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Bundes- und Landesförderung

I. Umgestaltung eines Knotenpunkts im Rahmen einer Fahrradstraße


1. Projektdaten

 Antragsteller:

Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, Abteilung Planung und technische Verwaltung

Projekttitel:

KSI: Umgestaltung eines Knotenpunkts im Rahmen einer Fahrradstraße

Projektlaufzeit:

01. März 2015 bis 29. Februar 2016

Förderschwerpunkte:

Investive Klimaschutzmaßnahmen

Förderkennzeichen:

03K00765

 

 

2. Ausgangssituation und Bestandsaufnahme

Am Runden Tisch Radverkehr wurde Ende 2010 vereinbart, sich mit den Möglichkeiten von Fahrradstraßen zur Förderung des Radverkehrs zu befassen; es wurden zahlreiche Analysen, Bürgerbeteiligungen, Verkehrszählungen und Videobeobachtungen durchgeführt.


Die Fahrradstraße wird im gesamten Verlauf der Pankratiusstraße zwischen Kantplatz und Bürgerpark Nord eingerichtet; der Knotenpunkt Rhönring ist dabei entscheidend. Der Knotenpunkt Rhönring ist für die Nord-Südverbindung der Fahrradroutenführung wichtig.

Bereits in der Analyse- und Konzeptphase hat sich gezeigt, dass in der Pankratiusstraße neben dem Radverkehr vor allem die Fußgänger unter den derzeitigen Bedingungen leiden. Daher wurden von Anfang an, neben dem Radverkehr auch den Themen Barrierefreier Ausbau der Gehwege, Sicherstellung von Mindestbreiten für den Fußverkehr, sowie Sicherheit bei der Überquerung des Rhönrings große Aufmerksamkeit geschenkt.

Für den Knotenpunkt Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße wurde eine Machbarkeitsstudie und eine verkehrstechnische Simulation zur Umgestaltung der Lichtsignalanlage erstellt; die Planungen wurden mit den betroffenen Fachämtern, Eigengetriebe, Dienststellen und Gremien abgestimmt.

 

 

3. Projektbeschreibung

Die Baumaßnahme wurde am 21.01.2015 vom Magistrat beschlossen und am 12.02.2015 erfolgte die Zustimmung der Stadtverordnetenvertretung.

Abfräsen und Wiederherstellung der Deckschicht im Kreuzungsbereich:

In der Fahrbahn des Rhönrings befanden sich westlich der Pankratiusstraße eine mit Leitelementen gesicherte Mittelinsel, die zurück gebaut wurde. Zur Sanierung der Fahrbahn im Bereich des Knotenpunkts wurde die Asphaltoberschicht auf einer Fläche von ca. 1.500 m² abgefräst und mit einer neuen Deckschicht überzogen, vor allem um die Markierungsänderungen im Knotenpunkt eindeutig herstellen zu können.

Verbreiterung der durchgehenden Fahrstreifen:

Durch das Entfernen der Mittelinsel auf der Fahrbahn und die neue Bordlinienführung werden die vorhandenen Fahrstreifen entsprechend der technischen Richtlinien angepasst. Dies kommt vor allem dem Schwerverkehr zugute. Die Verbreiterung der Fahrstreifen von heute 2,85 m beziehungsweise 3,00 m sorgt für ein besseres Befahren im Kontenpunkt. Die Nutzungsansprüche des Schwerverkehrs werden demnach erfüllt.

Ergänzung der Knotenpunktsignalisierung und von barrierefreier Fußgängerführung:

Zudem wurden zusätzliche Fußgängersignalisierungen über die Pankratiusstraße angeordnet, um einen Konflikt zwischen Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden. Im Zusammenhang hierzu wurde die Programmierung der Lichtsignalanlagen um die zusätzlichen Signalgruppen überarbeitet. Darüber hinaus wurde im Zuge der Ausführungsplanung auf das barrierefreie Überqueren von Seh- und Gebehinderten geachtet. Für Menschen mit Behinderungen sind an drei Querungsmöglichkeiten Blindenleitsysteme und Bordsteinabsenkungen geplant. Die Baumaßnahme wurde am 26.10.2015 begonnen und am 14.12.2015 beendet. Im Anschluss daran erfolgten die Markierungs- und Beschilderungsarbeiten. Die Verkehrsübergabe im Sinne § 2 Abs. 1 Satz 2 des Hessischen Straßengesetztes erfolgte am 14.12.2015.

 

 

4. Zielsetzung

 Durch die Umgestaltung des Knotenpunkts sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger durch Lichtsignalanlagen
  • Die Einbindung in das vorhandene Radverkehrsnetz, die Fahrradroutenführung sowie die Wegweisung
  • Barrierefreier Ausbau für mobilitätseingeschränkte Menschen
  • Verbreiterung der durchgehenden Fahrstreifen für den motorisierten Individualverkehr
  • Verbesserung von Markierung und Deckschicht auf dem Rhönring
  • Förderung des Fuß- und Radverkehrs
  • Klimaschutz

 

 

II. Ausbau eines Radweges


1. Projektdaten

Antragsteller:

Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, Abteilung Planung und technische Verwaltung

Projekttitel:

Ausbau eines Radweges

Projektlaufzeit:

November 2015 bis März 2016

Förderschwerpunkt:

Investive Klimaschutzmaßnahme

Förderkennzeichen:

03K00346

 

 

2. Ausgangssituation und Bestandsaufnahme

Die Stadt Darmstadt hatte in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch Radverkehr, mit Vertretern der Stadtverordnetenversammlung, Verkehrsverbänden und weiteren Fachleuten des Fahrradverkehrs beschlossen den Lückenschluss zwischen der zukünftigen Fahrradstraße "Im Harras / Rabenaustraße" und der Fahrradhauptroute nach Darmstadt-Innenstadt - Griesheim, als Fahrradweg auszubauen.

Diese Wegelücke konnte in der Vergangenheit vom Radverkehr schon als Schleichweg genutzt werden, da zwischen Wald und Zaun ein ca. 1,5 m breiter freier asphaltierter Streifen vorhanden war.

Das Flurstück ist im Bebauungsplan als öffentliche Fläche ausgewiesen und wurde auch teilweise als Parkplatz eines Firmengeländes genutzt beziehungsweise dient dieser bis zum Sommer 2014 als Baustraße für die Bebauung des benachbarten Firmengeländes.

3. Projektbeschreibung

Die Baumaßnahme wurde am 08.04.2015 vom Magistrat beschlossen und am 07.05.2015 erfolgte die Zustimmung der Stadtverordnetenvertretung.

Das Verbindungsstück mit einer Länge von 130 m soll für den Radverkehr mit einer Querschnittsbreite von 3,50 m ausgebaut werden. Diese setzen sich aus einem 10 cm breitem L-Stein und einem 3,40 m breiten Radweg zusammen. Der Ausbau besteht aus einer 25 cm dicken Schottertragschicht, einer 8 cm dicken Tragschicht und einer 2 cm dicken Asphaltdeckschicht.

4. Zielsetzung

Durch die Maßnahme wird eine Netzlücke zwischen der zukünftigen Fahrradstraße "Im Harras / Rabenaustraße" und Radhauptroute Darmstadt - Griesheim geschlossen. Mit der Fahrradstraße "Im Harras / Rabenaustraße" und der ergänzenden Verbindung aus diesem Projekt entsteht eine neue Radhauptroute Nord-Süd.

Durch den Lückenschluss sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer durch Beleuchtung des Weges
  • Die Einbindung in das vorhandene Radverkehrsnetz, die Fahrradroutenführung sowie die Wegweisung
  • Förderung des Radverkehrs
  • Klimaschutz

Klimaschutzinitiative