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SQUADA

Zeitraum

seit April 2021

SQUADA - separiertes Queren für Alle in Darmstadt

Modellprojekt für eine "geschützte" Führung des Radverkehrs am Knoten Landgraf-Georg-Str. / Teichhausstr. / Pützer Str

Aktuell herrscht in Deutschland in Fachkreisen ein Richtungsstreit beim Thema „Geschütze Kreuzung“. Gemeint sind Kreuzungen, bei denen der Radverkehr baulich getrennt („geschützt vom Kfz-Verkehr“) im Seitenraum über und um den Knotenpunkt geführt wird. Bekannt geworden ist diese Führungsform aus Beispielen in den Niederlanden, die jetzt auch in anderen Ländern (z. B. Vereinigtes Königreich, USA) aufgegriffen wurde.

Die Einen halten diese Führung mit abgesetzten Radverkehrsfurten für gefährlich und weisen auf die guten Erfahrungen mit fahrbahnnahen Führungen hin. Die Anderen sehen in sogenannten geschützten Kreuzungen eine Chance, die Attraktivität von Radverkehrsanlagen auch für unsichere Menschen deutlich zu steigern. Von Menschen zu Fuß wird die Befürchtung geäußert, dass neue Konflikte mit dem Radverkehr entstehen könnten.

Da Kreuzungen, in denen diese Entwurfsphilosophie konsequent umgesetzt wurde, in Deutschland bislang nicht existieren, soll ein Pilotversuch gestartet werden, der praktische Erfahrungen unter den Verkehrsverhältnissen in Deutschland ermöglichen soll.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in Kooperation mit der Hochschule Darmstadt beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur um ein Modellprojekt beworben und plant unter dem Titel SQUADA (separiertes Queren für Alle in Darmstadt) an der Kreuzung Landgraf-Georg-Str // Pützer Str // Teichhausstr die Umsetzung und Übertragung des "holländischen" Kreuzungsdesigns in einer deutschen Großstadt. Da in Deutschland eine andere Planungs"kultur" und auch andere Regelwerke (z. B. zum Fußverkehr, zur Barrierefreiheit) gelten, sind die aus den Niederlanden bekannten Führungen nicht 1:1 übertragbar.

Das Modellvorhaben wird durch das neue Bundes-Förderprogramm "innovative Projekte zur Förderung des Radverkehrs" unterstützt. Die wissenschaftliche Begleitung wird durch ein Projekt im Rahmen "Nationalen Radverkehrsplans" gefördert.

Die Kreuzung soll nach vorheriger Durchführung und Evaluation von Verkehrsversuchen im Jahr 2024 umgebaut werden.

 

Aktueller Bearbeitungsstand (April 2021)

Kontakt

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