Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Archiv: Meldungen des Krisenstabs

18. November 2020

Der Krisenstab hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 18. November, prioritär mit der Situation in den Darmstädter Alten- und Pflegeheimen beschäftigt. Diese bleibt enorm angespannt, wie die vom Gesundheitsamt heute gemeldeten Zahlen zeigen: Bei den beiden Ausbrüchen im Altenpflegeheim Fiedlersee und im Wohnpark Kranichstein (hier ist die Zahl der positiv getesteten Personen auf 28 gestiegen) sind in den zurückliegenden 14 Tagen 6 (4 im Fiedlersee, 2 im Wohnpark) hochbetagte und entsprechend vorerkrankte Bewohnerinnen und Bewohner teils in Krankenhaus, teils auch in den Einrichtungen verstorben. Hinzu kommen 2 Privatpersonen, ein 59-jähriger und ein 68-jähriger Mann, die in Krankenhäusern in Rüsselsheim und Mannheim verstorben sind. Mit den zwei bereits gemeldeten Todesfällen gab es damit 12 Todesfälle in den letzten zwei Wochen. 

„Diese Zahlen klingen dramatisch und das sind sie auch“, zeigt sich Oberbürgermeister Jochen Partsch betroffen. „Wir versichern aber, dass alle Beteiligten, das Gesundheitsamt, die Einrichtungen, die Altenpflegekonferenz, die städtischen Ämter, konzentriert daran arbeiten, die sogenannten vulnerablen Personen bestmöglich zu schützen. Hierzu sind alle Beteiligten in ständigem Austausch, um die Ausbrüche unter Zuhilfenahme von Quarantänemaßnamen und Testungen schnell zu beenden. Direkt im Anschluss an den Krisenstab tagt bereits seit zwei Wochen wieder die Unterarbeitsgruppe Pflege und erarbeitet Lösungen. Es ist jedoch eine Situation, die derzeit leider landauf landab eintritt. Dieses Virus ist tückisch, und es tötet. Das muss uns allen jederzeit klar sein. Die vergleichsweise hohe Zahl der Toten auf einen Schlag schockiert natürlich, erklärt sich aber zumindest zum Teil auch dadurch, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis die Todesfälle auch vom Gesundheitsamt verifiziert sind.“

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Mittwoch 52 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 1727 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 793 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz liegt bei 158,9. 

In den Darmstädter Kliniken bleibt der Durchsatz hoch, die Zahlen pendeln sich auf hohem Niveau ein. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Moment im Klinikum Darmstadt 40 (12) Patienten, im Elisabethenstift 19 (3), im Alice Hospital 9 (0)  und in der Kinderklinik 1 Patient. Die Darmstädter Krankenhäuser kritisieren außerdem mit Nachdruck eine neue, in einem Positionspapier der Gesundheitsministerkonferenz vom 15. November aufgeführten Regelung zur Wiedereinführung der Freihaltepauschalen, die zur Folge haben könnte, dass sich kleinere Krankenhäuser aufgrund fehlender finanzieller Anreize aus der Behandlung von an Covid-19 erkrankten Personen zurückziehen. Dies ist aus Sicht der Darmstädter Kliniken nicht nachzuvollziehen. Auch die Rettungsdienste warnen mit Nachdruck davor, die Durchsetzung würde im schlimmsten Fall zu einem Zusammenbruch führen. Der Magistrat sichert zu, hier entsprechend auf die Länder und den Bund einzuwirken, um diese Regelung unbedingt noch zu korrigieren.

Der Krisenstab kommt am kommenden Freitag, 20. November, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. 

16. November 2020

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt über das Wochenende 54 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 1651 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 766 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz liegt bei 137,6. Die Anzahl der Todesfälle liegt bei 23. Die (seit Anfang letzter Woche bestehende) Zusammenarbeit mit der Bundeswehr funktioniert nach Angaben des Amtes gut.

In den Darmstädter Kliniken befinden sich auf Normal- und Intensivstation aktuell im Klinikum Darmstadt 29 Covid-19-Patienten (9), im Elisabethenstift 18 (4) und im Alice-Hospital 9 (0). Die Rettungsdienste melden unterdessen, dass die Lage nun auch beim Patiententransport schwieriger wird. Verlegungsfahrten werden häufiger, es wird schwieriger schnell Betten für intensivpflichtige Personen zu finden. 

Die Situation in den Alten- und Pflegeheimen bleibt enorm angespannt. Beim Covid-19-Ausbruch im Fiedlersee ist die Fallzahl positiv getesteter Personen trotz sofortiger Quarantänemaßnahmen und Reihentestungen auf nunmehr 17 Fälle gestiegen.  

Das Ordnungsamt meldet, dass die Verstöße gegen Auflagen bei Gewerbe- und Gastronomiebetrieben insgesamt zurückgegangen sind. Für die Kontrolle der Maskenpflicht in der Innenstadt werden die Kollegen der Kommunalpolizei nun zusätzlich durch die Landespolizei unterstützt. Die Bundespolizei wird dagegen vorerst nicht in Darmstadt eingesetzt. Hier ist ein Einsatz erst vorgesehen, wenn bei der Landespolizei alle personellen Ressourcen erschöpft sind.

Aufgrund der für heute angekündigten Gespräche der Kanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder kommt der Krisenstab bereits am morgigen Dienstag, um 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen, um eventuelle beschlossene Änderungen zu diskutieren.

13. November 2020

Aus dem Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom heutigen Freitag, 13. November, gibt es folgendes zu berichten:

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt für Freitag 111 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 1552 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 750 Personen davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. 23 Personen sind verstorben. Die Inzidenz liegt bei 148. Insgesamt sind die Fallzahlen weiter auf hohem Niveau. 
Nach einer weiteren Dateninventur mussten erneut einige Fälle, die zwischenzeitlich dem Landkreis zugeordnet waren, neu der Stadt zugeordnet werden. Dies erklärt die vermeintlich etwas niedrigeren Fallzahlen verglichen mit dem Durchschnitt an manchen Tagen in den vergangenen Wochen.    

Die Darmstädter Kliniken, allen voran das Klinikum, haben derzeit vor allem große Schwierigkeiten durch den steigenden Durchsatz, das heißt der Neuaufnahmen und Abverlegungen von Covid-Patienten. Derzeit befinden sich alleine dort 15 Personen mit wahrscheinlicher Covid-Infektion, die stationär aufgenommen werden müssen, im Screening. Das Elisabethenstift meldet derweil, mit seinen Covid-Intensivkapazitäten an der Grenze zu sein. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 34 Personen (8 + eine Ecmo-Beatmung) im Elisabethenstift 12 (4) und im Alice-Hospital 6 (0).

Aufgrund der angespannten Situation in einigen Alten- und Pflegeheimen tagt ab sofort wieder regelmäßig im Anschluss an die Krisenstabssitzung die im Frühjahr eingerichtete Unterarbeitsgruppe Pflege um die aktuelle Situation zu besprechen und Lösungen zu erarbeiten. Beim Ausbruch in der Einrichtung Fiedlersee sind im Vergleich zum Mittwoch zwei weitere positive Fälle nachgewiesen worden. 

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 16. November, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

11. November 2020

Nach einer Delle zum Wochenbeginn ist die Inzidenz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt wieder angestiegen und liegt aktuell bei 148. Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind seit Montag 77 neue Fälle von Covid-19 in Darmstadt hinzugekommen, so dass kumuliert nun 1398 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 713 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Insgesamt lässt sich erkennen, dass sich das bisher exponentielle Wachstum der vergangenen Wochen etwas abflacht und in ein lineares Wachstum übergeht. Die Linie verläuft nach Angaben des Gesundheitsamtes jedoch noch immer deutlich zu steil.

Aktuell gibt es leider zwei Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen in Darmstadt. Betroffen ist der Wohnpark Kranichstein mit aktuell 12 positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie einem positiv getesteten Mitarbeiter. Das Gesundheitsamt hat den gesamten Wohnpark Kranichstein unter Quarantäne gestellt und ein Besuchsverbot ausgesprochen. Aktuell erfolgt eine Testung des gesamten Wohnparks. Darüber hinaus gibt es leider auch im Seniorenzentrum Fiedlersee in Arheilgen einen Ausbruch mit bisher 13 positiv getesteten Personen. Weitere Informationen dazu liegen aktuell noch nicht vor. Auch hier hat das Gesundheitsamt mit entsprechenden Maßnahmen begonnen.

„Wir tun alles, um das Ausbruchsgeschehen in den Pflegeeinrichtungen so gering wie möglich zu halten, es schnellstmöglich einzudämmen und zu beenden“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch. „In beiden Einrichtungen sind unmittelbar nach der Information über positive Fälle vom Gesundheitsamt entsprechende Quarantänen verhängt und Reihentestungen verfügt worden. Es ist aber auch die traurige Wahrheit dieser Pandemie, dass sich derartige Ereignisse in einem dynamischen Infektionsgeschehen, wie wir es aktuell haben, nicht gänzlich verhindern lassen. Dennoch tun wir alles, um solche Situationen künftig mit Schnelltests noch effektiver verhindern zu können.“  

Das Gesundheitsamt informiert außerdem, dass mit der Ankunft der Bundeswehr und der zusätzlichen Personalstärke die Sprechzeiten der Corona-Hotline verlängert werden konnten. Ab sofort sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort bis 20 Uhr für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar. 

Die Darmstädter Kliniken stehen nach wie vor unter hohem Druck durch die zahlreichen Covid-Patienten. Aktuell befinden sich auf Normal und Intensivstation im Klinikum Darmstadt 33 (8), im Elisabethenstift 13 (4) und im Alice-Hospital 9 (0).    

Der Krisenstab kommt am kommenden Freitag (13.) zu seiner nächsten Sitzung zusammen. 

9. November 2020

Die Inzidenz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist am heutigen Montag leicht gesunken und beträgt mit Stand Montag, 9. November, 124,5. Wie das Gesundheitsamt in der heutigen Sitzung des Krisenstabs berichtet, sind über das Wochenende 57 neue, laborbestätigte Fälle (Sa. 07.11.20: 22, So. 08.11.20: 35) hinzugekommen, für den Montag noch einmal 18 weitere. Die Fallzahl der Covid-19-Erkrankungen für die Stadt Darmstadt beträgt somit kumulativ 1.321. 
688 von diesen betrachtet das Gesundheitsamt als geheilt. 

„Die leicht gesunkene Inzidenz dürfte zwar noch keine echte Trendwende andeuten, da die gemeldeten Zahlen dadurch, dass an Sonntagen in der Regel nicht oder nur sehr wenig getestet wird, an Montagen immer etwas niedriger liegen“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Allerdings scheint das exponentielle Wachstum in der Stadt vorerst ausgebremst. Nach der Einschätzung unseres Gesundheitsamts kommen wir hier langsam auf einem Plateau an.“  

Trotz dieser Einschätzung bleibt das Verbreitungsgeschehen diffus. Größere Ausbrüche sind zwar nicht zu verzeichnen, allerdings gibt es derzeit einige Testungen in Darmstädter Alten- und Pflegeheimen. Das Gesundheitsamt informiert darüber hinaus, dass die Bundeswehr ab heute bei der Kontaktnachverfolgung unterstützt.
Die Situation in den Kliniken bleibt weiter angespannt. Da die Krankenhäuser in Groß-Gerau und Rüsselsheim mit Covid- und Non-Covid-Patienten voll belegt sind und Groß-Umstadt nach wie vor durch den Ausbruch in der Geriatrie beeinträchtigt ist, werden weiterhin Patienten etwa nach Fulda abverlegt. Aktuell befinden sich auf Normal- und Intensivstation im Klinikum Darmstadt 24 (8), im Elisabethenstift 20 (3) und im Alice-Hospital 11 (0).  

Der Krisenstab kommt am kommenden Mittwoch, 11. November, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. 

6. November 2020

Nach einigen Tagen der leichten Stabilität klettert die Inzidenz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt wieder weiter nach oben. Mit Stand heute, Freitag 6. November, beträgt sie 172. Für Freitag wurden zudem 55 neue Infektionen mit Covid-19 in Darmstadt gemeldet. Damit haben sich nachweislich insgesamt 1246 Personen infiziert. 687 davon betrachtet das Gesundheitsamt als genesen. Es gab keine weiteren Todesfälle.

In den Kliniken bleibt die Lage angespannt. Da seit Ausruf der Eskalationsstufe 2 aber bereits Covid-Patienten aus den Darmstädter Kliniken in andere hessische Häuser abverlegt werden, sind die Zahlen etwas gesunken, wie das Klinikum Darmstadt mitteilt. Aktuell befinden sich auf Normal- und Intensivstation im Klinikum 27 (10), im Elisabethenstift 17 (2), im Alice-Hospital 12 (0) und in den Kinderkliniken 2 (0). 

Wie das Gesundheitsamt (GA) informiert, sind die Vorbereitungen zur Unterstützung durch die Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung abgeschlossen. Am kommenden Montag (9.) soll eine erste Voraustruppe im GA eintreffen, am Dienstag folgt dann der Rest der Einheit. Details dazu gibt es dann in einer gesonderten Presseinformation. 

Das städtische Amt für Soziales hat gemeinsam mit dem Gesundheitsamt eine Strategie für den Umgang und Einsatz mit Schnelltests in Alten-, Pflege-, Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen erarbeitet. Diese muss nun noch final abgestimmt werden. Zentrales Element ist der Einsatz einer Art „Taskforce“ bestehend aus medizinisch geschultem Personal, das die Tests in den Einrichtungen bei Anforderung vornehmen soll.  

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 9. November, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

4. November 2020

Die Inzidenz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt verharrt weiter auf hohem Niveau. Stand heute, Mittwoch, 4. November, beträgt die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen 168,2. Für Mittwoch sind zudem 27 neue Fälle hinzugekommen (1163 Fälle insgesamt, 651 genesen), nachdem bereits für Montag und Dienstag ein minimaler Rückgang zu beobachten war. „Ob die etwas niedrigeren Fallzahlen seit Montag bereits eine leichte Stabilisierung andeuten, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, kommentiert Oberbürgermeister Jochen Partsch die Informationen aus dem Gesundheitsamt, „es kann auch die Delle sein, die wir an diesen Tagen aufgrund des niedrigeren Testniveaus vom Wochenende häufig haben. In jedem Fall ist es zwingend erforderlich, die aktuell strengen Maßnahmen weiter durchzuhalten. Dies dient im Übrigen nicht nur der Stabilisierung der nach wie vor höchst angespannten Situation in den Kliniken, sondern ist auch eine Frage der Solidarität mit den besonders hart von den Einschränkungen getroffenen Branchen Kultur und Gastronomie.“

In den Darmstädter Kliniken ist die Lage weiter problematisch. Besonders die Zahlen der Covid-19-Patienten auf den Normalstationen klettern in immer größere Höhen. Gleichzeitig bleibt die Personalsituation schwierig. Insgesamt arbeiten im Klinikum Darmstadt derzeit 150 Mitarbeitende (Kontaktpersonen 1b mit niedrigem Expositionsrisiko – das heißt: sie sind nicht positiv und haben keine Symptome) unter Auflagen, das heißt entweder nicht im Patientenkontakt oder nur in Schutzausrüstung gemäß der RKI-Richtlinien in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Derzeit befinden sich im Klinikum 40 nachweislich mit Covid-19 infizierte Personen auf Normal- und 9 auf der Intensivstation, im Elisabethenstift sind es 12/3, im Alice-Hospital 11/0 und in den Kinderkliniken 2/0. 

Das Ordnungsamt weist mit Nachdruck daraufhin, dass die für die Innenstadt erlassene Maskenpflicht unbedingt in jeder Situation einzuhalten ist. Auch für das Einnehmen von Speisen oder Getränken sowie zum Rauchen dürfen die Masken nicht abgenommen werden. Dies sollten die Personen dann einfach in den Randbereichen der Innenstadt, außerhalb der Fußgängerzone tun. Viele Personen zeigen sich hier nach wie vor enorm uneinsichtig und gefährden mit diesem Verhalten andere. Dies berichtet die Kommunalpolizei von ihren Kontrollen. 

Nachdem vom Land Hessen (und bereits zuvor von der Stadt) bereits für die Schulen neue Maßnahmen zum Infektionsschutz erlassen wurden, hat sich die Stadt nun auch im Bereich der Kitas mit den Trägern abgestimmt und ein Konzept erarbeitet. Dies wird in einer gesonderten Pressemitteilung detailliert dargestellt und erläutert.

Der Krisenstab kommt am Freitag, 6. November, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.  

2. November 2020

Mit dem derzeit von Tag zu Tag immer steileren Anstieg der Covid-19-Infektionsfälle in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (allein am Wochenende 121 laborbestätigte Fälle) spitzt sich die Situation vor allem in den Darmstädter Kliniken weiter zu. Dies berichtet u.a. das Klinikum Darmstadt in der Sitzung des Krisenstabs vom heutigen Montag, 2. November. 
Aktuell befinden sich im Klinikum auf der Normalstation 24 Personen, im Elisabethenstift 10, im Alice-Hospital 9 und in der Kinderklinik 2 Patienten. Auf der Intensivstation werden im Klinikum Darmstadt 10, im Elisabethenstift 2 und im Alice-Hospital 0 betreut. Hinzu kommt die immer schneller steigende Anzahl an Verdachtsfällen. Das ganze Ausmaß des Anstiegs zeigt sich beim Blick in die Hessischen Krankenhäuser: Wurden am Höhepunkt der ersten Welle im Frühjahr maximal 1000 an Covid-19 erkrankte Patienten und Verdachtsfälle zeitgleich in den Hessischen Krankenhäusern behandelt, sind es nun bereits rund 1300. Gleichzeitig läuft (im Gegensatz zum Frühjahr) das elektive Programm weiter. Hinzu kommen weitere Infektionen beim Personal. Die Krankenhäuser sind dadurch zunehmend am Limit.

Oberbürgermeister Jochen Partsch betrachtet die Entwicklung mit großer Sorge: „Die zunehmend bedrohliche Situation in den hessischen und auch in den Darmstädter Krankenhäusern zeigt, wie dramatisch die Infektionslage bereits jetzt, am Beginn der Herbst/Wintersaison ist. Die Zahl der Infektionen über das zurückliegende Wochenende übertrifft die Erwartungen und Prognosen unseres Gesundheitsamts, die Zahl der Intensivpatienten und der Auslastung hessenweit ist deutlich gestiegen. Gleiches gilt für die Entwicklung in den Schulen und Kitas, bei der zunehmenden Gefahr für Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Wir sind in einer sehr ernsten Situation! Es zeigt sich nun auch, dass mehr denn je die Zeit für harte Maßnahmen gekommen ist, um die derzeit wuchtig anlaufende Infektionswelle zu bremsen. Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, um jetzt in der beginnenden einmonatigen Phase eines Teil-Lockdowns die Gesundheitsversorgung in Darmstadt weiter sicherzustellen, die Krankenhäuser zu entlasten und die Infektionszahlen mit aller Macht nach unten zu drücken. Sonst ist in einigen Wochen die Überlastung des Gesundheitssystems erreicht. Es kommt mehr denn je auf uns alle an!“ 

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt über das Wochenende insgesamt 121 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen (Sa. 31.10.20: 56, So. 01.11.20: 65). Für Montag kamen zusätzlich noch einmal 40 Fälle dazu, so dass kumuliert nun 1116 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 573 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz steigt von 160,1 am Sonntag weiter auf 168,1. Das Infektionsgeschehen ist dabei weiter diffus. Es gibt Infektionsfälle in Schulen, Kitas und Firmen.

Der Krisenstab trifft sich am kommenden Mittwoch, 4. November, zu seiner nächsten Sitzung.

30. Oktober 2020

Die Inzidenz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt bleibt weiter auf hohem Niveau, doch zumindest ist am heutigen Freitag (30.) kein weiterer Anstieg zu verzeichnen. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, wurden für heute 32 neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt damit leicht auf 133,8. Leider gibt es einen weiteren Todesfall zu vermelden. Bereits am vergangenen Wochenende verstarb leider eine 77-jährige Frau mit Vorerkrankungen im Elisabethenstift. 

Oberbürgermeister Jochen Partsch zur Situation vor dem Wochenende: „Ab dem kommenden Montag gelten neue, von Bund und Ländern für ganz Deutschland erlassene Einschränkungen, mit deren Hilfe die dramatische Dynamik des Infektionsgeschehens ausgebremst werden soll. Die Einschnitte für uns alle sind hart, es ist eine schwere Zeit, doch müssen wir uns bewusst machen, dass wir uns, wenn wir nichts tun, auf dem Weg zu einer medizinischen Notlage befinden. Ich appelliere daher noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt: Auch wenn die neuen Einschränkungen erst am Montag gelten, die Lage ist ernst. Verhalten Sie sich auch am kommenden Wochenende so, wie wir es alle ab Montag tun müssen. Sie leisten damit einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie. Sie retten Leben. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam beschreiten, ich bin mir sicher, er wird zum Erfolg führen. Passen Sie auf sich und die Mitmenschen um Sie herum auf. Gemeinsam werden wir diese schwierige Zeit durchstehen. Und: Bleiben Sie zuversichtlich!“

Die Lage in den Kliniken, vor allem auf den Normalstationen bleibt ernst. Aktuell befinden sich:

- im Klinikum Darmstadt: 33 an Covid-19 erkrankte Personen auf der Normal-, 9 auf der Intensivstation.
- im Elisabethenstift: 16 auf Normal-, 0 auf der Intensivstation. 
- im Alice-Hospital: 10 auf Normal-, 1 auf der Intensivstation.

Auch die Rettungsdienste bekommen mittlerweile die gestiegenen Zahlen zu spüren. Die Übergabezeiten von Patienten an die Kliniken verlängern sich.
Vorrausichtlich in der kommenden Woche soll eine von der Verwaltung erarbeitete Teststrategie für die Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Umgang mit Schnelltests in Alten-, Pflege-, Behinderten-, Flüchtlings- und Obdachlosenunterkünften vorliegen, so dass der Krisenstab darüber entscheiden kann.

Da vom Land Hessen nun auch eine Allgemeinverfügung zu den Schulen erlassen wurde: Die Maßnahmen decken sich mit denen der Allgemeinverfügung der Stadt, die ab dem morgigen Samstag gilt. Ab dem 9. November kommen von Landesseite allerdings weitere Maßnahmen hinzu. Nachzulesen unter:https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-ergreift-weitere-massnahmen-fuer-einen-sicheren-schulbetrieb

Der Krisenstab kommt am Montag um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

29. Oktober 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom Donnerstag, 29. Oktober, mit den von Bund und Ländern beschlossenen und ab Montag (2.) geltenden Maßnahmen beschäftigt. Ein genaues Vorgehen soll nach der, spätestens für morgen zu erwartenden, Anpassung der Verordnung des Landes Hessen besprochen werden. Zum Einsatz der Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung ab Montag gibt es heute letzte Abstimmungsgespräche zur Personenstärke und Unterbringung. Beschlossen wurde zudem die Erarbeitung eines Konzepts zu Verteilung und Einsatz von Antigen-Schnelltests in Alten-, Pflege-, Behinderten-, Obdachlosen-, und Flüchtlingseinrichtungen. Dieses soll kommende Woche vorliegen. 

Das Gesundheitsamt berichtet, dass die Anzahl der Fälle gleichbleibend hoch ist und dass zunehmend Einzelfälle bei Schülerinnen und Schülern sowie und Lehrerinnen und Lehrern zu beobachten sind. Für den heutigen Donnerstag wurden 28 neue Fälle gemeldet. Damit steigt die Zahl kumulativ auf 923. 551 davon betrachtet das Gesundheitsamt als geheilt. Die Inzidenz verharrt auf hohem Niveau und liegt aktuell bei 139,5. 

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Situation angespannt. Derzeit befinden sich:

- im Klinikum Darmstadt: 30 Patienten auf der Normal- und 7 auf der Intensivstation
- im Elisabethenstift: 16 Patienten auf der Normal- und 0 auf der Intensivstation
- im Alice-Hospital: 7 Patienten auf der Normal- und 0 auf der Intensivstation

Wie das Klinikum Darmstadt berichtet, läuft die Ableitung von Covid-Patienten zu Kliniken in anderen Versorgungsbereichen, um Kapazitäten für Non-Covid-Patienten zu erhalten, gut. Insgesamt gibt es nach wie vor deutlich mehr Verdachtsfälle als im Frühjahr. In den Alten- und Pflegeheimen ist die Lage aktuell ruhig.

Unterdessen wurde auch der Pool für die Corona-Helfer wieder aktiviert. Bisher haben sich etwa 50 freiwillige Helfer gemeldet. Erste Personen sind ab sofort wieder im Alice-Hospital im Einsatz. Zudem ruft auch die TU Darmstadt über ihre Kanäle wieder zur Unterstützung auf. Wer helfen möchte, kann eine E-Mail an coronahelfer@darmstadt.de schreiben.

Wie Sozialdezernentin Barbara Akdeniz mitteilt, sind alle geplanten Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren bis zum Jahresende abgesagt. 

Der Krisenstab kommt bereits am morgigen Freitag zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

28. Oktober 2020

Das Gesundheitsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg erhält voraussichtlich ab der kommenden Woche Unterstützung von der Bundeswehr. Darauf haben sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg am Montag geeinigt. Am morgigen Donnerstag soll es Gespräche zur Organisation geben. Zusätzlich hat das Gesundheitsamt zusammen mit dem Staatlichen Schulamt eine neue Verfügung für die Schulen in Stadt und Landkreis erarbeitet. Dieses wird in einer separaten Pressemitteilung erläutert.

Unterdessen steigen die Infektionszahlen in Darmstadt weiter. Es handelt sich weiter um ein diffuses Geschehen. Die Darmstädter Kliniken melden ebenfalls steigende Zahlen. Derzeit befinden sich: Im Klinikum Darmstadt: 28 Personen auf der Normal- und 10 auf der Intensivstation, im E-Stift 16 auf Normal-, 1 Person auf der Intensivstation und im Alice-Hospital 9 auf der Normal- und keine Person auf der Intensivstation. Mittlerweile wurde die Eskalationsstufe 2 für das Versorgungsgebiet 6 ausgerufen, das heißt es werden nun vereinzelt Patienten auf andere Krankenhäuser verteilt, zurzeit etwa Kassel und Fulda. Auch im Rettungsdienst steigen die Transporte mit Verdachts- oder bestätigten Fällen.

Der Krisenstab blickt derweil mit Spannung auf das für heute angekündigte nächste Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Oberbürgermeister Jochen Partsch dazu: „Es ist für die weitere Entwicklung der Pandemie in Deutschland entscheidend, dass wir das Infektionsgeschehen drastisch verlangsamen. Wenn wir in einer halbwegs stabilen Situation durch den Winter kommen wollen, müssen wir jetzt handeln. Wir müssen das öffentliche Leben insgesamt reduzieren, so schwierig das ist und so weh das tut, aber wenn wir weitermachen wie bisher, dann wird sich die Lage in den Kliniken in den kommenden Wochen dramatisch zuspitzen. Wir müssen uns also darauf einstellen, dass aus Berlin heute Signale kommen werden, die für den gesamten November deutliche Einschränkungen für die Bevölkerung vorsehen.“

Der Krisenstab trifft sich bereits am morgigen Donnerstag, 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung, um die möglichen Entscheidungen aus Berlin zu erörtern.

26. Oktober 2020

In vielen Teilen Hessens, so berichtete das Gesundheitsamt für Darmstadt und Darmstadt-Dieburg am Montag, 26. Oktober 2020, in der Sitzung des Darmstädter Krisenstabs, ist inzwischen ein exponentieller Anstieg der Covid-19-Infektionszahlen festzustellen. Auch in Darmstadt nimmt die Zahl der Fälle weiter deutlich zu; das Gesundheitsamt rechnete am Montagmorgen mit 42 laborbestätigten Neuinfektionen für Darmstadt, woraus sich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 140,7 ergibt.

Angesichts „der enormen Zahl von Fällen“, so das Gesundheitsamt, sei man zur Priorisierung bei der Ermittlung von Kontaktpersonen und der Anordnung entsprechender Maßnahmen übergegangen: Die Behörde fasst jetzt die Situation in Einrichtungen mit besonders vulnerablen Gruppen (zum Beispiel Kitas, Alten- und Pflegeheime), vordringlich ins Auge. Das Gesundheitsamt bittet um Verständnis, dass es bei der gegenwärtigen Lage für die Betroffenen zu Wartezeiten kommen kann.

Das dynamische Infektionsgeschehen bildet sich auch in den Krankenhäusern ab. Das Klinikum betreut derzeit 18 Covid-19-Patienten auf der Normalstation, sieben auf der Intensivstation, hinzu kommen sechs Verdachtsfälle: Elisabethenstift: elf normal, einer intensiv, vier Verdachtsfälle, Alicehospital: sieben auf Normalstation. Auch der Rettungsdienst vermeldet vermehrt Transortfahrten in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie.

Die Kommunalpolizei hat am Wochenende bei 325 Gastronomie- und anderen Betrieben kontrolliert, inwieweit die Bestimmungen und Verordnungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie eingehalten werden. Dies war in rund zehn Prozent der Kontrollen nicht der Fall, hier gab es Verstöße sowohl gegen die Maskenpflicht als auch gegen das korrekte Führen der Gästelisten. In zwei Fällen wurde gegen die Sperrstunde verstoßen. Positiv wurde registriert, dass sich Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt überwiegend an die Maskenpflicht auf Straßen und Plätzen halten.

Mit Sorge und Unverständnis betrachtet der Krisenstab manche Versuche, geltende Bestimmungen zu umgehen, indem Gewerbe auf Privatgrundstücke verlegt wird¬ – vom Würstchenverkauf bis zu Flohmärkten, wobei geltende Abstands- und Hygieneregeln nicht immer beachtet werden.

Oberbürgermeister Jochen Partsch warnte: „Je mehr solcher Versuche es gibt, geltende Regeln zu umgehen, desto näher sind wir an einem generellen Lockdown. Ich appelliere dringend an alle, sich an die Regeln zu halten. Wir verabschieden die aktuellen Maßnahmen und Regelungen, die wir selbstverständlich auch immer wieder überarbeiten, um das Geschehen kontrollierbar zu halten. Es muss für uns alle oberste Maßgabe sein, einen generellen Lockdown zu verhindern und damit unsere Wirtschaft und all die daran hängenden Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Daher dürfen und werden wir solche Umgehungstatbestände nicht tolerieren.“

Nachdem in einigen Städten, so zuletzt auch in Frankfurt, Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, befasste sich der Krisenstab auch mit der Frage nach dem Darmstädter Weihnachtsmarkt. Aufgrund der dynamischen Infektionslage werden aktuell unterschiedliche Konzepte und Varianten diskutiert. Eine endgültige Entscheidung über die Durchführung und Modalität des Weihnachtsmarkts in Darmstadt wird es voraussichtlich Anfang kommender Woche geben.

23. Oktober 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom  heutigen Freitag, 23. Oktober, mit einer Vielzahl von Themen beschäftigt. Diskutiert wurden:

- die Entwicklung der Inzidenz, die aktuell bei 107,6 liegt: Aktuell werden keine weiteren Maßnahmen zusätzlich zu den ab dem kommenden Samstag (24.) geltenden verhängt. Am Montag, 26. Oktober, soll die Lage mit den Zahlen vom Wochenende dann neu bewertet werden. „Übergeordnetes Ziel ist weiterhin“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch „einen erneuten Lockdown unbedingt und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern!“ Die Ausbreitung des Virus ist weiterhin diffus, dies deckt sich mit den Erfahrungen aller stark betroffenen Städte und Landkreise in Hessen.

- die Situation in den Kliniken, die sich weiter zuspitzt. Aktuell: Klinikum: 20 bestätigte Covid-19-Fälle auf Normalstation, 5 auf Intensivstation, E-Stift: 5 auf Normalstation, 1 auf Intensivstation, Alice: 7 auf Normalstation, 0 auf Intensivstation. 

- die Möglichkeiten zur Anschaffung von Luftfiltern für Schulen und Kitas

- der Umgang mit „Maskengegnern“, die auf Schulgelände vordringen: Hier wurde nach den Vorfällen vom vergangenen Mittwoch, als Demonstranten auf das Schulgelände der Georg-Büchner-Schule vordrangen, ein Hausverbot für Personen beschlossen, die derartigen Gruppierungen angehören. Die Schul- und Kitaleitungen sind in diesen Fällen ermächtigt, das Hausrecht durchzusetzen und die Personen (notfalls mit Hilfe der Polizei) des Geländes zu verweisen. Hierzu wurde vom Krisenstab aber auch vom Staatlichen Schulamt die Empfehlung ausgesprochen, dies auch durchzuführen, da gewährleistet sein muss, dass Unterricht und Betreuung störungsfrei geschehen können und die Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten ist. 

OB Partsch dazu: „Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut, eine Errungenschaft unserer freiheitlichen Demokratie. Wenn aber, wie in dieser Woche geschehen, selbsternannte ‚Querdenker‘ und sonstige ‚Maskengegner‘ in Schulgebäude einzudringen versuchen und Schülerinnen und Schüler bedrängen und belästigen, müssen und werden wir entschlossen handeln. Schulen und Kitas erhalten hierfür die klare politische und auch rechtliche Rückendeckung durch Stadt und Staatliches Schulamt. Das ist nicht hinnehmbar. Ebenfalls nicht hinnehmbar sind von dort organisierten Personen oder in Internetchats auffindbare und ausgesprochene Drohungen und Beleidigungen sowohl an das Staatliche Schulamt, Schulen sowie die Polizei. Diese werden wir in jedem Fall auf strafrechtliche Relevanz hin überprüfen! Die Herausforderung durch die Covid-19-Pandemie ist insbesondere für die Schulgemeinden schwierig genug, Störungen und Belästigungen dürfen und werden wir daher nicht zulassen.“ 

- der Umgang mit Besuchsmöglichkeiten in Altenheimen: Hier wird es am kommenden Montag weitere Gespräche und Entscheidungen geben, aktuell gilt weiterhin: 3 Mal die Woche 2 Personen.

- die Kommunikation bei den Hinweisen auf die Maskenpflicht in der Fußgängerzone und an ÖPNV-Haltestellen: Hier werden ab heute mehrsprachige Plakate überall in der Stadt, auch an Bahnhöfen aufgehängt, zusätzlich gibt es Hinweise auf der Homepage von DA-Marketing, bei Fahrgast-TV im ÖPNV, auf den Digitalen Boards an den Bahnhöfen, im Luisencenter und in den Darmstädter Parkhäusern. 
  
Das Ordnungsamt meldet zudem, dass bei sich bei den Kontrollen der Sperrstunde durch die Kommunalpolizei bis auf wenige Ausnahmen alle kontrollierten Gastronomen bisher an die verfügten Vorgaben gehalten haben.

22. Oktober 2020

Da die Inzidenz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt am heutigen Donnerstag, 22. Oktober, erstmals seit Beginn der Pandemie die letzte Warnstufe von 75 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten hat und aktuell bei 88,8 liegt, hat die Stadt eine weitere Allgemeinverfügung auf den Weg gebracht, die weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Pandemie ab Samstag, 24. Oktober, vorsieht. 

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat zudem Einheiten der Bundespolizei angefordert, die die Kommunalpolizei bei der Durchsetzung der Kontrollen der genannten Maßnahmen zeitnah unterstützen sollen.  

21. Oktober 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt war sich in seiner heutigen (21.) Sitzung darin einig, dass die derzeitige Entwicklung der Covid-19-Pandemie besorgniserregend ist. Dies betonte Oberbürgermeister Jochen Partsch in seiner Einschätzung der Lage, nachdem aus dem Gesundheitsamt und aus den Kliniken Bericht erstattet worden war. Laut Gesundheitsamt steigen die Zahlen der Neuinfektionen weiter: Für Darmstadt sind kumuliert 657 Covid-19-Fälle registriert, davon gelten 460 als geheilt. Die Inzidenz liegt bei 68,2. Das Gesundheitsamt wies darauf hin, dass erkennbar eine Ursache für die Weitergabe des Virus Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seien, „die trotz vorhandener Erkältungssymptome noch eins, zwei Tage arbeiten gehen“ – dort findet dann die Übertragung an andere statt.

Daher gelten die jüngst zusätzlich ausgesprochenen Maßnahmen weiterhin.

Auch die Krankenhäuser spüren eine angespannte Situation. So befanden sich am Mittwochmorgen im Klinikum fünfzehn Covid-19-Erkrankte (davon fünf auf der Intensivstation) sowie 21 Verdachtsfälle; das Elisabethenstift zählte fünf Erkrankte (einer intensiv) und sechs Verdachtsfälle; im Alicehospital wurden acht Patienten und Patientinnen behandelt.

Das Gesundheitsamt hat unterdessen durch interne Maßnahmen das Personal seines Covid-19-Teams verstärkt; hier bemüht man sich weiterhin, so schnell wie möglich die Kontaktpersonen von Neuinfizierten zu ermitteln – wegen der Vielzahl der Fälle nimmt das Vorgehen inzwischen aber mehr Zeit in Anspruch. Das Ende dieses Trends sei derzeit nicht abzusehen.

„Wir sind in einer Phase der Pandemie, die Maßnahmen im privaten wie im gesellschaftlichen Leben notwendig macht, die anzuordnen sich niemand gewünscht hat. Wir tun dies mit Verantwortung, mit Respekt vor dem Virus und aus Sorge um die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger – im Bewusstsein, dass es sich um zeitlich begrenzte Maßnahmen handelt“, erklärte OB Jochen Partsch. „Wir werden diese Phase gemeinsam bewältigen.“

20. Oktober 2020

Die Regeln für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes haben sich durch die Landesgesetzgebung etwas geändert. Das bedeutet: Von nun an muss ab einer Inzidenz von 50 bei Trauerfeiern in den Trauerhallen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

19. Oktober 2020

Aus dem Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom heutigen Montag, 19. Oktober, gibt es Folgendes zu berichten:

In der vergangenen Kalenderwoche 42 sind dem Gesundheitsamt so viele Fälle wie noch nie seit Beginn der Covid-19-Pandemie gemeldet worden, insgesamt > 160 für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg zusammen. Die genaue Zahl für die Wissenschaftsstadt Darmstadt kann erst am morgigen Dienstag nachgemeldet werden. Seit Samstag, und auch für den heutigen Montag, liegt die Inzidenz in jedem Fall über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, so dass alle ab dieser Schwelle geltenden Regelungen in Kraft bleiben. Sollte sich diese Entwicklung verstetigen, erwägt das Gesundheitsamt, weitere Mitarbeiter aus anderen Bereichen abzuziehen und dem festen Corona-Team temporär zur Bewältigung der Lage zuzuordnen. 

Da aus der Bürgerschaft zum Teil Fragen zur Erreichbarkeit des Gesundheitsamts auch an Oberbürgermeister Jochen Partsch herangetragen werden, appelliert dieser an die Bürgerinnen und Bürger auch in schwierigen Situationen besonnen zu bleiben: „Es ist in diesen Zeiten wichtig, dass wir alle aufeinander Acht geben und auch, wenn etwas einmal nicht so klappt, wie wir uns es wünschen, trotzdem sachlich und ruhig bleiben. Das Gesundheitsamt arbeitet auf Hochtouren, um eine gute Beratung sicherzustellen und begegnet den Anliegen der Menschen mit Respekt, auch wenn es mal eine Verzögerung gibt. Die Corona-Hotline ist jederzeit nutzbar und immer geschaltet, aber es gehen dort eben auch täglich hunderte Anrufe ein. Uns ist bewusst, dass es in der Bevölkerung viele Sorgen, ja Existenznöte gibt, und wir nehmen diese ernst und versuchen zu helfen, wo es geht. Ich kann versichern, dass die Mitarbeiter in allen Gesundheits- und Notdiensten in der Stadt, auch den Kliniken, den Rettungsdiensten, der Feuerwehr, den Arztpraxen und vielen anderen jeden Tag energisch daran arbeiten, dass wir diese Situation in Darmstadt gut bewältigen werden.“

In den Kliniken ist nach Wochen der relativen Ruhe vor allem im Bereich der Verdachtsfälle ein erster Anstieg zu verzeichnen. Aktuell befinden sich im Klinikum vier Covid-19-Patienten auf der Normal- und vier auf der Intensivstation, im Elisabethenstift vier Patienten auf der Normalstation und im Alicehospital fünf auf der Normalstation. Feststellbar ist allerdings auch, dass die Infektionen aus dem privaten Bereich mittlerweile auch in den Gesundheitsdiensten ankommen, „umso wichtiger ist das eigene Verhalten im privaten Bereich, die Reduzierung der persönlichen Kontakte, der Verzicht auf Feiern und andere nicht unbedingt notwendige Zusammenkünfte“, so OB Partsch.

Die HEAG mobilo kündigt zudem an, dass bei Fahrzeugen, in denen die Luft ohnehin durch  Lüftungsanlagen drei bis sieben Mal pro Stunde ausgetauscht wird,  ab sofort zusätzlich zu Endhaltestellen und Hauptverkehrsknoten, alle 20 Minuten die Türen für einen zusätzlichen Luftaustausch komplett geöffnet werden. Zudem gilt seit dem heutigen Montag, 19. Oktober, eine Maskenpflicht an allen Haltestellen. 

16. Oktober 2020

Auch heute (16.) hat der Krisenstab getagt. Die Inzidenz von 50 wurde noch nicht erreicht, hat sich dieser Grenze mit 48,2 aber weiter angenähert. Daher wurden weitere Maßnahmen beschlossen, die zum Teil erst dann, wenn die Marke von 50 erreicht wird, zum Teil aber auch ab einem bestimmten Zeitpunkt gelten. Nachfolgend die einzelnen Beschlüsse:

1. Ab sofort gilt, dass in Trauerhallen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss.

2. Sobald die Inzidenz die Marke von 50 erreicht, gelten folgende Maßnahmen:

  • Verbindliche Sperrstunde für Gastronomiebetriebe einschließlich eines generellen Außenabgabeverbots von Alkohol von 23 bis 6 Uhr.
  • Die Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen wird auf maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen pro Besuch begrenzt.
  • Generelles Besuchsverbot in den Darmstädter Krankenhäusern.

3. Ab dem 18. Oktober (bis 31. Dezember) gelten folgende Maßnahmen:

  • Profisportveranstaltungen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden.
  • Amateursportveranstaltungen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden; ausgenommen davon sind jeweils eine erziehungsberechtigte Person pro minderjährigem Teilnehmenden sowie die Trainerinnen und Trainer sowie Betreuerinnen und Betreuer.

4. Ab dem 19. Oktober (bis 1. November)  gelten folgende Maßnahmen:

  • Alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klassen müssen auf dem Schulgelände und in den Schulgebäuden einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Der Schulsport ist für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse ausschließlich kontaktlos und im Freien durchzuführen. Der Schulsport in den Grundschulen ist kontaktlos durchzuführen.

5. Weiterhin gilt bereits seit Wochenbeginn, dass öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmern untersagt sind. Für private Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen gilt dies ebenfalls.

6. Zusätzlich gelten die vom Land Hessen bereits beschlossenen Beschränkungen. Ab 19. Oktober gilt daher unter anderem:

  • Private Veranstaltungen mit vornehmlich  geselligem  Charakter  (Feiern)  mit  einer  Teilnehmerzahl von mehr als 50 Personen sind untersagt. Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, wird eine Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen dringend empfohlen.
  • Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, in Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Öffentliche  Verhaltensweisen,  die  geeignet  sind,  das  Abstandsgebot zu gefährden, wie etwa Tanzveranstaltungen sind unabhängig von der Personenzahl untersagt.
  • Auch beim Warten an Haltestellen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die vollständigen aktuellen Beschlüsse des Landes Hessen sind hier einsehbar.

Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt wurden am Freitag zehn neue laborbestätigte Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Covid-19-Erkrankungen beträgt damit kumuliert 569; von den Erkrankten gelten 418 als geheilt. Es gab keine weiteren Todesfälle. Die Inzidenz liegt bei 48,2.

14. Oktober 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch (14.) vorerst keine weitergehenden Maßnahmen zu den bereits gültigen Personen-Beschränkungen bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen beschlossen. Nachdem die Inzidenz mit 17 zusätzlichen Fällen zum Mittwoch (kumulativ 545) auf 42,5 gestiegen ist, beobachtet das Gremium die Lage aufmerksam und wird, sollte die Inzidenz von 50 in den kommenden Tagen überschritten werden, über weitergehende Maßnahmen beraten und entscheiden. 

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Die aktuelle Lage zeigt, wie wichtig es für uns alle ist, weiterhin sehr vorsichtig vorzugehen. Das Virus ist unter uns und nicht klar eingrenzbar. Wenn wir gut durch den Herbst und Winter kommen, einen weiteren Lockdown verhindern und unsere Mitmenschen bestmöglich schützen wollen, ist es wichtig, auch freiwillig dort einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo dieser nicht vorgeschrieben ist, nicht notwendige Zusammenkünfte zu meiden und sich auch sonst streng an die bekannten Regeln zu halten. Es geht hier um unser Zusammenleben und unseren sozialen Zusammenhalt und nicht zuletzt auch um die wirtschaftliche Grundlage, auf der unsere Stadt basiert.“ 

Das Gesundheitsamt berichtet, dass es sich bei den aktuellen Neuinfektionen um überwiegend junge Menschen bis Menschen mittleren Alters handelt. Von rund 70 Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen, befinden sich lediglich 6 Personen in den Altersgruppen ab 60 Jahren (>60:2, >70:2, >80:2). Nach wie vor handelt es sich um ein diffuses Infektionsgeschehen, dass sich über die gesamte Stadt verteilt. Es gibt aktuell keine Ausbruchssituationen in der Stadt. 

Die Lage in den Kliniken ist äquivalent zum Montag. Aktuell befinden sich im Klinikum Darmstadt, 4 Patienten auf der Normalstation, 3 auf der Intensivstation, im Elisabethenstift 3 auf der Normalstation, 0 auf der Intensivstation, das Alice-Hospital hat aktuell keine Covid-Patienten.

Der Krisenstab kommt am kommenden Freitag, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen. 

12. Oktober 2020

Angesichts steigender Inzidenzen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und in den angrenzenden Landkreisen äußert sich Oberbürgermeister Jochen Partsch wie folgt zur aktuellen Entwicklung: 

„Wie befürchtet, gehen die Inzidenzen, also die Infektionszahlen je 100.000 Einwohner in 7 Tagen, jetzt mit Beginn der kühleren Jahreszeit nach oben, leider auch bei uns in Darmstadt. Angrenzende Landkreise sind bereits stark betroffen, nun hat auch die Inzidenz in der Wissenschaftsstadt die dritte Warnstufe von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner überschritten und liegt aktuell bei 38,2. Daher müssen wir Maßnahmen durchführen, die wirksam das Infektionsgeschehen einzudämmen helfen, die vertretbar sind, von der Bevölkerung nachvollzogen werden können und mitgetragen werden. Wir werden daher ab sofort Einschränkungen von öffentlichen und privaten Veranstaltungen verfügen. Bei weiter steigender Inzidenz ist spätestens ab der Grenze von 50 Fällen dann etwa auch eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone notwendig. Maßnahmen zu Kontaktnachverfolgungen und Einrichtungsspezifische Maßnahmen, etwa in Alten- und Pflegeheimen, werden vom Gesundheitsamt derzeit gut gewährleistet. Bisher hat die Einsicht und die Vernunft der Darmstädter Bürgerschaft dazu geführt, dass wir relativ gut mit den Pandemiefolgen zurechtkamen. Ich vertraue darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger weiter mit Rücksicht aufeinander, mit Vorsicht und Respekt miteinander umgehen.“ 
Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom heutigen Montag (12.) somit folgende Maßnahmen beschlossen:

1. Öffentliche Veranstaltungen über 250 Teilnehmern werden vom Ordnungsamt/ Gesundheitsamt nicht mehr genehmigt. Bereits erteilte Genehmigungen werden zurückgezogen. Dies gilt zunächst bis zum 22. November.

2. Private Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind bis auf weiteres untersagt.

3. Auf Anfrage können kostenfreie asymptomatische Testungen in Alten- und Pflegeheimen durchgeführt werden.

Zudem kehrt der Krisenstab in einen engeren Tagungsturnus zurück und trifft sich ab sofort wieder alle zwei Tage, um die Situation kurzfristig zu bewerten und über die weitere Vorgehensweise zu beraten. 

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt über das Wochenende 24 neue, laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, hinzu kommen 18 neue Fälle für Donnerstag und Freitag vergangener Woche und 9 weitere Fälle für den heutigen Montag so dass kumuliert nun 525 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. Es gibt einen weiteren Todesfall zu beklagen. Die Inzidenz steigt auf 38,2.

In den Darmstädter Kliniken ist die Situation noch überschaubar, allerdings weist das Klinikum darauf hin, dass bereits jetzt ein langsamer Anstieg der Einweisungen sichtbar wird. Bettenkapazitäten sind nach wie vor ausreichend vorhanden, doch mit steigenden Zahlen könnte fehlendes Personal zur Schwierigkeit werden. 

Der Krisenstab kommt am kommenden Mittwoch, 14. Oktober, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

5. Oktober 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung eine „insgesamt ruhige Lage“ hinsichtlich der Covid-19-Pandemie festgestellt. Über das vergangene Wochenende hinweg wurden in Darmstadt 21 zusätzliche laborbestätigt positive Fälle gemeldet, davon zehn am Samstag, 3. Oktober, und elf am Sonntag, 4. Oktober. Die Gesamtzahl der Covid-19-Erkrankungen stieg kumulativ damit auf 461, von denen 376 als geheilt gelten. Die Sieben-Tage-Inzidenz für die vergangene Woche beträgt 16,3.

Eine überschaubare Entwicklung gibt es auch bei den Darmstädter Krankenhäusern, in denen derzeit sechs Covid-19-Patienten behandelt werden (fünf im Klinikum, einer im Elisabethenstift), davon vier auf der Intensivstation.

Im Hinblick darauf, dass sich im Herbst und Winter die Menschen wieder zunehmend in geschlossenen Räumen aufhalten, wurde im Krisenstab auch das Thema des vorsorgenden Umgangs mit möglichen Infektionsgefahren angesprochen. Das Gesundheitsamt betonte mit Hinweis auf die Erfahrungen der Hygieneexperten, „dass regelmäßiges und ausreichendes Lüften durch das Öffnen der Fenster in jedem Fall allen technischen Lösungen vorzuziehen ist“. Auf dem Markt werde zwar eine Vielzahl von Luftreinigungsgeräten angeboten, den Hygieneexperten zufolge sei eine Wirksamkeit auch bei deren Gebrauch nur mit zusätzlich entsprechender Frischluftzufuhr gegeben.

28. September 2020

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat über das vergangene Wochenende erstmals die Schwelle von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Wie das Gesundheitsamt im Rahmen der heutigen Krisenstabssitzung berichtet, gab es von Freitag bis Sonntag insgesamt 20 neue, laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt (Freitag = 13, Samstag: 7, Sonntag: 0). Die Inzidenz für die vergangenen 7 Tage beträgt somit 21,9. Trotz der gestiegenen Werte gibt es laut Gesundheitsamt keine Ausbruchssituation, es handele sich um Einzelfälle, die Situation ist unter Kontrolle. Das Gesundheitsamt hat nach Vorgabe des Landes Hessen dennoch Meldung erstattet. 

Oberbürgermeister Jochen Partsch appelliert angesichts der veränderten Situation an die Bürgerinnen und Bürger weiterhin diszipliniert zu bleiben: „In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir die Infektionslage in Darmstadt dank der guten Arbeit der beteiligten Ämter und des umsichtigen Verhaltens des Großteils der Bürgerinnen und Bürger gut kontrolliert. Nun sehen wir einen Anstieg. Da die im Eskalationskonzept beschriebenen Maßnahmen noch gut eingehalten werden können, ist dies für uns noch kein Grund zur Beunruhigung, wir müssen die Entwicklung aber unbedingt mit der gebotenen Ernsthaftigkeit weiter betrachten. Sollten die Zahlen weiter steigen, wird der Krisenstab außerplanmäßig zusammenkommen und über erste zusätzliche Maßnahmen beraten. Dazu muss und wird auch die genaue Betrachtung von Veranstaltungen gehören. Daher unser dringender Appell an die Bürgerinnen und Bürger und an die Veranstalter: Prüfen Sie bei jeder Veranstaltung unbedingt, ob diese in der jetzigen Situation wirklich durchgeführt werden müssen, halten Sie sich streng an die bekannten Abstands- und Hygieneregeln und tragen Sie dort, wo es notwendig ist, Masken. Wichtig ist zudem, mit Erkältungssymptomen unbedingt zu Hause zu bleiben und keinesfalls auf die Arbeit zu gehen. Wir werden nur gut durch den Herbst und Winter kommen, wenn alle weiter umsichtig und vorsichtig bleiben.“

In den Darmstädter Kliniken hat die gesteigerte Inzidenz bisher noch keine direkten Auswirkungen, dies erfolgt jedoch nach aller Erfahrung auch mit einer zeitlichen Verzögerung. Derzeit befinden sich zwei schwer erkrankte, positive Patienten aus dem Landkreis Bergstraße im Klinikum in Behandlung. 

Der Eskalationsplan des Hessischen Sozialministeriums sieht beim Überschreiten der ersten Warnstufe Erhöhte Aufmerksamkeit, erweitertes Meldewesen und bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen vor. Sollte die Inzidenz weiter steigen und die Stufe von 35 erreichen sind nochmals erweitere Maßnahmen und die Einbindung Planungsstab COVID-19 des HMSI notwendig.

24. August 2020

Aus dem Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom heutigen Montag, 24. August, gibt es folgendes zu berichten:

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt über das Wochenende 4 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 336 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 283 davon betrachtet das Gesundheitsamt als genesen. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiter bei 18. Die Inzidenz liegt bei 13,12. 
Aufgrund der zurzeit steigenden Nachfrage bei Veranstaltungen weist das Gesundheitsamt daraufhin, dass etwa im Amateursport Teilnehmerzahlen jenseits der 250 Personen vom Gesundheitsamt nicht genehmigt werden. 

In den Darmstädter Kliniken und auch im Versorgungsgebiet 6 insgesamt ist die Lage trotz steigender Infektionszahlen nach wie vor ruhig. Zurzeit befinden sich 7 stationäre Covid-19-Patienten im Klinikum, in den anderen Darmstädter Kliniken gibt es aktuell keine positiven Patienten. 

17. August 2020

Aus dem Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom heutigen Montag, 17. August 2020, gibt es folgendes zu berichten:

Wie das Gesundheitsamt (GA) mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt innerhalb der vergangenen Woche insgesamt 24 laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt dazugekommen, so dass kumuliert nun 315 Erkrankungen in Darmstadt registriert sind. 265 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiter bei 18. Die aktuelle Inzidenz beträgt 15. Wie das GA weiter berichtet, konzentriert sich die größte Anzahl an Neuinfektionen (>50 Prozent) auf die sogenannten Reiserückkehrer. Hier besteht mittlerweile eine vom Bund verordnete Testpflicht bei Rückkehr aus einem Risikogebiet, d.h. die Rückkehrer müssen, wollen sie eine zweiwöchige Quarantäne umgehen, entweder 48 Stunden vor Abreise im Urlaubsland einen Corona-Test oder in Deutschland innerhalb 72 Stunden nach Rückkehr einen durchführen lassen. Zum Nachweis genügt der entsprechende Laborbericht.

Oberbürgermeister Jochen Partsch betrachtet die Entwicklung mit Sorge: „Die aktuelle Situation muss uns nachdenklich stimmen. Die Inzidenz nimmt derzeit in der Bundesrepublik, in Hessen in zahlreichen hessischen Städten und Kreisen wieder deutlich zu. Auch Darmstadt scheint hier, darauf weisen die derzeitigen Zahlen hin, nicht ausgenommen zu sein. Es ist daher von unbedingter Notwendigkeit, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin an die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln halten und das sich die Reiserückkehrer unbedingt testen lassen, daher mein Appell: Seien sie vorsichtig, halten Sie die Vorgaben ein und nehmen Sie Rücksicht auf ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger. Einen erneuten Anstieg der Fallzahlen können wir nur gemeinsam verhindern. Auch im ÖPNV werden wir nach Hinweisen aus der Bevölkerung über einkehrende Nachlässigkeit noch einmal die Kontrollen verstärken und auch weitere Bußgelder verhängen.“   

Die Situation in den Darmstädter Kliniken ist noch relativ ruhig, nur im Klinikum werden derzeit 8 bestätigte positive Fälle behandelt. Aber auch hier lässt sich bereits ein leichter Anstieg erkennen.

Der heutige Schulbeginn und die Rückkehr zum Regelbetrieb, betrachtet der Krisenstab als große Herausforderung. Hier wird bei der Organisation im Laufe der kommenden Tage und Wochen noch nachjustiert werden. Im Zuge der allgemeinen vom Land Hessen für Lehrkräfte, Hausmeister und Sekretärinnen festgelegten kostenlosen Testmöglichkeiten, weitet die Stadt diese selbstständig auf Assistenzen und Schulsozialarbeiter aus. Bis eine Entscheidung des Landes vorliegt, können sich diese Personen auf Kosten der Stadt testen lassen, um hier eine Einheitlichkeit zu gewährleisten.

10. August 2020

Aus dem Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom heutigen Montag, 10. August, gibt es folgendes zu berichten:

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, gab es am Wochenende von Freitag, 7. August, bis Sonntag, 9. August, keine neuen laborbestätigten Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Somit beträgt die Fallzahl der COVID-19-Erkrankungen für die Stadt Darmstadt weiterhin kumulativ: 291, Stand 9. August, 18 Uhr. 256 von diesen betrachtet das Gesundheitsamt als geheilt. In der 32. Kalenderwoche gab es damit 7 COVID-19-Fälle, die 7-Tage-Inzidenz beträgt 4,37.
Insgesamt sei es so, dass die Fallzahlen sich nach einem kurzen Peak vor etwa drei Wochen nun wieder auf einem eher niedrigen Niveau eingependelt haben. Als Herausforderung wird nach wie vor der Umgang mit weiteren Reiserückkehren und den damit einhergehenden Regelungen betrachtet.

Auch in den Kliniken ist die Situation stabil. Aktuell gibt es zwei Fälle in der Kinderklinik, einen positiven  Patienten im Elisabethenstift und vier positive Fälle, die im Klinikum behandelt werden. 

Während sich die Situation der Feiernden in den Parks an diesem Wochenende etwas ruhiger darstellte als vielmals in den letzten Wochen, war die Situation an der Grube Prinz von Hessen durchaus problematisch. Hier sei der Andrang aufgrund der heißen Temperaturen so groß gewesen, dass es praktisch unmöglich wurde, Abstandsregelungen durchzusetzen. Noch problematischer war allerdings die Parksituation. Hier seien im betroffenen Bereich beide Straßenseiten, inklusive der Fahrradwege mit zeitweise bis zu 300 Pkw zugeparkt worden. Daher der dringende Appell des Krisenstabs an die Besucherinnen und Besucher: Bitte reisen Sie nicht mit dem Auto an, steigen sie wenn möglich auf das Fahrrad um! Halten Sie die Rettungs- und Fahrradwege frei. Nehmen Sie Rücksicht aufeinander! Zusätzlich werde die Parksituation auch noch einmal gesondert vom  Ordnungsamt kontrolliert, kündigt der Krisenstab an. 

3. August 2020

Aus dem Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom heutigen Montag, 3. August, gibt es folgendes zu berichten:

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit vergangener Woche 5 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 284 Fälle in Darmstadt registriert sind. 237 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. 19 Personen sind seit Beginn der Pandemie Ende Februar in Darmstadt an den Folgen der Erkrankung verstorben. Nach 25 neuen Fällen in der Kalenderwoche 30, gab es in der vergangenen Woche noch 14. Aktuell liegt die Inzidenz bei 8,75. Insgesamt sei ein leichter Rückgang der Fälle zu verzeichnen.
Der Ausbruch in der Emilia-Seniorenresidenz ist nach einem letzten Screening Ende vergangener Woche beendet. Infiziert waren letztlich 6 Mitarbeiter und 5 Bewohner. Einer davon, ein 80-jähriger Mann, ist leider an den Folgen der Krankheit verstorben. Aktuell gibt es in Darmstadt keinen Ausbruch mehr. 

Die Situation in den Kliniken ist weiter stabil. So werden derzeit 3 Personen mit einer Covid-19-Infektion stationär behandelt. Eine davon im Elisabethenstift, 2 im Klinikum.
Nach der Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu einer Testpflicht und kostenfreien Testungen bei Reiserückkehrern hat sich der Krisenstab darauf verständigt, für die daraus resultierenden möglichen Handlungsanweisungen zunächst Rücksprache mit dem Sozialministerium zu halten und sich dann noch einmal gesondert zur Vorgehensweise in Darmstadt zu äußern. Bisher liegt kein konkreter Erlass oder eine Verfügung von Bundesseite dafür vor.

Ordnungsamt und HEAG mobilo berichten unterdessen, dass die Beschwerden aus der Bevölkerung über Personen ohne vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung in den Öffentlichen Verkehrsmitteln in Darmstadt zunehmen. Die Kontrollen der Kommunalpolizei diesbezüglich gehen weiter und sollen, gegebenenfalls gemeinsam mit der Landespolizei, in dieser Woche noch einmal zusätzlich intensiviert werden.

27. Juli 2020

Am Sonntag gab es in Darmstadt keinen weiteren laborbestätigten Covid-19-Fall, am Samstag einen. Dies hat das Gesundheitsamt bei der jüngsten Sitzung des Krisenstabs der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter Leitung von Oberbürgermeister Jochen Partsch am Montag, 27. Juli 2020, mitgeteilt. Insgesamt waren in der Vorwoche 25 neue Covid-19-Infektionen nach positiv ausgefallenen Tests gemeldet worden, davon ordnete das Gesundheitsamt 15 einem gemeinsamen Familienverband zu. Die Infektionsketten seien sehr gut nachvollziehbar gewesen; alle Betroffenen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Die derzeit bundesweit geführte Debatte um die Testung von Reiserückkehrern aus vom Robert-Koch-Institut (RKI) definierten Risikogebieten beschäftigte auch den Krisenstab in Darmstadt. Zum einen wurde noch einmal auf die Problematik fehlerhafter oder unvollständiger Angaben bei der Flughafen-Testung hingewiesen –  auch ein einfacher Zahlendreher bei der Hausnummer kann später die Identifizierung der Getesteten und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen sehr erschweren oder unmöglich machen. Zum anderen betonte das Gesundheitsamt, dass der sogenannte Flughafentest stets nur eine Momentaufnahme darstelle – ein negatives Ergebnis könne den Getesteten daher unter Umständen in falscher Sicherheit wiegen.

20. Juli 2020

Die Lage in der Emilia-Seniorenresidenz ist stabil. Dies hat der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt in seiner jüngsten Sitzung am Montag, 20. Juli 2020, unter Leitung von Bürgermeister Rafael Reißer, festgestellt. In der Einrichtung hatte es in der Vorwoche einen Covid-19-Ausbruch gegeben. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, sind fünf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie fünf Bewohner und Bewohnerinnen positiv getestet worden, ein Patient befindet sich stationär im Klinikum. Insgesamt, so Gesundheitsamtsleiter Jürgen Krahn, wurden in der vergangenen Woche in Darmstadt zehn Covid-19-Fälle registriert (Inzidenz: 6,3), womit die Gesamtzahl kumuliert auf 245 stieg; 210 Menschen gelten inzwischen als genesen. Angesprochen wurde bei diesem Punkt auch das vom Land Hessen in Gang gesetzte Eskalationsmodell, das Melde-Stufen von fünf, 20, 25, 50 und 75 Fällen je 100 000 Einwohner vorsieht, denen jeweils Handlungsrahmen zugeordnet sind. Außerdem können sogenannte isolierte Cluster kleinräumig betrachtet und bewertet werden, was das Darmstädter Gesundheitsamt ohnehin von Beginn der Pandemie an so gehandhabt hat.

Das Klinikum berichtete vom neuesten Besuchserlass des Landes und seiner Umsetzung. Die Regelung beinhaltet ein elektronisches Anmeldesystem; sensible Bereiche des Klinikums wie etwa die Onkologie bleiben weiter für Besucher nicht zugänglich. Im Klinikum befinden sich derzeit drei Covid-19-Patienten, einer davon auf der Intensivstation. Beklagt wurde, dass aus Sicht der Stadt die Kassenärztliche Vereinigung Hessen bei Covid-19-Testungen keinen ausreichenden Service biete, so dass hier insbesondere am Wochenende das Klinikum in Anspruch genommen wird.

Die Kommunalpolizei sprach von einem „unproblematischen Wochenende“ in Darmstadt; allerdings hat man auch hier, wie Bürgermeister Reißer sagte, die Vorfälle in Frankfurt mit Bestürzung zur Kenntnis genommen. HEAG mobilo weist darauf hin, dass auf einigen Linien auffällig viele Fahrgäste sich nicht an die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes halten; darauf wird die Kommunalpolizei verstärkt ein Auge werfen.

13. Juli 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Montag, 13. Juli, vor allem mit der vom Gesundheitsamt seit Samstag, 11. Juli, als Ausbruchsgeschehen eingestuften Situation im Lichtwiesenhaus der zum Klinikum Darmstadt gehörenden Emilia-Seniorenresidenz beschäftigt. Am vergangenen Donnerstagabend ist dort ein positiver Covid-19-Fall aufgetreten, eine 28-jährige Mitarbeiterin wurde positiv getestet. Seitdem hat das Gesundheitsamt in enger Abstimmung mit Einrichtungsleitung und Klinikum umfangreiche Testungen unternommen. Bisher wurden dabei eine 96-jährige Bewohnerin und ein 80-jähriger Bewohner, der stationär im Klinikum behandelt wird, positiv getestet. Die Einrichtung ist seit heute per Allgemein-Verfügung des Gesundheitsamts für Besucher geschlossen, alle Bewohner müssen in ihren Zimmern bleiben und die Mitarbeiter müssen sich in häusliche Quarantäne begeben. Alle Mitarbeiter sowie Bewohner werden auf SARS-CoV-2 getestet. Aus ersten, bereits vorliegenden Testergebnissen lässt sich erkennen, dass mindestens 2 weitere Mitarbeiter COVID-19-positiv sind, genauere Ermittlungsergebnisse liegen hierzu noch nicht vor. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zeitnah über die weitere Entwicklung informieren.

Wie das Gesundheitsamt weiter mitteilt, gibt es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs damit 6 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt, 3 vom vergangenen Wochenende. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 235 Fälle, Stand 12. Juli, 18 Uhr. Die Inzidenz beträgt aktuell 3,8. 207 davon betrachtet das Gesundheitsamt als genesen. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 18.

Die Situation in den Darmstädter Kliniken ist unterdessen weiter stabil. Zwei positive Fälle von Covid-19 werden im Klinikum behandelt. Zehn Verdachtsfälle befinden sich in Abklärung. Jeden Tag werden derzeit im Durchschnitt etwa 5 bis 6 Personen mit Verdacht auf Covid-19 in die Krankenhäuser des Versorgungsgebiets 6 eingewiesen.   
    
Bei der Situation in den Parks informiert der EAD, dass sich die in der Stadt anfallenden Müllmengen im Juni 2020 (bereits um die Feste bereinigt) ziemlich genau auf dem Vorjahreswert bewegen. Dazu kann festgestellt werden, dass es Teilbereiche gibt, wo insgesamt weniger Vermüllung festzustellen ist, in den Parkanlagen ist jedoch eine Zunahme zu beobachten. Im Mittel führe dies jedoch zu einer konstanten Müllmenge über die Stadt verteilt. 

Darmstadt-Marketing informiert darüber, dass zunehmend Nachlässigkeiten beim Ausfüllen der Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben festgestellt würden. Die Stadt appelliert daher noch einmal mit Nachdruck an die Besucherinnen und Besucher in der Gastronomie, zum Schutz ihrer eigenen und der Gesundheit der anderen Gäste unbedingt korrekte Angaben zu machen. Dies soll in den kommenden Tagen auch noch einmal stichprobenartig gesondert durch das Ordnungsamt kontrolliert werden, kündigt Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer an. 

6. Juli 2020

Aus dem Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom Montag, 6. Juli, gibt es folgendes zu berichten:

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, ist für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Sitzung ein Fall von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 229 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 203 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Es gab keine weiteren Todesfälle, hier liegt die Zahl nach wie vor bei 18.
Das Infektionsgeschehen in der Stadt verläuft unterdessen weiter moderat, wobei das Gesundheitsamt erläutert, dass sich die Kontaktnachverfolgung seit dem Ende des Lockdowns durch die größere Mobilität der Menschen als deutlich aufwändiger darstellt. Das Amt weist für die aus Covid-19-Risikogebieten einreisenden Personen noch einmal auf die gesetzlich geregelten Pflichten hin: https://www.gesundheitsamt-dadi.de/infektion/informationen-zu-corona/.
Zudem wurde berichtet, dass weiter am Aufbau des festen Corona-Teams gearbeitet wird. Bereits ab dem kommenden Montag, 13. Juli, treten erste Personen ihren Dienst an.   

Ordnungsamt und Polizei konnten am vergangenen Wochenende keine größeren Auffälligkeiten oder Problemlagen feststellen. Zur besseren Handhabung spontaner Feierlichkeiten in den städtischen Grünanlagen oder auf Plätzen wird es in dieser Woche jedoch erste Gespräche zwischen Ordnungsamt, Polizei und Bürgermeister Rafael Reißer geben.
Auch die Situation in den Darmstädter Kliniken ist stabil. Aktuell gibt es nur in einem Darmstädter Krankenhaus drei Covid-19-Patienten auf Normal-, keine auf der Intensivstation.

Der seit heute geltende Regelbetrieb in den Kitas ist nach Angaben von Kinder- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz gut angelaufen. Mit den Trägern hat man sich darauf verständigt, dass die normalen Schließzeiten in den Sommerferien eingehalten werden, damit nach den Ferien wieder das komplette Personal zur Verfügung steht. 

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 13. Juli, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

30. Juni 2020

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in den vergangenen Wochen in Abstimmungsgesprächen mit Trägern, Eltern und Einrichtungsleitungen die Rückkehr der Kitas in Darmstadt in den Regelbetrieb organisiert. Ab dem 6. Juli 2020 wird das grundsätzliche Betretungsverbot in Tageseinrichtungen durch das Land Hessen aufgehoben. Die Kindertageseinrichtungen stehen somit wieder allen Kindern offen, Eltern können ihre Kinder wieder im gewohnten Umfang in den Kindertagesstätten in Darmstadt betreuen lassen. Somit fällt auch die Definition der systemrelevanten Berufsgruppen weg. Die Kindertagesstätten waren aufgrund der Covid-19-Pandemie zunächst nur für einen Notbetrieb und ab 2. Juni 2020 im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet.

„Für viele Familien war die Zeit der Kita-Schließung enorm belastend“, erläutert Kinder- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz, „ich bin froh und dankbar, dass die Kinder nun wieder ihre Kita als Ort der Bildung und Begegnung besuchen können.“

Die Verantwortlichen der Wissenschaftsstadt Darmstadt stehen weiterhin mit allen freien und kirchlichen Trägern von Kindertagesstätten (ASB, AWO, kath. und ev. Kirche, ev. Dekanat, Paritätischer und Dachverband Das Kind e.V.) in einem intensiven Austausch, um für den Beginn des Regelbetriebs ab 6. Juli 2020 sicher zu stellen, dass der Betreuungsanspruch eingelöst werden kann. Eine besondere Herausforderung stellt hier die Sicherstellung des Personalbedarfs und die Umsetzung der Hygieneempfehlungen dar.

Die Rückkehr zum Regelbetrieb findet unter den Bedingungen einer Pandemie statt und erfordert von allen Beteiligten – Kindern, Eltern, Fachkräfte und Träger - ein hohes Maß an Disziplin und aktiver Mitwirkung, um das Risiko eines örtlichen Infektionsgeschehens möglichst gering zu halten. „Wir sind an dieser Stelle in einer gemeinsamen Verantwortung“, betont Barbara Akdeniz und stellt fest, dass es „besonders erfreulich ist, dass sich in Darmstadt das Infektionsgeschehen aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau stabilisiert hat.“

Die erforderlichen Hygienevorgaben wurden vom Land Hessen verschlankt und veröffentlicht und werden auf die Kinderbetreuungseinrichtungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt angewandt, diese bilden einen wichtigen Rahmen für die weitere Arbeit in den Kitas. Dazu wurden in den letzten Tagen, in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg, die offenen Fragen besprochen und allen Trägern als zusätzliche Handlungsempfehlung zur Verfügung gestellt. Fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist die spielerische und altersgerechte Unterweisung der Kinder in die Grundregeln der Hygiene wie Händewaschen und achtsames Hygieneverhalten im Umgang miteinander, beim Essen und in den Sanitäreinrichtungen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Betreuung von ausschließlich gesunden Kindern, für Kinder und Personal mit Covid-19-Krankheitssymptomen gilt noch das Betretungsverbot.
„Uns ist es gelungen, den Rahmen zu klären, in dem ein Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in den Kitas stattfinden kann. Unser gemeinsames Ziel ist, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die frühkindliche Bildung in Darmstadt wieder allen Familien zu ermöglichen“, so Barbara Akdeniz. „Ich bin sehr froh, dass wir die Rahmenbedingungen herstellen konnten, so dass allen Kindern wieder ein Zugang in die Kitas ermöglicht werden kann. Wir werden den Kindern wieder ein verlässliches und gutes Bildungs- und Betreuungsangebot machen können. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig das Recht auf Bildung ist und welche Rolle die Kinderbetreuung für die Kinder, die Familien und die gesamte Stadtgesellschaft spielt.“

Wichtig ist allen Trägern die Botschaft: „Die Rückkehr zum Regelbetrieb der Kinderbetreuungseinrichtungen bedeutet einen maß- und verantwortungsvollen Weg zu beschreiten, der einerseits den Eltern und Kindern eine sehr gute Betreuungsperspektive bietet, aber andererseits zugleich dem Gesundheitsschutz von Kindern und Fachkräften oberste Priorität einräumt. Kinder brauchen Kinder, hierfür sind die Kindertagesstätten ein ganz wichtiger Ort“, erklären Kerstin Reichel, Das Kind e.V., Verena Bayram,  Paritätischer, für die kleinen Freien Träger, Barbara Lücke für die AWO, Andrea Potthast für den ASB, Michael Müller-Möscheid für das Evangelische Dekanat-Darmstadt, Barbara Themel, für den Trägerverbund evangelische Kitas, Hildegard Kewes vom Bistum Mainz für die katholischen Kindertagesstätten sowie Barbara Akdeniz und Imke Jung-Kroh für die städtischen Kindertagesstätten.

Die Sommerschließzeiten werden von den städtischen Kindertagesstätten wie geplant durchgeführt, es wird in den entsprechenden Wochen einen Notdienst für die angemeldeten Kinder geben. Zur Durchführung der Sommerschließzeiten und zur Einführung des Regelbetriebs wurden die Eltern, deren Kinder städtische Kitas besuchen, bereits schriftlich informiert.

29. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am heutigen Montag, 29. Juni, mit dem Infektionsgeschehen in der Stadt, der Situation in den städtischen Parks und Grünanlagen und erneut mit der Grube Prinz von Hessen beschäftigt.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs 3 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 228 Fälle. 201 von diesen Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 bleibt bei 18. 
Die regionale Lage habe sich trotz vereinzelter neuer Fälle in der Stadt nicht entscheidend geändert. Im Zuge des Ende der vergangenen Woche in der regionalen Presse berichteten Falls von Covid-19 in der Bibliothek der Technischen Universität (TU) Darmstadt gibt es bisher keine Hinweise, dass weitere Ansteckungen erfolgt sind.

Als durchaus problematisch betrachtet der Krisenstab die zunehmenden Versammlungen von zumeist jungen Menschen  in den städtischen Parks und Grünanlagen ohne entsprechende Abstände. Hier komme es häufig zu großen Menschenmengen von bis zu 200 teils alkoholisierten Personen, etwa im Orangeriegarten, die auch eine entsprechende Vermüllung nach sich gezogen haben. Zwar sei grundsätzlich ein Verständnis da, dass durch fehlende Möglichkeiten zum Feiern Ausweichmöglichkeiten gerade im Freien gesucht werden. Dennoch müssen auch hier im Sinne der Pandemiebekämpfung die entsprechenden Regeln beachtet werden. Die Abstandsregeln gelten weiter und werden von Polizei und Ordnungsamt überwacht. Die Situation stärker beleuchten und Lösungen im Umgang mit diesen Situationen erarbeiten soll nun ein Runder Tisch zwischen Stadt und Polizei, zu dessen Einrichtung es nun Gespräche geben soll. 

Die Feuerwehr berichtet, dass die Anforderungen an Schutzmaterialien weiterhin rückläufig sind, was offenbar auf eine Reduzierung des Bedarfs hinweist. 

Bei der Grube Prinz von Hessen gibt es noch immer keine rechtliche Grundlage seitens des Landes Hessen. Die Stadt hat hier nochmals mit Nachdruck signalisiert, dass sie eine allgemeine Regelung für alle Gewässer dieser Form dringend notwendig hält. Bei einem Ortstermin mit der DLRG wurde ein möglicher Einsatz der Rettungskräfte ab dem 4. Juli besprochen. Dazu wird es nochmal eine gesonderte Information geben. Dies gilt auch für die Rückkehr in den Kita-Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen ab dem kommenden Montag, 6. Juli. 

Der Krisenstab kommt am nächsten Montag, 6. Juli, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

22. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner heutigen Sitzung am Montag, 22. Juni, erneut mit dem Infektionsgeschehen in Darmstadt beschäftigt. Dieses bewegt sich nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. 

Wie das Gesundheitsamt berichtet, ist für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am 15. Juni ein neuer Fall von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 224 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 201 Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen (+2). Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gab es seitdem nicht, die Zahl liegt nach wie vor bei18. Die Inzidenz beträgt aktuell 0,63. Darüber hinaus gab es Gespräche zwischen Gesundheitsamt und Jugendamt bei dem die bestehenden Hygienekonzepte für die Kitas in Darmstadt noch einmal überprüft und angepasst wurden. 

Auch in den Darmstädter Kliniken ist die Lage stabil. Nach wie vor befinden sich dort keine Personen mit einer Covid-19-Infektion mehr auf den Stationen.  

Während der Großteil der Freibäder und Naturbadeseen in Darmstadt wieder geöffnet wurden, ist die Lage an der Grube Prinz von Hessen nach wie vor problematisch. Noch immer besteht hier seitens des Landes Hessen keine rechtliche Klarheit. Bis auf weiteres bleibt das Baden dort also untersagt. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt richtet daher bis zu einer Entscheidung des Landes einen dringenden Appell an die Bürgerinnen und Bürger, sich hier unbedingt verantwortungsvoll und entsprechend den Vorgaben zu verhalten. Am kommenden Mittwoch soll es einen Ortstermin zwischen Politik, Verwaltung und der DLRG geben, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 29. Juni, 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Je nach Situation und Notwendigkeit behält sich das Gremium jedoch vor, jederzeit außerplanmäßig zusammenzutreten. 

15. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Montag, 15. Juni, erneut mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens in Darmstadt und der Situation in den Darmstädter Kliniken beschäftigt.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am 8. Juni einen neuen laborbestätigten Fall von Covid-19 in Darmstadt. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 215 Fälle. Seit dem 8. Juni ist kein weiterer Fall mehr hinzugekommen. 199 Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz für die KW 24 beträgt 0,63. Bei einer umfangreichen Dateninventur konnte zudem festgestellt werden, dass in geringem Maße ältere Fälle aus dem April fälschlicherweise dem Landkreis zugeordnet worden waren. Dies hat das Amt nun korrigiert, so dass kumuliert ab sofort 223 laborbestätigte Fälle von Covid-19 für die Wissenschaftsstadt gezählt werden. Die Zahl der Verstorbenen bleibt unverändert bei 18 Personen. 

Die Darmstädter Kliniken melden, dass sich aktuell keine stationären Covid-19-Patienten mehr in den Darmstädter Häusern befinden. Zudem kann festgehalten werden, dass die medizinischen Leistungen in den Darmstädter Kliniken wieder gut angenommen werden. „Dies ist wirklich eine sehr gute Entwicklung“, sagte dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass dies auch so bleibt.“ 

Darüber hinaus hat sich der Krisenstab darauf geeinigt, die seit März geschaltete städtische Coronahelfer-Hotline aufgrund der niedrigen Infektionszahlen und der stark gesunkenen Nachfrage bis auf weiteres zunächst einzustellen. Aktiv bleibt die dazugehörige E-Mail-Adresse, coronahelfer@darmstadt.de. Fragen aus der Bevölkerung zum Thema Corona können weiter direkt an das Gesundheitsamt, über die 115 oder über die 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigungen eingebracht werden. 

Weder Polizei noch Ordnungsamt melden Auffälligkeiten am zurückliegenden verlängerten Wochenende. 

Der Krisenstab ändert den Turnus der Zusammenkünfte auf mindestens einmal wöchentlich und kommt am kommenden Montag, 22. Juni, 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Je nach Situation und Notwendigkeit behält sich das Gremium jedoch vor, jederzeit außerplanmäßig zusammenzutreten. 

8. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner heutigen Sitzung am Montag, 8. Juni, erneut mit dem Infektionsgeschehen in Darmstadt und einem kurzfristig veröffentlichten Modell-Entwurf des Landes für ein hessenweit einheitliches Eskalationssystem beschäftigt. Dieses sähe eine fünfstufige Einteilung von grün bis tief rot mit entsprechend zu treffenden Maßnahmen vor. Das Gesundheitsamt betrachtet ein hessenweit einheitliches Vorgehen als unbedingt förderlich. Der Krisenstab wird sich den Vorschlag noch einmal detailliert anschauen und dann eine Bewertung abgeben.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt weiterhin keine neuen Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert weiter 214 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 199 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz beträgt damit weiterhin 0.

Wie die Feuerwehr, die am Samstag erneut Schutzmaterialen an die Bedarfsträger ausgegeben hat, berichtet, sinkt der Bedarf offenbar weiter. Daher soll das Verteilsystem nun auf Anfrage über das angebotene Kontaktformular umgestellt werden.
Wie die Polizei berichtet, läuft das öffentliche Leben weiter an, besondere Vorkommnisse gab es am Wochenende nicht. Auch das Ordnungsamt meldet keine besonderen Vorkommnisse.

Beim Thema Bäderöffnung hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Konzept erarbeitet, dass eine Öffnung einzelner Bäder unter bestimmten Voraussetzungen zulässt. Nach wie vor gibt es jedoch keine klare einheitliche Regelung des Landes Hessen.

Der Krisenstab kommt am nächsten Montag, 15. Juni, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

5. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Freitag (5.) mit der weiterhin positiven Entwicklung der Fallzahlen beschäftigt und die Vorstellung einer wöchentlichen Bilanz zu den Kapazitäten in den Kliniken in Hessen und Darmstadt festgelegt. So wird das Klinikum Darmstadt als koordinierendes Krankenhaus ab sofort einen wöchentlichen Überblick zur Entwicklung der Kapazitäten in den hessischen als auch in den Krankenhäusern des Versorgungsgebiets 6 vorstellen.

„Durch die wöchentliche Bilanz erhält der Krisenstab einen regelmäßigen umfassenden Überblick über die Kapazitäten in den Kliniken und kann gegebenenfalls schnell auf sich andeutende Engpässe reagieren“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Gerade mit Blick auf eine mögliche zweite Welle an Infektionen ist dies eine zusätzliche und nützliche Kontrollmöglichkeit.“

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am vergangenen Dienstag, 2. Juni, erneut keine neuen laborbestätigten Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit bleibt die Zahl kumuliert bei insgesamt 214 Fällen. Der letzte laborbestätigte Fall datiert vom 19. Mai 2020. Die Zahl der Genesenen erhöht sich um eine Person auf insgesamt 199. Darüber hinaus wird berichtet, dass das Land Hessen für Quarantäne-Verweigerer nun entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten festgelegt hat, was dem Gesundheitsamt bessere Möglichkeiten bei der Durchsetzung der gesetzlichen Regelungen bietet und die Sicherheit erhöht.

Wie Klinikum und Feuerwehr berichten, sind 20.000 von der Firma Merck gespendete Masken sowie 2500 Liter Desinfektionsmittel vom Land Hessen auf die kommunalen Bedarfsträger verteilt worden. Dabei lässt sich feststellen, dass der Bedarf an Schutzmaterialien, auch bedingt durch die wieder angelaufenen Lieferketten, offenbar Stück für Stück zurückgeht.

Im Bereich einer möglichen Öffnung der Bäder wartet die Wissenschaftsstadt Darmstadt weiterhin auf eine übergeordnete Regelung des Landes. Seit dem vergangenen Montag sind jedoch die Vereinsaktivitäten im DSW-Freibad unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts bereits wieder möglich.

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 8. Juni, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

2. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Dienstag, 2. Juni, mit der Entwicklung der Infektionszahlen, der heute angelaufenen Kitaöffnung und der Besuchssituation in den Krankenhäusern beschäftigt.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, stagnieren die Infektionszahlen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt weiterhin. Seit der letzten Sitzung des Krisenstabs gab es erneut keine neuen laborbestätigten Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit bleibt die Zahl kumuliert bei insgesamt 214 Fällen, die Inzidenz beträgt 0. Zusätzlich informierte das Gesundheitsamt, dass 20 neue Stellen für das Corona-Management verabschiedet sind und in Kürze ausgeschrieben werden. Oberbürgermeister Jochen Partsch dazu: „Dies sind beides sehr gute Nachrichten für die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Dass weiterhin keine neuen Infektionsfälle hinzugekommen sind, zeigt, dass unser gemeinsamer Weg nach wie vor richtig ist und die effektive Eindämmung des Infektionsgeschehens gut funktioniert hat. Diese tolle Entwicklung gilt es weiter mit Maß, Mitte und Vernunft zu bestätigen. Die neuen Stellen im Gesundheitsamt stärken zudem zusätzlich die medizinische Infrastruktur in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, erhöhen die Schlagkraft des Gesundheitsamtes und stellen sicher, dass wir auch weiterhin gut durch diese Krise kommen können und werden.“

Seit dem heutigen Dienstag läuft auch die Rückkehr der Kitas in den eingeschränkten Regelbetrieb. Hier ist in der letzten Woche ein gemeinsames Vorgehen der Stadt mit den Trägern abgestimmt worden. Man einigte sich auf einen 3-Stufen-Plan, der vorsieht, im ersten Schritt ab 2. Juni Vorschulkinder und Kinder, die ihre letzten Tage vor dem Kindergartenantritt in der Krippe verbringen in die Kitas zu holen, es folgen Kinder berufstätiger Eltern und schließlich alle Kinder. Bisher sei es, so die Rückmeldung aus dem Sozialdezernat, ruhig angelaufen. Selbstauferlegte Maßgabe ist, so viele Kinder wie möglich in die Kitas zu holen. Kinder- und Jugenddezernentin Akdeniz spricht hier den Kita-Leitungen noch einmal ihren Dank aus. Trotz unterschiedlicher Gegebenheiten sei die Situation bisher super organisiert und im gesamten Prozess sehr konstruktiv begleitet worden. 

Im Bereich der Kliniken hat das Land Hessen angeordnet, dass das derzeit geltende, generelle Besuchsverbot landesweit unverändert bis zum 5. Juli 2020 in Kraft bleibt. Abweichend von anderen Bundesländern hat sich Hessen damit gegen gelockerte Besuchsregelungen für Kliniken entschieden. Die drei Darmstädter Kliniken, Klinikum Darmstadt, Agaplesion Elisabethenstift und Alice-Hospital, begrüßen diese Entscheidung. Ein generelles Besuchsverbot dient der Eindämmung des Coronavirus und dem Schutz aller Patientinnen und Patienten sowie aller Mitarbeitenden. Es gibt Sicherheit, vor allem in der aktuellen Phase der Pandemie, in der die Auswirkungen der Lockerung beobachtet werden müssen. Die Krankenhäuser müssen sich daher in der nächsten Zeit auf steigende Infektionszahlen einstellen. Die Gesundheit der Patientinnen und Patienten muss bestmöglich geschützt werden, weswegen die Kliniken ein Besuchsverbot als sinnvoll ansehen. Nach wie vor sind von dem generellen Besuchsverbot ausgenommen: Seelsorger/innen, Eltern, die ein minderjähriges Kind oder Neugeborenes besuchen, Rechtsanwälte/innen und Notare/innen und sonstige Personen, denen aus beruflichen Gründen oder aufgrund hoheitlicher Aufgaben (z.B. gesetzliche Betreuende) Zugang zu gewähren ist sowie Besuche bei palliativ-medizinisch behandelten Patienten/innen. Bei und nach Geburten gelten ebenfalls die bereits etablierten Regelungen für die Anwesenheit von Vätern unter der Geburt, sowie die anschließenden Besuche.
     
Unterdessen hat die Feuerwehr damit begonnen, 29.000 von Merck zur Verfügung gestellte Schutzmasken an die Bedarfsträger in Darmstadt zu verteilen. Zunächst berücksichtigt werden die Kliniken, die Stationäre Pflege und der Rettungsdienst. Etwa ein Sechstel verbleibt zur übrigen Verteilung bei der Feuerwehr. 

29. Mai 2020

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in den vergangenen Tagen in sehr kurzer Zeit und durch zahlreiche Abstimmungsgespräche mit Trägern, Eltern und Einrichtungen die Rückkehr der Kitas in Darmstadt in den vom Land Hessen beschlossenen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem kommenden Dienstag, 2. Juni, organisiert. Die Einrichtungen waren seit Wochen aufgrund der Covid-19-Pandemie nur für einen Notbetrieb geöffnet. Nun wird wieder eine Perspektive für Kinder und Eltern eröffnet.

„Soziale Kontakte sind für die Entwicklung von Kindern extrem wichtig. In unseren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt erhalten Kinder eine professionelle und fördernde Begleitung. Eltern sind stark gefordert, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ohne Kinderbetreuung kaum möglich“, konstatiert Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

Grundlage des weiteren Handelns ist das nach wie vor geltende Betretungsverbot der Kitas sowie die Einschränkungen im Regelbetrieb auf der Basis der 12. Verordnung des Landes Hessen zur Bekämpfung des Corona-Virus. Darüber hinaus bilden die erlassenen Hygieneempfehlungen des Landes und die Hygieneregeln der Stadt für die Kinderbetreuung einen wichtigen Rahmen. Demnach gilt weiterhin, dass systemrelevante Berufsgruppen und weitere Personengruppen einen Anspruch auf Notbetreuung haben. 
Die darüber hinaus zur Verfügung stehenden Plätze hängen – je nach Einrichtung sehr unterschiedlich – von vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten ab.

„In mehreren Telefonkonferenzen und Besprechungen mit den großen freien und kirchlichen Trägern sowie den Leitungen von Kindertagesstätten und mit dem Hauptelternbeirat der städtischen Kindertagesstätten haben wir folgendes Vorgehen entwickelt: Wir werden in drei Schritten die Kitas öffnen, zunächst am 2. Juni für sogenannte ‚Vorschulkinder‘ und Kinder im Übergang von der Krippe in den Kindergarten, um ihnen noch ein paar Tage und einen Abschied in der Kita zu ermöglichen“, erläutert Akdeniz weiter. „Ab dem 8. Juni sollen Kinder von berufstätigen Eltern zum Zuge kommen und ab dem 15. Juni soll ein Angebot für möglichst alle Kinder erfolgen.“

Der Zeitplan bei den freien Trägern kann variieren und ist abhängig von den individuellen Rahmenbedingungen vor Ort. „Das Vorgehen setzt in der Regel ein Platz-Sharing-System voraus, denn eines ist klar – auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes und dem weiter bestehenden Infektionsrisiko wird es keine Öffnung in vollem und gewohntem Umfang geben können“, so Akdeniz.

Um möglichst vielen Kindern den Zugang in die Kita zu ermöglichen, werden die Träger in jeder Einrichtung individuell vorgehen, denn überall sind die Rahmenbedingungen verschieden. „Mit Flexibilität und Kreativität sollen Möglichkeiten eröffnet werden. Von daher wird es Angebote geben, die in der Regel einen bzw. zwei Tage umfassen, dies ist abhängig von der bereits bestehenden Anzahl an Notbetreuungskindern und den räumlichen sowie personellen Ressourcen. Waldkindergärten haben beispielsweise andere Bedingungen als Einrichtungen mit einer Betriebserlaubnis von über 100 Kindern im regulären Betrieb“, so Akdeniz.

Wichtig ist allen Trägern gemeinsam: „Unsere Haltung ist, so viele Kinder wie möglich zu erreichen. Dafür werden wir große Anstrengungen unternehmen und auf die Eltern zugehen“, erklären Kerstin Reichel, Das Kind e.V., für die kleinen Freien Träger, Barbara Lücke für die AWO, Andrea Potthast für den ASB, Michael Müller-Möscheid für das Evangelische Dekanat-Darmstadt, Barbara Themel, für den Trägerverbund evangelische Kitas, Hildegard Kewes vom Bistum Mainz für die katholischen Kindertagesstätten sowie Barbara Akdeniz und Imke Jung-Kroh für die städtischen Kindertagesstätten.

Mit dieser Botschaft bieten wir den Familien in Darmstadt eine Perspektive und stellen ab der kommenden Woche ein Stück Normalität in Aussicht. Ebenfalls stellen wir uns der gemeinsamen Verantwortung, mit dem Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die frühkindliche Bildung in Darmstadt wieder möglichst vieler Kinder zu ermöglichen. Im Fokus sind dabei die Entlastung der Familien und der Blick auf die Bedarfe der Kinder.

Die Kitaleitungen werden nun auf alle Eltern zugehen und sie über die konkreten nächsten Schritte in ihrer Kita informieren.

28. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 28. Mai, vor allem mit der weiteren Stabilisierung des Infektionsgeschehens in der Stadt beschäftigt. Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am vergangenen Montag weiterhin keine neuen Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert weiterhin 214 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 194 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die letzten zwei bestätigten Fälle wurden am 19. Mai registriert, so dass die Stadt seit über einer Woche keine neuen Fälle verzeichnet hat.

„An der weiterhin hocherfreulichen Entwicklung der Infiziertenzahlen können wir sehen, dass wir die Ausbruchssituation mit Covid-19 in Darmstadt gemeinsam und unter teils großen Anstrengungen sehr gut in den Griff bekommen haben“, erläutert dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Noch ist die Situation nicht abschließend zu beurteilen aber die Tendenz ist ohne Zweifel positiv. Jetzt müssen wir, auch mit Blick auf das kommende Wochenende, weiter gemeinsam daran arbeiten, dass es so bleibt. Mein Appell lautet daher erneut: Halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln, nehmen Sie Rücksicht, bleiben Sie ruhig und besonnen. Dann stehen die Chancen gut, dass sich die Situation in Darmstadt auch über einen längeren Zeitraum weiter stabilisiert und wir gut und gesund durch den Sommer kommen können.“

Im Bereich der Kinderbetreuung laufen die Vorbereitungen weiter. Zu den genauen Details wird es im Laufe dieser Woche noch einmal eine gesonderte Information für die Öffentlichkeit geben.

Der Krisenstab kommt am kommenden Dienstag, 2. Juni, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

25. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am heutigen Montag, 25. Mai, vor allem mit der vom Land Hessen beschlossenen Rückkehr in den eingeschränkten Regelbetrieb bei den Kindertagesstätten ab dem kommenden Dienstag, 2. Juni, beschäftigt. Weitere Themen waren die derzeit niedrige Inzidenz in Darmstadt und die Situation in den Krankenhäusern.

Im Bereich der Kinderbetreuung kann die Tagespflege seit dem 25. Mai wieder genutzt werden. Wie das Sozialdezernat berichtet, haben auch nahezu alle Tageseltern ihr Angebot wieder zur Verfügung gestellt. Dies sei auch vor allem im U3-Bereich bereits eine Entlastung. Zusätzlich dürfen seit heute auch Kinder mit einer körperlichen Beeinträchtigung wieder zurück in die Einrichtungen. Mit Blick auf den kommenden Dienstag, 2. Juni, und der Rückkehr in den sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb kündigt die Verwaltung die Überführung der Vorgaben des Landes Hessen in ein transparentes Regelwerk an. Nach der Verordnung sollen zusätzlich zu den bisher betreuten Kindern in der Notbetreuung noch Kinder hinzukommen, bei denen außergewöhnliche Härte als Kriterium vorliegt. Da dies jedoch im jeweiligen Fall entschieden werden muss, wird sich die Verwaltung im Verlauf dieser Woche jede Kita betrachten, den Bedarf der Eltern abfragen, den Status quo eruieren und die Personalsituation berücksichtigen. Dabei soll auch ermittelt werden, wie viele zusätzliche Plätze eventuell noch möglich sind. Sozialdezernentin Barbara Akdeniz setzt hier auf ein sogenanntes Platz-Sharing-Modell, bei dem sich die Kinder in der Kita abwechseln. Wichtig sei, so Akdeniz, dass den Kindern grundsätzlich wieder Kontaktmöglichkeiten zu anderen Kindern eingeräumt werden.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am 20. Mai 2 neue Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 214 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 186 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Mit diesen 2 Fällen innerhalb der letzten Kalenderwoche beträgt die Inzidenz für die letzte Woche 1,26. In der Woche davor war es noch 3,8. Erste Zahlen weisen außerdem keine signifikante Übersterblichkeit im Zeitraum der letzten drei Wochen aus. 

Auch aus den Darmstädter Kliniken kommen gute Nachrichten. So gibt es im Klinikum keinen Covid-19 Patienten mehr auf der Intensivstation. Stationär wurde in den vergangenen zwei Wochen kein neuer Covid-Fall aufgenommen. Auch im Alice-Hospital gibt es derzeit keine Covid-19 Patienten und auch keine Verdachtsfälle. Das Elisabethenstift dagegen überprüft derzeit noch einige wenige Verdachtsfälle.

Die HEAG mobilo informiert darüber hinaus, dass man plant, ab dem 2. Juni wieder den fast normalen Betrieb bei den Straßenbahnen aufnehmen. Derzeit befinde man sich bei punktuell 50  Prozent Auslastung in den Spitzenzeiten, im Schnitt liege man bei 25 Prozent Auslastung.

Der Krisenstab kommt am kommenden Donnerstag, 28. Mai, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

20. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am heutigen Mittwoch, 20. Mai, mit der geplanten Öffnung der Kitas am 2. Juni, dem aktuellen Stand bei einer möglichen Öffnung der Bäder und Konzepten für die Kultur in der Wissenschaftsstadt beschäftigt. Weiteres Thema war noch einmal die Situation der Gastronomie, wozu es am heutigen Mittwoch ein Abstimmungsgespräch von Oberbürgermeister Jochen Partsch mit den Darmstädter Gastronomen geben wird.

Im Fall der vom Land Hessen beabsichtigten Rückkehr der Kitas in einen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem 2. Juni laufen die Vorbereitungen auf Seiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt weiter. Für den heutigen Mittwoch wird die angepasste Verordnung des Landes Hessen erwartet, welche die Grundbestimmungen für die Öffnung festlegen soll. Dazu wird es heute Abstimmungsgespräche zwischen Sozialdezernat und den Eltern- und Trägervertretern geben. In den vergangenen Tagen ist städtischerseits bereits ein eigenes Hygienekonzept für die Einrichtungen erstellt und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt worden. Dieses wird nun noch zusätzlich einmal an die Bedürfnisse der Tagespflege angepasst und den Einrichtungen als Information übermittelt. Die vom Land Hessen beschlossene Öffnung im Bereich der Tagespflege am kommenden Montag (25.) wird von Seiten der Stadt sehr positiv bewertet. Wie das Jugendamt berichtet, kann hier davon ausgegangenen werden, dass nahezu alle vor der Corona-Krise betreuten Kinder und Familien wieder ein Angebot bekommen. Zusätzlich werden derzeit Rahmenkonzepte für die Kinder- und Jugendhäuser abgestimmt, so dass hier eine Rückkehr in den Betrieb ab nächster Woche möglich erscheint. Dazu wird es nochmal eine gesonderte Information für die Öffentlichkeit geben.
Aktuell werden in Darmstadt in der Notbetreuung 1186 Kinder betreut, darunter ein hoher Anteil an U3-Kindern.

Im Fall einer möglichen Öffnung der Bäder strebt der Krisenstab eine einheitliche und vom Land Hessen vorgegebene Lösung an. Hierzu ist man mit dem Land im Gespräch. Bisher sieht das Land offenbar ein Öffnungskonzept zunächst ohne Publikumsverkehr für den Leistungssport, Schwimmkurse und andere Angebote vor. Für den Freizeitbereich soll zunächst ein Konzept mit den Gesundheitsämtern erstellt werden. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte hier die Vorgaben des Landes abwarten. Am 5. Juni dürfte das Thema im Gespräch der Bundeskanzlerin mit den Ländern angesprochen werden.

Im Bereich der Kultur wird derzeit von der Centralstation in Abstimmung mit dem Kulturdezernat ein Programm erarbeitet und zeitnah vorgestellt, wie unter den gegebenen Auflagen eine Rückkehr in den Kulturbetrieb aussehen kann. Auch hierzu wird es noch einmal eine gesonderte Information geben. 

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gibt es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am vergangenen Montag 2 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 214 Fälle. 168 von diesen Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz für die Wissenschaftsstadt Darmstadt sinkt dabei weiter.

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 25. Mai, um 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

18. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Montag, 18. Mai, vor allem mit der Situation in der Gastronomie beschäftigt. Diese darf seit dem vergangenen Freitag unter bestimmten Auflagen wieder öffnen und Gäste empfangen. Aus Sicht der Beteiligten lief die Öffnung bisher ohne größere Zwischenfälle oder Verstöße, eine Herausforderung bleibt jedoch die Nutzung von zusätzlichen Flächen im öffentlichen Raum, wo die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 deutlich geringer ist, als in geschlossenen Räumen. Um den Gastronomen hier entgegenzukommen, hat der Krisenstab beschlossen, in Abstimmung mit Ordnungsamt und Feuerwehr die Nutzung größerer Flächen für die Außengastronomie dort zu prüfen und zu genehmigen, wo dadurch keine Einschränkungen des Verkehrs oder der Rettungswege zu erwarten sind.

„Wir sind uns bewusst, wie schwierig die Situation für die Gastronomie in Zeiten der Pandemie ist. Daher wollen wir die Wirtinnen und Wirte nach Möglichkeit mit großzügigeren Regelungen zur Nutzung von Außenflächen unterstützen“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Dies kann allerdings nur dort erfolgen, wo durch die Bestuhlung keine Einschränkungen in anderen Bereichen des Öffentlichen Lebens entstehen. Dies werden wir uns im Einzelfall genau anschauen und dann entsprechend festlegen. Wir bitten jedoch schon jetzt um Verständnis, dass dies nicht überall im Stadtgebiet möglich sein wird und setzen auf die Einsicht der Gastronomen hier nicht selbstständig mit Erweiterungen tätig zu werden. Außerdem appellieren wir an die Bürgerinnen und Bürger, sich bei der Nutzung auch weiterhin an die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Dies gilt auch und insbesondere mit Blick auf den kommenden Donnerstag, wo aufgrund des Feiertags ein erhöhtes Aufkommen zu erwarten ist.“  

In der Sitzung besprochen wurde außerdem die Situation in den Schulen. Hier wurden in den vergangenen Tagen noch kleinere bauliche Anpassungen, so etwa die Installation von Seifenspendern, dort vorgenommen, wo es sie bisher noch nicht gegeben hatte. Ansonsten wird die Entwicklung in dieser Woche sehr genau beobachtet und gegebenenfalls angepasst, wo es nötig sein sollte. Zum Wiederaufnahme der Betreuung in den Kitas wird es am kommenden Mittwoch (20.) ein Abstimmungsgespräch geben, so dass Ende dieser Woche mit weiteren Informationen gerechnet werden kann. 

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs 3 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 213 Fälle, Stand Sonntag, 17. Mai, 18 Uhr. 168 von diesen Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Es gab keine neuen Todesfälle. In der 20. KW gab es somit in der Stadt Darmstadt insgesamt 7 neue Fälle (Vorwoche 19. KW: 10), die Inzidenz (neue Fälle/100.000/Woche) in der 20. KW betrug somit 4,4  (Vorwoche 19. KW: 6,3). 

„Die derzeit gute Entwicklung bei den Infiziertenzahlen in ganz Deutschland ist weiterhin auch bei uns in Darmstadt spürbar“, erklärt OB Partsch abschließend. „Wenn wir hier weiter mit Weitsicht und Vernunft agieren, bin ich mir sicher, dass die Zahlen auch über den Sommer stabil bleiben.“


Nach der Schließung im Zuge der Covid-19-Pandemie öffnet die Stadtbibliothek der Wissenschaftsstadt Darmstadt in einem ersten Schritt am Mittwoch, 20. Mai, wieder ihre Hauptstelle im Justus-Liebig-Haus für die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. Mit vorerst verkürzten Öffnungszeiten und eingeschränktem Service können dann Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr entliehene Medien zurückgegeben und neue Medien ausgeliehen werden. 

Weiterhin müssen Besucherinnen und Besucher ihren Aufenthalt so kurz wie möglich gestalten, es dürfen sich vorerst nur eine begrenzte Anzahl an Personen gleichzeitig in der Stadtbibliothek aufhalten. Der Zugang ist ausschließlich über den Haupteingang Justus-Liebig-Haus möglich. Der Rückgabekasten im Haupteingang Justus-Liebig-Haus ermöglicht eine schnelle Rückgabe von Medien.
Um möglichst vielen Menschen den Bibliotheksbesuch zu ermöglichen, wird die Aufenthaltsdauer auf 20 Minuten beschränkt. Längere Aufenthalte zum Lesen, Lernen und Arbeiten sind in dieser Phase noch nicht möglich. Internetplätze, WLAN, Tageszeitungen und Kopierer stehen vorerst ebenfalls nicht zur Verfügung. Aktuelle Zeitschriften sind sofort ausleihbar und das E-Medien-Angebot steht weiterhin wie gewohnt zur Verfügung. 

Der Zutritt darf lediglich einzeln erfolgen (Ausnahme: Kinder in Begleitung eines Elternteils). Für Kinder unter 10 Jahren ist der Zutritt nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet. Es wird empfohlen, vorab im Web-Katalog nach den gewünschten Medien samt Standort zu suchen, um den Besuch in der Bibliothek kurz zu halten.

Wichtig ist: Niemand ist derzeit mit den Ausleihfristen in zeitlichem Verzug und muss in den ersten Wochen der Öffnung zurückgeben. Alle Rückgabefristen wurden pauschal auf den 13. Juni gesetzt. In einem der nächsten Schritte sollen die Öffnungszeiten der Hauptstelle erweitert werden, die Stadtteilbibliotheken in Eberstadt und Kranichstein wieder öffnen und der Bücherbus wieder fahren. Die Planungen hierzu laufen bereits.


Angesichts der massiven Einschränkungen im Bäderbetrieb durch die Covid-19-Pandemie hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Erstattung von nicht mehr nutzbaren Dauerkarten für die städtischen Hallenbäder beschlossen.

Die nicht mehr nutzbaren Karten können ab sofort beim Eigenbetrieb Bäder, Bad Nauheimer Straße 2, mit einem Erstattungsantrag und Angabe der Bankverbindung zurückgegeben werden. Die Erstattung beträgt bei einer Saisonkarte bzw. Kombikarte 37 Euro und bei der ermäßigten Saisonkarte/Kombikarte 25 Euro.

15. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Freitag (15.) vor allem mit der Situation in der (Außen-)Gastronomie in der Stadt und den Herausforderungen bei der Organisation des vom Land Hessen für den 2. Juni angekündigten eingeschränkten Regelbetriebs in den Kitas beschäftigt. Zudem wurde der Umgang mit der Grube Prinz von Hessen thematisiert.

Dabei war sich der Krisenstab einig, dass bei der seit heute möglichen Wiedereröffnung in der Gastronomie klare Regeln bei der Nutzung von Außenbereichen im öffentlichen Raum bestehen. Oberbürgermeister Jochen Partsch appelliert daher bei aller Freude über die neuen Möglichkeiten an die Gastronomen, ihre Bestuhlung so anzubringen, dass Rettungswege freigehalten werden und das Marktgeschehen nicht beeinträchtigt wird. Damit es hier nicht zu Zuwiderhandlungen kommt, ist das Ordnungsamt angewiesen, dies streng zu kontrollieren. „Wir freuen uns alle, dass die Gastronomie unter den bekannten Auflagen wieder öffnen darf, die Gastronomen wieder eine Einnahmemöglichkeit haben und wir uns dort treffen können“, erläutert OB Partsch. „Es muss jedoch klar sein, dass hier bei aller Freude die Regeln eingehalten werden. Dies gilt nicht nur für die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln, sondern vor allem auch bei der Nutzung von öffentlichem Raum. Nur wenn hier mit Maß und Mitte vorgegangen wird, können wir alle von den neuen Freiheiten profitieren. Uns ist bewusst, dass die Gastronomen in einer schwierigen Lage sind und wir sind selbstverständlich gewillt, hier bestmöglich zu unterstützen. Deswegen werden wir in der nächsten Woche in Abstimmung mit der Feuerwehr auch noch einmal konstruktive Gespräche mit den Darmstädter Gastronomen führen, um hier an Lösungen zu arbeiten. Klar ist aber, dass insbesondere auf dem Markplatz keine Erweiterung der Fläche möglich ist. Für die anderen Bereiche werden wir versuchen, flexible Lösungen für die Nutzung von Flächen zu entwickeln. Gemeinsames Ziel ist weiter, das Infektionsgeschehen nicht wieder aufflammen zu lassen!“ 

Im Falle der vom Land Hessen angekündigten Öffnung der Kitas am 2. Juni, sieht die Stadt zahlreiche Herausforderungen. Noch immer habe das Land Hessen nicht genau festgelegt, wie eine Rückkehr in einen eingeschränkten Regelbetrieb im Detail aussehen soll. In der kommenden Woche wird Kinder- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz deshalb mit den Träger- und Elternvertretungen Gespräche führen, um kommunale Lösungen zu entwickeln. Parallel arbeitet das Jugendamt gemeinsam mit dem Gesundheitsamt an einem abgestimmten Hygienekonzept für die Kindertagestätten. An das Land Hessen wird noch einmal die Aufforderung formuliert, so schnell wie möglich klare Verhältnisse zu schaffen.

Besprochen wurde zudem die Situation am Badesee Grube Prinz von Hessen. Hier gilt, dass das Baden aufgrund der Covid-19-Pandemie bis auf weiteres nicht möglich sein wird. Dies wird von der Wissenschaftsstadt Darmstadt auch noch einmal auf einem Schild gut sichtbar für alle Besucherinnen und Besucher kommuniziert. Das Land Hessen hat bis Anfang Juni eine entsprechende Richtlinie angekündigt. Bis dahin gilt die Vorgabe des HNLUG, dass aufgrund der Pandemie alle Badeseen in Hessen gesperrt sind.

Unterdessen berichtet das Gesundheitsamt 3 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Krisenstabssitzung am vergangenen Dienstag. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf 210 Personen. Davon werden 161 als bereits wieder genesen betrachtet. Der Ausbruch im Alten- und Pflegeheim St. Josef ist nach umfangreichen Testungen beendet. Auch die Mitarbeiter konnten die Quarantäne mittlerweile wieder verlassen. 

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 18. Mai, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

12. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Dienstag (12.) vor dem Hintergrund der neuen Inzidenz-Vorgabe von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche noch einmal retrospektiv mit der Entwicklung der Infektionszahlen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in den vergangenen Wochen beschäftigt. So zeigt eine Zusammenstellung des Gesundheitsamtes, dass in Darmstadt am Höhepunkt des Infektionsgeschehens (bedingt durch die Testungen in Altenheimen) in der Kalenderwoche 16 die Inzidenz etwa bei 25, also der Hälfte des vorgeschriebenen Werts gelegen hatte. In der letzten Kalenderwoche lag die Inzidenz in Darmstadt bei 6,3. Die Beschäftigung mit den Werten ist insbesondere wichtig, um die Lage in den Kliniken bei einem erneuten Anstieg der Fälle besser einschätzen zu können. Die Vorgabe eines Werts von 50 wird auch im Städtetag kontrovers diskutiert, wie Oberbürgermeister Jochen Partsch den Teilnehmern berichtete.

„Die vorgelegten Zahlen zeigen, dass wir die Situation in Darmstadt durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und das Verhalten der Bevölkerung zu jeder Zeit sehr gut im Griff gehabt haben und nach wie vor haben“, erklärt OB Partsch dazu. „Dies zeigen auch die Rückmeldungen über sinkende Zahlen von Patienten aus Darmstadt in den Darmstädter Kliniken. Das ist eine gute Nachricht, die uns einen Eindruck von den für eine Überschreitung der Inzidenz notwendigen Entwicklungen liefert. Diese guten Nachrichten sollten uns allerdings nicht dazu verleiten, anzunehmen, dass wir die Zügel hier lockerlassen dürfen. Gerade mit Blick auf die weiteren Lockerungen ist es wichtig, das wir alle weiter diszipliniert und mit Weitsicht daran arbeiten, das Infektionsgeschehen in Darmstadt zu begrenzen um den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger so gut wie möglich sicherzustellen.“

Die aktuelle Situation: Seit Sonntag ist in Darmstadt ein neuer Fall von Covid-19 dazugekommen. Die Zahl steigt damit auf kumuliert 207 Covid-19-Fälle in Darmstadt. 152 Personen betrachtet das Gesundheitsamt als genesen. Seit 9 Tagen sind keine neuen Todesfälle dazugekommen. Unterdessen wurde das vom Gesundheitsamt erstellte Informationsblatt für Angehörige von Personen in Pflegeheimen fertiggestellt und nun an die Einrichtungen verteilt.

Mit Blick auf weitere Schülerinnen und Schüler, die ab dem nächsten Montag zurück in die Schule kommen, plant die HEAG mobilo die Kapazitäten im ÖPNV von derzeit 85 Prozent bei den Straßenbahnen und 90 Prozent bei den Bussen auf Volllast hochzufahren, falls dies notwendig sein sollte. 

Der Krisenstab kommt am kommenden Freitag (15.), um 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

10. Mai 2020

Oberbürgermeister Jochen Partsch über die anstehenden Lockerungen in der Covid-19-Pandemie.

9. Mai 2020

Nachdem die Beschlüsse von Bund und Ländern zu weiteren Lockerungen in der Corona-Krise nun auch vom Land Hessen in konkretere Handlungsanweisungen und Zeitpläne überführt worden sind, hat sich der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt in einer außerplanmäßigen Sitzung am heutigen Samstag, 9. Mai, mit ersten Auswirkungen auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt beschäftigt und ein Vorgehen abgestimmt. Intensiv diskutiert wurde auch noch einmal die neue Vorgabe aus Berlin von einer Inzidenz von höchstens 50 positiven Covid-19-Fällen pro Gebietskörperschaft in den vergangenen 7 Tagen. Hier tendiert der Krisenstab analog zu vielen Experten dazu, dass diese Zahl aus verschiedenen Gründen zu hoch angesetzt sein könnte, um ein sich anbahnendes neues Infektionsgeschehen effektiv unterbinden zu können. Das Gesundheitsamt wird hier zur nächsten Sitzung entsprechende Statistiken zu Inzidenzen in Darmstadt vorlegen, um eine valide Einschätzung der Entwicklung zu erhalten.
      
Die vom Land beschlossenen Lockerungen wurden vom Krisenstab nach den jeweiligen betroffenen Bereichen betrachtet und behandelt: 

Im Bereich Schule, wo am 18. Mai und 2. Juni die Ausweitung des Betriebs vorgesehen ist, werden aktuell in zahlreichen Abstimmungsrunden zwischen Stadt, Landkreis, Staatlichen Schulamt und Verwaltung weitere Vorkehrungen bezüglich Klassengrößen, Abstandsregeln, Hygiene, zweitversetztem und digitalem Unterricht,  und Transport erarbeitet und zum gegebenen Zeitpunkt auch umgesetzt. Aus Sicherheitsgründen nach wie vor kritisch gesehen wird der Einsatz von Desinfektionsmitteln in den Schulen. Hierauf soll nach Möglichkeit nur in Notfällen darauf zurückgegriffen werden.    

Im Bereich der Kindertagesstätten gibt es seitens des Landes Hessen leider noch wenige konkrete Vorgaben bezüglich einer konzeptionellen Vorstellung. Geplant ist der Einstieg in einen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem 2. Juni. Die wichtigsten offenen Fragen betreffen Gruppengröße und Betreuungsanspruch. Hier steht das Sozialdezernat in ständigem Austausch mit anderen Gebietskörperschaften und dem Hessischen Sozialministerium und erwartet von allem von dort nun eine deutliche Konkretisierung der Pläne. Derzeit werden in Darmstadt 700 Kinder und damit rund 10% der Kinder vor der Krise im U3 und Ü3-Bereich betreut.  

Im Bereich Kultur begrüßen die meisten Häuser die schrittweisen Öffnungen. Dennoch bestehen gerade bei der Unterscheidung in große und kleine Häuser unterschiedliche Problemlagen. Große Häuser haben Schwierigkeiten mit den Vorgaben von 100 Personen die Wirtschaftlichkeit abzubilden, kleinere Häuser haben eher Probleme mit der Einhaltung von Abstandsregelungen. Trotzdem werden nun erste Veranstaltungskonzepte zur Wiederaufnahme des Kulturbetriebs unter den gegebenen Vorrausetzungen erarbeitet. So werden etwa im Literaturhaus und im Jazzkeller demnächst kleinere Veranstaltungsformate in die Umsetzung gehen können. Auch das Museum Künstlerkolonie wird am kommenden Dienstag (12.) seine Pforten für die Besucherinnen und Besucher öffnen können. 

In diesem Zusammenhang informiert Oberbürgermeister Jochen Partsch außerdem, dass die bisher und ursprünglich noch bis 31. Mai gültige Allgemeinverfügung der Wissenschaftsstadt Darmstadt aus dem März dieses Jahres aufgehoben und an die aktuellen Vorgaben des Landes Hessen angepasst wird.

Für den Bereich der Gastronomie berichtet Oberbürgermeister Jochen Partsch aus Gesprächen mit Darmstädter Gastronomen, dass die vom Land Hessen erlassene Vorgabe von einem Gast pro 5 Quadratmeter sehr kritisch gesehen wird. Dies ist für viele Betriebe betriebswirtschaftlich nicht darstellbar. Hier bleibt die Stadt in engem Austausch mit den Gastronomen und dem Land Hessen, damit diese Öffnung bei gleichzeitigem Infektionsschutz so pragmatisch wie möglich begleitet werden kann. In den vergangenen Tagen wurde seitens der Verwaltung außerdem ein an die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln angepasstes Konzept zur Sondernutzung öffentlicher Flächen erarbeitet. Dieses wird OB Partsch in den kommenden Tagen dann auch bei einem Gespräch mit den Darmstädter Schaustellerinnen und Schausteller vorstellen und erläutern. 

„Klar ist bei allen nun anstehenden Änderungen“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch, „dass wir die bisher erreichten Erfolge im Kampf gegen das Virus, im Zuge der nun Stück für Stück wiederkehrenden Freiheiten, keinesfalls durch unvernünftiges und leichtsinniges Verhalten aufs Spiel setzen dürfen. Die Rückkehr in eine neue Normalität ist nach wie vor brüchig und kann nur gelingen, wenn weiter alle Kräfte zusammenarbeiten und die Bürgerinnen und Bürger sich an die Vorgaben zum Infektionsschutz halten. Dann, und nur dann, kann die Wiederaufnahme eines einigermaßen normalen Alltags auch gelingen.“ 

Die Kliniken in Darmstadt zeigen sich unterdessen erleichtert, dass das Land Hessen die strengen Besuchsregelungen für die Krankenhäuser vorerst weiter aufrechterhalten hat. Nur so seien die bisher erreichten Erfolge auch weiterhin zu verteidigen, so die Auffassung.

Der Krisenstab kommt am kommenden Dienstag, 12. Mai, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

7. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Licht der Beschlüsse von Bund und Ländern am 6. Mai in seiner Sitzung vom heutigen Donnerstag, 7. Mai, eine erste vorsichtige Bilanz zum Kampf gegen das Virus in Darmstadt gezogen und die gefassten Beschlüsse bewertet. „Wir haben es durch die hervorragende gemeinsame Zusammenarbeit aller an der Bekämpfung des Virus Beteiligten in den Kliniken, dem Gesundheitsamt, den Pflegeeinrichtungen, und nicht zuletzt einer ein- und umsichtigen Stadtgesellschaft geschafft, das Virus in Darmstadt zurückzudrängen und die weitere Ausbreitung stark zu begrenzen“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Dies gibt uns nun die Möglichkeit, die getroffenen Maßnahmen weiter stückweise und mit der gebotenen Vorsicht zu lockern. Der Beschluss von Bund und Ländern ist grundsätzlich positiv zu bewerten, versetzt er uns doch in die Lage, die Maßnahmen regional je nach Infektionsgeschehen anzupassen. Das Vorgehen der vergangenen Wochen hat zu einer deutlichen Reduktion der Neuinfektionen auch in Darmstadt geführt. Dies zeigt uns, dass es richtig und notwendig war, diesen Weg zu gehen und es zeigt uns auch, dass wir ihn in aller Vorsicht weitergehen können. Mithilfe der übergeordneten Zielsetzung, nämlich der Begrenzung der Inzidenz auf weniger als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen in den jeweiligen Städten und Landkreisen, haben uns Bund und Länder eine Richtgröße geliefert, die einen klaren Rahmen absteckt in dem wir uns bewegen können. Wenn wir dies beachten und weiter vorsichtig vorgehen, das heißt die Abstands-, Hygiene- und Kontaktregeln einhalten und die gegenseitige Rücksichtnahme fortführen, dann sind wir auf einem guten Weg zu einer stufenweise Rückkehr in eine Realität, die derjenigen vor der Pandemie sehr nahe kommen wird.“

Wie das Gesundheitsamt meldet, hat sich die Zahl der an Covid-19 Erkrankten in Darmstadt seit dem vergangenen Montag um 7 laborbestätigte Fälle auf nun kumuliert 204 Fälle erhöht. Seit Montag sind sieben weitere Personen wieder genesen. Es gab keine neuen Todesfälle. „Was die nun als Richtgröße für die neuen Lockerungen festgelegte Inzidenz betrifft, so gab es in Darmstadt selbst in Spitzenzeiten niemals mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Letzte Woche waren es 12 neue Fälle in Darmstadt innerhalb einer Woche, bei 162.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das heißt, die letzten sieben Tage betreffend, liegen wir in Darmstadt etwa bei 8 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner. Das ist ein Erfolg, den wir gemeinsam erreicht haben“, so Partsch weiter. „Wir müssen nun weiter dafür kämpfen, dass es trotz der Lockerungen nicht zu einer neuen Dynamik im Infektionsgeschehen kommt.“

Das von Bund und Ländern beschlossene Maßnahmenpaket sieht in den kommenden Tagen und Wochen für zahlreiche Bereiche in Hessen Lockerungen vor. Darunter für die Kitas und Schulen, den (Breiten-)Sport, Gastronomie und Hotels, den Kunst- und Kulturbetrieb und viele weitere. Das Hessische Corona-Kabinett wird dieses Paket voraussichtlich am heutigen Donnerstag in eine für Hessen gültige Verordnung mit konkreten Handlungsanweisungen übersetzen. Dann sind auch konkrete Vorgaben für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ersichtlich. Um diese zu erörtern und ebenfalls Beschlüsse zu fassen, wird der Krisenstab am kommenden Samstag (9.) zu einer weiteren außerplanmäßigen Sitzung zusammenkommen. Oberbürgermeister Jochen Partsch wird sich am Samstagabend dann in einer Videobotschaft auf der städtischen Homepage und in den Sozialen Medien noch einmal direkt an die Darmstädterinnen und Darmstädter wenden, die Maßnahmen erklären und den weiteren Weg einordnen.

Auf der Tagesordnung stand außerdem die künftige Nutzung des Behelfskrankenhauses in Eberstadt, das bei den derzeit niedrigen Infektionszahlen noch nicht in Betrieb gehen wird. Hier wurde entschieden, die Einrichtung bei regelmäßiger Wartung und Reinigung zunächst auf Standby zu setzen und ggf. als Ausweichort für Blutspendetermine und ähnliche medizinische Notwendigkeiten zu nutzen. In diesem Zusammenhang weisen die Darmstädter Kliniken noch einmal auf die Unterstützung der Blutspendedienste hin und appellieren an die Bevölkerung, weiter zum Spenden zu kommen.

Da jederzeit mit der Verordnung des Landes Hessen zu den beschlossenen Lockerungen zu rechnen ist, wird sich der Krisenstab am Samstag (9.) zu einer weiteren Sitzung treffen.


Ab dem kommenden Montag, 11. Mai, können die städtischen Trauerhallen unter strengen Auflagen wieder für Trauerfeiern genutzt werden. So wird etwa die Bestuhlung so eingerichtet, dass zwischen den Stühlen ein Mindestabstand von 1,5 Metern gegeben ist. Das Betreten und das Verlassen der Trauerhalle sowie der Gang zur Grabstätte sind unter Beachtung des Mindestabstands untereinander vorzunehmen.

Das Personal des Grünflächenamtes wird sensibel und umsichtig darauf achten, dass der Mindestabstand auch zwischen zwei Trauergesellschaften, die sich im Bereich der Trauerhalle begegnen, gewahrt bleibt. Dies betrifft insbesondere die Trauerhallen des Alten Friedhofs sowie des Eberstädter Friedhofs. Bei allen weiteren Trauerhallen gibt es einen separaten Zugang und Ausgang. Die musikalische Umrahmung der Trauerfeier ist selbstverständlich möglich. Die Trauergäste sollen aber auf das Singen verzichten.

Die Bestatter und Bestatterinnen haben weiterhin eine Anwesenheitsliste der Trauergäste mit Angabe von Vor- und Nachnamen, der vollständigen Adresse und Telefonnummer zu erfassen.
Diese Liste ist für die Dauer von einem Monat vertraulich aufzubewahren und auf Nachfrage dem Gesundheitsamt Darmstadt / Darmstadt-Dieburg auf Nachfrage zukommen zu lassen bzw. nach der genannten Frist zu vernichten.

Die Anzahl der bestuhlten Plätze in den Trauerhallen:
Alter Friedhof: 36 Sitzplätze
Waldfriedhof: 35 Sitzplätze
Bessunger Friedhof: 15 Sitzplätze
Arheilger Friedhof: 24 Sitzplätze
Wixhäuser Friedhof: 28 Sitzplätze
Eberstädter Friedhof: 30 Sitzplätze

4. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Montag, 4. Mai, noch einmal mit der Situation in den besonders von Covid-19 betroffenen Darmstädter Altenheimen und den weiteren vom Land beschlossenen Lockerungen betreffend Spielplätze, Kultureinrichtungen und dem Vivarium beschäftigt. Wie das Gesundheitsamt berichtet, erbrachten die groß angelegten Testungen in den beiden Einrichtungen St. Josef und Aliceheim lediglich eine weitere Neuerkrankung in St. Josef. Auch im Aliceheim ist die Zahl der Erkrankten rückläufig.

Für das gesamte Stadtgebiet gab es bis Sonntagabend 5 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19. Damit erhöht sich die Zahl auf kumuliert 197 Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Die Zahl der Genesenen erhöhte sich auf insgesamt 120 Personen. Wie in Hessen insgesamt, so ist auch die Anzahl der Neuerkrankungen in Darmstadt rückläufig. Leider muss jedoch ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 berichtet werden: Am Sonntag ist eine 97-jährige ehemalige Bewohnerin des Alice Pflegeheims verstorben.  

Die Darmstädter Kliniken bereiten sich aktuell auf die Wiederaufnahme von elektiven Eingriffen vor. Hier laufen die Planungen auf Hochtouren. Noch fehlt allerdings eine endgültige Ankündigung des Landes Hessen. Unterdessen waren die rettungsdienstlichen Zahlen über das Wochenende stabil niedrig.

Bei den Spielplätzen werden am heutigen Montag (4.) die Hinweisschilder bezüglich Hygiene- und Abstandsregelungen angebracht und die Flatterbänder entfernt. Der Krisenstab appelliert noch einmal an die Eltern, hier bitte verantwortungsvoll und sorgsam mit der Situation umzugehen und auch noch einmal besondere Rücksicht auf die anderen Nutzerinnen und Nutzer der Spielplätze zu nehmen.

Darmstadt-Marketing berichtet für das vergangene Wochenende von einer Zunahme der Menschen, die wieder die Einkaufsangebote in der Darmstädter Innenstadt nutzen. Hier sei eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Wochenende davor zu beobachten gewesen.

Die Darmstädter Kultureinrichtungen unterdessen bereiten derzeit alles für die Öffnung in der kommenden Woche vor. Ab dem kommenden Dienstag, 12. Mai, werden die ersten Einrichtungen wieder geöffnet haben.

Der Darmstädter Zoo Vivarium öffnet bereits am morgigen Dienstag (5.) unter strengen Auflagen wieder seine Pforten. Hier befindet man sich in letzten Abstimmungen der Planungen.

2. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich vor dem Hintergrund der zunächst in der Runde des Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder und im Weiteren dann vom Land Hessen beschlossenen weiteren Lockerungen in der Corona-Krise am heutigen Samstag, 2. Mai, zu einer außerplanmäßigen Sitzung getroffen. Auf der Tagesordnung standen dabei vor allem die stückweise Rückkehr zum Regelbetrieb in den städtischen Krankenhäusern sowie die geplante und geordnete Öffnung weiterer Einrichtungen, wie etwa Spielplätze, Museen, Schlösser, Ausstellungen, Zoos und Botanische Gärten, Copyshops, Fahrschulen, Friseure, Nagel-, Tattoo und Massagestudios und weitere jeweils unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften und unter Einhaltung der Pflicht zum Tragen einer Mund-und-Nasenbedeckung. Im Detail nachzulesen ist dies in der neuen Verordnung des Landes Hessen.

Für die Kliniken in Darmstadt gilt, dass die 5. Verordnung des Landes Hessen angepasst wurde, so dass die elektiven Eingriffe ab nächster Woche wieder anlaufen können. Darüber hinaus finden am Montag (4.) Gespräche über den angekündigten modifizierten Stufenplan auf Realbelegungszahlen in Hessen zwischen dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der Hessischen Krankenhausgesellschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und der Landesärztekammer statt. Für die Patienten heißt dies, dass sie ab kommender Woche Stück für Stück auch wieder zu normalen Eingriffen in die Krankenhäuser kommen können. Es muss jedoch weiter mit gewissen Einschränkungen gerechnet werden. Sobald hier weiterführende Informationen vorliegen, werden diese unmittelbar kommuniziert.

Die Spielplätze, städtisch und auch privat, werden ab dem kommenden Montag, 4. Mai, wieder freigegeben. Dabei ist zu beachten, dass die auch für alle anderen Bereiche geltenden Abstands- und Hygieneregeln unbedingt eingehalten werden müssen, d.h. vor allem mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Nutzern des Spielplatzes. Verantwortlich dafür sind hier die erwachsenen Begleitpersonen, Erziehungsberechtigten und Eltern. Die Hinweise werden beim Abbau der Sperrungen durch die städtischen Mitarbeiter noch einmal gesondert angebracht. Im Fall privater Anbieter von Spielplätzen- und flächen wird analog verfahren. OB Partsch dazu: „Es ist gut, dass die Spielplätze nun unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen, dies entlastet die Eltern. Es ist jedoch unbedingt darauf hinzuweisen, dass dies nur funktionieren kann, wenn sich alle an die Regeln halten. Dies werden wir auch entsprechend kontrollieren.“

Für Kultureinrichtungen wie Museen, Ausstellungen, Schlösser und Gedenkstätten gilt, dass eine Öffnung für Dienstag, 12. Mai, vorgesehen ist. Dies ist einer gewissen Vorlaufzeit geschuldet, die notwendig ist, um den sicheren Betrieb vorbereiten zu können. Grundsätzlich sind hier nur eine Person auf 20 Quadratmeter und keine Gruppen erlaubt. „Die Öffnung ist eine gute Nachricht für eine Kulturstadt wie Darmstadt“, erklärt dazu OB Partsch. „Aber auch hier gilt: Ein Betreib ist nur unter strengen Auflagen möglich. Alle Besucherinnen und Besucher müssen sich daran halten.“ Mit den privaten Betreibern einzelner Kultureinrichtungen werden bezüglich der Öffnung in der nächsten Woche abstimmende Gespräche geführt.

Für Tierparks, Zoos, Botanische Gärten gelten ähnliche Regelungen. Der städtische Zoo Vivarium soll am kommenden Dienstag (05.) unter strengen Auflagen wieder öffnen. Geplant ist, dass die meisten Häuser zunächst zu bleiben. Über Einbahnstraßenverkehre wie z.B. im Vogelhaus können Abstandsregeln besser eingehalten werden. Details zum genauen Prozedere folgen am kommenden Montag (4.).

Zur Forderung der Schaustellerinnen und Schausteller einen dezentralen Betrieb von Imbissständen im Stadtgebiet zu ermöglichen, stellt OB Partsch auch im Hinblick auf die lokale Medienberichterstattung noch einmal klar, dass es sich hier nicht um eine ‚Absage der Stadt‘ handelt, wie vielfach vermeldet. „Mir ist wichtig, noch einmal darauf hinzuweisen, dass sich die Stadt hier an die rechtlichen Vorgaben des Landes Hessen halten muss. Uns sind die ökonomischen Nöte der Schausteller und anderer Betriebe bewusst, wir nehmen diese sehr ernst, doch können wir uns hier nicht über geltendes Recht hinwegsetzen. Wir bleiben im Gespräch und wenn sich Möglichkeiten für einen Betrieb ergeben, werden wir dies unmittelbar besprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt kommt am kommenden Montag, um 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

30. April 2020

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am gestrigen Mittwoch  (29.) beschlossen, die Kita-Entgelte und Kostenbeiträge städtischer Kindertagesstätten und die Kindertagespflege für die Dauer des Betretungsverbots aufgrund der Covid-19-Pandemie weiter auszusetzen. Die Kinderbetreuungseinrichtungen sind aufgrund der Verordnungen der hessischen Landesregierung derzeit nur für die Notbetreuung für einen begrenzten Personenkreis geöffnet. 

„Mit der Entscheidung des Magistrats, die Eltern weiter von den Kinderbetreuungs-Beiträgen freizustellen, setzen wir das Signal vom April an die Familien fort und werden sie in dieser durch die Pandemie schwierigen Lage weiter unbürokratisch unterstützen“, so Stadtkämmerer André Schellenberg.   

Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Kinderbetreuung in Kindertagesstätten und bei Tagespflegepersonen weiterhin nur berechtigten Eltern mit Anspruch auf Notbetreuung zur Verfügung steht. Die Angebote zur Notbetreuung werden durch die jeweilige Kindertagesstätte oder die Kindertagespflegestelle organisiert. 

„Die Liste des Sozialministeriums mit den besonderen Berufsgruppen und Anspruchsberechtigten, die in der Corona-Krise als systemrelevant gelten, wird stetig erweitert. Mit jeder Veränderung der Verordnung registrieren wir zwar einen massiven Anstieg der Kinderzahlen in der Notbetreuung, aber für einen Großteil der Familien sind die Kinderbetreuungsangebote derzeit nicht zugänglich“, so Stadträtin Barbara Akdeniz

„Wir empfehlen den freien und kirchlichen Trägern von Kindertagesstätten, sich an der Entscheidung des Magistrats zu orientieren und auch für die Eltern in diesen Kitas die Elternentgelte freizustellen. Mit einer pauschalen Erstattung von fehlenden Einnahmen durch die Stadt an die Träger leisten wir einen wichtigen Beitrag, um diese wichtige Betreuungsinfrastruktur für die Familien in Darmstadt zu sichern und zu erhalten“, so Stadträtin Barbara Akdeniz abschließend.

Eltern, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen, sind vom Magistratsbeschluss, die Entgelte auszusetzen, ausgenommen.

29. April 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 29. April, vor allem mit der Entwicklung im Zuge der teilweisen Öffnung der Schulen und dem Befolgen der Maskenpflicht in den Öffentlichen Verkehrsmitteln befasst. Zusammengefasst ist in beiden Sektoren eine positive Entwicklung zu beobachten. Wie der Schuldezernent berichtet, lief der Start bei den Schulen ohne größere Probleme, es kann, abgesehen von einige wenigen Ausnahmen, eine hohe Disziplin auch bei den Schülerinnen und Schülern im Umgang mit den Hygieneregeln festgestellt werden. Das Schuldezernat befindet sich mit Blick auf eine mögliche Öffnung der Grundschulen und dem dazu getroffenen Urteil in ständigem Austausch mit dem Staatlichen Schulamt.

Die HEAG mobilo berichtet ebenfalls von guten Erfahrungen mit dem Befolgen der Maskenpflicht durch die Fahrgäste. Auch die zum Montag (27.) hochgefahrenen Kapazitäten sind aktuell ausreichend. Der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den einzelnen Fahrgästen kann auch bei höheren Fahrgastzahlen eingehalten werden. Sofern sich bei der Situation in den Schulen nichts ändert, sollen die aktuellen Fahrpläne auch in der nächsten Woche beibehalten werden.

Das Gesundheitsamt meldet für Darmstadt im Verlauf der 48 Stunden seit der letzten Sitzung des Krisenstabs 6 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf 191. 117 Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen, das sind 5 mehr als am vergangenen Montag. Bereits am vergangenen Sonntag gab es leider einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Verstorben ist eine 88-jährige Frau mit entsprechenden Vorerkrankungen, die zuvor im Alten- und Pflegeheim St. Josef betreut wurde. In Lauf dieser Woche finden in den beiden besonders von Covid-19 betroffenen Heimen weitere Testungen statt.

Der Krisenstab behält sich ein Treffen am kommenden Wochenende vor. Bei Bedarf wird er am Samstag, 2. Mai, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen. Ansonsten geht es turnusmäßig am kommenden Montag, 4. Mai, weiter.


Nach dem Spendenaufruf von Oberbürgermeister Jochen Partsch für Darmstadts besonders stark von Covid-19 betroffene italienische Partnerstadt Brescia am 3. April 2020 bedankt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt bei den Darmstädter Bürgerinnen und Bürgern für die große Resonanz. Auf dem von der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingerichteten Spendenkonto sind bis heute knapp 25.000 Euro zusammengekommen. Auf Initiative des Ausländerbeirates, der den Magistrat bittet, aus den eingeplanten städtischen Mitteln für das abgesagte diesjährige Internationale Bürgerfest einen Teil für die Partnerstadt Brescia zu spenden, hat der Magistrat heute beschlossen, weitere 10.000 Euro zu spenden.

Oberbürgermeister Partsch lobt den europäischen Sinn der Stadtbevölkerung: „Die humanitäre Krise der Corona-Pandemie zeigt beispielhaft, dass und vor allem wie europäische Solidarität auf der kommunalen Ebene zum Ausdruck kommt. Darmstädterinnen und Darmstädter reagieren voller Empathie auf das Leiden unserer Freunde in Brescia und verdeutlichen mit ihrer Hilfsbereitschaft noch einmal, wie wichtig kommunale Beziehungen in Europa und der Welt heute sind.“  

Der Spendenaufruf ist eine von mehreren Hilfsmaßnahmen der Wissenschaftsstadt Darmstadt für die von der Corona-Krise besonders stark betroffene Partnerstadt Brescia in der Region Lombardei. Diese Maßnahmen wurden in persönlicher Korrespondenz zwischen Partsch und seinem Amtskollegen del Bono abgestimmt. Beide Oberbürgermeister waren sich darüber einig, dass die Hilfeleistung aus der Partnerstadt dort ankommen soll, wo die Not am größten ist.

Nun soll mit dem Geld aus Darmstadt das Projekt ‚SOStieni Brescia‘ gefördert werden, das Menschen, Kleinunternehmen und Handwerker in wirtschaftlicher Not als Folge der Corona-Krise finanziell unterstützt. Bei der Spendenaktion in Darmstadt haben sich neben vielen Privatpersonen auch Partnerschaftsvereine beteiligt.

Bereits am 1. April 2020 traf die erste Lieferung von 200 Einmalsets Schutzausrüstung aus Darmstadt beim Hauptkrankenhaus in Brescia ein. Die zweite Lieferung von 5.000 Atemschutzmasken aus dem Bestand der 40.000 von der Firma Merck gespendeten Masken hat am 22. April die norditalienische Kommune auch schon erreicht.

Mit der Spende der Wissenschaftsstadt Darmstadt endet die Spendenaktion für Brescia mit einem Gesamtbetrag von 35.000 Euro. Somit ist auch die dritte Hilfsmaßnahme für die Partnerstadt in Italien erfolgreich abgeschlossen.

28. April 2020

Der Beschluss von Bund und Ländern vom 15. April 2020, dass Großveranstaltungen wegen der Ausbreitung des Corona-Virus offiziell bis zum 31. August 2020 untersagt sind, zwingt auch die Organisatoren und Verantwortlichen vieler Darmstädter Events vorerst zur Absage oder zeitlichen Verlegung.

„Die Absagen der Großevents sind leider unbedingt notwendig, um die Ausbreitung des Covid-19-Virus weiter einzudämmen“, erklärt Darmstadts Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter Jochen Partsch. „Gerade traditionsreiche Veranstaltungen wie das Heiner- oder Schlossgrabenfest und die Kirchweihen liegen uns allen am Herzen und wir bedauern daher sehr, dass wir in diesem Jahr darauf verzichten müssen. Doch zum Schutz unser aller Gesundheit, aber ganz besonders der Kranken und Schwächeren in unserer Gesellschaft, denen gegenüber wir alle Verantwortung tragen, müssen wir diesen Schritt gehen. Es wird weiterhin auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommen. Deshalb schaue ich zuversichtlich in die Zukunft und bin mir sicher, dass wir diese Krise meistern und dann wieder mit umso größerer Freude gemeinsam feiern werden“, so Partsch weiter.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt weist zudem darauf hin, dass sobald die rechtlichen Regelungen des Landes Hessen zum weiteren Umgang mit Großveranstaltungen und Events vorliegen, mit zusätzlichen Absagen von Veranstaltungen zu rechnen ist. Die Kontaktbeschränkungen bestehen aktuell bis mindestens 3. Mai 2020 und es ist davon auszugehen, dass diese verlängert werden.

Nicht stattfindende größere städtische Veranstaltungen 2020 – Stand 28. April:

  • Europa Wochenende mit internationalem Bürgerfest und Grenzgang: 5. und 6. Juni
  • Datterichs Wochenmarkt: 6. Juni und 1. August
  • Darmstadt unter Strom: 12. Juni
  • Tag der Stadtwirtschaft: 20. Juni
  • Darmstädter Heinerfest: 2. bis 6. Juli
  • Jazz-Conceptions 6. bis 11. Juli
  • Willkommen auf der Mathildenhöhe: 10. Juli
  • Darmstädter Ferienkurse für neue Musik: 18. Juli bis 1. August
  • Kirchweih Eberstadt: 7. bis 10. August
  • Kirchweih Wixhausen: 28. bis 31. August
  • Kirchweih Waldkolonie: 28. bis 31. August
  • Darmstädter Kunsthandwerkermarkt: 15. und 16. August
     

Außerdem werden die für den Spätsommer 2020 geplanten Veranstaltungen unter dem Arbeitstitel „Streitsache Straßennamen“ aufgrund der Unwägbarkeiten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschoben. Davon betroffen sind eine für August und September vorgesehene Ausstellung und zwei Begleitveranstaltungen. Geplant war neben einem Symposium mit Fachleuten zum Thema Straßennamen auch eine Beteiligungsveranstaltung für Bürger*innen.

Für die Untersuchung der Straßennamen in Darmstadt nach wissenschaftlichen Kriterien und die historische Bewertung der biografischen Fakten der Namensgeberinnen und Namensgeber wurde 2015 ein unabhängiger, ehrenamtlich tätiger Fachbeirat eingesetzt. Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat am 08. Mai 2019 beschlossen, den Empfehlungen des Fachbeirats zur Umbenennung von Straßen in acht Fällen zu folgen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Bewertung der Biografien der Namensgeberinnen und Namensgeber Darmstädter Straßen während des nationalsozialistischen Regimes sollten im Spätsommer 2020 der Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert werden.

Die Ausstellung und die Veranstaltungen werden voraussichtlich zwischen Ende Mai und Mitte Juli 2021 nachgeholt. Genaueres wird noch mitgeteilt.

Weitere Informationen zum Ergebnis der Arbeit des Fachbeirats können im Blog des Stadtarchivs abgerufen werden: https://dablog.hypotheses.org/8391

27. April 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am heutigen Montag, 27. April, vor allem mit der vom Land Hessen neu eingeführten Maskenpflicht im ÖPNV, der Entwicklung im Alten- und Pflegeheim St. Josef und der Situation in den Krankenhäusern beschäftigt. So berichtete die HEAG mobilo, dass die Umstellung auf nahezu Volllast beim Busverkehr und dem Ferienfahrplan beim Bahnverkehr bisher gut funktioniert habe. Auch die Einhaltung der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung werde zum allergrößten Teil befolgt. Nur vereinzelt mussten Personen angesprochen werden, die dann jedoch auch einen Schutz mit sich führten und diesen lediglich nicht aufgezogen hatten.

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Erste Rückmeldungen zeigen, dass sich der große Teil der Bürgerinnen und Bürger gut an die neuen Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu halten scheint. Dafür danke ich den Bürgerinnen Bürgern. Damit tragen Sie alle zu einer langsameren Verbreitung von Covid-19 bei, schützen dabei besonders die Schwachen in unserer Gesellschaft und zeigen Solidarität und Vernunft.“

Im besonders von Covid-19 betroffenen Darmstädter Alten- und Pflegeheim St. Josef habe sich die Situation nach der Abtrennung positiv getesteter Bewohnerinnen und Bewohner und der Quarantäne für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas entspannt. Das Gesundheitsamt behält die Situation hier und auch bei den anderen betroffenen Heimen jedoch nach wie besonders im Blick. Die gesonderte Information für Bewohner, Angehörige und Personal ist in Arbeit.    

Die Krankenhäuser berichten zunehmend von Aufnahmen von Patienten mit schweren Erkrankungen abseits von Covid-19, die mit unbedingt notwendigen Behandlungen zögern. Dies sei besonders bei Tumorerkrankungen und im gefäßchirurgischen Bereich zu beobachten. Hier daher der dringende Appell seitens des Krisenstabes an alle Patientinnen und Patienten mit schweren Erkrankungen, in keinem Fall aus Angst vor einer Covid-19-Infektion mit dringend benötigten Behandlungen zu warten, sondern unbedingt zu den Hausärzten und in die Kliniken zu kommen.  

Bei den Schulen beobachtet man die Lage sehr genau und erwartet erste Rückmeldungen zum Umgang mit den beschlossenen Maßnahmen im Laufe dieser Woche.

Das Gesundheitsamt berichtet von vergangenem Mittwoch bis Sonntag (26.) von 25 neuen laborbestätigten Fällen von Covid-19 in Darmstadt. Damit steigt die Zahle kumuliert auf 185, davon sind 112 Personen wieder genesen (+5). Leider müssen auch zwei weitere bestätigte Todesfälle vermeldet werden. Dabei handelt es sich um eine 94-jährige Frau aus dem Aliceheim mit schweren Vorerkrankungen sowie einen 93-jährigen Mann, der zu Hause mit entsprechenden schweren Vorerkrankungen der Krankheit erlegen ist.

Der nächste Krisenstab ist am Mittwoch (29.) um 10 Uhr.

24. April 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Freitag, 24. April, erneut mit der Situation in den Alten- und Pflegeheimen und der teilweisen Schulöffnung am kommenden Montag (27.) beschäftigt. Dabei gab es Konsens, dass die Fokussierung auf das Infektionsgeschehen in den Einrichtungen gut und richtig war und zu einer gewissen Stabilisierung geführt hat. In der nächsten Woche soll in den betroffenen Einrichtungen St. Josef und Aliceheim erneut getestet werden. Einig war man sich dennoch, dass die Kommunikation in Richtung Angehörige und Bewohner verbessert werden muss. Hier sollen nun in Form einer Handreichung alle wichtigen Informationen zum Umgang mit dem Infektionsgeschehen für Personal, Bewohner und Angehörige zusammengetragen werden. Mit der Vorbereitung wurde die Unterarbeitsgruppe Pflege beauftragt. Wichtig sei bei alledem vor allem Transparenz, Nachvollziehbarkeit und die Verfahrenssicherheit“, erklärte OB Jochen Partsch
 
Beim Umgang mit der ab Montag (27.) geltenden Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im ÖPNV geht die dringende Aufforderung an die Bevölkerung dieser Maßgabe zu folgen, da sie weitere Infektionen verhindern könne.

Beim Thema Schulöffnung hob Schuldezernent Rafael Reißer noch einmal die intensive und professionelle Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Gesundheitsamt hervor. Hier sei man so gut vorbereitet, wie es derzeit möglich ist. Das gemeinsam entwickelte Hygieneschutzkonzept stelle eine gute Basis zum Schutz der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte dar. Wie sich die Situation weiter entwickelt, müsse man sich dann ab Montag genau anschauen und gegebenenfalls an wichtigen Punkten Stück für Stück nachsteuern.

Das Gesundheitsamt wird am kommenden Montag (27.) aktuelle Zahlen zur Infektionsentwicklung darlegen.

Der nächste Krisenstab ist für Montag (27.), um 10 Uhr angesetzt.

22. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 22. April, wieder mit zahlreichen Themen rund um die Covid-19-Pandemie beschäftigt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand klar die am gestrigen Dienstag vom Corona-Kabinett des Landes Hessen beschlossene Einführung einer sogenannten ‚Maskenpflicht‘ ab dem kommenden Montag (27.) für den ÖPNV, den Einzelhandel und die Banken. Oberbürgermeister Jochen Partsch stellt hier stellvertretend für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Krisenstab klar, dass sich die ab Montag geltende Pflicht explizit auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und nicht auf medizinische Masken bezieht. 
„Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich bis zum kommenden Montag selbstständig mit einer Mund-Nase-Bedeckung auszustatten. Diese Bedeckungen können einfache, selbst genähte oder erworbene Alltagsmasken aber auch Schals oder Tücher sein. Wichtig ist nur, dass Mund und Nase beim Betreten des ÖPNV und des Einzelhandels bedeckt sind. Medizinische Masken, also OP-Masken und FFP2- oder FFP3-Masken sind hier nicht gemeint! Diese müssen nach wie vor dem Medizinischen Personal vorbehalten sein, damit diese ihre für die Bewältigung der Pandemie unerlässliche Arbeit machen können. Jede Bürgerin, jeder Bürger muss in der Lage sein, so wie man sich ein Kleidungsstück für bestimmte Witterungsverhältnisse zulegt, auch eine Bedeckung von Mund und Nase sicherzustellen.“  

Auf Hochtouren läuft unterdessen die Vorbereitung des reduzierten Schulbetriebs am dem kommenden Montag (27.). Hier erläuterte Schuldezernent Rafael Reißer, dass zahlreiche Maßnahmen bereits umgesetzt sind. So wurden gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Verhaltensregeln für die Schülerinnen und Schüler aufgestellt, die am Eingang jeder Schule und in jedem Klassenraum platziert worden sind. Dabei geht es vor allem um Hygienische Maßnahmen, wie Hust- und Niesetikette, das richtige Waschen der Hände mit Seife und die bekannten Abstandsregeln. Desinfektionsmittel werde in den Schulen zunächst nicht ausgeteilt, der EAD reinige aber häufiger Flächen in den Schulen mit Desinfektionsmittel. Zusätzlich werden für die etwa 10.000 zu erwartenden Schülerinnen und Schüler in Darmstadt kleinere Klassen eingerichtet, es sollen sich nicht mehr als 15 Schüler in einem Klassenraum aufhalten, eventuell auch weniger, wenn die räumliche Situation das Einhalten der entsprechenden Abstände nicht zulassen sollte. Bei allen Maßnahmen stimme man sich eng mit dem Staatlichen Schulamt, dem Gesundheitsamt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg ab. Für den Transport stellt die HEAG Mobilo ihren derzeitigen Samstagsfahrplan mit ca. 50-prozentiger Auslastung auf den Ferienfahrplan mit 75-prozentiger Auslastung um. Die Linien 1 und 6 sollen dann wieder ihren Dienst aufnehmen. Die HEAG mobilo beobachtet die Entwicklung der Fahrgastströme sehr genau, so dass bei Engpässen zeitnah nachgesteuert werden kann. 

Das Gesundheitsamt meldet seit dem vergangenen Montag 5 neue Covid-19-Fälle für die Stadt Darmstadt. Kumulativ gibt es 160 laborbestätigte Fälle, davon gelten 107 als geheilt. Dazu gibt es zwei weitere Personen, die in Darmstadt an Covid-19 verstorben sind. Dabei handelt es sich um eine 92-jährige ehemalige Bewohnerin des Alten- und Pflegeheims St. Josef mit schweren Vorerkrankungen sowie eine 89-jährige Frau aus dem Wohnpark Kranichstein. Hier habe man es jedoch nicht mit einer Ausbruchssituation zu tun. Bei den betroffenen Personen lasse sich langsam eine klare Verlagerung des Infektionsgeschehens weg von den  jungen und gesunden mittelalten Menschen hin zu den Alten- und Pflegeheimen erkennen. Man habe das Virus in Deutschland lange aus diesen Einrichtungen heraushalten können, nun sei es aber da und müsse entsprechend bekämpft werden.

Die nächste Sitzung des Krisenstabs ist am kommenden Freitag (24.), 10 Uhr.

20. April 2020

Nachdem am Wochenende im Darmstädter Alten- und Pflegeheim St. Josef eine erhöhte Zahl an positiven Covid-19-Testungen erfolgt ist, hat sich der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt in seiner Sitzung am heutigen Montag, 20. April, erneut schwerpunktmäßig mit dem Infektionsgeschehen in Darmstädter Alten- und Pflegeheimen beschäftigt. Das Gesundheitsamt beobachtet die Situation sehr genau, steht in ständigem Austausch mit den Heimleitungen und führt bei Bedarf weiter schnelle Testungen in den Heimen durch, um Infektionsketten zu brechen. Dazu erfolgen nach wie vor regelmäßige Briefings vor Ort zur Einhaltung besonderer Hygienemaßnahmen in den Einrichtungen. Die Unterarbeitsgruppe Pflege wird sich zur Situation in dieser Woche erneut abstimmen. Die am Wochenende positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal in St. Josef sind unterdessen nach wie vor symptomfrei.

In Darmstadt gibt es seit dem letzten Freitag (17.) insgesamt 28 neue Covid-19-Fälle, die Zahl der Genesenen steigt auf 99 von kumuliert insgesamt 155 Fällen in Darmstadt. Am gestrigen Sonntag verstarb leider ein 83-jähriger ehemaliger Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Josef im Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt. Auch dieser Patient hatte schwere Vorerkrankungen.

Mit Blick auf die ab heute auch in Darmstadt gültigen Lockerungsmaßnahmen appelliert Oberbürgermeister Jochen Partsch, der sich am gestrigen Sonntag zu diesem Thema auch per Videobotschaft (s. Informationen von gestern unten) direkt an die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger gewandt hatte, die gültigen Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen weiter strikt einzuhalten, so dass die Infektionsdichte durch die Lockerungen auf keinen Fall wieder zunimmt: „Die nun erfolgten Lockerungen sind ein erster kleiner Schritt hin zu mehr Normalität, sie helfen unserer lokalen Wirtschaft und dem Einzelhandel. Es muss uns allen klar sein, dass der Infektionsschutz und die Gesundheitsvorsorge immer höchste Priorität haben. Ein sorgloser Umgang mit dem Infektionsrisiko – etwa durch Kundenansammlungen – wird alle bisherigen Bemühungen zunichtemachen. Ich will die Bevölkerung daher noch einmal mit allem Nachdruck darauf hinweisen: Halten Sie sich bitte an die Vorgaben, gerade auch im Umfeld der Geschäfte. Seien Sie vorsichtig und nicht leichtsinnig. Unterstützen Sie die Händler bei der Einhaltung und Umsetzung der Hygienevorschriften. Wir werden das Geschehen rund um den Handel sehr genau beobachten und auch kontrollieren!“

In Bezug auf den geplanten teilweisen Schulbetrieb in Hessen ab dem kommenden Montag befinden sich die Dezernate und Ämter mit allen betroffenen Akteuren weiter in intensiven Abstimmungen und Vorbereitungen. Das Gesundheitsamt erarbeitet derzeit zusätzlich ein spezielles Hygienekonzept, dass allen Beteiligten noch diese Woche zur Verfügung stehen und Handlungsanleitungen liefern soll.

Thema im Krisenstab war auch die Situation beim bevorstehenden Fastenbrechen und den Beginn des Fastenmonats Ramadan für muslimische Darmstädterinnen und Darmstädter. Hier befindet sich gerade ein gesonderter Aufruf an die Migrantenorganisationen-, -verbände, Communities und dem Ausländerbeirat in Vorbereitung, der über einen Appellbrief, Flyer und Plakate noch einmal zusätzlich auf die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen hinweisen soll.

Die nächste Sitzung des Krisenstabes ist am Mittwoch, 22. April.


Am Freitag (17.) hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt auf dem Gelände des früheren Klinikums Eberstadt eine Einrichtung zur niederschwelligen medizinischen Versorgung in Betrieb genommen. Sie soll in erster Linie die Darmstädter Krankenhäuser während der Covid-19-Krise entlasten. Für 30 Patienten stehen Betten mit der Möglichkeit zum Anschluss an Sauerstoff zur Verfügung. Insgesamt können 100 Betten belegt werden. Betrieben wird die Pflegeeinrichtung im Wesentlichen unter Zuhilfenahme von Katastrophenschutzzügen und freiwilligen Helfenden. Das Betriebskonzept wurde von Darmstadt-Marketing gemeinsam mit dem Katastrophenschutz und der Darmstädter Berufsfeuerwehr entworfen. Einblicke in die Einrichtung gibt es im Video, weiterführende Informationen sind hier zu finden.

19. April 2020

Ab 20. April dürfen in Hessen unter bestimmten Voraussetzungen wieder einzelne Geschäfte öffnen. Wie Darmstadt am besten mit den ersten Lockerungen in der Pandemie umgehen sollte, dazu wendet sich OB Jochen Partsch in diesem Video direkt an die Darmstädterinnen und Darmstädter.

17. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom 17. April 2020 unter anderem mit der Vorbereitung auf die vom Land Hessen beschlossene sukzessive Wiederaufnahme des Schulbetriebs am 27. April beschäftigt. Hier laufen bereits Abstimmungen zwischen Schuldezernat, den Ämtern und dem kommunalen Nahverkehrsunternehmen HEAG mobilo. Oberbürgermeister Jochen Partsch und Schuldezernent Rafael Reißer werden sich zu grundsätzlichen Fragestellungen noch am heutigen Freitag auch mit dem Land Hessen weiter abstimmen. Das Schulamt arbeitet gemeinsam mit dem Immobilienmanagement bereits an Plänen für eine räumliche Ausgestaltung.      

Oberbürgermeister Jochen Partsch berichtete aus der Telefonkonferenz des Hessischen Städtetages und informierte darüber, dass es in Darmstadt bis auf weiteres keine Maskenpflicht nach dem Hanauer Beispiel geben wird. Dies decke sich mit den Absichten der anderen Städte im Hessischen Städtetag.

Im Vorfeld der regulären Krisenstabssitzung wurde eine Unterarbeitsgruppe ‚Pflege‘, mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Amt für Soziales und Prävention, der Fachkonferenz Altenhilfe und den Darmstädter Kliniken eingerichtet, die sich vor der regulären Krisenstabs-Sitzung bereits mit Themen beschäftigt und abgestimmt hat. Vorwiegend ging es hier um Verbesserungen beim Entlassmanagement, also wie Personen aus Pflegeheimen, die in Krankenhäusern behandelt wurden, wieder aufgenommen werden können. Auch einigte man sich darauf, dass man bei den Pflegereinrichtungen noch einmal gezielt zusätzlichen Unterstützungsbedarf abfragen wird.  In der nächsten Woche sollen die Treffen der Gruppe fortgesetzt werden.

Wie das Gesundheitsamt mitteilt gibt es, Stand 16. April, 18 Uhr, 7 neue, laborbestätigte Covid-19-Fälle in Darmstadt. Die kumulierte Fallzahl beträgt damit 127 Fälle. Von diesen sind 95 bereits wieder genesen. Leider war bereits am Ostermontag, 13. April, eine 89-jährige an COVID-19 erkrankte Frau aus Darmstadt nach zweitägigem stationärem Aufenthalt verstorben. Auch sie hatte schwere Vorerkrankungen. Die Zahl der Todesfälle in Darmstadt steigt damit auf zwei. Dies war durch einen Meldeverzug bisher nicht bekannt gewesen. Das Gesundheitsamt appelliert zudem an die Vereine, sich mit Blick auf eventuelle Ausnahmeregelungen mit der Nutzung von Sportstätten an die entsprechenden Verbände und nicht an das Gesundheitsamt zu wenden.

Wie der Rettungsdienst berichtet, steigen die Non-Covid Einsätze nun langsam wieder an, was darauf zurückzuführen sein dürfte, dass viele Menschen aufgrund der angespannten Situation zunächst auf ärztliche Betreuung verzichtet hatten und die Dienste nun wieder stärker in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen aus dem Stab sind: 5000 von der Firma Merck gespendete ffp2-Masken werden an die Darmstädter Partnerstadt Brescia zur Bekämpfung der Pandemie geliefert. Darmstadt-Marketing erstellt aktuell in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister eine Liste von Großveranstaltungen in Darmstadt die aufgrund von Covid-19 abgesagt werden müssen. Dazu wird es im Laufe der kommenden Tage weitere Informationen geben.

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 20. April, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.


Darmstädter Ferienkurse werden von 2020 auf 2021 verschoben

Die vom Internationalen Musikinstitut Darmstadt (IMD) biennal veranstalteten Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik werden wegen der Corona-Pandemie vom Juli 2020 auf den Sommer 2021 verschoben. Darauf verständigten sich Darmstadts Kulturdezernent, Oberbürgermeister Jochen Partsch, und der Direktor des IMD, Thomas Schäfer, nach eingehender Prüfung der international renommierten Veranstaltung.

Die 50. Edition der Darmstädter Ferienkurse hätte vom 18. Juli bis 1. August dieses Jahres stattfinden sollen. Neben ihrer einzigartigen Kombination aus Sommerakademie und internationalem Musikfestival liegt die Attraktivität und Bedeutung der Darmstädter Ferienkurse wesentlich darin, ein internationaler Treffpunkt zu sein und über die Dauer von zwei Wochen hinweg temporäre Gemeinschaften von Teilnehmer*innen, Dozent*innen, Gastkünstler*innen und Besucher*innen zu schaffen. Knapp 450 Kursteilnehmer*innen und 60 Dozent*innen sowie etwa 400 Künstler*innen aus rund 50 Nationen wären in diesem Sommer in Darmstadt zu Gast gewesen. Das künstlerische Programm mit über 60 öffentlichen Konzerten und einem umfangreichen Akademie-Programm sollte ursprünglich Ende April präsentiert werden. Die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie machen allerdings eine seriöse Umsetzung der Veranstaltung mit internationalen Teilnehmer*innen unmöglich, weshalb sich das IMD nach Rücksprache mit den beteiligten Künstler*innen und Förderinstitutionen sowie dem Krisenstab der Stadt Darmstadt dazu entschlossen hat, das Gesamtprogramm ein Jahr später zu realisieren. Die 50. Darmstädter Ferienkurse sollen nun – 75 Jahre nach ihrer Gründung im Jahre 1946 – vom 31. Juli bis 14. August 2021 stattfinden.

Die angemeldeten Teilnehmer*innen erhalten ihre Gebühren zurück und werden bei der Anmeldung für 2021 bevorzugt behandelt.

Das IMD ist ein Kulturinstitut der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

16. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in einer Sitzung vom heutigen Donnerstag, 16. April, vor allem mit den am gestrigen Mittwoch von Bundesregierung und Landesregierungen beschlossenen Vereinbarungen und Empfehlungen bei der Lockerung von Beschränkungen des öffentlichen Lebens im zur Eindämmung der Covid-19-Epedemie beschäftigt. So folgt der Krisenstab der Stadt grundsätzlich den beschlossenen Lockerungen, muss jedoch Detailfragen noch in kleineren Runden genau erörtern und Vorgehensweisen abstimmen. Die Ergebnisse werden im Anschluss an die kommenden Sitzungen kommuniziert.

Oberbürgermeister Jochen Partsch sagte dazu auch mit Blick auf die laufenden Abstimmungen im Deutschen und Hessischen Städtetag: „Was die Bundesregierung gemeinsam mit den Landesregierungen beschlossen hat, ist in der Summe sicherlich richtig und sinnvoll, lässt aber auch Fragen in einigen Bereichen offen, die wir nun einzeln erörtern und behandeln müssen. Dies betrifft die Öffnung der Schulen, den Einzelhandel, das Tragen von Masken um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Wir müssen hier sehr sorgsam mit den Regelungen umgehen. Ich bin der Auffassung, dass das wichtigste nun nachvollziehbare Maßstäbe und Kriterien für die Bevölkerung sind. Was entschieden wird, muss nachvollziehbar und transparent erklärt werden, damit die gute Akzeptanz erhalten bleibt. Bei allem Verständnis für das Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach Normalisierungen müssen wir uns aber dennoch im Klaren darüber sein, dass wir noch immer mittendrin, vielleicht sogar noch immer erst am Anfang bei der Bewältigung dieser Krise stehen und hier eindeutig auf Sicht fahren. Klar ist auch, dass wir es noch lange mit enormen Einschränkungen in der Organisation des Öffentlichen Lebens in Darmstadt und Deutschland zu tun haben werden. Aus Darmstädter Sicht, ist es bitter und traurig, dass auch unsere Feier der Zuversicht, der Hoffnung und Zugewandtheit, für die das Heinerfest steht, auch Opfer der neuen Verordnung wird und dieses Jahr erstmals seit Beginn nicht stattfinden kann. Wie wir damit umgehen, werde ich mit dem Heimatverein Darmstädter Heiner abstimmen. Gleiches gilt für eine Vielzahl weiterer kultureller und sonstiger Veranstaltungen. Hierzu wird es im Laufe der Woche weitere Informationen geben.“   

Beschlossen wurde im Gremium eine Bedarfsabfrage von Schutzmaterialien, die über die Feuerwehr koordiniert wird und zu der es auch noch einmal eine gesonderte Information der Öffentlichkeit geben wird. Dasselbe gilt für mögliche Unterstützung von Privatpersonen beim Erhalt sogenannter Community-Masken. Hier können eventuell Einzelhändler und bestimmte Privatpersonen mit größeren Mengen selbst hergestellter Masken diejenigen unterstützen, die keine Möglichkeit haben, sich eine solche Maske selbst herzustellen.

Weiterhin sind zusätzliche Hilfsmaßnahmen für die besonders von der Covid-19-Epedemie betroffene italienische Partnerstadt Brescia in Planung, die mit zusätzlicher Schutzausrüstung unterstützt werden soll.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind in den letzten zwei Tagen insgesamt 5 neue positive Covid-19-Fälle in Darmstadt dazu gekommen, so dass die Zahl in Darmstadt auf kumuliert 120 Fälle steigt. 90 Personen gelten mittlerweile wieder als geheilt. Leider gab es am vergangenen Dienstag auch den ersten Todesfall. Verstorben ist eine 85-jährige ehemalige Bewohnerin eines Pflegeheims mit schweren Vorerkrankungen.

Die nächste Sitzung des Krisenstabs ist am morgigen Freitag, 17. April.

14. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom heutigen Dienstag, 14. April, Bilanz zum Osterwochenende gezogen: Die Bevölkerung habe sich demnach weiterhin sehr gut an die Einhaltung der Regelungen zum Kontaktverbot gehalten, auch wenn es erneut unvernünftiges Verhalten gab. Zusätzlich zu den am Samstag bereits gemeldeten 15 Personen, deren Personalien für die Einleitung eines Bußgeldverfahrens aufgenommen wurde, gab es am Freitagabend noch weitere 4, am Samstag 21, am Sonntag 10 und am Montag 4. Zu den Hotspots der Nichteinhaltung der Kontaktregeln zählen nun vermehrt der Luisenplatz und andere innerstädtische Plätze. Die Grube Prinz von Hessen war insbesondere am Samstag stark frequentiert, aber durchweg von Zweiergruppen bzw. Familienverbänden.

In den Darmstädter Kliniken ist die Situation fast durchweg stabil, in jedem Fall unter Kontrolle, wie die Klinikleitungen berichten. Das Rettungsdienstliche Aufkommen von Covid-19-Patienten war über das Wochenende erneut sehr gering. In Darmstadt gibt es seit Karfreitag insgesamt 10 neue Fälle, damit steigt die Zahl kumuliert auf 115 laborbestätigte Covid-19-Fälle in Darmstadt, davon sind 78 bereits wieder genesen. Wie berichtet, sind die fünf Corona-Schwerpunktpraxen für Darmstadt und Darmstadt-Dieburg der KV über Ostern bereits tätig geworden.

Oberbürgermeister Jochen Partsch berichtete, dass in der zuvor abgehaltenen Telefonkonferenz des Städtetags die Mehrheit der Mitglieder für ein eher vorsichtiges und umsichtiges Verhalten in Bezug auf Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen eintritt, dass man aber selbstverständlich erst einmal abwarten müsse, welche Schritte die Bundesregierung am kommenden Mittwochabend verkünden wird.

Im Anschluss an die Sitzung des Krisenstabs tagte erstmals auch die Fachgruppe Alten- und Pflegeheime, bestehend aus Oberbürgermeister, Sozialdezernentin, Klinikdezernent, Krankenhausleitungen, Rettungsdienst und dem Gesundheitsamt, die in kleinerer Runde die weitere Vorgehensweise in diesem speziellen und jüngst besonders in den Fokus geratenen Umfeld abstimmt. Hier konnte nach eingehender Diskussion Konsens erzielt werden, dass man nach wie vor davon Abstand davon nimmt, alle Pflegeheime pauschal durchzutesten. Stattdessen liegt der Fokus auf das genaue Hinschauen beim Auftreten von Verdachtsfällen und der Einleitung sofortiger und gezielter Testungen, die bei einem bestätigten Ausbruch nochmals intensiviert werden. Zusätzlich soll noch einmal die Ausstattung mit Schutzmaterialien verstärkt und durch zusätzliche Schulungen die Einhaltung der Hygieneregeln nochmals verbessert werden.

11. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich bei seiner Sitzung am heutigen Samstag, 11. April, erneut schwerpunktmäßig mit der Situation in den Alten- und Pflegeheimen in Darmstadt während der Covid-19-Pandemie beschäftigt. Dabei waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass eine Entwicklung, wie es sie in den vergangenen Wochen in einzelnen Altenheimen in Deutschland und seit kurzem auch speziell im benachbarten Odenwald gegeben hat, in Darmstadt unbedingt vermieden werden muss. Um den Umgang mit dem möglichen Infektionsgeschehen in den Heimen noch besser koordinieren zu können, einigte sich der Krisenstab auf ein Sondertreffen einer Expertengruppe mit Vertreterinnen und Vertretern des Gesundheitsamts, der Fachkonferenz Altenhilfe, den Krankenhäusern, der Verwaltung und der Politik am kommenden Dienstag, 14. April.  
      
Unterdessen stellt sich die Situation beim Umgang der Bevölkerung mit den Kontaktbeschränkungen am Osterwochenende in Darmstadt offenbar nach wie vor überwiegend positiv dar. „Die meisten Menschen“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch, „halten sich weiterhin vorbildlich an die Kontaktbeschränkungen und helfen damit weiter die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen.“ Leider gab es aber, wie die Kommunalpolizei berichtete, vereinzelt auch gegenteilige Entwicklungen. So war sowohl der Bürgerpark als auch die Grube Prinz von Hessen am Karfreitag stark frequentiert, hier hielten sich viele Bürgerinnen und Bürger nicht durchgehend an die bestehenden Regelungen, so dass dort 15 Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen festgestellt wurden. Zeitweise hielten sich über 100 Personen gleichzeitig an der Grube auf. Landespolizei und Kommunalpolizei werden daher ihre Kontrollen in den angesprochenen Bereichen nochmals intensivieren. Dennoch, so OB Partsch, „sind wir gemeinsam auf einem richtigen und guten Weg zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt.“ 
 
In den letzten 48 Stunden gab es in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 8 neue laborbestätigte Covid-19-Fälle. Kumuliert sind es nun 108 positive Fälle in Darmstadt, wovon jedoch ein großer Teil bereits wieder genesen ist.  Wie das Gesundheitsamt weiter berichtet, haben die fünf Corona-Schwerpunktpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung ihre Arbeit aufgenommen und bereits erste Fälle an das Gesundheitsamt übermittelt. Das Gesundheitsamt ist auch über die Osterfeiertage weiter mit großer Betriebsstärke im Einsatz.

Oberbürgermeister Jochen Partsch rechnet am kommenden Mittwoch mit einer Information der Bundesregierung, wie nach Ostern weiter mit den beschlossenen Maßnahmen umgegangen werden soll. Die nächste Sitzung des Krisenstabs ist für den kommenden Dienstag, 14. April, anberaumt. 

8. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom 8. April wieder verschiedene Themen im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Covid-19 in Darmstadt besprochen und wichtige laufende Aufgaben der einzelnen Bereiche abgestimmt. Beschlossen wurde dabei mit Blick auf die Alten- und Pflegeeinrichtungen vor allem eine noch engere Abstimmung zwischen Gesundheitsamt, Medizinischem Dienst, Heimaufsicht und der Fachkonferenz Altenhilfe, um Bewohner und Personal in den Einrichtungen noch besser informieren und schützen zu können. Noch gebe es glücklicherweise keine größeren Ausbrüche der gefährlichen Erkrankung in Darmstädter Heimen und auch keine Verstorbenen, wie es in anderen Regionen Deutschlands zu beobachten war, so das Gremium. Asymptomatische und mobile Testungen in den Heimen, wie sie in Frankfurt seit gestern vorgenommen werden sollen, sieht der Krisenstab aus Gründen der Ressourcenverteilung und dem Verweis auf wenig aussagekräftige Momentaufnahmen kritisch.

Diskutiert wurde auch die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) beschlossene Einrichtung sogenannter Corona-Schwerpunktpraxen, die unter anderem die Testcenter zusätzlich unterstützen und sich schwerpunktmäßig um Covid-19-Patienten kümmern sollen. Nach den dem Gesundheitsamt bisher vorliegenden Informationen sind fünf derartige Praxen in Darmstadt vorgesehen. Hier wird das Gesundheitsamt den fachlichen Austausch mit der KV und den Praxen selbst nochmals verstärken. Das Gesundheitsamt wird zudem auch über die Osterfeiertage besetzt sein und für das weitere Vorgehen bei Verdachtsfällen erreichbar sein.

Seit der letzten Sitzung am vergangenen Montag sind in Darmstadt 4 neue Covid-19 Fälle hinzugekommen, so dass es kumuliert nun 96 laborbestätigte Fälle in Darmstadt gibt. Insgesamt 53 Darmstädterinnen und Darmstädter haben ihre Covid-19-Erkrankung bereits überstanden. Oberbürgermeister Jochen Partsch erklärt dazu: „Die aktuellen Zahlen zeigen uns vor allem eines: Dass der von uns eingeschlagene Weg mit Lock down und strikten Kontaktbeschränkungen der richtige zur Eindämmung der Covid-19-Erkrankungen ist. Es ist unbedingt notwendig, dass wir nun nicht nachlassen und die getroffenen Maßnahmen weiter konsequent einhalten und die Einhaltung auch kontrollieren. Das haben wir auch im Städtetag und mit Ministerpräsident Volker Bouffier besprochen. Frühestens in der kommenden Woche wird die Bundesregierung in Abstimmung mit dem RKI dann das weitere Vorgehen kommunizieren und gute Lösungen für die nach wie vor angespannte Situation finden. Je konsequenter und disziplinierter wir alle jetzt vorgehen, desto besser wird uns irgendwann auch der Wiedereinstieg in einen normaleren Alltag gelingen. Bis dahin ist der Imperativ für uns alle gestern wie heute: Flatten the Curve: Wir müssen die Infektionsausbreitung weiterhin unterbrechen und unser Gesundheitssystem stabilisieren. Das wird uns gelingen.“             

Über die Zahlen hinaus informierte der Krisenstab außerdem zum Stand des derzeit im Aufbau befindlichen Behelfskrankenhauses in Eberstadt. Hier gehen die Arbeiten gut und zügig voran, so dass eine Inbetriebnahme am Freitag kommender Woche (17.) in Aussicht gestellt werden kann.

Über die Coronahelfer-Hotline haben bisher insgesamt 130 Personen ihre Hilfe angeboten. 30 bis 40 von ihnen sind bereits vermittelt und haben eine Aufgabe zugeteilt bekommen. Wer seine Hilfe ebenfalls noch anbieten möchte, kann das Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr unter Telefon 06151 780 68 00 weiterhin tun.

6. April 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom Montag, 6. April, eine überwiegend positive Bilanz bei der Einhaltung der Kontaktbeschränkungen in Darmstadt am vergangenen Wochenende gezogen. Obgleich die Parks und Grünanlagen gut besucht waren, trafen sowohl die städtische Kommunalpolizei als auch die hessische Landespolizei nach eigenen Angaben bei Ansprachen zur Einhaltung der Abstands- und Versammlungsregelungen überwiegend Personen an, die sich einsichtig zeigten und den Anweisungen folgten. Anders als in den städtischen Parks stellte sich die Situation in den Sportanlagen dar. Hier seien die Absperrbänder oft ignoriert worden, und die Personen hätten weniger einsichtig reagiert, so dass die Kommunalpolizei entsprechend des vom Land Hessen erlassenen Bußgeldkatalogs 20 bis 30 Bußgeldanzeigen stellen muss. Die hessische Landespolizei berichtete für Stadt und Landkreis zusammen von rund 100 Platzverweisen und 40 Anzeigen zu Ordnungswidrigkeiten.

Oberbürgermeister Jochen Partsch dankte den Bürgerinnen und Bürgern für die gezeigte Disziplin: „Ich freue mich sehr, dass sich ein sehr großer Teil der Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Woche an die geltenden Abstands- und Versammlungsregelungen gehalten hat. Dies zeigt, dass der Bevölkerung der Ernst der Lage bewusst ist. Wichtig ist, dass wir nun trotz erneut guter Wetteraussichten hier nicht nachlassen, um die Covid-19-Ausbreitung weiterhin so stark wie möglich zu verlangsamen.“

Weiteres Thema der heutigen Sitzung waren die städtischen Altenheime. Nachdem am vergangenen Wochenende im Odenwald mehrere Covid-19-Fälle in Einrichtungen bekannt wurden, müsse vor allem die Personalsituation in den Altenheimen stärker in den Fokus gerückt werden. 

Darüber hinaus läuft die in der letzten Woche beschlossene Unterstützung der TU Darmstadt bei der Mobilisierung von Corona-Helfern in dieser Woche an. Personen, die ihre Hilfe für die Darmstädter Kliniken anbieten wollen und medizinische Vorkenntnisse haben – beispielsweise auch Logopäden, Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten –, können sich von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr unter 06151 780 68 00 an die Coronahelfer-Hotline wenden.

Für große Verärgerung beim Krisenstab sorgte ein offenbar am Wochenende durchgeführter Diebstahl am Corona-Testcenter in der Bessunger Straße. Hier wurden von Unbekannten zwei Wassertanks und dazugehörige Spanngurte gestohlen. Oberbürgermeister Jochen Partsch appellierte daher im Namen des Krisenstabs eindringlich an die Bürginnen und Bürger, „die ohnehin schwierige Situation durch sinnlose Diebstähle und Zerstörungen nicht noch zusätzlich zu erschweren und die Arbeit des medizinischen Personals nicht zu behindern.“   

In Darmstadt gibt es Stand Sonntag, 5. April, insgesamt 11 neue Covid-19-Fälle. Damit steigt die Zahl 92 laborbestätigt Fälle. 36 Personen wurden in Darmstadt bereits wieder als geheilt entlassen. Auch über die Osterfeiertage gehen die Tests weiter.

3. April 2020

Oberbürgermeister Jochen Partsch appelliert an die Darmstädterinnen und Darmstädter, sich in den Parks und Grünanlagen sowie in Wald und Feld verantwortungsvoll zu verhalten und insbesondere die Abstandsregelungen einzuhalten – trotz des angesagten Frühlingswetters am Wochenende. Andernfalls wäre es auf Grund des Fehlverhaltens Einzelner notwendig, Parks und Grünanlagen etc. zu sperren. Die Einhaltung wird durch Polizei und Kommunalpolizei kontrolliert. Den gesamten Appell gibt es hier zum Nachlesen.

In der 13. Sitzung des Krisenstabs der Wissenschaftsstadt Darmstadt haben die TU Darmstadt und der Krisenstab eine enge Zusammenarbeit zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beschlossen.

Die Unterstützungsmaßnahmen durch die TU beziehen sich dabei zunächst insbesondere auf die Verteilung von Schutzausrüstung, die Herstellung von Desinfektionsmitteln sowie die Vermittlung freiwilliger Helferinnen und Helfer. Der Krisenstab spricht der TU Darmstadt, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Studierenden seinen ausdrücklichen Dank für das Angebot aus.

Auch die Vernetzung der Kliniken im Versorgungsgebiet sechs in Abstimmung mit dem Land Hessen schreitet weiter voran. Der Schwerpunkt liegt hier aktuell auf der Einrichtung und Koordination von Behelfskrankenhäusern sowie Pflegeeinrichtungen für Nicht-Covid-19-Patienten.

Weiterhin appelliert der Krisenstab an die Bürgerinnen und Bürger, die Kontaktverbote – trotz des vorhergesagten Frühlingswetters in den kommenden Tagen – strikt einzuhalten. Polizei und Kommunalpolizei werden die Einhaltung verstärkt kontrollieren und Verstöße nach dem seit heute (3.) geltenden Bußgeldkatalog des Landes Hessen ahnden.

Das Gesundheitsamt hat für die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktuell 81 positiv getestete Covid-19-Fälle registriert. Davon gelten bereits 33 wieder als gesund und sind aus der Quarantäne bzw. Isolation nach Erkrankung entlassen worden.

1. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am 1. April an der weiteren Vernetzung der Kliniken im Versorgungsgebiet sechs, dem Patientenmanagement sowie der Verteilung von Schutzausrüstung gearbeitet. 

Außerdem weist der Krisenstab noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass für die Unterbrechung der Infektionsketten die allgemeinen Verhaltens- und Hygieneregeln elementar sind: Reduzierung sozialer Kontakte auf das Nötigste, regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Husten oder Niesen nur in die Armbeuge, Händeschütteln unterlassen, Körperkontakt vermeiden und einen Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einhalten. 

Das Nutzen und Tragen von FFP2-Masken und medizinischem Mund-Nasen-Schutz sollte (gerade jetzt) vorrangig den medizinischen und pflegenden Berufen in den hierfür vorgeschriebenen Versorgungssituationen vorbehalten sein.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bleibt selbstverständlich weiterhin – unabhängig von der Corona-Situation – eine Option für Menschen mit entsprechenden, relevanten Vorerkrankungen; schützt aber nicht zuverlässig vor Virus-Erkrankungen wie Covid-19 oder Influenza.

Darüber hinaus entscheiden sich einige Bürgerinnen und Bürger, Mund und Nase mit Schals, Tüchern oder Anderem abzudecken. Dies kann zwar einige Tröpfchen auffangen, schützt den Träger oder die Trägerin aber ebenso nicht zuverlässig vor der Aufnahme von Viren, sondern bietet eher einen Schutz für die Personen, mit denen man direkten Kontakt hat – darauf weist das Gesundheitsamt dringlich hin.

Einen eindringlichen Appell richtet der Krisenstab auch noch einmal an die Bevölkerung: Personen, die ihre Hilfe für die Darmstädter Kliniken anbieten wollen und medizinische Vorkenntnisse haben – beispielsweise auch Logopäden, Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten –, können sich von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr unter 06151 780 68 00 an die Coronahelfer-Hotline wenden.

Die Notbetreuung der Schulkinder der Klassen 1 bis 6 während der Osterferien ist sichergestellt. Zur erweiterten Notbetreuung an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in der Ferienzeit sind die Schulen direkt anzufragen. Die Notbetreuung in den Kindertagesstätten läuft regulär weiter. Eine Sondernotbetreuung am Wochenende während der Ferien muss vor Ort dezidiert angefragt werden.

Das Gesundheitsamt teilt mit, dass es im Stadtgebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt aktuell 70 positiv getestete Covid-19-Fälle gibt. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie wurden von diesen bereits 18 Personen aus der Quarantäne bzw. Isolierung nach Erkrankung entlassen und sind gesund.

30. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner heutigen (30.) Sitzung über den weiteren Umgang mit der Ausbreitung des Covid-19-Virus beraten.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie werden das Europa-Wochenende und der städtische Grenzgang am 5. und 6. Juni abgesagt. Der Grenzgang wird traditionell von Darmstadts Partnerstädten kulinarisch begleitet. 

„In der aktuellen Situation durch die Ausbreitung des Covid-19-Virus können die Städte den Organisationsaufwand kaum leisten und werden durch die Absage des Wochenendes deutlich entlastet“, erklärt der Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter Jochen Partsch. „Dieses Wochenende liegt uns allen sehr am Herzen, aber in diesen Zeiten müssen wir auch alle damit zurechtkommen, dass der zwingend notwendige Kampf gegen Covid-19 unser Leben verändert. Aber es wird eine Zeit nach der Pandemie geben und mit großer Freude werden wir unsere europäischen Freunde im nächsten Jahr in Darmstadt begrüßen und gemeinsam feiern“, so Partsch weiter. 

Weitere Themen der Sitzung waren die Verteilung von Schutzausrüstung sowie die Zusammenarbeit und Vernetzung der Krankenhäuser – speziell die Rolle des Klinikums Darmstadt, das im Auftrag des Landes Hessen im Versorgungsbezirk sechs als Koordinierendes Krankenhaus tätig ist. In dieser Rolle steuert das Klinikum die Patientenversorgung im Stadtgebiet sowie in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße und Odenwald. 

Zudem wurde über die Notfallbetreuung über Ostern beraten: Das Jugendamt arbeitet aktuell ein Konzept aus, um die Betreuung von Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufsgruppen arbeiten, auch über die Osterfeiertage zu gewährleisten und damit die Funktionsfähigkeit der kritischen Infrastruktur sicherzustellen. 

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat eine erste Hilfslieferung von Schutzmasken in die Partnerstadt Brescia gebracht. Über weitere Unterstützungsmaßnahmen wird beraten. Die Stadt in Norditalien ist von der Covid-19-Pandemie besonders stark betroffen.

Das Gesundheitsamt teilt mit, dass es aktuell 62 positiv getestete Covid-19-Patienten in Darmstadt gibt.

27. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung am Freitag, 27. März 2020, über das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beraten.

Die Einrichtung des Hauses zur Patientenpflege, das die Wissenschaftsstadt Darmstadt in der ehemaligen Neurologie des Klinikums in Eberstadt errichtet, schreitet weiterhin sehr gut voran und befindet sich im kalkulierten Zeitrahmen. Nach den letzten technischen und behördlichen Abnahmen in den nächsten Tagen soll die Einrichtung in der kommenden Woche einsatzbereit sein. Dort sollen Nicht-Covid-19-Patienten gepflegt werden, um die Kliniken zu entlasten und deren Kapazitäten für Covid-19-Fälle einsetzen zu können.

„An der zügigen Umsetzung der Einrichtung in Eberstadt zur Pflege von Nicht-Covid-19-Patienten wird deutlich, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Krisenstabs, aber auch viele Beteiligte darüber hinaus, wirklich eng und sehr kooperativ miteinander arbeiten. Die kommunikativen und organisatorischen Abläufe greifen sehr gut ineinander und es wird uns Unterstützung von vielen unterschiedlichen Unternehmen, Institutionen und Verbänden, aber auch direkt aus der Bevölkerung angeboten“, beschreibt  der Leiter des Krisenstabs und Oberbürgermeister Jochen Partsch die aktuelle Zusammenarbeit innerhalb der Stadt. „Für diese Solidarität und Hilfsbereitschaft bedanke ich mich ausdrücklich“, so Partsch weiter.

Die Hilfsbereitschaft zeigt sich auch in der weiterhin sehr guten Annahme der Coronahelfer-Hotline. Bürgerinnen und Bürger, die bei der Bekämpfung des Covid-19-Virus unterstützen wollen, können sich unter der Nummer 06151 780 68 00  melden. Gesucht werden vor allem Personen mit medizinischen Vorkenntnissen. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Eine kleinere Arbeitsgruppe des Krisenstabs prüft derzeit, ob Darmstadt die italienische Partnerstadt Brescia bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie unterstützen kann. Die Stadt in der Lombardei ist neben Bergamo eine der am stärksten vom Virus betroffenen Städte.

Der Krisenstab nimmt weiterhin zur Kenntnis, dass das Land Hessen die Starkenburg-Kaserne zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen reaktivieren wird. Hintergrund für diese Maßnahme ist, dass in der Einrichtung in Gießen vier Personen positiv auf Covid-19 getestet wurden. Mit der Reaktivierung der Liegenschaften in Darmstadt – sowie Bad Arolsen – können ausreichende räumliche Kapazitäten geschaffen und Nicht-Erkrankte untergebracht werden, um eine bessere räumliche Trennung zu gewährleisten.

Das Gesundheitsamt teilt mit, dass es in Darmstadt aktuell 46 positiv getestete Covid-19-Fälle gibt.

25. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 25. März 2020, umfassend über die Anstrengungen der Darmstädter Kliniken gesprochen, zielgerecht organisiert und somit gut gewappnet einer möglicherweise deutlich stärkeren Beanspruchung durch die Covid-19-Pandemie gegenüberzustehen. Federführend ist dabei das Klinikum Darmstadt, das als Koordinierendes Krankenhaus die Patientenversorgung – auch der nicht von Covid-19 betroffenen Patienten – für Südhessen steuert. Das Klinikum steht dabei im Austausch mit dem Planungsstab Stationäre Versorgungsstruktur des Landes Hessen. Außerdem stimmt es sich täglich mit den Krankenhäusern der Region und den Rettungsdienstleitstellen ab.

Aktuell wurde vor allem die Aufgabe behandelt, die Kliniken mit ausreichender Schutzausrüstung auszustatten. Bedarf besteht für Ärzte und Pflegepersonal, aber auch für die Mitarbeitenden der Rettungsdienste und nicht zuletzt der Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, eine möglichst hohe Personalverfügbarkeit zu sichern.

Unterdessen steht die Einrichtung zur Patientenpflege, die die Stadt Darmstadt in der ehemaligen Neurologie des Klinikums in Eberstadt aufbauen lässt, kurz vor der Fertigstellung. Für den genannten Zweck, die medizinische Betreuung von Nicht-Covid-19-Patienten, wird es dort rund achtzig Betten geben – dank Bettenspenden unter anderem vom Klinikum, dem Alice-Hospital, dem Elisabethenstift und dem Heimathaus. Weitere Betten wurden angekündigt; die Sauerstoff- und die Wasserversorgung sind ebenfalls bereits funktionsfähig. Allen, die bei der schnellen Herrichtung des Hauses helfende Hand angelegt haben, wurde ausdrücklich gedankt.

Großer Dank galt auch den mittlerweile über siebzig Bürgerinnen und Bürgern, die über die Corona-Hotline 06151 780 68 00 ihre Unterstützung angeboten haben, darunter medizinisches Fachpersonal. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

In Darmstadt gibt es (Stand Mittwochmorgen) 33 positiv getestete Covid-19-Fälle.

24. März 2020

Zu Beerdigungen und Trauerfeiern sind ab sofort nur noch zehn Personen zugelassen. Dies hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Dienstag, 24. März 2020, mit Bezug auf einen Erlass des Hessischen Innenministeriums festgelegt. „Von den Vorsorgemaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sind alle Bereiche des Lebens betroffen – auch dieser schmerzliche, der des Abschieds von nahestehenden Menschen“, sagt Sozialdezernentin Barbara Akdeniz und erläutert näher: „Grundsätzlich halten wir es für geboten, die Trauerzeremonie nur im Freien vorzunehmen. Wenn der derzeit notwendige Mindestabstand zwischen Menschen von 1,50 Meter eingehalten wird, dann können Ältere und Gebrechliche natürlich auch Platz nehmen.“

Zuvor hatte das Innenministerium darauf hingewiesen, dass mit der jüngsten Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte vom 22. März 2020 Trauerfeiern und Bestattungen unter Einhaltung der Infektionsschutzbestimmungen weiterhin möglich sind. Bürgerinnen und Bürger soll es gestattet bleiben, von Angehörigen würdevoll Abschied nehmen zu können.
Nähere Auskünfte gibt das Grünflächenamt unter Fernruf 06151 13 29 15.

In Darmstadt gibt es (Stand Dienstagmorgen) 27 positiv getestete Covid-19-Fälle; zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut. Ein weiterer Patient, der an schweren Vorerkrankungen litt, ist in der Nacht zum Dienstag gestorben.

23. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat bei seiner jüngsten Sitzung am Montag, 23. März 2020, intensiv über die Einsatzplanung der Darmstädter Krankenhäuser gesprochen. Unter anderem ging es hierbei um die Sicherung der Verfügbarkeit von Schutzbekleidung, notwendiger Ausrüstung und Arzneimitteln. Das Klinikum Darmstadt, als Koordinierendes Krankenhaus für Südhessen, steht dazu in laufender Abstimmung mit dem Hessischen Sozialministerium.

Der Krisenstab hat sich außerdem mit den Restriktionen beschäftigt, die seit Sonntag für das öffentliche und private Leben gelten. Das Land Hessen hatte am Vortag verfügt, dass der Aufenthalt im Freien nur allein oder mit einer zweiten, nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Person oder mit den engsten Familienangehörigen erlaubt ist. Die Stadt Darmstadt wird die gewissenhafte Einhaltung der Kontaktvorschriften entsprechend kontrollieren. Dies geschieht durch die Kommunalpolizei in Zusammenarbeit mit der Landespolizei.

Unterdessen haben sich über die neue Coronahelfer-Hotline 06151 780 68 00 schon zahlreiche Menschen vor allem mit medizinischen Kenntnissen gemeldet und ihre Unterstützung angeboten. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Mit dem Stand von Montagmorgen gibt es in Darmstadt 27 positiv getestete Covid-19-Fälle; zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut.

22. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt gibt aus seiner heutigen (22.) Sitzung Folgendes bekannt:

Das Klinikum Darmstadt wird künftig „Koordinierendes Krankenhaus“ im Versorgungsbezirk sechs des Landes Hessen sein und damit die Patientenversorgung während der Covid-19-Pandemie zentral für Südhessen steuern – also neben der Stadt Darmstadt auch für Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße & Odenwald.

Außerdem gibt es Änderungen in der Notfallbetreuung für Kinder: So wurde der Kreis systemrelevanter Berufe erweitert. Damit haben mehr Eltern Anspruch auf die Notfallbetreuung ihrer Kinder. Zudem besteht der Anspruch auf Notfallbetreuung für Kinder zukünftig auch, wenn nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet. Eltern, die keinen Notfallbetreuungsplatz in Anspruch nehmen, werden von der Zahlung des Kita-Entgelts & der Essensgelder befreit.

Eine Änderung gibt es auch bei den Einkaufsbeschränkungen. Darmstadt war sich mit den Präsidiumsmitgliedern des Hessischen Städtetags einig, dass zu den Maßnahmen, die zur Eindämmung und langsameren Verbreitung des Covid-19-Virus dienen, auch die Schließung von Baumärkten zählt. Das Land Hessen definiert dies in seiner jüngsten Änderungsverordnung anders und nimmt Baumärkten von der Schließung aus; dem wird Darmstadt folgen.

20. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner heutigen (20.) Sitzung im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie mit einer weiteren Allgemeinverfügung nun auch Bau- und Gartenmärkte, Sonnenstudios, Nagelstudios, Eisdielen, Cafés sowie Gemischtwarenläden ohne Lebensmittelangebot geschlossen. Am Freitagmittag wurde außerdem bekannt, dass das Land auch die Schließung aller Restaurants anordnet.

Um die zentralen Ziele – Leben retten, die weitere Ausbreitung des Covid-19-Virus zu verlangsamen und die Gesundheitssysteme zu stabilisieren und funktionsfähig zu erhalten – zu erreichen, sind enorme Anstrengungen nötig. Dabei sind die Einsicht, das Handeln und das Unterlassen jedes Einzelnen gefordert. „Es ist beeindruckend, welche Bereitschaft die Bürgerinnen und Bürger zeigen, anderen spontan und unmittelbar zu helfen, Netzwerke nachbarlicher Unterstützung zu knüpfen, dabei viel Einfallskraft und großes Engagement beweisen. Dafür danke ich allen sehr“, sagte der Oberbürgermeister und Vorsitzende des Krisenstabs Jochen Partsch. Wer nachbarschaftliche Hilfe leisten will, findet weitere Informationen auf www.soli-DA-risch.de, eine gemeinsame Initiative des SV Darmstadt 98 und der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Daneben gibt es eine Reihe weiterer unterstützenswerter Initiativen.

Zugleich richtet der Oberbürgermeister einen Appell auch an Menschen speziell mit medizinischen oder pflegerischen Kenntnissen – beispielsweise Medizinstudenten –, den Krankenhäusern in Darmstadt ihre Unterstützung anzubieten. „Dort wird jede Hilfe gerne angenommen, die das Klinikpersonal entlastet. Wer dabei mitwirken will, kann sich schon jetzt melden, um in die Arbeitsabläufe der Kliniken eingeführt zu werden“, so der OB. Eine Mail mit Informationen zu Qualifikation/Beruf, Vor- und Nachname, Mailadresse und Telefonnummer an die Adresse coronahelfer@1sp4mdarmstadt.abde genügt oder man wendet sich an die Kliniken direkt. Unterstützungsangebote jeder Art werden unter dieser Mailadresse angenommen und koordiniert. Ab Montag (23.) wird zudem eine Coronahelfer-Hotline freigeschaltet: 06151 780 68 00. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Derzeit gibt es in der Stadt Darmstadt 21 bestätigte Covid-19-Fälle (Stand: Freitagmittag); zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut.

19. März 2020

In seiner heutigen (19.) Sitzung hat der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter anderem entschieden, Arbeitsgruppen aus dem Krisenstab heraus zu bilden, die sich konzentriert mit den dringendsten Fragestellungen beschäftigen. So ist sichergestellt, das der Krisenstab auch bei möglichen Ausfällen arbeitsfähig bleibt.

Weiterhin hat der Krisenstab folgende Maßnahmen beschlossen:

  • Die Allgemeinverfügung wird bis Ende Mai verlängert. Das bedeutet, dass alle geplanten Großveranstaltungen im Mai wegen des Corona-Virus abgesagt werden müssen. Darunter fallen auch das Schlossgrabenfest, die Frühjahrsmesse und der Merck-Firmenlauf.
  • Die HEAG mobilo wird die Taktung von Bussen und Bahnen auf Samstagsfahrpläne umstellen. Hintergrund dafür ist zum einen die aktuell geringe Auslastung der Fahrzeuge. Zum anderen ist dadurch eine flexible Veränderung in der Personalplanung möglich, damit die Funktionsfähigkeit des ÖPNV im Stadtgebiet auch weiterhin sichergestellt ist.

Der Kristenstab betont, dass alle städtischen Ämter und Einrichtungen der Stadtverwaltung ihren Betrieb aufrechterhalten; lediglich der Besucherverkehr ist eingeschränkt worden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch und vorzugsweise per E-Mail erreichbar.

Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Schließung der städtischen Ämter oder zur Notbetreuung in Kitas und Schulen haben, können sich an die Behördennummer 115 wenden. Sie ist vom Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr besetzt.

Aus gegebenem Anlass wird noch einmal darauf hingewiesen, dass sich der Eingang zum Corona-Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung in der Niersteiner Straße gegenüber vom Gesundheitsamt befindet.

Aktuell gibt es im Stadtgebiet 16 mit dem Corona-Virus infizierte Personen. Davon wird einer stationär behandelt, die anderen sind nur leicht erkrankt und befinden sich zu Hause. 450 Personen stehen derzeit per Anordnung unter Quarantäne.

18. März 2020

Aus der heutigen (18.) Sitzung des Krisenstabs gibt es folgende Informationen:

Am Corona-Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung werden durch Absperrungen und eine veränderte Beschilderung Maßnahmen zur besseren Leitung und Steuerung der Besucherströme ergriffen. Damit verbunden ist der Aufruf, das Testcenter nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 aufzusuchen. Oberbürgermeister Jochen Partsch appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: "Nehmen Sie Rücksicht und achten Sie auf Ihre Mitmenschen! Dies gilt auch für alle Menschen, die nun Rettungsdienste vor Ort aufsuchen. Informieren Sie sich vorab und gehen Sie nicht einfach in die Einsatzzentralen."

Über diese Maßnahmen hinaus hat das Bürger- und Ordnungsamt den Auftrag erhalten, die am gestrigen Dienstag (17.) vom Land Hessen veröffentlichte Verordnung zu prüfen und restriktiv umzusetzen. Die Kommunalpolizei wird daher noch einmal stärker kontrollieren. Die Gaststättenbetreiber sind aufgerufen, sich an die Vorgaben des Landes zu halten. Dies ist zur Eindämmung der Virusverbreitung notwendig.

Am 27. März wird es in Wixhausen wieder die Möglichkeit geben, Blut zu spenden. Die Bevölkerung bleibt aufgerufen, wie bisher auch Blutspenden zu leisten.

17. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat heute (17.) die Umsetzung der Leitlinien von Bund und Ländern auf kommunaler Ebene ab Mittwoch (18.) beschlossen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Restaurants & Speisegaststätten öffnen generell frühestens ab 6 Uhr & schließen spätestens ab 18 Uhr.
  • Supermärkte, Apotheken, Banken, Tankstellen u.v.m. bleiben geöffnet. Grundsätzlich wird für sie das Sonntagskaufverbot ausgesetzt.
  • Für den Publikumsverkehrs werden geschlossen: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Theater, Kinos, Fitnessstudios, alle öffentlichen & privaten Sportanlagen, Spielhallen etc.
  • Spielplätze im Stadtgebiet werden geschlossen.

Die gesamten Leitlinien der Bundesregierung sind hier abrufbar: Leitlinien zum Kampf gegen die Corona-Epidemie

Die Umsetzung der Leitlinien ist durch die Vierte Verordnung des Landes Hessen zur Bekämpfung des Corona-Virus geregelt.  

Außerdem hat das Land Hessen für die Notfallbetreuung in Kitas weitere Berufsgruppen als „systemrelevant“ eingestuft:

  • Erzieherinnen & Erzieher
  • Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter im Jobcenter, der Agentur für Arbeit & im Amt für Soziales und Prävention (SGBII/SGBIII und Asylbewerberleistungsgesetz)
  • Personen der Versorgungswirtschaft (Abwasser, IT, Energieversorgung)

Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter Jochen Partsch sagte dazu: "Die Einhaltung der Vorgaben wird ab Mittwoch auch von der Kommunalpolizei kontrolliert. Vor diesem Hintergrund appellieren wir nochmals an die Bürgerinnen und Bürger aber auch an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Belegschaft, die grundsätzlichen Verhaltensmaßgaben zur Eindämmung des Coronavirus, also Abstandsregelungen, regelmäßiges Händewaschen, kein Zusammenkommen in großen Gruppen, unbedingt ernst zu nehmen. Dies gilt auch im Freien in Parks und Grünanlagen. Wie Kanzlerin Merkel bereits gestern noch einmal unterstrich, ist es jetzt auch an jedem Einzelnen die Verbreitung des Virus mit den eigenen Verhaltensweisen zusätzlich auszubremsen. Es geht hier immer um die Unterbrechung von Infektionsketten, den Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen und die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems."

Zusätzlich appelliert der Krisenstab noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger besonnen zu bleiben, aufeinander Rücksicht zu nehmen und vor allem das medizinische Personal nicht an seiner Arbeit zu hindern, beispielsweise durch das Blockieren von Rettungswegen.

Weitere Informationen zu den Beschlüssen des Krisenstabs sind hier nachzulesen: www.darmstadt.de

16. März 2020

Der Coronavirus-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist am heutigen Montag (16.) zu seiner nächsten Sitzung zusammengekommen.

In der Sitzung wurde die Schließung aller städtischen Verwaltungsgebäude für den Publikumsverkehr ab dem morgigen Dienstag (17.) beschlossen. In dringenden Fällen, beispielsweise bei unaufschiebbaren Terminsachen, ist eine telefonische Terminvereinbarung möglich. Die Online-Terminvergabe wird geschlossen.

Um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen, beschloss der Krisenstab nun auch die Schließung der Stadtbibliothek, Stadtteilbibliotheken, des Bücherbusses und des Vivariums ab Dienstag.

Bestattungen dürfen nur noch mit maximal 30 Personen stattfinden.

Trauungen werden weiterhin durchgeführt, allerdings nur mit einer begrenzten Anzahl von maximal 4 externen Personen (Traupaar und zwei Trauzeugen). Alle Senioren-Veranstaltungen sind bis auf weiteres abgesagt.

Weitere Infos – auch zur aktuellen Lage in den Kitas – sind hier zu finden: www.darmstadt.de/nachrichten/darmstadt-aktuell/news/corona

14. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat heute weitere Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen:

Für die Schülerinnen und Schüler sind die Schulen ab dem kommenden Dienstag (17.) bis zum 19. April geschlossen, es sei denn, sie haben aufgrund der Berufe beider Elternteile einen Anspruch auf Notbetreuung. Dies betrifft nur die Jahrgänge 1 bis 6. Dabei handelt es sich um klar vom Land Hessen festgelegte systemkritische Berufe wie etwa Medizinisches Personal, Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr. Die Zugehörigkeit ist durch Bescheinigung vom Arbeitgeber nachzuweisen. Ausgenommen sind zunächst auch Schülerinnen und Schüler, die das Abitur ablegen. Hier treffen die Schulen laut Schulamt entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, wie die Verhinderung von kritischen Ansammlungen und der Einhaltung eines Sicherheitsabstands von zwei Metern.

Mit der Allgemeinverfügung der Hessischen Landesregierung vom 13. März, wurde festgelegt, dass die Kindertagesstätten ab sofort bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben müssen und die Kinder die Einrichtung nicht mehr betreten dürfen. Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat daher entschieden, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der städtischen Kindertagesstätten zu Beginn der kommenden Woche zunächst in Gänze anwesend sind, um die nach dem Erlass notwendigen Betreuungen zu organisieren. Alle städtischen Kitas sind demnach am Montag (16.) bis auf weiteres geöffnet, allerdings nur, um die Betreuung für Kinder, bei denen beide Elternteile oder Alleinerziehungsberechtige in systemkritischen Berufen arbeiten, sicherzustellen. Dafür ist ein entsprechender Nachweis notwendig, der schriftlich im Verlauf der Woche vorzulegen ist. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt appelliert hier auch an die freien Träger und die Kirchen, dass sie derartige Notfalldienste ebenfalls aufrechterhalten, um eine entsprechende Versorgungslage zu gewährleisten. Durch diese Vorgehensweise kann die Stadt kleine Einheiten und Gruppen dezentral unterbringen und damit das Risiko für Ansteckungen minimieren.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt schaltet ab dem kommenden Montag (16.) eine Info-Hotline unter der Telefonnummer 06151/13-2060. Hier werden alle organisatorischen Fragen rund um die Änderungen bei den städtischen Ämtern und den Kindertagesstätten beantwortet. Fragen zum schulischen Bereich beantworten weiter die jeweiligen Schulleitungen. Fragen zu Gesundheit und dem Coronavirus allgemein werden weiterhin durch das Gesundheitsamt beantwortet.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es am gestrigen Freitag (13.) drei positiv auf das Coronavirus getestete Personen in Darmstadt. Am heutigen Samstag kamen noch einmal zwei bestätigte Fälle hinzu, so dass es Stand Samstag, 14. März, 16 Uhr, insgesamt fünf positiv getestete Personen gibt. Die am Freitag festgestellten Fälle befinden sich bereits in Isolation und die jeweiligen Kontaktpersonen in Quarantäne. Bei den am Samstag neu hinzugekommenen Fällen befinden sich die Personen in Isolation und die Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten städtischer Einrichtungen (VHS, Schwimmbädter, Akademie für Tonkunst etc.) sind hier nachzulesen: www.darmstadt.de/nachrichten/darmstadt-aktuell/news/ausbreitung-des-coronavirus

13. März 2020

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sagt der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt ab Montag, dem 16.03.2020 bis zum 30.04.2020 alle öffentlichen Veranstaltungen der Stadt Darmstadt ab. Getroffen wurde diese Entscheidung in der Sitzung eines außerordentlichen Krisenstabes unter Leitung von Oberbürgermeister Jochen Partsch am heutigen Morgen (13.).

Aufgrund der Entscheidungen im Krisenstab hat der Oberbürgermeister die Allgemeinverfügung „Über das Verbot von Veranstaltungen und die Schließung von städtischen Einrichtungen“ erlassen.

Darin sind unter anderem folgende Einschränkungen enthalten:

  • Alle Veranstaltungen, bei denen die Stadt Darmstadt oder die Darmstadt Marketing GmbH oder die städtischen Kulturinstitute als Veranstalter agieren, werden untersagt.
  • Alle Veranstaltungen im Staatstheater Darmstadt, im Darmstadium, der Centralstation und sämtlichen städtischen Bürgerhäusern, in der Böllenfalltorhalle, in städtischen Räumen und auf städtischen Flächen, bei denen größere Menschenansammlungen zu erwarten sind, werden untersagt.
  • Sämtliche Versammlungen und Demonstrationen, die mit größeren Menschenansammlungen verbunden sind, werden untersagt.
  • Sportveranstaltungen (auch die des SV Darmstadt 98) dürfen ausschließlich ohne Zuschauer stattfinden.
  • Die städtischen Schwimmbäder werden geschlossen.

Außerdem wurden folgende Veranstaltungen abgesagt:

  • Die städtische Einbürgerungsfeier (13.03.2020),
  • Das Darmstädter Tourismusforum (20.03.2020, Fachveranstaltung, nicht öffentlich)
  • Datterichs Wochenmarkt (4.4.2020)
  • Darmstadt Mobil (04./05.04.2020)
  • Die Öffnung des temporären Besucherzentrums Konsum (04./05.04.2020)
  • Die Baumesse auf dem Messplatz (03.-05.04.2020)
  • Der Flohmarkt vor dem darmstadtium (24./25.04.2020)
  • Die Frühjahrsmess (30.04. – 10.05.2020)

Der Oberbürgermeister erklärte, dass die Maßnahmen zwingend notwendig seien, auch wenn es in Darmstadt bisher noch keine bestätigte Infektion mit dem Corona-Virus gibt. 

Weitere Informationen zu Einschränkungen im Kulturbereich sowie zum Umgang mit Privatveranstaltungen sind hier nachzulesen www.darmstadt.de/nachrichten/darmstadt-aktuell/news/corona-virus

 


 

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist inzwischen an verschiedenen Gebieten in Europa und auch in Deutschland angekommen. Die Behörden des Bundes, der Länder, der Städte und der Landkreise haben gemäß der Planungen für den Pandemiefall vorgesorgt.

Allen Bürgerinnen und Bürgern steht bei allgemeinen Fragen rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 die Hotline des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zur Verfügung.

Die Hotline ist unter der Nummer 0800-5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

Fragen zu konkreten Symptomen beantwortet der behandelnde Hausarzt oder der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117

 

Weiterführende Informationen

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/informationen-zum-neuen-coronavirus-sars-cov-2

Robert Koch-Institut

https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg

https://www.gesundheitsamt-dadi.de

Wichtige Mitteilung
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