren neuen Varianten und Möglichkeiten ein Fluch oder ein Segen für die Demokratie ist. Der „Segen“ liegt auf der Hand: Ungeahnte Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten sind entstanden. In allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens ist Vieles leichter, einfacher, schneller geworden.

Die digitale Welt bindet uns aber in ein Netz ein, das die Frage nach dem „Fluch“ nahelegt. Zugespitzt lautet die Frage: Sind wir auf dem Weg in eine digitale Vernetzung, deren Akteure uns in einem nie gekannten Ausmaß manipulieren und steuern und aus der es keinen Ausweg gibt?

Aspekte des Themas:

1. Weltweit agierende Digitalkonzerne wie Google oder Facebook sammeln unzählige Daten über jeden von uns, werten diese aus und verkaufen sie. So werden wir ungewollt tagtäglich zielgerichtet mit Werbung und Informationen „bedient“. Gefährdet das unsere Selbstbestimmung? Entsteht um uns herum ein totalitäres und undemokratisches Netzwerk?

2. Sogenannte „soziale Netzwerke“ sind für populistische und undemokratische Organisationen und Parteien ideale Plattformen, um ungefiltert ihre Positionen zu verbreiten. Das Beispiel von Cambridge Analytica hat gezeigt, wie leicht es möglich ist, mit gekauften Daten (in diesem Falle von Facebook) einen direkten Einfluss auf das Wahlverhalten der US-Bürger vor der letzten Präsidentenwahl zu nehmen. Vergleichbares wird für die Brexit- Entscheidung in Großbritannien vermutet.

3. Staatliche Organe versuchen ihrerseits, immer mehr persönliche Daten über uns zu sammeln. Telefonüberwachung, Gesichtserkennung, Zugriffe auf private Computer etc. sind moderne Instrumente, deren Einsatz damit begründet wird, dass der Staat „effizienter“ werden muss und dass diese Daten letztlich auch unsere Sicherheit schützen. Sie machen uns aber auch für den Staat immer durchschaubarer. Die Fragen werden immer drängender; in welchem Umfang der Staat unsere privaten Daten tatsächlich benötigt, um seinen Aufgaben gerecht zu werden und wo Grenzen überschritten werden, die nur dazu dienen, uns „verfügbarer“ zu machen. – Was ein autoritärer Staat mit solchen Daten anfangen kann, zeigt das Beispiel China, wo ein selbstbestimmtes Leben und eigene Entscheidungen durch den Einsatz digitaler Überwachungsmethoden von Tag zu Tag unmöglich werden. – Bei alledem soll natürlich nicht bestritten werden, dass der demokratische Rechtsstaat auch seinerseits immer wieder Opfer von Angriffen aus dem Netz ist und dass er sich dagegen schützen muss. Angreifer können internationale Hacker unbekannter Herkunft sein; es können aber auch – und das liegt näher – fremde Staaten sein, die sich über solche Angriffe Informationen erschleichen wollen, um politischen Druck auszuüben.

4. Schließlich bleibt auch die Frage nach einer „digitalen Privatsphäre“ – und damit die Frage, welche Chancen und Möglichkeiten jeder Einzelne in der digitalisierten Lebenswelt überhaupt hat, seine Privatsphäre zu schützen.


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Aktuelle Ankündigungen und Änderungen


Bei Redaktionsschluss des Gedenkjahr-Flyers 2018/2.Halbjahr standen noch nicht alle Termine und Veranstaltungen fest.
Der Flyer selbst wird nicht fotlaufend (vor Festlegung aller endgültigen Termine) aktualisiert um Dopplungen und Verwirrungen zu vermeiden.

Bitte beachten Sie daher immer die aktuellen Ankündigungen und Änderungen an dieser Stelle.

Dauer und Öffnungszeiten der Ausstellung „Nichts war vergeblich. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“

Ausstellungseröffnung
mit Gudrun Schmidt (Studienkreis Deutscher Widerstand)
Mi., 29.08.2018 | 18:00 Uhr
Dauer
Mi., 28.08.2018 - Do., 13.09.2018
Ort
DGB - Haus, Foyer, Rheinstr. 50
Öffnungszeiten
Montag - Freitag | 09:00 - 17:00 Uhr
Veranstalter
DGB Region Südhessen

Öffnungszeiten der Ausstellung „Vom Großherzogtum zum Volksstaat: Kriegsende und Revolution in Hessen und Darmstadt 1918 - 1923"

Ausstellungseröffnung
Mo., 12.11.2018 | 18.00 Uhr | Vortragssaal, Haus der Geschichte
Dauer
Mo., 12.11.2018 - Fr., 14.12.2018
Ort
Foyer Haus der Geschichte, Karolinenplatz 3
Öffnungszeiten
Montag | 09:00 - 19:30 Uhr
Dienstag - Donnerstag | 09:00 - 17:30 Uhr
Freitag | 09:00 - 15:00 Uhr
Veranstalter
Wissenschaftsstadt Darmstadt, Stadtarchiv       

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Rückblick


Darmstädter Gedenkjahr - Gegen das Vergessen! 2013 - 2018

Die Idee für ein Gedenkjahr stammt von Oberbürgermeister Jochen Partsch im Jahr 2012 vom Magistrat der Stadt beschlossen.  

Gedenkjahr 2018 - 1. Halbhjahr
Schwerpunktthemen
Antiziganismus | Antisemitismus | Verbrechen der Wehrmacht

Gedenkjahr 2018 - 2. Halbhjahr
Schwerpunktthemen

80 Jahre Reichspogromnacht | 30 Jahre Neue Synagoge | Antisemitismus | Antiziganismus |
Widerstand im Nationalsozialismus | 100 Jahre Novemberrevolution | 50 Jahre Studentenbewegung

Gedenkjahr 2017
Schwerpunktthemen

100 Jahre Kriegseintritt der USA
  | Widerstand im Nationalsozialismus | 70 Jahre Darmstädter Wort | 40 Jahre "Deutscher Herbst"/RAF | Antiziganismus | Geschichte der Atomaren Abrüstung

Gedenkjahr 2016
Schwerpunktthemen

100 Jahre Verdun | 75 Jahre Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion | 70 Jahre demokratischer Neuaufbau | Antiziganismus | 25 Jahre Hoyerswerda    

Gedenkjahr 2015
Schwerpunktthemen

70 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges/Befreiung von der NS-Herrschaft
| 50 Jahre Urteile im Auschwitzprozess/Aufarbeitung der NS-Verbrechen | 25 Jahre Wiedervereinigung | Antiziganismus

Gedenkjahr 2014
Schwerpunktthemen

100 Jahre I. Weltkrieg/Antisemitismus im Deutschen Heer | 70 Jahre Liquidierung des "Zigeunerlagers" Auschwitz-Birkenau | 70 Jahre Attentat auf Hitler/Widerstand  | 70. Jahrestag "Darmstädter Brandnacht" - 11. September 1944  

Gedenkjahr 2013
Schwerpunktthemen

Holocaust-Gedenktag (Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz) | Darmstädter Deportationen | Darmstädter Bücherverbrennung | Reichspogromnachtgedenken | 25 Jahre Neue Synagoge Darmstadt | 70. Todestag Carlo Mierendorffs | NS-Erlass gegen Sinti und Roma

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Informationen

Gedenkstätten Darmstadt
Die Darmstädter Gedenkstätten dienen der Erinnerung und Mahnung

Grußwort Jochen Partsch
Worte des Oberbürgermeisters

Flyer 2018

1. Halbjahr
Darmstädter Gedenkjahr - Gegen das Vergessen!

2. Halbjahr

Darmstädter Gedenkjahr - Gegen das Vergessen!