Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Informationen zum Covid-19-Virus

Informationen vom 30. Juni 2020

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in den vergangenen Wochen in Abstimmungsgesprächen mit Trägern, Eltern und Einrichtungsleitungen die Rückkehr der Kitas in Darmstadt in den Regelbetrieb organisiert. Ab dem 6. Juli 2020 wird das grundsätzliche Betretungsverbot in Tageseinrichtungen durch das Land Hessen aufgehoben. Die Kindertageseinrichtungen stehen somit wieder allen Kindern offen, Eltern können ihre Kinder wieder im gewohnten Umfang in den Kindertagesstätten in Darmstadt betreuen lassen. Somit fällt auch die Definition der systemrelevanten Berufsgruppen weg. Die Kindertagesstätten waren aufgrund der Covid-19-Pandemie zunächst nur für einen Notbetrieb und ab 2. Juni 2020 im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet.

„Für viele Familien war die Zeit der Kita-Schließung enorm belastend“, erläutert Kinder- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz, „ich bin froh und dankbar, dass die Kinder nun wieder ihre Kita als Ort der Bildung und Begegnung besuchen können.“

Die Verantwortlichen der Wissenschaftsstadt Darmstadt stehen weiterhin mit allen freien und kirchlichen Trägern von Kindertagesstätten (ASB, AWO, kath. und ev. Kirche, ev. Dekanat, Paritätischer und Dachverband Das Kind e.V.) in einem intensiven Austausch, um für den Beginn des Regelbetriebs ab 6. Juli 2020 sicher zu stellen, dass der Betreuungsanspruch eingelöst werden kann. Eine besondere Herausforderung stellt hier die Sicherstellung des Personalbedarfs und die Umsetzung der Hygieneempfehlungen dar.

Die Rückkehr zum Regelbetrieb findet unter den Bedingungen einer Pandemie statt und erfordert von allen Beteiligten – Kindern, Eltern, Fachkräfte und Träger - ein hohes Maß an Disziplin und aktiver Mitwirkung, um das Risiko eines örtlichen Infektionsgeschehens möglichst gering zu halten. „Wir sind an dieser Stelle in einer gemeinsamen Verantwortung“, betont Barbara Akdeniz und stellt fest, dass es „besonders erfreulich ist, dass sich in Darmstadt das Infektionsgeschehen aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau stabilisiert hat.“

Die erforderlichen Hygienevorgaben wurden vom Land Hessen verschlankt und veröffentlicht und werden auf die Kinderbetreuungseinrichtungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt angewandt, diese bilden einen wichtigen Rahmen für die weitere Arbeit in den Kitas. Dazu wurden in den letzten Tagen, in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg, die offenen Fragen besprochen und allen Trägern als zusätzliche Handlungsempfehlung zur Verfügung gestellt. Fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist die spielerische und altersgerechte Unterweisung der Kinder in die Grundregeln der Hygiene wie Händewaschen und achtsames Hygieneverhalten im Umgang miteinander, beim Essen und in den Sanitäreinrichtungen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Betreuung von ausschließlich gesunden Kindern, für Kinder und Personal mit Covid-19-Krankheitssymptomen gilt noch das Betretungsverbot.
„Uns ist es gelungen, den Rahmen zu klären, in dem ein Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in den Kitas stattfinden kann. Unser gemeinsames Ziel ist, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die frühkindliche Bildung in Darmstadt wieder allen Familien zu ermöglichen“, so Barbara Akdeniz. „Ich bin sehr froh, dass wir die Rahmenbedingungen herstellen konnten, so dass allen Kindern wieder ein Zugang in die Kitas ermöglicht werden kann. Wir werden den Kindern wieder ein verlässliches und gutes Bildungs- und Betreuungsangebot machen können. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig das Recht auf Bildung ist und welche Rolle die Kinderbetreuung für die Kinder, die Familien und die gesamte Stadtgesellschaft spielt.“

Wichtig ist allen Trägern die Botschaft: „Die Rückkehr zum Regelbetrieb der Kinderbetreuungseinrichtungen bedeutet einen maß- und verantwortungsvollen Weg zu beschreiten, der einerseits den Eltern und Kindern eine sehr gute Betreuungsperspektive bietet, aber andererseits zugleich dem Gesundheitsschutz von Kindern und Fachkräften oberste Priorität einräumt. Kinder brauchen Kinder, hierfür sind die Kindertagesstätten ein ganz wichtiger Ort“, erklären Kerstin Reichel, Das Kind e.V., Verena Bayram,  Paritätischer, für die kleinen Freien Träger, Barbara Lücke für die AWO, Andrea Potthast für den ASB, Michael Müller-Möscheid für das Evangelische Dekanat-Darmstadt, Barbara Themel, für den Trägerverbund evangelische Kitas, Hildegard Kewes vom Bistum Mainz für die katholischen Kindertagesstätten sowie Barbara Akdeniz und Imke Jung-Kroh für die städtischen Kindertagesstätten.

Die Sommerschließzeiten werden von den städtischen Kindertagesstätten wie geplant durchgeführt, es wird in den entsprechenden Wochen einen Notdienst für die angemeldeten Kinder geben. Zur Durchführung der Sommerschließzeiten und zur Einführung des Regelbetriebs wurden die Eltern, deren Kinder städtische Kitas besuchen, bereits schriftlich informiert.

29. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am heutigen Montag, 29. Juni, mit dem Infektionsgeschehen in der Stadt, der Situation in den städtischen Parks und Grünanlagen und erneut mit der Grube Prinz von Hessen beschäftigt.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs 3 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 228 Fälle. 201 von diesen Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 bleibt bei 18. 
Die regionale Lage habe sich trotz vereinzelter neuer Fälle in der Stadt nicht entscheidend geändert. Im Zuge des Ende der vergangenen Woche in der regionalen Presse berichteten Falls von Covid-19 in der Bibliothek der Technischen Universität (TU) Darmstadt gibt es bisher keine Hinweise, dass weitere Ansteckungen erfolgt sind.

Als durchaus problematisch betrachtet der Krisenstab die zunehmenden Versammlungen von zumeist jungen Menschen  in den städtischen Parks und Grünanlagen ohne entsprechende Abstände. Hier komme es häufig zu großen Menschenmengen von bis zu 200 teils alkoholisierten Personen, etwa im Orangeriegarten, die auch eine entsprechende Vermüllung nach sich gezogen haben. Zwar sei grundsätzlich ein Verständnis da, dass durch fehlende Möglichkeiten zum Feiern Ausweichmöglichkeiten gerade im Freien gesucht werden. Dennoch müssen auch hier im Sinne der Pandemiebekämpfung die entsprechenden Regeln beachtet werden. Die Abstandsregeln gelten weiter und werden von Polizei und Ordnungsamt überwacht. Die Situation stärker beleuchten und Lösungen im Umgang mit diesen Situationen erarbeiten soll nun ein Runder Tisch zwischen Stadt und Polizei, zu dessen Einrichtung es nun Gespräche geben soll. 

Die Feuerwehr berichtet, dass die Anforderungen an Schutzmaterialien weiterhin rückläufig sind, was offenbar auf eine Reduzierung des Bedarfs hinweist. 

Bei der Grube Prinz von Hessen gibt es noch immer keine rechtliche Grundlage seitens des Landes Hessen. Die Stadt hat hier nochmals mit Nachdruck signalisiert, dass sie eine allgemeine Regelung für alle Gewässer dieser Form dringend notwendig hält. Bei einem Ortstermin mit der DLRG wurde ein möglicher Einsatz der Rettungskräfte ab dem 4. Juli besprochen. Dazu wird es nochmal eine gesonderte Information geben. Dies gilt auch für die Rückkehr in den Kita-Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen ab dem kommenden Montag, 6. Juli. 

Der Krisenstab kommt am nächsten Montag, 6. Juli, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

22. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner heutigen Sitzung am Montag, 22. Juni, erneut mit dem Infektionsgeschehen in Darmstadt beschäftigt. Dieses bewegt sich nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. 

Wie das Gesundheitsamt berichtet, ist für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am 15. Juni ein neuer Fall von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 224 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 201 Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen (+2). Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gab es seitdem nicht, die Zahl liegt nach wie vor bei18. Die Inzidenz beträgt aktuell 0,63. Darüber hinaus gab es Gespräche zwischen Gesundheitsamt und Jugendamt bei dem die bestehenden Hygienekonzepte für die Kitas in Darmstadt noch einmal überprüft und angepasst wurden. 

Auch in den Darmstädter Kliniken ist die Lage stabil. Nach wie vor befinden sich dort keine Personen mit einer Covid-19-Infektion mehr auf den Stationen.  

Während der Großteil der Freibäder und Naturbadeseen in Darmstadt wieder geöffnet wurden, ist die Lage an der Grube Prinz von Hessen nach wie vor problematisch. Noch immer besteht hier seitens des Landes Hessen keine rechtliche Klarheit. Bis auf weiteres bleibt das Baden dort also untersagt. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt richtet daher bis zu einer Entscheidung des Landes einen dringenden Appell an die Bürgerinnen und Bürger, sich hier unbedingt verantwortungsvoll und entsprechend den Vorgaben zu verhalten. Am kommenden Mittwoch soll es einen Ortstermin zwischen Politik, Verwaltung und der DLRG geben, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 29. Juni, 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Je nach Situation und Notwendigkeit behält sich das Gremium jedoch vor, jederzeit außerplanmäßig zusammenzutreten. 

15. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Montag, 15. Juni, erneut mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens in Darmstadt und der Situation in den Darmstädter Kliniken beschäftigt.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am 8. Juni einen neuen laborbestätigten Fall von Covid-19 in Darmstadt. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 215 Fälle. Seit dem 8. Juni ist kein weiterer Fall mehr hinzugekommen. 199 Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz für die KW 24 beträgt 0,63. Bei einer umfangreichen Dateninventur konnte zudem festgestellt werden, dass in geringem Maße ältere Fälle aus dem April fälschlicherweise dem Landkreis zugeordnet worden waren. Dies hat das Amt nun korrigiert, so dass kumuliert ab sofort 223 laborbestätigte Fälle von Covid-19 für die Wissenschaftsstadt gezählt werden. Die Zahl der Verstorbenen bleibt unverändert bei 18 Personen. 

Die Darmstädter Kliniken melden, dass sich aktuell keine stationären Covid-19-Patienten mehr in den Darmstädter Häusern befinden. Zudem kann festgehalten werden, dass die medizinischen Leistungen in den Darmstädter Kliniken wieder gut angenommen werden. „Dies ist wirklich eine sehr gute Entwicklung“, sagte dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass dies auch so bleibt.“ 

Darüber hinaus hat sich der Krisenstab darauf geeinigt, die seit März geschaltete städtische Coronahelfer-Hotline aufgrund der niedrigen Infektionszahlen und der stark gesunkenen Nachfrage bis auf weiteres zunächst einzustellen. Aktiv bleibt die dazugehörige E-Mail-Adresse, coronahelfer@darmstadt.de. Fragen aus der Bevölkerung zum Thema Corona können weiter direkt an das Gesundheitsamt, über die 115 oder über die 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigungen eingebracht werden. 

Weder Polizei noch Ordnungsamt melden Auffälligkeiten am zurückliegenden verlängerten Wochenende. 

Der Krisenstab ändert den Turnus der Zusammenkünfte auf mindestens einmal wöchentlich und kommt am kommenden Montag, 22. Juni, 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Je nach Situation und Notwendigkeit behält sich das Gremium jedoch vor, jederzeit außerplanmäßig zusammenzutreten. 

8. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner heutigen Sitzung am Montag, 8. Juni, erneut mit dem Infektionsgeschehen in Darmstadt und einem kurzfristig veröffentlichten Modell-Entwurf des Landes für ein hessenweit einheitliches Eskalationssystem beschäftigt. Dieses sähe eine fünfstufige Einteilung von grün bis tief rot mit entsprechend zu treffenden Maßnahmen vor. Das Gesundheitsamt betrachtet ein hessenweit einheitliches Vorgehen als unbedingt förderlich. Der Krisenstab wird sich den Vorschlag noch einmal detailliert anschauen und dann eine Bewertung abgeben.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt weiterhin keine neuen Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert weiter 214 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 199 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz beträgt damit weiterhin 0.

Wie die Feuerwehr, die am Samstag erneut Schutzmaterialen an die Bedarfsträger ausgegeben hat, berichtet, sinkt der Bedarf offenbar weiter. Daher soll das Verteilsystem nun auf Anfrage über das angebotene Kontaktformular umgestellt werden.
Wie die Polizei berichtet, läuft das öffentliche Leben weiter an, besondere Vorkommnisse gab es am Wochenende nicht. Auch das Ordnungsamt meldet keine besonderen Vorkommnisse.

Beim Thema Bäderöffnung hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Konzept erarbeitet, dass eine Öffnung einzelner Bäder unter bestimmten Voraussetzungen zulässt. Nach wie vor gibt es jedoch keine klare einheitliche Regelung des Landes Hessen.

Der Krisenstab kommt am nächsten Montag, 15. Juni, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

5. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Freitag (5.) mit der weiterhin positiven Entwicklung der Fallzahlen beschäftigt und die Vorstellung einer wöchentlichen Bilanz zu den Kapazitäten in den Kliniken in Hessen und Darmstadt festgelegt. So wird das Klinikum Darmstadt als koordinierendes Krankenhaus ab sofort einen wöchentlichen Überblick zur Entwicklung der Kapazitäten in den hessischen als auch in den Krankenhäusern des Versorgungsgebiets 6 vorstellen.

„Durch die wöchentliche Bilanz erhält der Krisenstab einen regelmäßigen umfassenden Überblick über die Kapazitäten in den Kliniken und kann gegebenenfalls schnell auf sich andeutende Engpässe reagieren“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Gerade mit Blick auf eine mögliche zweite Welle an Infektionen ist dies eine zusätzliche und nützliche Kontrollmöglichkeit.“

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am vergangenen Dienstag, 2. Juni, erneut keine neuen laborbestätigten Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit bleibt die Zahl kumuliert bei insgesamt 214 Fällen. Der letzte laborbestätigte Fall datiert vom 19. Mai 2020. Die Zahl der Genesenen erhöht sich um eine Person auf insgesamt 199. Darüber hinaus wird berichtet, dass das Land Hessen für Quarantäne-Verweigerer nun entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten festgelegt hat, was dem Gesundheitsamt bessere Möglichkeiten bei der Durchsetzung der gesetzlichen Regelungen bietet und die Sicherheit erhöht.

Wie Klinikum und Feuerwehr berichten, sind 20.000 von der Firma Merck gespendete Masken sowie 2500 Liter Desinfektionsmittel vom Land Hessen auf die kommunalen Bedarfsträger verteilt worden. Dabei lässt sich feststellen, dass der Bedarf an Schutzmaterialien, auch bedingt durch die wieder angelaufenen Lieferketten, offenbar Stück für Stück zurückgeht.

Im Bereich einer möglichen Öffnung der Bäder wartet die Wissenschaftsstadt Darmstadt weiterhin auf eine übergeordnete Regelung des Landes. Seit dem vergangenen Montag sind jedoch die Vereinsaktivitäten im DSW-Freibad unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts bereits wieder möglich.

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 8. Juni, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

2. Juni 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Dienstag, 2. Juni, mit der Entwicklung der Infektionszahlen, der heute angelaufenen Kitaöffnung und der Besuchssituation in den Krankenhäusern beschäftigt.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, stagnieren die Infektionszahlen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt weiterhin. Seit der letzten Sitzung des Krisenstabs gab es erneut keine neuen laborbestätigten Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit bleibt die Zahl kumuliert bei insgesamt 214 Fällen, die Inzidenz beträgt 0. Zusätzlich informierte das Gesundheitsamt, dass 20 neue Stellen für das Corona-Management verabschiedet sind und in Kürze ausgeschrieben werden. Oberbürgermeister Jochen Partsch dazu: „Dies sind beides sehr gute Nachrichten für die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Dass weiterhin keine neuen Infektionsfälle hinzugekommen sind, zeigt, dass unser gemeinsamer Weg nach wie vor richtig ist und die effektive Eindämmung des Infektionsgeschehens gut funktioniert hat. Diese tolle Entwicklung gilt es weiter mit Maß, Mitte und Vernunft zu bestätigen. Die neuen Stellen im Gesundheitsamt stärken zudem zusätzlich die medizinische Infrastruktur in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, erhöhen die Schlagkraft des Gesundheitsamtes und stellen sicher, dass wir auch weiterhin gut durch diese Krise kommen können und werden.“

Seit dem heutigen Dienstag läuft auch die Rückkehr der Kitas in den eingeschränkten Regelbetrieb. Hier ist in der letzten Woche ein gemeinsames Vorgehen der Stadt mit den Trägern abgestimmt worden. Man einigte sich auf einen 3-Stufen-Plan, der vorsieht, im ersten Schritt ab 2. Juni Vorschulkinder und Kinder, die ihre letzten Tage vor dem Kindergartenantritt in der Krippe verbringen in die Kitas zu holen, es folgen Kinder berufstätiger Eltern und schließlich alle Kinder. Bisher sei es, so die Rückmeldung aus dem Sozialdezernat, ruhig angelaufen. Selbstauferlegte Maßgabe ist, so viele Kinder wie möglich in die Kitas zu holen. Kinder- und Jugenddezernentin Akdeniz spricht hier den Kita-Leitungen noch einmal ihren Dank aus. Trotz unterschiedlicher Gegebenheiten sei die Situation bisher super organisiert und im gesamten Prozess sehr konstruktiv begleitet worden. 

Im Bereich der Kliniken hat das Land Hessen angeordnet, dass das derzeit geltende, generelle Besuchsverbot landesweit unverändert bis zum 5. Juli 2020 in Kraft bleibt. Abweichend von anderen Bundesländern hat sich Hessen damit gegen gelockerte Besuchsregelungen für Kliniken entschieden. Die drei Darmstädter Kliniken, Klinikum Darmstadt, Agaplesion Elisabethenstift und Alice-Hospital, begrüßen diese Entscheidung. Ein generelles Besuchsverbot dient der Eindämmung des Coronavirus und dem Schutz aller Patientinnen und Patienten sowie aller Mitarbeitenden. Es gibt Sicherheit, vor allem in der aktuellen Phase der Pandemie, in der die Auswirkungen der Lockerung beobachtet werden müssen. Die Krankenhäuser müssen sich daher in der nächsten Zeit auf steigende Infektionszahlen einstellen. Die Gesundheit der Patientinnen und Patienten muss bestmöglich geschützt werden, weswegen die Kliniken ein Besuchsverbot als sinnvoll ansehen. Nach wie vor sind von dem generellen Besuchsverbot ausgenommen: Seelsorger/innen, Eltern, die ein minderjähriges Kind oder Neugeborenes besuchen, Rechtsanwälte/innen und Notare/innen und sonstige Personen, denen aus beruflichen Gründen oder aufgrund hoheitlicher Aufgaben (z.B. gesetzliche Betreuende) Zugang zu gewähren ist sowie Besuche bei palliativ-medizinisch behandelten Patienten/innen. Bei und nach Geburten gelten ebenfalls die bereits etablierten Regelungen für die Anwesenheit von Vätern unter der Geburt, sowie die anschließenden Besuche.
     
Unterdessen hat die Feuerwehr damit begonnen, 29.000 von Merck zur Verfügung gestellte Schutzmasken an die Bedarfsträger in Darmstadt zu verteilen. Zunächst berücksichtigt werden die Kliniken, die Stationäre Pflege und der Rettungsdienst. Etwa ein Sechstel verbleibt zur übrigen Verteilung bei der Feuerwehr. 

29. Mai 2020

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in den vergangenen Tagen in sehr kurzer Zeit und durch zahlreiche Abstimmungsgespräche mit Trägern, Eltern und Einrichtungen die Rückkehr der Kitas in Darmstadt in den vom Land Hessen beschlossenen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem kommenden Dienstag, 2. Juni, organisiert. Die Einrichtungen waren seit Wochen aufgrund der Covid-19-Pandemie nur für einen Notbetrieb geöffnet. Nun wird wieder eine Perspektive für Kinder und Eltern eröffnet.

„Soziale Kontakte sind für die Entwicklung von Kindern extrem wichtig. In unseren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt erhalten Kinder eine professionelle und fördernde Begleitung. Eltern sind stark gefordert, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ohne Kinderbetreuung kaum möglich“, konstatiert Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

Grundlage des weiteren Handelns ist das nach wie vor geltende Betretungsverbot der Kitas sowie die Einschränkungen im Regelbetrieb auf der Basis der 12. Verordnung des Landes Hessen zur Bekämpfung des Corona-Virus. Darüber hinaus bilden die erlassenen Hygieneempfehlungen des Landes und die Hygieneregeln der Stadt für die Kinderbetreuung einen wichtigen Rahmen. Demnach gilt weiterhin, dass systemrelevante Berufsgruppen und weitere Personengruppen einen Anspruch auf Notbetreuung haben. 
Die darüber hinaus zur Verfügung stehenden Plätze hängen – je nach Einrichtung sehr unterschiedlich – von vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten ab.

„In mehreren Telefonkonferenzen und Besprechungen mit den großen freien und kirchlichen Trägern sowie den Leitungen von Kindertagesstätten und mit dem Hauptelternbeirat der städtischen Kindertagesstätten haben wir folgendes Vorgehen entwickelt: Wir werden in drei Schritten die Kitas öffnen, zunächst am 2. Juni für sogenannte ‚Vorschulkinder‘ und Kinder im Übergang von der Krippe in den Kindergarten, um ihnen noch ein paar Tage und einen Abschied in der Kita zu ermöglichen“, erläutert Akdeniz weiter. „Ab dem 8. Juni sollen Kinder von berufstätigen Eltern zum Zuge kommen und ab dem 15. Juni soll ein Angebot für möglichst alle Kinder erfolgen.“

Der Zeitplan bei den freien Trägern kann variieren und ist abhängig von den individuellen Rahmenbedingungen vor Ort. „Das Vorgehen setzt in der Regel ein Platz-Sharing-System voraus, denn eines ist klar – auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes und dem weiter bestehenden Infektionsrisiko wird es keine Öffnung in vollem und gewohntem Umfang geben können“, so Akdeniz.

Um möglichst vielen Kindern den Zugang in die Kita zu ermöglichen, werden die Träger in jeder Einrichtung individuell vorgehen, denn überall sind die Rahmenbedingungen verschieden. „Mit Flexibilität und Kreativität sollen Möglichkeiten eröffnet werden. Von daher wird es Angebote geben, die in der Regel einen bzw. zwei Tage umfassen, dies ist abhängig von der bereits bestehenden Anzahl an Notbetreuungskindern und den räumlichen sowie personellen Ressourcen. Waldkindergärten haben beispielsweise andere Bedingungen als Einrichtungen mit einer Betriebserlaubnis von über 100 Kindern im regulären Betrieb“, so Akdeniz.

Wichtig ist allen Trägern gemeinsam: „Unsere Haltung ist, so viele Kinder wie möglich zu erreichen. Dafür werden wir große Anstrengungen unternehmen und auf die Eltern zugehen“, erklären Kerstin Reichel, Das Kind e.V., für die kleinen Freien Träger, Barbara Lücke für die AWO, Andrea Potthast für den ASB, Michael Müller-Möscheid für das Evangelische Dekanat-Darmstadt, Barbara Themel, für den Trägerverbund evangelische Kitas, Hildegard Kewes vom Bistum Mainz für die katholischen Kindertagesstätten sowie Barbara Akdeniz und Imke Jung-Kroh für die städtischen Kindertagesstätten.

Mit dieser Botschaft bieten wir den Familien in Darmstadt eine Perspektive und stellen ab der kommenden Woche ein Stück Normalität in Aussicht. Ebenfalls stellen wir uns der gemeinsamen Verantwortung, mit dem Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die frühkindliche Bildung in Darmstadt wieder möglichst vieler Kinder zu ermöglichen. Im Fokus sind dabei die Entlastung der Familien und der Blick auf die Bedarfe der Kinder.

Die Kitaleitungen werden nun auf alle Eltern zugehen und sie über die konkreten nächsten Schritte in ihrer Kita informieren.

28. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 28. Mai, vor allem mit der weiteren Stabilisierung des Infektionsgeschehens in der Stadt beschäftigt. Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am vergangenen Montag weiterhin keine neuen Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert weiterhin 214 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 194 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die letzten zwei bestätigten Fälle wurden am 19. Mai registriert, so dass die Stadt seit über einer Woche keine neuen Fälle verzeichnet hat.

„An der weiterhin hocherfreulichen Entwicklung der Infiziertenzahlen können wir sehen, dass wir die Ausbruchssituation mit Covid-19 in Darmstadt gemeinsam und unter teils großen Anstrengungen sehr gut in den Griff bekommen haben“, erläutert dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Noch ist die Situation nicht abschließend zu beurteilen aber die Tendenz ist ohne Zweifel positiv. Jetzt müssen wir, auch mit Blick auf das kommende Wochenende, weiter gemeinsam daran arbeiten, dass es so bleibt. Mein Appell lautet daher erneut: Halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln, nehmen Sie Rücksicht, bleiben Sie ruhig und besonnen. Dann stehen die Chancen gut, dass sich die Situation in Darmstadt auch über einen längeren Zeitraum weiter stabilisiert und wir gut und gesund durch den Sommer kommen können.“

Im Bereich der Kinderbetreuung laufen die Vorbereitungen weiter. Zu den genauen Details wird es im Laufe dieser Woche noch einmal eine gesonderte Information für die Öffentlichkeit geben.

Der Krisenstab kommt am kommenden Dienstag, 2. Juni, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

25. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am heutigen Montag, 25. Mai, vor allem mit der vom Land Hessen beschlossenen Rückkehr in den eingeschränkten Regelbetrieb bei den Kindertagesstätten ab dem kommenden Dienstag, 2. Juni, beschäftigt. Weitere Themen waren die derzeit niedrige Inzidenz in Darmstadt und die Situation in den Krankenhäusern.

Im Bereich der Kinderbetreuung kann die Tagespflege seit dem 25. Mai wieder genutzt werden. Wie das Sozialdezernat berichtet, haben auch nahezu alle Tageseltern ihr Angebot wieder zur Verfügung gestellt. Dies sei auch vor allem im U3-Bereich bereits eine Entlastung. Zusätzlich dürfen seit heute auch Kinder mit einer körperlichen Beeinträchtigung wieder zurück in die Einrichtungen. Mit Blick auf den kommenden Dienstag, 2. Juni, und der Rückkehr in den sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb kündigt die Verwaltung die Überführung der Vorgaben des Landes Hessen in ein transparentes Regelwerk an. Nach der Verordnung sollen zusätzlich zu den bisher betreuten Kindern in der Notbetreuung noch Kinder hinzukommen, bei denen außergewöhnliche Härte als Kriterium vorliegt. Da dies jedoch im jeweiligen Fall entschieden werden muss, wird sich die Verwaltung im Verlauf dieser Woche jede Kita betrachten, den Bedarf der Eltern abfragen, den Status quo eruieren und die Personalsituation berücksichtigen. Dabei soll auch ermittelt werden, wie viele zusätzliche Plätze eventuell noch möglich sind. Sozialdezernentin Barbara Akdeniz setzt hier auf ein sogenanntes Platz-Sharing-Modell, bei dem sich die Kinder in der Kita abwechseln. Wichtig sei, so Akdeniz, dass den Kindern grundsätzlich wieder Kontaktmöglichkeiten zu anderen Kindern eingeräumt werden.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am 20. Mai 2 neue Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 214 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 186 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Mit diesen 2 Fällen innerhalb der letzten Kalenderwoche beträgt die Inzidenz für die letzte Woche 1,26. In der Woche davor war es noch 3,8. Erste Zahlen weisen außerdem keine signifikante Übersterblichkeit im Zeitraum der letzten drei Wochen aus. 

Auch aus den Darmstädter Kliniken kommen gute Nachrichten. So gibt es im Klinikum keinen Covid-19 Patienten mehr auf der Intensivstation. Stationär wurde in den vergangenen zwei Wochen kein neuer Covid-Fall aufgenommen. Auch im Alice-Hospital gibt es derzeit keine Covid-19 Patienten und auch keine Verdachtsfälle. Das Elisabethenstift dagegen überprüft derzeit noch einige wenige Verdachtsfälle.

Die HEAG mobilo informiert darüber hinaus, dass man plant, ab dem 2. Juni wieder den fast normalen Betrieb bei den Straßenbahnen aufnehmen. Derzeit befinde man sich bei punktuell 50  Prozent Auslastung in den Spitzenzeiten, im Schnitt liege man bei 25 Prozent Auslastung.

Der Krisenstab kommt am kommenden Donnerstag, 28. Mai, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

20. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am heutigen Mittwoch, 20. Mai, mit der geplanten Öffnung der Kitas am 2. Juni, dem aktuellen Stand bei einer möglichen Öffnung der Bäder und Konzepten für die Kultur in der Wissenschaftsstadt beschäftigt. Weiteres Thema war noch einmal die Situation der Gastronomie, wozu es am heutigen Mittwoch ein Abstimmungsgespräch von Oberbürgermeister Jochen Partsch mit den Darmstädter Gastronomen geben wird.

Im Fall der vom Land Hessen beabsichtigten Rückkehr der Kitas in einen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem 2. Juni laufen die Vorbereitungen auf Seiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt weiter. Für den heutigen Mittwoch wird die angepasste Verordnung des Landes Hessen erwartet, welche die Grundbestimmungen für die Öffnung festlegen soll. Dazu wird es heute Abstimmungsgespräche zwischen Sozialdezernat und den Eltern- und Trägervertretern geben. In den vergangenen Tagen ist städtischerseits bereits ein eigenes Hygienekonzept für die Einrichtungen erstellt und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt worden. Dieses wird nun noch zusätzlich einmal an die Bedürfnisse der Tagespflege angepasst und den Einrichtungen als Information übermittelt. Die vom Land Hessen beschlossene Öffnung im Bereich der Tagespflege am kommenden Montag (25.) wird von Seiten der Stadt sehr positiv bewertet. Wie das Jugendamt berichtet, kann hier davon ausgegangenen werden, dass nahezu alle vor der Corona-Krise betreuten Kinder und Familien wieder ein Angebot bekommen. Zusätzlich werden derzeit Rahmenkonzepte für die Kinder- und Jugendhäuser abgestimmt, so dass hier eine Rückkehr in den Betrieb ab nächster Woche möglich erscheint. Dazu wird es nochmal eine gesonderte Information für die Öffentlichkeit geben.
Aktuell werden in Darmstadt in der Notbetreuung 1186 Kinder betreut, darunter ein hoher Anteil an U3-Kindern.

Im Fall einer möglichen Öffnung der Bäder strebt der Krisenstab eine einheitliche und vom Land Hessen vorgegebene Lösung an. Hierzu ist man mit dem Land im Gespräch. Bisher sieht das Land offenbar ein Öffnungskonzept zunächst ohne Publikumsverkehr für den Leistungssport, Schwimmkurse und andere Angebote vor. Für den Freizeitbereich soll zunächst ein Konzept mit den Gesundheitsämtern erstellt werden. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte hier die Vorgaben des Landes abwarten. Am 5. Juni dürfte das Thema im Gespräch der Bundeskanzlerin mit den Ländern angesprochen werden.

Im Bereich der Kultur wird derzeit von der Centralstation in Abstimmung mit dem Kulturdezernat ein Programm erarbeitet und zeitnah vorgestellt, wie unter den gegebenen Auflagen eine Rückkehr in den Kulturbetrieb aussehen kann. Auch hierzu wird es noch einmal eine gesonderte Information geben. 

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gibt es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs am vergangenen Montag 2 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 214 Fälle. 168 von diesen Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz für die Wissenschaftsstadt Darmstadt sinkt dabei weiter.

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 25. Mai, um 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

18. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Montag, 18. Mai, vor allem mit der Situation in der Gastronomie beschäftigt. Diese darf seit dem vergangenen Freitag unter bestimmten Auflagen wieder öffnen und Gäste empfangen. Aus Sicht der Beteiligten lief die Öffnung bisher ohne größere Zwischenfälle oder Verstöße, eine Herausforderung bleibt jedoch die Nutzung von zusätzlichen Flächen im öffentlichen Raum, wo die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 deutlich geringer ist, als in geschlossenen Räumen. Um den Gastronomen hier entgegenzukommen, hat der Krisenstab beschlossen, in Abstimmung mit Ordnungsamt und Feuerwehr die Nutzung größerer Flächen für die Außengastronomie dort zu prüfen und zu genehmigen, wo dadurch keine Einschränkungen des Verkehrs oder der Rettungswege zu erwarten sind.

„Wir sind uns bewusst, wie schwierig die Situation für die Gastronomie in Zeiten der Pandemie ist. Daher wollen wir die Wirtinnen und Wirte nach Möglichkeit mit großzügigeren Regelungen zur Nutzung von Außenflächen unterstützen“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Dies kann allerdings nur dort erfolgen, wo durch die Bestuhlung keine Einschränkungen in anderen Bereichen des Öffentlichen Lebens entstehen. Dies werden wir uns im Einzelfall genau anschauen und dann entsprechend festlegen. Wir bitten jedoch schon jetzt um Verständnis, dass dies nicht überall im Stadtgebiet möglich sein wird und setzen auf die Einsicht der Gastronomen hier nicht selbstständig mit Erweiterungen tätig zu werden. Außerdem appellieren wir an die Bürgerinnen und Bürger, sich bei der Nutzung auch weiterhin an die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Dies gilt auch und insbesondere mit Blick auf den kommenden Donnerstag, wo aufgrund des Feiertags ein erhöhtes Aufkommen zu erwarten ist.“  

In der Sitzung besprochen wurde außerdem die Situation in den Schulen. Hier wurden in den vergangenen Tagen noch kleinere bauliche Anpassungen, so etwa die Installation von Seifenspendern, dort vorgenommen, wo es sie bisher noch nicht gegeben hatte. Ansonsten wird die Entwicklung in dieser Woche sehr genau beobachtet und gegebenenfalls angepasst, wo es nötig sein sollte. Zum Wiederaufnahme der Betreuung in den Kitas wird es am kommenden Mittwoch (20.) ein Abstimmungsgespräch geben, so dass Ende dieser Woche mit weiteren Informationen gerechnet werden kann. 

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es seit der letzten Sitzung des Krisenstabs 3 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf insgesamt 213 Fälle, Stand Sonntag, 17. Mai, 18 Uhr. 168 von diesen Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Es gab keine neuen Todesfälle. In der 20. KW gab es somit in der Stadt Darmstadt insgesamt 7 neue Fälle (Vorwoche 19. KW: 10), die Inzidenz (neue Fälle/100.000/Woche) in der 20. KW betrug somit 4,4  (Vorwoche 19. KW: 6,3). 

„Die derzeit gute Entwicklung bei den Infiziertenzahlen in ganz Deutschland ist weiterhin auch bei uns in Darmstadt spürbar“, erklärt OB Partsch abschließend. „Wenn wir hier weiter mit Weitsicht und Vernunft agieren, bin ich mir sicher, dass die Zahlen auch über den Sommer stabil bleiben.“


Nach der Schließung im Zuge der Covid-19-Pandemie öffnet die Stadtbibliothek der Wissenschaftsstadt Darmstadt in einem ersten Schritt am Mittwoch, 20. Mai, wieder ihre Hauptstelle im Justus-Liebig-Haus für die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. Mit vorerst verkürzten Öffnungszeiten und eingeschränktem Service können dann Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr entliehene Medien zurückgegeben und neue Medien ausgeliehen werden. 

Weiterhin müssen Besucherinnen und Besucher ihren Aufenthalt so kurz wie möglich gestalten, es dürfen sich vorerst nur eine begrenzte Anzahl an Personen gleichzeitig in der Stadtbibliothek aufhalten. Der Zugang ist ausschließlich über den Haupteingang Justus-Liebig-Haus möglich. Der Rückgabekasten im Haupteingang Justus-Liebig-Haus ermöglicht eine schnelle Rückgabe von Medien.
Um möglichst vielen Menschen den Bibliotheksbesuch zu ermöglichen, wird die Aufenthaltsdauer auf 20 Minuten beschränkt. Längere Aufenthalte zum Lesen, Lernen und Arbeiten sind in dieser Phase noch nicht möglich. Internetplätze, WLAN, Tageszeitungen und Kopierer stehen vorerst ebenfalls nicht zur Verfügung. Aktuelle Zeitschriften sind sofort ausleihbar und das E-Medien-Angebot steht weiterhin wie gewohnt zur Verfügung. 

Der Zutritt darf lediglich einzeln erfolgen (Ausnahme: Kinder in Begleitung eines Elternteils). Für Kinder unter 10 Jahren ist der Zutritt nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet. Es wird empfohlen, vorab im Web-Katalog nach den gewünschten Medien samt Standort zu suchen, um den Besuch in der Bibliothek kurz zu halten.

Wichtig ist: Niemand ist derzeit mit den Ausleihfristen in zeitlichem Verzug und muss in den ersten Wochen der Öffnung zurückgeben. Alle Rückgabefristen wurden pauschal auf den 13. Juni gesetzt. In einem der nächsten Schritte sollen die Öffnungszeiten der Hauptstelle erweitert werden, die Stadtteilbibliotheken in Eberstadt und Kranichstein wieder öffnen und der Bücherbus wieder fahren. Die Planungen hierzu laufen bereits.


Angesichts der massiven Einschränkungen im Bäderbetrieb durch die Covid-19-Pandemie hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Erstattung von nicht mehr nutzbaren Dauerkarten für die städtischen Hallenbäder beschlossen.

Die nicht mehr nutzbaren Karten können ab sofort beim Eigenbetrieb Bäder, Bad Nauheimer Straße 2, mit einem Erstattungsantrag und Angabe der Bankverbindung zurückgegeben werden. Die Erstattung beträgt bei einer Saisonkarte bzw. Kombikarte 37 Euro und bei der ermäßigten Saisonkarte/Kombikarte 25 Euro.

15. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Freitag (15.) vor allem mit der Situation in der (Außen-)Gastronomie in der Stadt und den Herausforderungen bei der Organisation des vom Land Hessen für den 2. Juni angekündigten eingeschränkten Regelbetriebs in den Kitas beschäftigt. Zudem wurde der Umgang mit der Grube Prinz von Hessen thematisiert.

Dabei war sich der Krisenstab einig, dass bei der seit heute möglichen Wiedereröffnung in der Gastronomie klare Regeln bei der Nutzung von Außenbereichen im öffentlichen Raum bestehen. Oberbürgermeister Jochen Partsch appelliert daher bei aller Freude über die neuen Möglichkeiten an die Gastronomen, ihre Bestuhlung so anzubringen, dass Rettungswege freigehalten werden und das Marktgeschehen nicht beeinträchtigt wird. Damit es hier nicht zu Zuwiderhandlungen kommt, ist das Ordnungsamt angewiesen, dies streng zu kontrollieren. „Wir freuen uns alle, dass die Gastronomie unter den bekannten Auflagen wieder öffnen darf, die Gastronomen wieder eine Einnahmemöglichkeit haben und wir uns dort treffen können“, erläutert OB Partsch. „Es muss jedoch klar sein, dass hier bei aller Freude die Regeln eingehalten werden. Dies gilt nicht nur für die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln, sondern vor allem auch bei der Nutzung von öffentlichem Raum. Nur wenn hier mit Maß und Mitte vorgegangen wird, können wir alle von den neuen Freiheiten profitieren. Uns ist bewusst, dass die Gastronomen in einer schwierigen Lage sind und wir sind selbstverständlich gewillt, hier bestmöglich zu unterstützen. Deswegen werden wir in der nächsten Woche in Abstimmung mit der Feuerwehr auch noch einmal konstruktive Gespräche mit den Darmstädter Gastronomen führen, um hier an Lösungen zu arbeiten. Klar ist aber, dass insbesondere auf dem Markplatz keine Erweiterung der Fläche möglich ist. Für die anderen Bereiche werden wir versuchen, flexible Lösungen für die Nutzung von Flächen zu entwickeln. Gemeinsames Ziel ist weiter, das Infektionsgeschehen nicht wieder aufflammen zu lassen!“ 

Im Falle der vom Land Hessen angekündigten Öffnung der Kitas am 2. Juni, sieht die Stadt zahlreiche Herausforderungen. Noch immer habe das Land Hessen nicht genau festgelegt, wie eine Rückkehr in einen eingeschränkten Regelbetrieb im Detail aussehen soll. In der kommenden Woche wird Kinder- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz deshalb mit den Träger- und Elternvertretungen Gespräche führen, um kommunale Lösungen zu entwickeln. Parallel arbeitet das Jugendamt gemeinsam mit dem Gesundheitsamt an einem abgestimmten Hygienekonzept für die Kindertagestätten. An das Land Hessen wird noch einmal die Aufforderung formuliert, so schnell wie möglich klare Verhältnisse zu schaffen.

Besprochen wurde zudem die Situation am Badesee Grube Prinz von Hessen. Hier gilt, dass das Baden aufgrund der Covid-19-Pandemie bis auf weiteres nicht möglich sein wird. Dies wird von der Wissenschaftsstadt Darmstadt auch noch einmal auf einem Schild gut sichtbar für alle Besucherinnen und Besucher kommuniziert. Das Land Hessen hat bis Anfang Juni eine entsprechende Richtlinie angekündigt. Bis dahin gilt die Vorgabe des HNLUG, dass aufgrund der Pandemie alle Badeseen in Hessen gesperrt sind.

Unterdessen berichtet das Gesundheitsamt 3 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit der letzten Krisenstabssitzung am vergangenen Dienstag. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf 210 Personen. Davon werden 161 als bereits wieder genesen betrachtet. Der Ausbruch im Alten- und Pflegeheim St. Josef ist nach umfangreichen Testungen beendet. Auch die Mitarbeiter konnten die Quarantäne mittlerweile wieder verlassen. 

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 18. Mai, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

12. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Dienstag (12.) vor dem Hintergrund der neuen Inzidenz-Vorgabe von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche noch einmal retrospektiv mit der Entwicklung der Infektionszahlen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in den vergangenen Wochen beschäftigt. So zeigt eine Zusammenstellung des Gesundheitsamtes, dass in Darmstadt am Höhepunkt des Infektionsgeschehens (bedingt durch die Testungen in Altenheimen) in der Kalenderwoche 16 die Inzidenz etwa bei 25, also der Hälfte des vorgeschriebenen Werts gelegen hatte. In der letzten Kalenderwoche lag die Inzidenz in Darmstadt bei 6,3. Die Beschäftigung mit den Werten ist insbesondere wichtig, um die Lage in den Kliniken bei einem erneuten Anstieg der Fälle besser einschätzen zu können. Die Vorgabe eines Werts von 50 wird auch im Städtetag kontrovers diskutiert, wie Oberbürgermeister Jochen Partsch den Teilnehmern berichtete.

„Die vorgelegten Zahlen zeigen, dass wir die Situation in Darmstadt durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und das Verhalten der Bevölkerung zu jeder Zeit sehr gut im Griff gehabt haben und nach wie vor haben“, erklärt OB Partsch dazu. „Dies zeigen auch die Rückmeldungen über sinkende Zahlen von Patienten aus Darmstadt in den Darmstädter Kliniken. Das ist eine gute Nachricht, die uns einen Eindruck von den für eine Überschreitung der Inzidenz notwendigen Entwicklungen liefert. Diese guten Nachrichten sollten uns allerdings nicht dazu verleiten, anzunehmen, dass wir die Zügel hier lockerlassen dürfen. Gerade mit Blick auf die weiteren Lockerungen ist es wichtig, das wir alle weiter diszipliniert und mit Weitsicht daran arbeiten, das Infektionsgeschehen in Darmstadt zu begrenzen um den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger so gut wie möglich sicherzustellen.“

Die aktuelle Situation: Seit Sonntag ist in Darmstadt ein neuer Fall von Covid-19 dazugekommen. Die Zahl steigt damit auf kumuliert 207 Covid-19-Fälle in Darmstadt. 152 Personen betrachtet das Gesundheitsamt als genesen. Seit 9 Tagen sind keine neuen Todesfälle dazugekommen. Unterdessen wurde das vom Gesundheitsamt erstellte Informationsblatt für Angehörige von Personen in Pflegeheimen fertiggestellt und nun an die Einrichtungen verteilt.

Mit Blick auf weitere Schülerinnen und Schüler, die ab dem nächsten Montag zurück in die Schule kommen, plant die HEAG mobilo die Kapazitäten im ÖPNV von derzeit 85 Prozent bei den Straßenbahnen und 90 Prozent bei den Bussen auf Volllast hochzufahren, falls dies notwendig sein sollte. 

Der Krisenstab kommt am kommenden Freitag (15.), um 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

10. Mai 2020

Oberbürgermeister Jochen Partsch über die anstehenden Lockerungen in der Covid-19-Pandemie.

9. Mai 2020

Nachdem die Beschlüsse von Bund und Ländern zu weiteren Lockerungen in der Corona-Krise nun auch vom Land Hessen in konkretere Handlungsanweisungen und Zeitpläne überführt worden sind, hat sich der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt in einer außerplanmäßigen Sitzung am heutigen Samstag, 9. Mai, mit ersten Auswirkungen auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt beschäftigt und ein Vorgehen abgestimmt. Intensiv diskutiert wurde auch noch einmal die neue Vorgabe aus Berlin von einer Inzidenz von höchstens 50 positiven Covid-19-Fällen pro Gebietskörperschaft in den vergangenen 7 Tagen. Hier tendiert der Krisenstab analog zu vielen Experten dazu, dass diese Zahl aus verschiedenen Gründen zu hoch angesetzt sein könnte, um ein sich anbahnendes neues Infektionsgeschehen effektiv unterbinden zu können. Das Gesundheitsamt wird hier zur nächsten Sitzung entsprechende Statistiken zu Inzidenzen in Darmstadt vorlegen, um eine valide Einschätzung der Entwicklung zu erhalten.
      
Die vom Land beschlossenen Lockerungen wurden vom Krisenstab nach den jeweiligen betroffenen Bereichen betrachtet und behandelt: 

Im Bereich Schule, wo am 18. Mai und 2. Juni die Ausweitung des Betriebs vorgesehen ist, werden aktuell in zahlreichen Abstimmungsrunden zwischen Stadt, Landkreis, Staatlichen Schulamt und Verwaltung weitere Vorkehrungen bezüglich Klassengrößen, Abstandsregeln, Hygiene, zweitversetztem und digitalem Unterricht,  und Transport erarbeitet und zum gegebenen Zeitpunkt auch umgesetzt. Aus Sicherheitsgründen nach wie vor kritisch gesehen wird der Einsatz von Desinfektionsmitteln in den Schulen. Hierauf soll nach Möglichkeit nur in Notfällen darauf zurückgegriffen werden.    

Im Bereich der Kindertagesstätten gibt es seitens des Landes Hessen leider noch wenige konkrete Vorgaben bezüglich einer konzeptionellen Vorstellung. Geplant ist der Einstieg in einen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem 2. Juni. Die wichtigsten offenen Fragen betreffen Gruppengröße und Betreuungsanspruch. Hier steht das Sozialdezernat in ständigem Austausch mit anderen Gebietskörperschaften und dem Hessischen Sozialministerium und erwartet von allem von dort nun eine deutliche Konkretisierung der Pläne. Derzeit werden in Darmstadt 700 Kinder und damit rund 10% der Kinder vor der Krise im U3 und Ü3-Bereich betreut.  

Im Bereich Kultur begrüßen die meisten Häuser die schrittweisen Öffnungen. Dennoch bestehen gerade bei der Unterscheidung in große und kleine Häuser unterschiedliche Problemlagen. Große Häuser haben Schwierigkeiten mit den Vorgaben von 100 Personen die Wirtschaftlichkeit abzubilden, kleinere Häuser haben eher Probleme mit der Einhaltung von Abstandsregelungen. Trotzdem werden nun erste Veranstaltungskonzepte zur Wiederaufnahme des Kulturbetriebs unter den gegebenen Vorrausetzungen erarbeitet. So werden etwa im Literaturhaus und im Jazzkeller demnächst kleinere Veranstaltungsformate in die Umsetzung gehen können. Auch das Museum Künstlerkolonie wird am kommenden Dienstag (12.) seine Pforten für die Besucherinnen und Besucher öffnen können. 

In diesem Zusammenhang informiert Oberbürgermeister Jochen Partsch außerdem, dass die bisher und ursprünglich noch bis 31. Mai gültige Allgemeinverfügung der Wissenschaftsstadt Darmstadt aus dem März dieses Jahres aufgehoben und an die aktuellen Vorgaben des Landes Hessen angepasst wird.

Für den Bereich der Gastronomie berichtet Oberbürgermeister Jochen Partsch aus Gesprächen mit Darmstädter Gastronomen, dass die vom Land Hessen erlassene Vorgabe von einem Gast pro 5 Quadratmeter sehr kritisch gesehen wird. Dies ist für viele Betriebe betriebswirtschaftlich nicht darstellbar. Hier bleibt die Stadt in engem Austausch mit den Gastronomen und dem Land Hessen, damit diese Öffnung bei gleichzeitigem Infektionsschutz so pragmatisch wie möglich begleitet werden kann. In den vergangenen Tagen wurde seitens der Verwaltung außerdem ein an die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln angepasstes Konzept zur Sondernutzung öffentlicher Flächen erarbeitet. Dieses wird OB Partsch in den kommenden Tagen dann auch bei einem Gespräch mit den Darmstädter Schaustellerinnen und Schausteller vorstellen und erläutern. 

„Klar ist bei allen nun anstehenden Änderungen“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch, „dass wir die bisher erreichten Erfolge im Kampf gegen das Virus, im Zuge der nun Stück für Stück wiederkehrenden Freiheiten, keinesfalls durch unvernünftiges und leichtsinniges Verhalten aufs Spiel setzen dürfen. Die Rückkehr in eine neue Normalität ist nach wie vor brüchig und kann nur gelingen, wenn weiter alle Kräfte zusammenarbeiten und die Bürgerinnen und Bürger sich an die Vorgaben zum Infektionsschutz halten. Dann, und nur dann, kann die Wiederaufnahme eines einigermaßen normalen Alltags auch gelingen.“ 

Die Kliniken in Darmstadt zeigen sich unterdessen erleichtert, dass das Land Hessen die strengen Besuchsregelungen für die Krankenhäuser vorerst weiter aufrechterhalten hat. Nur so seien die bisher erreichten Erfolge auch weiterhin zu verteidigen, so die Auffassung.

Der Krisenstab kommt am kommenden Dienstag, 12. Mai, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

7. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Licht der Beschlüsse von Bund und Ländern am 6. Mai in seiner Sitzung vom heutigen Donnerstag, 7. Mai, eine erste vorsichtige Bilanz zum Kampf gegen das Virus in Darmstadt gezogen und die gefassten Beschlüsse bewertet. „Wir haben es durch die hervorragende gemeinsame Zusammenarbeit aller an der Bekämpfung des Virus Beteiligten in den Kliniken, dem Gesundheitsamt, den Pflegeeinrichtungen, und nicht zuletzt einer ein- und umsichtigen Stadtgesellschaft geschafft, das Virus in Darmstadt zurückzudrängen und die weitere Ausbreitung stark zu begrenzen“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Dies gibt uns nun die Möglichkeit, die getroffenen Maßnahmen weiter stückweise und mit der gebotenen Vorsicht zu lockern. Der Beschluss von Bund und Ländern ist grundsätzlich positiv zu bewerten, versetzt er uns doch in die Lage, die Maßnahmen regional je nach Infektionsgeschehen anzupassen. Das Vorgehen der vergangenen Wochen hat zu einer deutlichen Reduktion der Neuinfektionen auch in Darmstadt geführt. Dies zeigt uns, dass es richtig und notwendig war, diesen Weg zu gehen und es zeigt uns auch, dass wir ihn in aller Vorsicht weitergehen können. Mithilfe der übergeordneten Zielsetzung, nämlich der Begrenzung der Inzidenz auf weniger als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen in den jeweiligen Städten und Landkreisen, haben uns Bund und Länder eine Richtgröße geliefert, die einen klaren Rahmen absteckt in dem wir uns bewegen können. Wenn wir dies beachten und weiter vorsichtig vorgehen, das heißt die Abstands-, Hygiene- und Kontaktregeln einhalten und die gegenseitige Rücksichtnahme fortführen, dann sind wir auf einem guten Weg zu einer stufenweise Rückkehr in eine Realität, die derjenigen vor der Pandemie sehr nahe kommen wird.“

Wie das Gesundheitsamt meldet, hat sich die Zahl der an Covid-19 Erkrankten in Darmstadt seit dem vergangenen Montag um 7 laborbestätigte Fälle auf nun kumuliert 204 Fälle erhöht. Seit Montag sind sieben weitere Personen wieder genesen. Es gab keine neuen Todesfälle. „Was die nun als Richtgröße für die neuen Lockerungen festgelegte Inzidenz betrifft, so gab es in Darmstadt selbst in Spitzenzeiten niemals mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Letzte Woche waren es 12 neue Fälle in Darmstadt innerhalb einer Woche, bei 162.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das heißt, die letzten sieben Tage betreffend, liegen wir in Darmstadt etwa bei 8 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner. Das ist ein Erfolg, den wir gemeinsam erreicht haben“, so Partsch weiter. „Wir müssen nun weiter dafür kämpfen, dass es trotz der Lockerungen nicht zu einer neuen Dynamik im Infektionsgeschehen kommt.“

Das von Bund und Ländern beschlossene Maßnahmenpaket sieht in den kommenden Tagen und Wochen für zahlreiche Bereiche in Hessen Lockerungen vor. Darunter für die Kitas und Schulen, den (Breiten-)Sport, Gastronomie und Hotels, den Kunst- und Kulturbetrieb und viele weitere. Das Hessische Corona-Kabinett wird dieses Paket voraussichtlich am heutigen Donnerstag in eine für Hessen gültige Verordnung mit konkreten Handlungsanweisungen übersetzen. Dann sind auch konkrete Vorgaben für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ersichtlich. Um diese zu erörtern und ebenfalls Beschlüsse zu fassen, wird der Krisenstab am kommenden Samstag (9.) zu einer weiteren außerplanmäßigen Sitzung zusammenkommen. Oberbürgermeister Jochen Partsch wird sich am Samstagabend dann in einer Videobotschaft auf der städtischen Homepage und in den Sozialen Medien noch einmal direkt an die Darmstädterinnen und Darmstädter wenden, die Maßnahmen erklären und den weiteren Weg einordnen.

Auf der Tagesordnung stand außerdem die künftige Nutzung des Behelfskrankenhauses in Eberstadt, das bei den derzeit niedrigen Infektionszahlen noch nicht in Betrieb gehen wird. Hier wurde entschieden, die Einrichtung bei regelmäßiger Wartung und Reinigung zunächst auf Standby zu setzen und ggf. als Ausweichort für Blutspendetermine und ähnliche medizinische Notwendigkeiten zu nutzen. In diesem Zusammenhang weisen die Darmstädter Kliniken noch einmal auf die Unterstützung der Blutspendedienste hin und appellieren an die Bevölkerung, weiter zum Spenden zu kommen.

Da jederzeit mit der Verordnung des Landes Hessen zu den beschlossenen Lockerungen zu rechnen ist, wird sich der Krisenstab am Samstag (9.) zu einer weiteren Sitzung treffen.


Ab dem kommenden Montag, 11. Mai, können die städtischen Trauerhallen unter strengen Auflagen wieder für Trauerfeiern genutzt werden. So wird etwa die Bestuhlung so eingerichtet, dass zwischen den Stühlen ein Mindestabstand von 1,5 Metern gegeben ist. Das Betreten und das Verlassen der Trauerhalle sowie der Gang zur Grabstätte sind unter Beachtung des Mindestabstands untereinander vorzunehmen.

Das Personal des Grünflächenamtes wird sensibel und umsichtig darauf achten, dass der Mindestabstand auch zwischen zwei Trauergesellschaften, die sich im Bereich der Trauerhalle begegnen, gewahrt bleibt. Dies betrifft insbesondere die Trauerhallen des Alten Friedhofs sowie des Eberstädter Friedhofs. Bei allen weiteren Trauerhallen gibt es einen separaten Zugang und Ausgang. Die musikalische Umrahmung der Trauerfeier ist selbstverständlich möglich. Die Trauergäste sollen aber auf das Singen verzichten.

Die Bestatter und Bestatterinnen haben weiterhin eine Anwesenheitsliste der Trauergäste mit Angabe von Vor- und Nachnamen, der vollständigen Adresse und Telefonnummer zu erfassen.
Diese Liste ist für die Dauer von einem Monat vertraulich aufzubewahren und auf Nachfrage dem Gesundheitsamt Darmstadt / Darmstadt-Dieburg auf Nachfrage zukommen zu lassen bzw. nach der genannten Frist zu vernichten.

Die Anzahl der bestuhlten Plätze in den Trauerhallen:
Alter Friedhof: 36 Sitzplätze
Waldfriedhof: 35 Sitzplätze
Bessunger Friedhof: 15 Sitzplätze
Arheilger Friedhof: 24 Sitzplätze
Wixhäuser Friedhof: 28 Sitzplätze
Eberstädter Friedhof: 30 Sitzplätze

4. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Montag, 4. Mai, noch einmal mit der Situation in den besonders von Covid-19 betroffenen Darmstädter Altenheimen und den weiteren vom Land beschlossenen Lockerungen betreffend Spielplätze, Kultureinrichtungen und dem Vivarium beschäftigt. Wie das Gesundheitsamt berichtet, erbrachten die groß angelegten Testungen in den beiden Einrichtungen St. Josef und Aliceheim lediglich eine weitere Neuerkrankung in St. Josef. Auch im Aliceheim ist die Zahl der Erkrankten rückläufig.

Für das gesamte Stadtgebiet gab es bis Sonntagabend 5 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19. Damit erhöht sich die Zahl auf kumuliert 197 Fälle von Covid-19 in Darmstadt. Die Zahl der Genesenen erhöhte sich auf insgesamt 120 Personen. Wie in Hessen insgesamt, so ist auch die Anzahl der Neuerkrankungen in Darmstadt rückläufig. Leider muss jedoch ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 berichtet werden: Am Sonntag ist eine 97-jährige ehemalige Bewohnerin des Alice Pflegeheims verstorben.  

Die Darmstädter Kliniken bereiten sich aktuell auf die Wiederaufnahme von elektiven Eingriffen vor. Hier laufen die Planungen auf Hochtouren. Noch fehlt allerdings eine endgültige Ankündigung des Landes Hessen. Unterdessen waren die rettungsdienstlichen Zahlen über das Wochenende stabil niedrig.

Bei den Spielplätzen werden am heutigen Montag (4.) die Hinweisschilder bezüglich Hygiene- und Abstandsregelungen angebracht und die Flatterbänder entfernt. Der Krisenstab appelliert noch einmal an die Eltern, hier bitte verantwortungsvoll und sorgsam mit der Situation umzugehen und auch noch einmal besondere Rücksicht auf die anderen Nutzerinnen und Nutzer der Spielplätze zu nehmen.

Darmstadt-Marketing berichtet für das vergangene Wochenende von einer Zunahme der Menschen, die wieder die Einkaufsangebote in der Darmstädter Innenstadt nutzen. Hier sei eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Wochenende davor zu beobachten gewesen.

Die Darmstädter Kultureinrichtungen unterdessen bereiten derzeit alles für die Öffnung in der kommenden Woche vor. Ab dem kommenden Dienstag, 12. Mai, werden die ersten Einrichtungen wieder geöffnet haben.

Der Darmstädter Zoo Vivarium öffnet bereits am morgigen Dienstag (5.) unter strengen Auflagen wieder seine Pforten. Hier befindet man sich in letzten Abstimmungen der Planungen.

2. Mai 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich vor dem Hintergrund der zunächst in der Runde des Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder und im Weiteren dann vom Land Hessen beschlossenen weiteren Lockerungen in der Corona-Krise am heutigen Samstag, 2. Mai, zu einer außerplanmäßigen Sitzung getroffen. Auf der Tagesordnung standen dabei vor allem die stückweise Rückkehr zum Regelbetrieb in den städtischen Krankenhäusern sowie die geplante und geordnete Öffnung weiterer Einrichtungen, wie etwa Spielplätze, Museen, Schlösser, Ausstellungen, Zoos und Botanische Gärten, Copyshops, Fahrschulen, Friseure, Nagel-, Tattoo und Massagestudios und weitere jeweils unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften und unter Einhaltung der Pflicht zum Tragen einer Mund-und-Nasenbedeckung. Im Detail nachzulesen ist dies in der neuen Verordnung des Landes Hessen.

Für die Kliniken in Darmstadt gilt, dass die 5. Verordnung des Landes Hessen angepasst wurde, so dass die elektiven Eingriffe ab nächster Woche wieder anlaufen können. Darüber hinaus finden am Montag (4.) Gespräche über den angekündigten modifizierten Stufenplan auf Realbelegungszahlen in Hessen zwischen dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der Hessischen Krankenhausgesellschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und der Landesärztekammer statt. Für die Patienten heißt dies, dass sie ab kommender Woche Stück für Stück auch wieder zu normalen Eingriffen in die Krankenhäuser kommen können. Es muss jedoch weiter mit gewissen Einschränkungen gerechnet werden. Sobald hier weiterführende Informationen vorliegen, werden diese unmittelbar kommuniziert.

Die Spielplätze, städtisch und auch privat, werden ab dem kommenden Montag, 4. Mai, wieder freigegeben. Dabei ist zu beachten, dass die auch für alle anderen Bereiche geltenden Abstands- und Hygieneregeln unbedingt eingehalten werden müssen, d.h. vor allem mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Nutzern des Spielplatzes. Verantwortlich dafür sind hier die erwachsenen Begleitpersonen, Erziehungsberechtigten und Eltern. Die Hinweise werden beim Abbau der Sperrungen durch die städtischen Mitarbeiter noch einmal gesondert angebracht. Im Fall privater Anbieter von Spielplätzen- und flächen wird analog verfahren. OB Partsch dazu: „Es ist gut, dass die Spielplätze nun unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen, dies entlastet die Eltern. Es ist jedoch unbedingt darauf hinzuweisen, dass dies nur funktionieren kann, wenn sich alle an die Regeln halten. Dies werden wir auch entsprechend kontrollieren.“

Für Kultureinrichtungen wie Museen, Ausstellungen, Schlösser und Gedenkstätten gilt, dass eine Öffnung für Dienstag, 12. Mai, vorgesehen ist. Dies ist einer gewissen Vorlaufzeit geschuldet, die notwendig ist, um den sicheren Betrieb vorbereiten zu können. Grundsätzlich sind hier nur eine Person auf 20 Quadratmeter und keine Gruppen erlaubt. „Die Öffnung ist eine gute Nachricht für eine Kulturstadt wie Darmstadt“, erklärt dazu OB Partsch. „Aber auch hier gilt: Ein Betreib ist nur unter strengen Auflagen möglich. Alle Besucherinnen und Besucher müssen sich daran halten.“ Mit den privaten Betreibern einzelner Kultureinrichtungen werden bezüglich der Öffnung in der nächsten Woche abstimmende Gespräche geführt.

Für Tierparks, Zoos, Botanische Gärten gelten ähnliche Regelungen. Der städtische Zoo Vivarium soll am kommenden Dienstag (05.) unter strengen Auflagen wieder öffnen. Geplant ist, dass die meisten Häuser zunächst zu bleiben. Über Einbahnstraßenverkehre wie z.B. im Vogelhaus können Abstandsregeln besser eingehalten werden. Details zum genauen Prozedere folgen am kommenden Montag (4.).

Zur Forderung der Schaustellerinnen und Schausteller einen dezentralen Betrieb von Imbissständen im Stadtgebiet zu ermöglichen, stellt OB Partsch auch im Hinblick auf die lokale Medienberichterstattung noch einmal klar, dass es sich hier nicht um eine ‚Absage der Stadt‘ handelt, wie vielfach vermeldet. „Mir ist wichtig, noch einmal darauf hinzuweisen, dass sich die Stadt hier an die rechtlichen Vorgaben des Landes Hessen halten muss. Uns sind die ökonomischen Nöte der Schausteller und anderer Betriebe bewusst, wir nehmen diese sehr ernst, doch können wir uns hier nicht über geltendes Recht hinwegsetzen. Wir bleiben im Gespräch und wenn sich Möglichkeiten für einen Betrieb ergeben, werden wir dies unmittelbar besprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt kommt am kommenden Montag, um 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

30. April 2020

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am gestrigen Mittwoch  (29.) beschlossen, die Kita-Entgelte und Kostenbeiträge städtischer Kindertagesstätten und die Kindertagespflege für die Dauer des Betretungsverbots aufgrund der Covid-19-Pandemie weiter auszusetzen. Die Kinderbetreuungseinrichtungen sind aufgrund der Verordnungen der hessischen Landesregierung derzeit nur für die Notbetreuung für einen begrenzten Personenkreis geöffnet. 

„Mit der Entscheidung des Magistrats, die Eltern weiter von den Kinderbetreuungs-Beiträgen freizustellen, setzen wir das Signal vom April an die Familien fort und werden sie in dieser durch die Pandemie schwierigen Lage weiter unbürokratisch unterstützen“, so Stadtkämmerer André Schellenberg.   

Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Kinderbetreuung in Kindertagesstätten und bei Tagespflegepersonen weiterhin nur berechtigten Eltern mit Anspruch auf Notbetreuung zur Verfügung steht. Die Angebote zur Notbetreuung werden durch die jeweilige Kindertagesstätte oder die Kindertagespflegestelle organisiert. 

„Die Liste des Sozialministeriums mit den besonderen Berufsgruppen und Anspruchsberechtigten, die in der Corona-Krise als systemrelevant gelten, wird stetig erweitert. Mit jeder Veränderung der Verordnung registrieren wir zwar einen massiven Anstieg der Kinderzahlen in der Notbetreuung, aber für einen Großteil der Familien sind die Kinderbetreuungsangebote derzeit nicht zugänglich“, so Stadträtin Barbara Akdeniz

„Wir empfehlen den freien und kirchlichen Trägern von Kindertagesstätten, sich an der Entscheidung des Magistrats zu orientieren und auch für die Eltern in diesen Kitas die Elternentgelte freizustellen. Mit einer pauschalen Erstattung von fehlenden Einnahmen durch die Stadt an die Träger leisten wir einen wichtigen Beitrag, um diese wichtige Betreuungsinfrastruktur für die Familien in Darmstadt zu sichern und zu erhalten“, so Stadträtin Barbara Akdeniz abschließend.

Eltern, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen, sind vom Magistratsbeschluss, die Entgelte auszusetzen, ausgenommen.

29. April 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 29. April, vor allem mit der Entwicklung im Zuge der teilweisen Öffnung der Schulen und dem Befolgen der Maskenpflicht in den Öffentlichen Verkehrsmitteln befasst. Zusammengefasst ist in beiden Sektoren eine positive Entwicklung zu beobachten. Wie der Schuldezernent berichtet, lief der Start bei den Schulen ohne größere Probleme, es kann, abgesehen von einige wenigen Ausnahmen, eine hohe Disziplin auch bei den Schülerinnen und Schülern im Umgang mit den Hygieneregeln festgestellt werden. Das Schuldezernat befindet sich mit Blick auf eine mögliche Öffnung der Grundschulen und dem dazu getroffenen Urteil in ständigem Austausch mit dem Staatlichen Schulamt.

Die HEAG mobilo berichtet ebenfalls von guten Erfahrungen mit dem Befolgen der Maskenpflicht durch die Fahrgäste. Auch die zum Montag (27.) hochgefahrenen Kapazitäten sind aktuell ausreichend. Der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den einzelnen Fahrgästen kann auch bei höheren Fahrgastzahlen eingehalten werden. Sofern sich bei der Situation in den Schulen nichts ändert, sollen die aktuellen Fahrpläne auch in der nächsten Woche beibehalten werden.

Das Gesundheitsamt meldet für Darmstadt im Verlauf der 48 Stunden seit der letzten Sitzung des Krisenstabs 6 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19. Damit erhöht sich die Zahl kumuliert auf 191. 117 Personen betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen, das sind 5 mehr als am vergangenen Montag. Bereits am vergangenen Sonntag gab es leider einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Verstorben ist eine 88-jährige Frau mit entsprechenden Vorerkrankungen, die zuvor im Alten- und Pflegeheim St. Josef betreut wurde. In Lauf dieser Woche finden in den beiden besonders von Covid-19 betroffenen Heimen weitere Testungen statt.

Der Krisenstab behält sich ein Treffen am kommenden Wochenende vor. Bei Bedarf wird er am Samstag, 2. Mai, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen. Ansonsten geht es turnusmäßig am kommenden Montag, 4. Mai, weiter.


Nach dem Spendenaufruf von Oberbürgermeister Jochen Partsch für Darmstadts besonders stark von Covid-19 betroffene italienische Partnerstadt Brescia am 3. April 2020 bedankt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt bei den Darmstädter Bürgerinnen und Bürgern für die große Resonanz. Auf dem von der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingerichteten Spendenkonto sind bis heute knapp 25.000 Euro zusammengekommen. Auf Initiative des Ausländerbeirates, der den Magistrat bittet, aus den eingeplanten städtischen Mitteln für das abgesagte diesjährige Internationale Bürgerfest einen Teil für die Partnerstadt Brescia zu spenden, hat der Magistrat heute beschlossen, weitere 10.000 Euro zu spenden.

Oberbürgermeister Partsch lobt den europäischen Sinn der Stadtbevölkerung: „Die humanitäre Krise der Corona-Pandemie zeigt beispielhaft, dass und vor allem wie europäische Solidarität auf der kommunalen Ebene zum Ausdruck kommt. Darmstädterinnen und Darmstädter reagieren voller Empathie auf das Leiden unserer Freunde in Brescia und verdeutlichen mit ihrer Hilfsbereitschaft noch einmal, wie wichtig kommunale Beziehungen in Europa und der Welt heute sind.“  

Der Spendenaufruf ist eine von mehreren Hilfsmaßnahmen der Wissenschaftsstadt Darmstadt für die von der Corona-Krise besonders stark betroffene Partnerstadt Brescia in der Region Lombardei. Diese Maßnahmen wurden in persönlicher Korrespondenz zwischen Partsch und seinem Amtskollegen del Bono abgestimmt. Beide Oberbürgermeister waren sich darüber einig, dass die Hilfeleistung aus der Partnerstadt dort ankommen soll, wo die Not am größten ist.

Nun soll mit dem Geld aus Darmstadt das Projekt ‚SOStieni Brescia‘ gefördert werden, das Menschen, Kleinunternehmen und Handwerker in wirtschaftlicher Not als Folge der Corona-Krise finanziell unterstützt. Bei der Spendenaktion in Darmstadt haben sich neben vielen Privatpersonen auch Partnerschaftsvereine beteiligt.

Bereits am 1. April 2020 traf die erste Lieferung von 200 Einmalsets Schutzausrüstung aus Darmstadt beim Hauptkrankenhaus in Brescia ein. Die zweite Lieferung von 5.000 Atemschutzmasken aus dem Bestand der 40.000 von der Firma Merck gespendeten Masken hat am 22. April die norditalienische Kommune auch schon erreicht.

Mit der Spende der Wissenschaftsstadt Darmstadt endet die Spendenaktion für Brescia mit einem Gesamtbetrag von 35.000 Euro. Somit ist auch die dritte Hilfsmaßnahme für die Partnerstadt in Italien erfolgreich abgeschlossen.

28. April 2020

Der Beschluss von Bund und Ländern vom 15. April 2020, dass Großveranstaltungen wegen der Ausbreitung des Corona-Virus offiziell bis zum 31. August 2020 untersagt sind, zwingt auch die Organisatoren und Verantwortlichen vieler Darmstädter Events vorerst zur Absage oder zeitlichen Verlegung.

„Die Absagen der Großevents sind leider unbedingt notwendig, um die Ausbreitung des Covid-19-Virus weiter einzudämmen“, erklärt Darmstadts Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter Jochen Partsch. „Gerade traditionsreiche Veranstaltungen wie das Heiner- oder Schlossgrabenfest und die Kirchweihen liegen uns allen am Herzen und wir bedauern daher sehr, dass wir in diesem Jahr darauf verzichten müssen. Doch zum Schutz unser aller Gesundheit, aber ganz besonders der Kranken und Schwächeren in unserer Gesellschaft, denen gegenüber wir alle Verantwortung tragen, müssen wir diesen Schritt gehen. Es wird weiterhin auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommen. Deshalb schaue ich zuversichtlich in die Zukunft und bin mir sicher, dass wir diese Krise meistern und dann wieder mit umso größerer Freude gemeinsam feiern werden“, so Partsch weiter.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt weist zudem darauf hin, dass sobald die rechtlichen Regelungen des Landes Hessen zum weiteren Umgang mit Großveranstaltungen und Events vorliegen, mit zusätzlichen Absagen von Veranstaltungen zu rechnen ist. Die Kontaktbeschränkungen bestehen aktuell bis mindestens 3. Mai 2020 und es ist davon auszugehen, dass diese verlängert werden.

Nicht stattfindende größere städtische Veranstaltungen 2020 – Stand 28. April:

  • Europa Wochenende mit internationalem Bürgerfest und Grenzgang: 5. und 6. Juni
  • Datterichs Wochenmarkt: 6. Juni und 1. August
  • Darmstadt unter Strom: 12. Juni
  • Tag der Stadtwirtschaft: 20. Juni
  • Darmstädter Heinerfest: 2. bis 6. Juli
  • Jazz-Conceptions 6. bis 11. Juli
  • Willkommen auf der Mathildenhöhe: 10. Juli
  • Darmstädter Ferienkurse für neue Musik: 18. Juli bis 1. August
  • Kirchweih Eberstadt: 7. bis 10. August
  • Kirchweih Wixhausen: 28. bis 31. August
  • Kirchweih Waldkolonie: 28. bis 31. August
  • Darmstädter Kunsthandwerkermarkt: 15. und 16. August
     

Außerdem werden die für den Spätsommer 2020 geplanten Veranstaltungen unter dem Arbeitstitel „Streitsache Straßennamen“ aufgrund der Unwägbarkeiten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschoben. Davon betroffen sind eine für August und September vorgesehene Ausstellung und zwei Begleitveranstaltungen. Geplant war neben einem Symposium mit Fachleuten zum Thema Straßennamen auch eine Beteiligungsveranstaltung für Bürger*innen.

Für die Untersuchung der Straßennamen in Darmstadt nach wissenschaftlichen Kriterien und die historische Bewertung der biografischen Fakten der Namensgeberinnen und Namensgeber wurde 2015 ein unabhängiger, ehrenamtlich tätiger Fachbeirat eingesetzt. Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat am 08. Mai 2019 beschlossen, den Empfehlungen des Fachbeirats zur Umbenennung von Straßen in acht Fällen zu folgen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Bewertung der Biografien der Namensgeberinnen und Namensgeber Darmstädter Straßen während des nationalsozialistischen Regimes sollten im Spätsommer 2020 der Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert werden.

Die Ausstellung und die Veranstaltungen werden voraussichtlich zwischen Ende Mai und Mitte Juli 2021 nachgeholt. Genaueres wird noch mitgeteilt.

Weitere Informationen zum Ergebnis der Arbeit des Fachbeirats können im Blog des Stadtarchivs abgerufen werden: https://dablog.hypotheses.org/8391

27. April 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am heutigen Montag, 27. April, vor allem mit der vom Land Hessen neu eingeführten Maskenpflicht im ÖPNV, der Entwicklung im Alten- und Pflegeheim St. Josef und der Situation in den Krankenhäusern beschäftigt. So berichtete die HEAG mobilo, dass die Umstellung auf nahezu Volllast beim Busverkehr und dem Ferienfahrplan beim Bahnverkehr bisher gut funktioniert habe. Auch die Einhaltung der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung werde zum allergrößten Teil befolgt. Nur vereinzelt mussten Personen angesprochen werden, die dann jedoch auch einen Schutz mit sich führten und diesen lediglich nicht aufgezogen hatten.

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Erste Rückmeldungen zeigen, dass sich der große Teil der Bürgerinnen und Bürger gut an die neuen Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu halten scheint. Dafür danke ich den Bürgerinnen Bürgern. Damit tragen Sie alle zu einer langsameren Verbreitung von Covid-19 bei, schützen dabei besonders die Schwachen in unserer Gesellschaft und zeigen Solidarität und Vernunft.“

Im besonders von Covid-19 betroffenen Darmstädter Alten- und Pflegeheim St. Josef habe sich die Situation nach der Abtrennung positiv getesteter Bewohnerinnen und Bewohner und der Quarantäne für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas entspannt. Das Gesundheitsamt behält die Situation hier und auch bei den anderen betroffenen Heimen jedoch nach wie besonders im Blick. Die gesonderte Information für Bewohner, Angehörige und Personal ist in Arbeit.    

Die Krankenhäuser berichten zunehmend von Aufnahmen von Patienten mit schweren Erkrankungen abseits von Covid-19, die mit unbedingt notwendigen Behandlungen zögern. Dies sei besonders bei Tumorerkrankungen und im gefäßchirurgischen Bereich zu beobachten. Hier daher der dringende Appell seitens des Krisenstabes an alle Patientinnen und Patienten mit schweren Erkrankungen, in keinem Fall aus Angst vor einer Covid-19-Infektion mit dringend benötigten Behandlungen zu warten, sondern unbedingt zu den Hausärzten und in die Kliniken zu kommen.  

Bei den Schulen beobachtet man die Lage sehr genau und erwartet erste Rückmeldungen zum Umgang mit den beschlossenen Maßnahmen im Laufe dieser Woche.

Das Gesundheitsamt berichtet von vergangenem Mittwoch bis Sonntag (26.) von 25 neuen laborbestätigten Fällen von Covid-19 in Darmstadt. Damit steigt die Zahle kumuliert auf 185, davon sind 112 Personen wieder genesen (+5). Leider müssen auch zwei weitere bestätigte Todesfälle vermeldet werden. Dabei handelt es sich um eine 94-jährige Frau aus dem Aliceheim mit schweren Vorerkrankungen sowie einen 93-jährigen Mann, der zu Hause mit entsprechenden schweren Vorerkrankungen der Krankheit erlegen ist.

Der nächste Krisenstab ist am Mittwoch (29.) um 10 Uhr.

24. April 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Freitag, 24. April, erneut mit der Situation in den Alten- und Pflegeheimen und der teilweisen Schulöffnung am kommenden Montag (27.) beschäftigt. Dabei gab es Konsens, dass die Fokussierung auf das Infektionsgeschehen in den Einrichtungen gut und richtig war und zu einer gewissen Stabilisierung geführt hat. In der nächsten Woche soll in den betroffenen Einrichtungen St. Josef und Aliceheim erneut getestet werden. Einig war man sich dennoch, dass die Kommunikation in Richtung Angehörige und Bewohner verbessert werden muss. Hier sollen nun in Form einer Handreichung alle wichtigen Informationen zum Umgang mit dem Infektionsgeschehen für Personal, Bewohner und Angehörige zusammengetragen werden. Mit der Vorbereitung wurde die Unterarbeitsgruppe Pflege beauftragt. Wichtig sei bei alledem vor allem Transparenz, Nachvollziehbarkeit und die Verfahrenssicherheit“, erklärte OB Jochen Partsch
 
Beim Umgang mit der ab Montag (27.) geltenden Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im ÖPNV geht die dringende Aufforderung an die Bevölkerung dieser Maßgabe zu folgen, da sie weitere Infektionen verhindern könne.

Beim Thema Schulöffnung hob Schuldezernent Rafael Reißer noch einmal die intensive und professionelle Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Gesundheitsamt hervor. Hier sei man so gut vorbereitet, wie es derzeit möglich ist. Das gemeinsam entwickelte Hygieneschutzkonzept stelle eine gute Basis zum Schutz der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte dar. Wie sich die Situation weiter entwickelt, müsse man sich dann ab Montag genau anschauen und gegebenenfalls an wichtigen Punkten Stück für Stück nachsteuern.

Das Gesundheitsamt wird am kommenden Montag (27.) aktuelle Zahlen zur Infektionsentwicklung darlegen.

Der nächste Krisenstab ist für Montag (27.), um 10 Uhr angesetzt.

22. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 22. April, wieder mit zahlreichen Themen rund um die Covid-19-Pandemie beschäftigt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand klar die am gestrigen Dienstag vom Corona-Kabinett des Landes Hessen beschlossene Einführung einer sogenannten ‚Maskenpflicht‘ ab dem kommenden Montag (27.) für den ÖPNV, den Einzelhandel und die Banken. Oberbürgermeister Jochen Partsch stellt hier stellvertretend für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Krisenstab klar, dass sich die ab Montag geltende Pflicht explizit auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und nicht auf medizinische Masken bezieht. 
„Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich bis zum kommenden Montag selbstständig mit einer Mund-Nase-Bedeckung auszustatten. Diese Bedeckungen können einfache, selbst genähte oder erworbene Alltagsmasken aber auch Schals oder Tücher sein. Wichtig ist nur, dass Mund und Nase beim Betreten des ÖPNV und des Einzelhandels bedeckt sind. Medizinische Masken, also OP-Masken und FFP2- oder FFP3-Masken sind hier nicht gemeint! Diese müssen nach wie vor dem Medizinischen Personal vorbehalten sein, damit diese ihre für die Bewältigung der Pandemie unerlässliche Arbeit machen können. Jede Bürgerin, jeder Bürger muss in der Lage sein, so wie man sich ein Kleidungsstück für bestimmte Witterungsverhältnisse zulegt, auch eine Bedeckung von Mund und Nase sicherzustellen.“  

Auf Hochtouren läuft unterdessen die Vorbereitung des reduzierten Schulbetriebs am dem kommenden Montag (27.). Hier erläuterte Schuldezernent Rafael Reißer, dass zahlreiche Maßnahmen bereits umgesetzt sind. So wurden gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Verhaltensregeln für die Schülerinnen und Schüler aufgestellt, die am Eingang jeder Schule und in jedem Klassenraum platziert worden sind. Dabei geht es vor allem um Hygienische Maßnahmen, wie Hust- und Niesetikette, das richtige Waschen der Hände mit Seife und die bekannten Abstandsregeln. Desinfektionsmittel werde in den Schulen zunächst nicht ausgeteilt, der EAD reinige aber häufiger Flächen in den Schulen mit Desinfektionsmittel. Zusätzlich werden für die etwa 10.000 zu erwartenden Schülerinnen und Schüler in Darmstadt kleinere Klassen eingerichtet, es sollen sich nicht mehr als 15 Schüler in einem Klassenraum aufhalten, eventuell auch weniger, wenn die räumliche Situation das Einhalten der entsprechenden Abstände nicht zulassen sollte. Bei allen Maßnahmen stimme man sich eng mit dem Staatlichen Schulamt, dem Gesundheitsamt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg ab. Für den Transport stellt die HEAG Mobilo ihren derzeitigen Samstagsfahrplan mit ca. 50-prozentiger Auslastung auf den Ferienfahrplan mit 75-prozentiger Auslastung um. Die Linien 1 und 6 sollen dann wieder ihren Dienst aufnehmen. Die HEAG mobilo beobachtet die Entwicklung der Fahrgastströme sehr genau, so dass bei Engpässen zeitnah nachgesteuert werden kann. 

Das Gesundheitsamt meldet seit dem vergangenen Montag 5 neue Covid-19-Fälle für die Stadt Darmstadt. Kumulativ gibt es 160 laborbestätigte Fälle, davon gelten 107 als geheilt. Dazu gibt es zwei weitere Personen, die in Darmstadt an Covid-19 verstorben sind. Dabei handelt es sich um eine 92-jährige ehemalige Bewohnerin des Alten- und Pflegeheims St. Josef mit schweren Vorerkrankungen sowie eine 89-jährige Frau aus dem Wohnpark Kranichstein. Hier habe man es jedoch nicht mit einer Ausbruchssituation zu tun. Bei den betroffenen Personen lasse sich langsam eine klare Verlagerung des Infektionsgeschehens weg von den  jungen und gesunden mittelalten Menschen hin zu den Alten- und Pflegeheimen erkennen. Man habe das Virus in Deutschland lange aus diesen Einrichtungen heraushalten können, nun sei es aber da und müsse entsprechend bekämpft werden.

Die nächste Sitzung des Krisenstabs ist am kommenden Freitag (24.), 10 Uhr.

20. April 2020

Nachdem am Wochenende im Darmstädter Alten- und Pflegeheim St. Josef eine erhöhte Zahl an positiven Covid-19-Testungen erfolgt ist, hat sich der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt in seiner Sitzung am heutigen Montag, 20. April, erneut schwerpunktmäßig mit dem Infektionsgeschehen in Darmstädter Alten- und Pflegeheimen beschäftigt. Das Gesundheitsamt beobachtet die Situation sehr genau, steht in ständigem Austausch mit den Heimleitungen und führt bei Bedarf weiter schnelle Testungen in den Heimen durch, um Infektionsketten zu brechen. Dazu erfolgen nach wie vor regelmäßige Briefings vor Ort zur Einhaltung besonderer Hygienemaßnahmen in den Einrichtungen. Die Unterarbeitsgruppe Pflege wird sich zur Situation in dieser Woche erneut abstimmen. Die am Wochenende positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal in St. Josef sind unterdessen nach wie vor symptomfrei.

In Darmstadt gibt es seit dem letzten Freitag (17.) insgesamt 28 neue Covid-19-Fälle, die Zahl der Genesenen steigt auf 99 von kumuliert insgesamt 155 Fällen in Darmstadt. Am gestrigen Sonntag verstarb leider ein 83-jähriger ehemaliger Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Josef im Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt. Auch dieser Patient hatte schwere Vorerkrankungen.

Mit Blick auf die ab heute auch in Darmstadt gültigen Lockerungsmaßnahmen appelliert Oberbürgermeister Jochen Partsch, der sich am gestrigen Sonntag zu diesem Thema auch per Videobotschaft (s. Informationen von gestern unten) direkt an die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger gewandt hatte, die gültigen Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen weiter strikt einzuhalten, so dass die Infektionsdichte durch die Lockerungen auf keinen Fall wieder zunimmt: „Die nun erfolgten Lockerungen sind ein erster kleiner Schritt hin zu mehr Normalität, sie helfen unserer lokalen Wirtschaft und dem Einzelhandel. Es muss uns allen klar sein, dass der Infektionsschutz und die Gesundheitsvorsorge immer höchste Priorität haben. Ein sorgloser Umgang mit dem Infektionsrisiko – etwa durch Kundenansammlungen – wird alle bisherigen Bemühungen zunichtemachen. Ich will die Bevölkerung daher noch einmal mit allem Nachdruck darauf hinweisen: Halten Sie sich bitte an die Vorgaben, gerade auch im Umfeld der Geschäfte. Seien Sie vorsichtig und nicht leichtsinnig. Unterstützen Sie die Händler bei der Einhaltung und Umsetzung der Hygienevorschriften. Wir werden das Geschehen rund um den Handel sehr genau beobachten und auch kontrollieren!“

In Bezug auf den geplanten teilweisen Schulbetrieb in Hessen ab dem kommenden Montag befinden sich die Dezernate und Ämter mit allen betroffenen Akteuren weiter in intensiven Abstimmungen und Vorbereitungen. Das Gesundheitsamt erarbeitet derzeit zusätzlich ein spezielles Hygienekonzept, dass allen Beteiligten noch diese Woche zur Verfügung stehen und Handlungsanleitungen liefern soll.

Thema im Krisenstab war auch die Situation beim bevorstehenden Fastenbrechen und den Beginn des Fastenmonats Ramadan für muslimische Darmstädterinnen und Darmstädter. Hier befindet sich gerade ein gesonderter Aufruf an die Migrantenorganisationen-, -verbände, Communities und dem Ausländerbeirat in Vorbereitung, der über einen Appellbrief, Flyer und Plakate noch einmal zusätzlich auf die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen hinweisen soll.

Die nächste Sitzung des Krisenstabes ist am Mittwoch, 22. April.


Am Freitag (17.) hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt auf dem Gelände des früheren Klinikums Eberstadt eine Einrichtung zur niederschwelligen medizinischen Versorgung in Betrieb genommen. Sie soll in erster Linie die Darmstädter Krankenhäuser während der Covid-19-Krise entlasten. Für 30 Patienten stehen Betten mit der Möglichkeit zum Anschluss an Sauerstoff zur Verfügung. Insgesamt können 100 Betten belegt werden. Betrieben wird die Pflegeeinrichtung im Wesentlichen unter Zuhilfenahme von Katastrophenschutzzügen und freiwilligen Helfenden. Das Betriebskonzept wurde von Darmstadt-Marketing gemeinsam mit dem Katastrophenschutz und der Darmstädter Berufsfeuerwehr entworfen. Einblicke in die Einrichtung gibt es im Video, weiterführende Informationen sind hier zu finden.

19. April 2020

Ab 20. April dürfen in Hessen unter bestimmten Voraussetzungen wieder einzelne Geschäfte öffnen. Wie Darmstadt am besten mit den ersten Lockerungen in der Pandemie umgehen sollte, dazu wendet sich OB Jochen Partsch in diesem Video direkt an die Darmstädterinnen und Darmstädter.

17. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom 17. April 2020 unter anderem mit der Vorbereitung auf die vom Land Hessen beschlossene sukzessive Wiederaufnahme des Schulbetriebs am 27. April beschäftigt. Hier laufen bereits Abstimmungen zwischen Schuldezernat, den Ämtern und dem kommunalen Nahverkehrsunternehmen HEAG mobilo. Oberbürgermeister Jochen Partsch und Schuldezernent Rafael Reißer werden sich zu grundsätzlichen Fragestellungen noch am heutigen Freitag auch mit dem Land Hessen weiter abstimmen. Das Schulamt arbeitet gemeinsam mit dem Immobilienmanagement bereits an Plänen für eine räumliche Ausgestaltung.      

Oberbürgermeister Jochen Partsch berichtete aus der Telefonkonferenz des Hessischen Städtetages und informierte darüber, dass es in Darmstadt bis auf weiteres keine Maskenpflicht nach dem Hanauer Beispiel geben wird. Dies decke sich mit den Absichten der anderen Städte im Hessischen Städtetag.

Im Vorfeld der regulären Krisenstabssitzung wurde eine Unterarbeitsgruppe ‚Pflege‘, mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Amt für Soziales und Prävention, der Fachkonferenz Altenhilfe und den Darmstädter Kliniken eingerichtet, die sich vor der regulären Krisenstabs-Sitzung bereits mit Themen beschäftigt und abgestimmt hat. Vorwiegend ging es hier um Verbesserungen beim Entlassmanagement, also wie Personen aus Pflegeheimen, die in Krankenhäusern behandelt wurden, wieder aufgenommen werden können. Auch einigte man sich darauf, dass man bei den Pflegereinrichtungen noch einmal gezielt zusätzlichen Unterstützungsbedarf abfragen wird.  In der nächsten Woche sollen die Treffen der Gruppe fortgesetzt werden.

Wie das Gesundheitsamt mitteilt gibt es, Stand 16. April, 18 Uhr, 7 neue, laborbestätigte Covid-19-Fälle in Darmstadt. Die kumulierte Fallzahl beträgt damit 127 Fälle. Von diesen sind 95 bereits wieder genesen. Leider war bereits am Ostermontag, 13. April, eine 89-jährige an COVID-19 erkrankte Frau aus Darmstadt nach zweitägigem stationärem Aufenthalt verstorben. Auch sie hatte schwere Vorerkrankungen. Die Zahl der Todesfälle in Darmstadt steigt damit auf zwei. Dies war durch einen Meldeverzug bisher nicht bekannt gewesen. Das Gesundheitsamt appelliert zudem an die Vereine, sich mit Blick auf eventuelle Ausnahmeregelungen mit der Nutzung von Sportstätten an die entsprechenden Verbände und nicht an das Gesundheitsamt zu wenden.

Wie der Rettungsdienst berichtet, steigen die Non-Covid Einsätze nun langsam wieder an, was darauf zurückzuführen sein dürfte, dass viele Menschen aufgrund der angespannten Situation zunächst auf ärztliche Betreuung verzichtet hatten und die Dienste nun wieder stärker in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen aus dem Stab sind: 5000 von der Firma Merck gespendete ffp2-Masken werden an die Darmstädter Partnerstadt Brescia zur Bekämpfung der Pandemie geliefert. Darmstadt-Marketing erstellt aktuell in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister eine Liste von Großveranstaltungen in Darmstadt die aufgrund von Covid-19 abgesagt werden müssen. Dazu wird es im Laufe der kommenden Tage weitere Informationen geben.

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag, 20. April, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.


Darmstädter Ferienkurse werden von 2020 auf 2021 verschoben

Die vom Internationalen Musikinstitut Darmstadt (IMD) biennal veranstalteten Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik werden wegen der Corona-Pandemie vom Juli 2020 auf den Sommer 2021 verschoben. Darauf verständigten sich Darmstadts Kulturdezernent, Oberbürgermeister Jochen Partsch, und der Direktor des IMD, Thomas Schäfer, nach eingehender Prüfung der international renommierten Veranstaltung.

Die 50. Edition der Darmstädter Ferienkurse hätte vom 18. Juli bis 1. August dieses Jahres stattfinden sollen. Neben ihrer einzigartigen Kombination aus Sommerakademie und internationalem Musikfestival liegt die Attraktivität und Bedeutung der Darmstädter Ferienkurse wesentlich darin, ein internationaler Treffpunkt zu sein und über die Dauer von zwei Wochen hinweg temporäre Gemeinschaften von Teilnehmer*innen, Dozent*innen, Gastkünstler*innen und Besucher*innen zu schaffen. Knapp 450 Kursteilnehmer*innen und 60 Dozent*innen sowie etwa 400 Künstler*innen aus rund 50 Nationen wären in diesem Sommer in Darmstadt zu Gast gewesen. Das künstlerische Programm mit über 60 öffentlichen Konzerten und einem umfangreichen Akademie-Programm sollte ursprünglich Ende April präsentiert werden. Die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie machen allerdings eine seriöse Umsetzung der Veranstaltung mit internationalen Teilnehmer*innen unmöglich, weshalb sich das IMD nach Rücksprache mit den beteiligten Künstler*innen und Förderinstitutionen sowie dem Krisenstab der Stadt Darmstadt dazu entschlossen hat, das Gesamtprogramm ein Jahr später zu realisieren. Die 50. Darmstädter Ferienkurse sollen nun – 75 Jahre nach ihrer Gründung im Jahre 1946 – vom 31. Juli bis 14. August 2021 stattfinden.

Die angemeldeten Teilnehmer*innen erhalten ihre Gebühren zurück und werden bei der Anmeldung für 2021 bevorzugt behandelt.

Das IMD ist ein Kulturinstitut der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

16. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in einer Sitzung vom heutigen Donnerstag, 16. April, vor allem mit den am gestrigen Mittwoch von Bundesregierung und Landesregierungen beschlossenen Vereinbarungen und Empfehlungen bei der Lockerung von Beschränkungen des öffentlichen Lebens im zur Eindämmung der Covid-19-Epedemie beschäftigt. So folgt der Krisenstab der Stadt grundsätzlich den beschlossenen Lockerungen, muss jedoch Detailfragen noch in kleineren Runden genau erörtern und Vorgehensweisen abstimmen. Die Ergebnisse werden im Anschluss an die kommenden Sitzungen kommuniziert.

Oberbürgermeister Jochen Partsch sagte dazu auch mit Blick auf die laufenden Abstimmungen im Deutschen und Hessischen Städtetag: „Was die Bundesregierung gemeinsam mit den Landesregierungen beschlossen hat, ist in der Summe sicherlich richtig und sinnvoll, lässt aber auch Fragen in einigen Bereichen offen, die wir nun einzeln erörtern und behandeln müssen. Dies betrifft die Öffnung der Schulen, den Einzelhandel, das Tragen von Masken um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Wir müssen hier sehr sorgsam mit den Regelungen umgehen. Ich bin der Auffassung, dass das wichtigste nun nachvollziehbare Maßstäbe und Kriterien für die Bevölkerung sind. Was entschieden wird, muss nachvollziehbar und transparent erklärt werden, damit die gute Akzeptanz erhalten bleibt. Bei allem Verständnis für das Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach Normalisierungen müssen wir uns aber dennoch im Klaren darüber sein, dass wir noch immer mittendrin, vielleicht sogar noch immer erst am Anfang bei der Bewältigung dieser Krise stehen und hier eindeutig auf Sicht fahren. Klar ist auch, dass wir es noch lange mit enormen Einschränkungen in der Organisation des Öffentlichen Lebens in Darmstadt und Deutschland zu tun haben werden. Aus Darmstädter Sicht, ist es bitter und traurig, dass auch unsere Feier der Zuversicht, der Hoffnung und Zugewandtheit, für die das Heinerfest steht, auch Opfer der neuen Verordnung wird und dieses Jahr erstmals seit Beginn nicht stattfinden kann. Wie wir damit umgehen, werde ich mit dem Heimatverein Darmstädter Heiner abstimmen. Gleiches gilt für eine Vielzahl weiterer kultureller und sonstiger Veranstaltungen. Hierzu wird es im Laufe der Woche weitere Informationen geben.“   

Beschlossen wurde im Gremium eine Bedarfsabfrage von Schutzmaterialien, die über die Feuerwehr koordiniert wird und zu der es auch noch einmal eine gesonderte Information der Öffentlichkeit geben wird. Dasselbe gilt für mögliche Unterstützung von Privatpersonen beim Erhalt sogenannter Community-Masken. Hier können eventuell Einzelhändler und bestimmte Privatpersonen mit größeren Mengen selbst hergestellter Masken diejenigen unterstützen, die keine Möglichkeit haben, sich eine solche Maske selbst herzustellen.

Weiterhin sind zusätzliche Hilfsmaßnahmen für die besonders von der Covid-19-Epedemie betroffene italienische Partnerstadt Brescia in Planung, die mit zusätzlicher Schutzausrüstung unterstützt werden soll.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, sind in den letzten zwei Tagen insgesamt 5 neue positive Covid-19-Fälle in Darmstadt dazu gekommen, so dass die Zahl in Darmstadt auf kumuliert 120 Fälle steigt. 90 Personen gelten mittlerweile wieder als geheilt. Leider gab es am vergangenen Dienstag auch den ersten Todesfall. Verstorben ist eine 85-jährige ehemalige Bewohnerin eines Pflegeheims mit schweren Vorerkrankungen.

Die nächste Sitzung des Krisenstabs ist am morgigen Freitag, 17. April.

14. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom heutigen Dienstag, 14. April, Bilanz zum Osterwochenende gezogen: Die Bevölkerung habe sich demnach weiterhin sehr gut an die Einhaltung der Regelungen zum Kontaktverbot gehalten, auch wenn es erneut unvernünftiges Verhalten gab. Zusätzlich zu den am Samstag bereits gemeldeten 15 Personen, deren Personalien für die Einleitung eines Bußgeldverfahrens aufgenommen wurde, gab es am Freitagabend noch weitere 4, am Samstag 21, am Sonntag 10 und am Montag 4. Zu den Hotspots der Nichteinhaltung der Kontaktregeln zählen nun vermehrt der Luisenplatz und andere innerstädtische Plätze. Die Grube Prinz von Hessen war insbesondere am Samstag stark frequentiert, aber durchweg von Zweiergruppen bzw. Familienverbänden.

In den Darmstädter Kliniken ist die Situation fast durchweg stabil, in jedem Fall unter Kontrolle, wie die Klinikleitungen berichten. Das Rettungsdienstliche Aufkommen von Covid-19-Patienten war über das Wochenende erneut sehr gering. In Darmstadt gibt es seit Karfreitag insgesamt 10 neue Fälle, damit steigt die Zahl kumuliert auf 115 laborbestätigte Covid-19-Fälle in Darmstadt, davon sind 78 bereits wieder genesen. Wie berichtet, sind die fünf Corona-Schwerpunktpraxen für Darmstadt und Darmstadt-Dieburg der KV über Ostern bereits tätig geworden.

Oberbürgermeister Jochen Partsch berichtete, dass in der zuvor abgehaltenen Telefonkonferenz des Städtetags die Mehrheit der Mitglieder für ein eher vorsichtiges und umsichtiges Verhalten in Bezug auf Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen eintritt, dass man aber selbstverständlich erst einmal abwarten müsse, welche Schritte die Bundesregierung am kommenden Mittwochabend verkünden wird.

Im Anschluss an die Sitzung des Krisenstabs tagte erstmals auch die Fachgruppe Alten- und Pflegeheime, bestehend aus Oberbürgermeister, Sozialdezernentin, Klinikdezernent, Krankenhausleitungen, Rettungsdienst und dem Gesundheitsamt, die in kleinerer Runde die weitere Vorgehensweise in diesem speziellen und jüngst besonders in den Fokus geratenen Umfeld abstimmt. Hier konnte nach eingehender Diskussion Konsens erzielt werden, dass man nach wie vor davon Abstand davon nimmt, alle Pflegeheime pauschal durchzutesten. Stattdessen liegt der Fokus auf das genaue Hinschauen beim Auftreten von Verdachtsfällen und der Einleitung sofortiger und gezielter Testungen, die bei einem bestätigten Ausbruch nochmals intensiviert werden. Zusätzlich soll noch einmal die Ausstattung mit Schutzmaterialien verstärkt und durch zusätzliche Schulungen die Einhaltung der Hygieneregeln nochmals verbessert werden.

11. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich bei seiner Sitzung am heutigen Samstag, 11. April, erneut schwerpunktmäßig mit der Situation in den Alten- und Pflegeheimen in Darmstadt während der Covid-19-Pandemie beschäftigt. Dabei waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass eine Entwicklung, wie es sie in den vergangenen Wochen in einzelnen Altenheimen in Deutschland und seit kurzem auch speziell im benachbarten Odenwald gegeben hat, in Darmstadt unbedingt vermieden werden muss. Um den Umgang mit dem möglichen Infektionsgeschehen in den Heimen noch besser koordinieren zu können, einigte sich der Krisenstab auf ein Sondertreffen einer Expertengruppe mit Vertreterinnen und Vertretern des Gesundheitsamts, der Fachkonferenz Altenhilfe, den Krankenhäusern, der Verwaltung und der Politik am kommenden Dienstag, 14. April.  
      
Unterdessen stellt sich die Situation beim Umgang der Bevölkerung mit den Kontaktbeschränkungen am Osterwochenende in Darmstadt offenbar nach wie vor überwiegend positiv dar. „Die meisten Menschen“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch, „halten sich weiterhin vorbildlich an die Kontaktbeschränkungen und helfen damit weiter die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen.“ Leider gab es aber, wie die Kommunalpolizei berichtete, vereinzelt auch gegenteilige Entwicklungen. So war sowohl der Bürgerpark als auch die Grube Prinz von Hessen am Karfreitag stark frequentiert, hier hielten sich viele Bürgerinnen und Bürger nicht durchgehend an die bestehenden Regelungen, so dass dort 15 Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen festgestellt wurden. Zeitweise hielten sich über 100 Personen gleichzeitig an der Grube auf. Landespolizei und Kommunalpolizei werden daher ihre Kontrollen in den angesprochenen Bereichen nochmals intensivieren. Dennoch, so OB Partsch, „sind wir gemeinsam auf einem richtigen und guten Weg zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt.“ 
 
In den letzten 48 Stunden gab es in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 8 neue laborbestätigte Covid-19-Fälle. Kumuliert sind es nun 108 positive Fälle in Darmstadt, wovon jedoch ein großer Teil bereits wieder genesen ist.  Wie das Gesundheitsamt weiter berichtet, haben die fünf Corona-Schwerpunktpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung ihre Arbeit aufgenommen und bereits erste Fälle an das Gesundheitsamt übermittelt. Das Gesundheitsamt ist auch über die Osterfeiertage weiter mit großer Betriebsstärke im Einsatz.

Oberbürgermeister Jochen Partsch rechnet am kommenden Mittwoch mit einer Information der Bundesregierung, wie nach Ostern weiter mit den beschlossenen Maßnahmen umgegangen werden soll. Die nächste Sitzung des Krisenstabs ist für den kommenden Dienstag, 14. April, anberaumt. 

8. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom 8. April wieder verschiedene Themen im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Covid-19 in Darmstadt besprochen und wichtige laufende Aufgaben der einzelnen Bereiche abgestimmt. Beschlossen wurde dabei mit Blick auf die Alten- und Pflegeeinrichtungen vor allem eine noch engere Abstimmung zwischen Gesundheitsamt, Medizinischem Dienst, Heimaufsicht und der Fachkonferenz Altenhilfe, um Bewohner und Personal in den Einrichtungen noch besser informieren und schützen zu können. Noch gebe es glücklicherweise keine größeren Ausbrüche der gefährlichen Erkrankung in Darmstädter Heimen und auch keine Verstorbenen, wie es in anderen Regionen Deutschlands zu beobachten war, so das Gremium. Asymptomatische und mobile Testungen in den Heimen, wie sie in Frankfurt seit gestern vorgenommen werden sollen, sieht der Krisenstab aus Gründen der Ressourcenverteilung und dem Verweis auf wenig aussagekräftige Momentaufnahmen kritisch.

Diskutiert wurde auch die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) beschlossene Einrichtung sogenannter Corona-Schwerpunktpraxen, die unter anderem die Testcenter zusätzlich unterstützen und sich schwerpunktmäßig um Covid-19-Patienten kümmern sollen. Nach den dem Gesundheitsamt bisher vorliegenden Informationen sind fünf derartige Praxen in Darmstadt vorgesehen. Hier wird das Gesundheitsamt den fachlichen Austausch mit der KV und den Praxen selbst nochmals verstärken. Das Gesundheitsamt wird zudem auch über die Osterfeiertage besetzt sein und für das weitere Vorgehen bei Verdachtsfällen erreichbar sein.

Seit der letzten Sitzung am vergangenen Montag sind in Darmstadt 4 neue Covid-19 Fälle hinzugekommen, so dass es kumuliert nun 96 laborbestätigte Fälle in Darmstadt gibt. Insgesamt 53 Darmstädterinnen und Darmstädter haben ihre Covid-19-Erkrankung bereits überstanden. Oberbürgermeister Jochen Partsch erklärt dazu: „Die aktuellen Zahlen zeigen uns vor allem eines: Dass der von uns eingeschlagene Weg mit Lock down und strikten Kontaktbeschränkungen der richtige zur Eindämmung der Covid-19-Erkrankungen ist. Es ist unbedingt notwendig, dass wir nun nicht nachlassen und die getroffenen Maßnahmen weiter konsequent einhalten und die Einhaltung auch kontrollieren. Das haben wir auch im Städtetag und mit Ministerpräsident Volker Bouffier besprochen. Frühestens in der kommenden Woche wird die Bundesregierung in Abstimmung mit dem RKI dann das weitere Vorgehen kommunizieren und gute Lösungen für die nach wie vor angespannte Situation finden. Je konsequenter und disziplinierter wir alle jetzt vorgehen, desto besser wird uns irgendwann auch der Wiedereinstieg in einen normaleren Alltag gelingen. Bis dahin ist der Imperativ für uns alle gestern wie heute: Flatten the Curve: Wir müssen die Infektionsausbreitung weiterhin unterbrechen und unser Gesundheitssystem stabilisieren. Das wird uns gelingen.“             

Über die Zahlen hinaus informierte der Krisenstab außerdem zum Stand des derzeit im Aufbau befindlichen Behelfskrankenhauses in Eberstadt. Hier gehen die Arbeiten gut und zügig voran, so dass eine Inbetriebnahme am Freitag kommender Woche (17.) in Aussicht gestellt werden kann.

Über die Coronahelfer-Hotline haben bisher insgesamt 130 Personen ihre Hilfe angeboten. 30 bis 40 von ihnen sind bereits vermittelt und haben eine Aufgabe zugeteilt bekommen. Wer seine Hilfe ebenfalls noch anbieten möchte, kann das Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr unter Telefon 06151 780 68 00 weiterhin tun.

6. April 2020

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom Montag, 6. April, eine überwiegend positive Bilanz bei der Einhaltung der Kontaktbeschränkungen in Darmstadt am vergangenen Wochenende gezogen. Obgleich die Parks und Grünanlagen gut besucht waren, trafen sowohl die städtische Kommunalpolizei als auch die hessische Landespolizei nach eigenen Angaben bei Ansprachen zur Einhaltung der Abstands- und Versammlungsregelungen überwiegend Personen an, die sich einsichtig zeigten und den Anweisungen folgten. Anders als in den städtischen Parks stellte sich die Situation in den Sportanlagen dar. Hier seien die Absperrbänder oft ignoriert worden, und die Personen hätten weniger einsichtig reagiert, so dass die Kommunalpolizei entsprechend des vom Land Hessen erlassenen Bußgeldkatalogs 20 bis 30 Bußgeldanzeigen stellen muss. Die hessische Landespolizei berichtete für Stadt und Landkreis zusammen von rund 100 Platzverweisen und 40 Anzeigen zu Ordnungswidrigkeiten.

Oberbürgermeister Jochen Partsch dankte den Bürgerinnen und Bürgern für die gezeigte Disziplin: „Ich freue mich sehr, dass sich ein sehr großer Teil der Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Woche an die geltenden Abstands- und Versammlungsregelungen gehalten hat. Dies zeigt, dass der Bevölkerung der Ernst der Lage bewusst ist. Wichtig ist, dass wir nun trotz erneut guter Wetteraussichten hier nicht nachlassen, um die Covid-19-Ausbreitung weiterhin so stark wie möglich zu verlangsamen.“

Weiteres Thema der heutigen Sitzung waren die städtischen Altenheime. Nachdem am vergangenen Wochenende im Odenwald mehrere Covid-19-Fälle in Einrichtungen bekannt wurden, müsse vor allem die Personalsituation in den Altenheimen stärker in den Fokus gerückt werden. 

Darüber hinaus läuft die in der letzten Woche beschlossene Unterstützung der TU Darmstadt bei der Mobilisierung von Corona-Helfern in dieser Woche an. Personen, die ihre Hilfe für die Darmstädter Kliniken anbieten wollen und medizinische Vorkenntnisse haben – beispielsweise auch Logopäden, Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten –, können sich von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr unter 06151 780 68 00 an die Coronahelfer-Hotline wenden.

Für große Verärgerung beim Krisenstab sorgte ein offenbar am Wochenende durchgeführter Diebstahl am Corona-Testcenter in der Bessunger Straße. Hier wurden von Unbekannten zwei Wassertanks und dazugehörige Spanngurte gestohlen. Oberbürgermeister Jochen Partsch appellierte daher im Namen des Krisenstabs eindringlich an die Bürginnen und Bürger, „die ohnehin schwierige Situation durch sinnlose Diebstähle und Zerstörungen nicht noch zusätzlich zu erschweren und die Arbeit des medizinischen Personals nicht zu behindern.“   

In Darmstadt gibt es Stand Sonntag, 5. April, insgesamt 11 neue Covid-19-Fälle. Damit steigt die Zahl 92 laborbestätigt Fälle. 36 Personen wurden in Darmstadt bereits wieder als geheilt entlassen. Auch über die Osterfeiertage gehen die Tests weiter.

3. April 2020

Oberbürgermeister Jochen Partsch appelliert an die Darmstädterinnen und Darmstädter, sich in den Parks und Grünanlagen sowie in Wald und Feld verantwortungsvoll zu verhalten und insbesondere die Abstandsregelungen einzuhalten – trotz des angesagten Frühlingswetters am Wochenende. Andernfalls wäre es auf Grund des Fehlverhaltens Einzelner notwendig, Parks und Grünanlagen etc. zu sperren. Die Einhaltung wird durch Polizei und Kommunalpolizei kontrolliert. Den gesamten Appell gibt es hier zum Nachlesen.

In der 13. Sitzung des Krisenstabs der Wissenschaftsstadt Darmstadt haben die TU Darmstadt und der Krisenstab eine enge Zusammenarbeit zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beschlossen.

Die Unterstützungsmaßnahmen durch die TU beziehen sich dabei zunächst insbesondere auf die Verteilung von Schutzausrüstung, die Herstellung von Desinfektionsmitteln sowie die Vermittlung freiwilliger Helferinnen und Helfer. Der Krisenstab spricht der TU Darmstadt, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Studierenden seinen ausdrücklichen Dank für das Angebot aus.

Auch die Vernetzung der Kliniken im Versorgungsgebiet sechs in Abstimmung mit dem Land Hessen schreitet weiter voran. Der Schwerpunkt liegt hier aktuell auf der Einrichtung und Koordination von Behelfskrankenhäusern sowie Pflegeeinrichtungen für Nicht-Covid-19-Patienten.

Weiterhin appelliert der Krisenstab an die Bürgerinnen und Bürger, die Kontaktverbote – trotz des vorhergesagten Frühlingswetters in den kommenden Tagen – strikt einzuhalten. Polizei und Kommunalpolizei werden die Einhaltung verstärkt kontrollieren und Verstöße nach dem seit heute (3.) geltenden Bußgeldkatalog des Landes Hessen ahnden.

Das Gesundheitsamt hat für die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktuell 81 positiv getestete Covid-19-Fälle registriert. Davon gelten bereits 33 wieder als gesund und sind aus der Quarantäne bzw. Isolation nach Erkrankung entlassen worden.

1. April 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am 1. April an der weiteren Vernetzung der Kliniken im Versorgungsgebiet sechs, dem Patientenmanagement sowie der Verteilung von Schutzausrüstung gearbeitet. 

Außerdem weist der Krisenstab noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass für die Unterbrechung der Infektionsketten die allgemeinen Verhaltens- und Hygieneregeln elementar sind: Reduzierung sozialer Kontakte auf das Nötigste, regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Husten oder Niesen nur in die Armbeuge, Händeschütteln unterlassen, Körperkontakt vermeiden und einen Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einhalten. 

Das Nutzen und Tragen von FFP2-Masken und medizinischem Mund-Nasen-Schutz sollte (gerade jetzt) vorrangig den medizinischen und pflegenden Berufen in den hierfür vorgeschriebenen Versorgungssituationen vorbehalten sein.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bleibt selbstverständlich weiterhin – unabhängig von der Corona-Situation – eine Option für Menschen mit entsprechenden, relevanten Vorerkrankungen; schützt aber nicht zuverlässig vor Virus-Erkrankungen wie Covid-19 oder Influenza.

Darüber hinaus entscheiden sich einige Bürgerinnen und Bürger, Mund und Nase mit Schals, Tüchern oder Anderem abzudecken. Dies kann zwar einige Tröpfchen auffangen, schützt den Träger oder die Trägerin aber ebenso nicht zuverlässig vor der Aufnahme von Viren, sondern bietet eher einen Schutz für die Personen, mit denen man direkten Kontakt hat – darauf weist das Gesundheitsamt dringlich hin.

Einen eindringlichen Appell richtet der Krisenstab auch noch einmal an die Bevölkerung: Personen, die ihre Hilfe für die Darmstädter Kliniken anbieten wollen und medizinische Vorkenntnisse haben – beispielsweise auch Logopäden, Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten –, können sich von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr unter 06151 780 68 00 an die Coronahelfer-Hotline wenden.

Die Notbetreuung der Schulkinder der Klassen 1 bis 6 während der Osterferien ist sichergestellt. Zur erweiterten Notbetreuung an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in der Ferienzeit sind die Schulen direkt anzufragen. Die Notbetreuung in den Kindertagesstätten läuft regulär weiter. Eine Sondernotbetreuung am Wochenende während der Ferien muss vor Ort dezidiert angefragt werden.

Das Gesundheitsamt teilt mit, dass es im Stadtgebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt aktuell 70 positiv getestete Covid-19-Fälle gibt. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie wurden von diesen bereits 18 Personen aus der Quarantäne bzw. Isolierung nach Erkrankung entlassen und sind gesund.

30. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner heutigen (30.) Sitzung über den weiteren Umgang mit der Ausbreitung des Covid-19-Virus beraten.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie werden das Europa-Wochenende und der städtische Grenzgang am 5. und 6. Juni abgesagt. Der Grenzgang wird traditionell von Darmstadts Partnerstädten kulinarisch begleitet. 

„In der aktuellen Situation durch die Ausbreitung des Covid-19-Virus können die Städte den Organisationsaufwand kaum leisten und werden durch die Absage des Wochenendes deutlich entlastet“, erklärt der Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter Jochen Partsch. „Dieses Wochenende liegt uns allen sehr am Herzen, aber in diesen Zeiten müssen wir auch alle damit zurechtkommen, dass der zwingend notwendige Kampf gegen Covid-19 unser Leben verändert. Aber es wird eine Zeit nach der Pandemie geben und mit großer Freude werden wir unsere europäischen Freunde im nächsten Jahr in Darmstadt begrüßen und gemeinsam feiern“, so Partsch weiter. 

Weitere Themen der Sitzung waren die Verteilung von Schutzausrüstung sowie die Zusammenarbeit und Vernetzung der Krankenhäuser – speziell die Rolle des Klinikums Darmstadt, das im Auftrag des Landes Hessen im Versorgungsbezirk sechs als Koordinierendes Krankenhaus tätig ist. In dieser Rolle steuert das Klinikum die Patientenversorgung im Stadtgebiet sowie in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße und Odenwald. 

Zudem wurde über die Notfallbetreuung über Ostern beraten: Das Jugendamt arbeitet aktuell ein Konzept aus, um die Betreuung von Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufsgruppen arbeiten, auch über die Osterfeiertage zu gewährleisten und damit die Funktionsfähigkeit der kritischen Infrastruktur sicherzustellen. 

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat eine erste Hilfslieferung von Schutzmasken in die Partnerstadt Brescia gebracht. Über weitere Unterstützungsmaßnahmen wird beraten. Die Stadt in Norditalien ist von der Covid-19-Pandemie besonders stark betroffen.

Das Gesundheitsamt teilt mit, dass es aktuell 62 positiv getestete Covid-19-Patienten in Darmstadt gibt.

27. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung am Freitag, 27. März 2020, über das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beraten.

Die Einrichtung des Hauses zur Patientenpflege, das die Wissenschaftsstadt Darmstadt in der ehemaligen Neurologie des Klinikums in Eberstadt errichtet, schreitet weiterhin sehr gut voran und befindet sich im kalkulierten Zeitrahmen. Nach den letzten technischen und behördlichen Abnahmen in den nächsten Tagen soll die Einrichtung in der kommenden Woche einsatzbereit sein. Dort sollen Nicht-Covid-19-Patienten gepflegt werden, um die Kliniken zu entlasten und deren Kapazitäten für Covid-19-Fälle einsetzen zu können.

„An der zügigen Umsetzung der Einrichtung in Eberstadt zur Pflege von Nicht-Covid-19-Patienten wird deutlich, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Krisenstabs, aber auch viele Beteiligte darüber hinaus, wirklich eng und sehr kooperativ miteinander arbeiten. Die kommunikativen und organisatorischen Abläufe greifen sehr gut ineinander und es wird uns Unterstützung von vielen unterschiedlichen Unternehmen, Institutionen und Verbänden, aber auch direkt aus der Bevölkerung angeboten“, beschreibt  der Leiter des Krisenstabs und Oberbürgermeister Jochen Partsch die aktuelle Zusammenarbeit innerhalb der Stadt. „Für diese Solidarität und Hilfsbereitschaft bedanke ich mich ausdrücklich“, so Partsch weiter.

Die Hilfsbereitschaft zeigt sich auch in der weiterhin sehr guten Annahme der Coronahelfer-Hotline. Bürgerinnen und Bürger, die bei der Bekämpfung des Covid-19-Virus unterstützen wollen, können sich unter der Nummer 06151 780 68 00  melden. Gesucht werden vor allem Personen mit medizinischen Vorkenntnissen. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Eine kleinere Arbeitsgruppe des Krisenstabs prüft derzeit, ob Darmstadt die italienische Partnerstadt Brescia bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie unterstützen kann. Die Stadt in der Lombardei ist neben Bergamo eine der am stärksten vom Virus betroffenen Städte.

Der Krisenstab nimmt weiterhin zur Kenntnis, dass das Land Hessen die Starkenburg-Kaserne zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen reaktivieren wird. Hintergrund für diese Maßnahme ist, dass in der Einrichtung in Gießen vier Personen positiv auf Covid-19 getestet wurden. Mit der Reaktivierung der Liegenschaften in Darmstadt – sowie Bad Arolsen – können ausreichende räumliche Kapazitäten geschaffen und Nicht-Erkrankte untergebracht werden, um eine bessere räumliche Trennung zu gewährleisten.

Das Gesundheitsamt teilt mit, dass es in Darmstadt aktuell 46 positiv getestete Covid-19-Fälle gibt.

25. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 25. März 2020, umfassend über die Anstrengungen der Darmstädter Kliniken gesprochen, zielgerecht organisiert und somit gut gewappnet einer möglicherweise deutlich stärkeren Beanspruchung durch die Covid-19-Pandemie gegenüberzustehen. Federführend ist dabei das Klinikum Darmstadt, das als Koordinierendes Krankenhaus die Patientenversorgung – auch der nicht von Covid-19 betroffenen Patienten – für Südhessen steuert. Das Klinikum steht dabei im Austausch mit dem Planungsstab Stationäre Versorgungsstruktur des Landes Hessen. Außerdem stimmt es sich täglich mit den Krankenhäusern der Region und den Rettungsdienstleitstellen ab.

Aktuell wurde vor allem die Aufgabe behandelt, die Kliniken mit ausreichender Schutzausrüstung auszustatten. Bedarf besteht für Ärzte und Pflegepersonal, aber auch für die Mitarbeitenden der Rettungsdienste und nicht zuletzt der Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, eine möglichst hohe Personalverfügbarkeit zu sichern.

Unterdessen steht die Einrichtung zur Patientenpflege, die die Stadt Darmstadt in der ehemaligen Neurologie des Klinikums in Eberstadt aufbauen lässt, kurz vor der Fertigstellung. Für den genannten Zweck, die medizinische Betreuung von Nicht-Covid-19-Patienten, wird es dort rund achtzig Betten geben – dank Bettenspenden unter anderem vom Klinikum, dem Alice-Hospital, dem Elisabethenstift und dem Heimathaus. Weitere Betten wurden angekündigt; die Sauerstoff- und die Wasserversorgung sind ebenfalls bereits funktionsfähig. Allen, die bei der schnellen Herrichtung des Hauses helfende Hand angelegt haben, wurde ausdrücklich gedankt.

Großer Dank galt auch den mittlerweile über siebzig Bürgerinnen und Bürgern, die über die Corona-Hotline 06151 780 68 00 ihre Unterstützung angeboten haben, darunter medizinisches Fachpersonal. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

In Darmstadt gibt es (Stand Mittwochmorgen) 33 positiv getestete Covid-19-Fälle.

24. März 2020

Zu Beerdigungen und Trauerfeiern sind ab sofort nur noch zehn Personen zugelassen. Dies hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Dienstag, 24. März 2020, mit Bezug auf einen Erlass des Hessischen Innenministeriums festgelegt. „Von den Vorsorgemaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sind alle Bereiche des Lebens betroffen – auch dieser schmerzliche, der des Abschieds von nahestehenden Menschen“, sagt Sozialdezernentin Barbara Akdeniz und erläutert näher: „Grundsätzlich halten wir es für geboten, die Trauerzeremonie nur im Freien vorzunehmen. Wenn der derzeit notwendige Mindestabstand zwischen Menschen von 1,50 Meter eingehalten wird, dann können Ältere und Gebrechliche natürlich auch Platz nehmen.“

Zuvor hatte das Innenministerium darauf hingewiesen, dass mit der jüngsten Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte vom 22. März 2020 Trauerfeiern und Bestattungen unter Einhaltung der Infektionsschutzbestimmungen weiterhin möglich sind. Bürgerinnen und Bürger soll es gestattet bleiben, von Angehörigen würdevoll Abschied nehmen zu können.
Nähere Auskünfte gibt das Grünflächenamt unter Fernruf 06151 13 29 15.

In Darmstadt gibt es (Stand Dienstagmorgen) 27 positiv getestete Covid-19-Fälle; zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut. Ein weiterer Patient, der an schweren Vorerkrankungen litt, ist in der Nacht zum Dienstag gestorben.

23. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat bei seiner jüngsten Sitzung am Montag, 23. März 2020, intensiv über die Einsatzplanung der Darmstädter Krankenhäuser gesprochen. Unter anderem ging es hierbei um die Sicherung der Verfügbarkeit von Schutzbekleidung, notwendiger Ausrüstung und Arzneimitteln. Das Klinikum Darmstadt, als Koordinierendes Krankenhaus für Südhessen, steht dazu in laufender Abstimmung mit dem Hessischen Sozialministerium.

Der Krisenstab hat sich außerdem mit den Restriktionen beschäftigt, die seit Sonntag für das öffentliche und private Leben gelten. Das Land Hessen hatte am Vortag verfügt, dass der Aufenthalt im Freien nur allein oder mit einer zweiten, nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Person oder mit den engsten Familienangehörigen erlaubt ist. Die Stadt Darmstadt wird die gewissenhafte Einhaltung der Kontaktvorschriften entsprechend kontrollieren. Dies geschieht durch die Kommunalpolizei in Zusammenarbeit mit der Landespolizei.

Unterdessen haben sich über die neue Coronahelfer-Hotline 06151 780 68 00 schon zahlreiche Menschen vor allem mit medizinischen Kenntnissen gemeldet und ihre Unterstützung angeboten. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Mit dem Stand von Montagmorgen gibt es in Darmstadt 27 positiv getestete Covid-19-Fälle; zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut.

22. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt gibt aus seiner heutigen (22.) Sitzung Folgendes bekannt:

Das Klinikum Darmstadt wird künftig „Koordinierendes Krankenhaus“ im Versorgungsbezirk sechs des Landes Hessen sein und damit die Patientenversorgung während der Covid-19-Pandemie zentral für Südhessen steuern – also neben der Stadt Darmstadt auch für Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße & Odenwald.

Außerdem gibt es Änderungen in der Notfallbetreuung für Kinder: So wurde der Kreis systemrelevanter Berufe erweitert. Damit haben mehr Eltern Anspruch auf die Notfallbetreuung ihrer Kinder. Zudem besteht der Anspruch auf Notfallbetreuung für Kinder zukünftig auch, wenn nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet. Eltern, die keinen Notfallbetreuungsplatz in Anspruch nehmen, werden von der Zahlung des Kita-Entgelts & der Essensgelder befreit.

Eine Änderung gibt es auch bei den Einkaufsbeschränkungen. Darmstadt war sich mit den Präsidiumsmitgliedern des Hessischen Städtetags einig, dass zu den Maßnahmen, die zur Eindämmung und langsameren Verbreitung des Covid-19-Virus dienen, auch die Schließung von Baumärkten zählt. Das Land Hessen definiert dies in seiner jüngsten Änderungsverordnung anders und nimmt Baumärkten von der Schließung aus; dem wird Darmstadt folgen.

20. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner heutigen (20.) Sitzung im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie mit einer weiteren Allgemeinverfügung nun auch Bau- und Gartenmärkte, Sonnenstudios, Nagelstudios, Eisdielen, Cafés sowie Gemischtwarenläden ohne Lebensmittelangebot geschlossen. Am Freitagmittag wurde außerdem bekannt, dass das Land auch die Schließung aller Restaurants anordnet.

Um die zentralen Ziele – Leben retten, die weitere Ausbreitung des Covid-19-Virus zu verlangsamen und die Gesundheitssysteme zu stabilisieren und funktionsfähig zu erhalten – zu erreichen, sind enorme Anstrengungen nötig. Dabei sind die Einsicht, das Handeln und das Unterlassen jedes Einzelnen gefordert. „Es ist beeindruckend, welche Bereitschaft die Bürgerinnen und Bürger zeigen, anderen spontan und unmittelbar zu helfen, Netzwerke nachbarlicher Unterstützung zu knüpfen, dabei viel Einfallskraft und großes Engagement beweisen. Dafür danke ich allen sehr“, sagte der Oberbürgermeister und Vorsitzende des Krisenstabs Jochen Partsch. Wer nachbarschaftliche Hilfe leisten will, findet weitere Informationen auf www.soli-DA-risch.de, eine gemeinsame Initiative des SV Darmstadt 98 und der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Daneben gibt es eine Reihe weiterer unterstützenswerter Initiativen.

Zugleich richtet der Oberbürgermeister einen Appell auch an Menschen speziell mit medizinischen oder pflegerischen Kenntnissen – beispielsweise Medizinstudenten –, den Krankenhäusern in Darmstadt ihre Unterstützung anzubieten. „Dort wird jede Hilfe gerne angenommen, die das Klinikpersonal entlastet. Wer dabei mitwirken will, kann sich schon jetzt melden, um in die Arbeitsabläufe der Kliniken eingeführt zu werden“, so der OB. Eine Mail mit Informationen zu Qualifikation/Beruf, Vor- und Nachname, Mailadresse und Telefonnummer an die Adresse coronahelfer@1sp4mdarmstadt.abde genügt oder man wendet sich an die Kliniken direkt. Unterstützungsangebote jeder Art werden unter dieser Mailadresse angenommen und koordiniert. Ab Montag (23.) wird zudem eine Coronahelfer-Hotline freigeschaltet: 06151 780 68 00. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Derzeit gibt es in der Stadt Darmstadt 21 bestätigte Covid-19-Fälle (Stand: Freitagmittag); zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut.

19. März 2020

In seiner heutigen (19.) Sitzung hat der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter anderem entschieden, Arbeitsgruppen aus dem Krisenstab heraus zu bilden, die sich konzentriert mit den dringendsten Fragestellungen beschäftigen. So ist sichergestellt, das der Krisenstab auch bei möglichen Ausfällen arbeitsfähig bleibt.

Weiterhin hat der Krisenstab folgende Maßnahmen beschlossen:

  • Die Allgemeinverfügung wird bis Ende Mai verlängert. Das bedeutet, dass alle geplanten Großveranstaltungen im Mai wegen des Corona-Virus abgesagt werden müssen. Darunter fallen auch das Schlossgrabenfest, die Frühjahrsmesse und der Merck-Firmenlauf.
  • Die HEAG mobilo wird die Taktung von Bussen und Bahnen auf Samstagsfahrpläne umstellen. Hintergrund dafür ist zum einen die aktuell geringe Auslastung der Fahrzeuge. Zum anderen ist dadurch eine flexible Veränderung in der Personalplanung möglich, damit die Funktionsfähigkeit des ÖPNV im Stadtgebiet auch weiterhin sichergestellt ist.

Der Kristenstab betont, dass alle städtischen Ämter und Einrichtungen der Stadtverwaltung ihren Betrieb aufrechterhalten; lediglich der Besucherverkehr ist eingeschränkt worden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch und vorzugsweise per E-Mail erreichbar.

Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Schließung der städtischen Ämter oder zur Notbetreuung in Kitas und Schulen haben, können sich an die Behördennummer 115 wenden. Sie ist vom Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr besetzt.

Aus gegebenem Anlass wird noch einmal darauf hingewiesen, dass sich der Eingang zum Corona-Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung in der Niersteiner Straße gegenüber vom Gesundheitsamt befindet.

Aktuell gibt es im Stadtgebiet 16 mit dem Corona-Virus infizierte Personen. Davon wird einer stationär behandelt, die anderen sind nur leicht erkrankt und befinden sich zu Hause. 450 Personen stehen derzeit per Anordnung unter Quarantäne.

18. März 2020

Aus der heutigen (18.) Sitzung des Krisenstabs gibt es folgende Informationen:

Am Corona-Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung werden durch Absperrungen und eine veränderte Beschilderung Maßnahmen zur besseren Leitung und Steuerung der Besucherströme ergriffen. Damit verbunden ist der Aufruf, das Testcenter nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 aufzusuchen. Oberbürgermeister Jochen Partsch appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: "Nehmen Sie Rücksicht und achten Sie auf Ihre Mitmenschen! Dies gilt auch für alle Menschen, die nun Rettungsdienste vor Ort aufsuchen. Informieren Sie sich vorab und gehen Sie nicht einfach in die Einsatzzentralen."

Über diese Maßnahmen hinaus hat das Bürger- und Ordnungsamt den Auftrag erhalten, die am gestrigen Dienstag (17.) vom Land Hessen veröffentlichte Verordnung zu prüfen und restriktiv umzusetzen. Die Kommunalpolizei wird daher noch einmal stärker kontrollieren. Die Gaststättenbetreiber sind aufgerufen, sich an die Vorgaben des Landes zu halten. Dies ist zur Eindämmung der Virusverbreitung notwendig.

Am 27. März wird es in Wixhausen wieder die Möglichkeit geben, Blut zu spenden. Die Bevölkerung bleibt aufgerufen, wie bisher auch Blutspenden zu leisten.

17. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat heute (17.) die Umsetzung der Leitlinien von Bund und Ländern auf kommunaler Ebene ab Mittwoch (18.) beschlossen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Restaurants & Speisegaststätten öffnen generell frühestens ab 6 Uhr & schließen spätestens ab 18 Uhr.
  • Supermärkte, Apotheken, Banken, Tankstellen u.v.m. bleiben geöffnet. Grundsätzlich wird für sie das Sonntagskaufverbot ausgesetzt.
  • Für den Publikumsverkehrs werden geschlossen: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Theater, Kinos, Fitnessstudios, alle öffentlichen & privaten Sportanlagen, Spielhallen etc.
  • Spielplätze im Stadtgebiet werden geschlossen.

Die gesamten Leitlinien der Bundesregierung sind hier abrufbar: Leitlinien zum Kampf gegen die Corona-Epidemie

Die Umsetzung der Leitlinien ist durch die Vierte Verordnung des Landes Hessen zur Bekämpfung des Corona-Virus geregelt.  

Außerdem hat das Land Hessen für die Notfallbetreuung in Kitas weitere Berufsgruppen als „systemrelevant“ eingestuft:

  • Erzieherinnen & Erzieher
  • Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter im Jobcenter, der Agentur für Arbeit & im Amt für Soziales und Prävention (SGBII/SGBIII und Asylbewerberleistungsgesetz)
  • Personen der Versorgungswirtschaft (Abwasser, IT, Energieversorgung)

Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter Jochen Partsch sagte dazu: "Die Einhaltung der Vorgaben wird ab Mittwoch auch von der Kommunalpolizei kontrolliert. Vor diesem Hintergrund appellieren wir nochmals an die Bürgerinnen und Bürger aber auch an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Belegschaft, die grundsätzlichen Verhaltensmaßgaben zur Eindämmung des Coronavirus, also Abstandsregelungen, regelmäßiges Händewaschen, kein Zusammenkommen in großen Gruppen, unbedingt ernst zu nehmen. Dies gilt auch im Freien in Parks und Grünanlagen. Wie Kanzlerin Merkel bereits gestern noch einmal unterstrich, ist es jetzt auch an jedem Einzelnen die Verbreitung des Virus mit den eigenen Verhaltensweisen zusätzlich auszubremsen. Es geht hier immer um die Unterbrechung von Infektionsketten, den Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen und die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems."

Zusätzlich appelliert der Krisenstab noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger besonnen zu bleiben, aufeinander Rücksicht zu nehmen und vor allem das medizinische Personal nicht an seiner Arbeit zu hindern, beispielsweise durch das Blockieren von Rettungswegen.

Weitere Informationen zu den Beschlüssen des Krisenstabs sind hier nachzulesen: www.darmstadt.de

16. März 2020

Der Coronavirus-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist am heutigen Montag (16.) zu seiner nächsten Sitzung zusammengekommen.

In der Sitzung wurde die Schließung aller städtischen Verwaltungsgebäude für den Publikumsverkehr ab dem morgigen Dienstag (17.) beschlossen. In dringenden Fällen, beispielsweise bei unaufschiebbaren Terminsachen, ist eine telefonische Terminvereinbarung möglich. Die Online-Terminvergabe wird geschlossen.

Um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen, beschloss der Krisenstab nun auch die Schließung der Stadtbibliothek, Stadtteilbibliotheken, des Bücherbusses und des Vivariums ab Dienstag.

Bestattungen dürfen nur noch mit maximal 30 Personen stattfinden.

Trauungen werden weiterhin durchgeführt, allerdings nur mit einer begrenzten Anzahl von maximal 4 externen Personen (Traupaar und zwei Trauzeugen). Alle Senioren-Veranstaltungen sind bis auf weiteres abgesagt.

Weitere Infos – auch zur aktuellen Lage in den Kitas – sind hier zu finden: www.darmstadt.de/nachrichten/darmstadt-aktuell/news/corona

14. März 2020

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat heute weitere Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen:

Für die Schülerinnen und Schüler sind die Schulen ab dem kommenden Dienstag (17.) bis zum 19. April geschlossen, es sei denn, sie haben aufgrund der Berufe beider Elternteile einen Anspruch auf Notbetreuung. Dies betrifft nur die Jahrgänge 1 bis 6. Dabei handelt es sich um klar vom Land Hessen festgelegte systemkritische Berufe wie etwa Medizinisches Personal, Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr. Die Zugehörigkeit ist durch Bescheinigung vom Arbeitgeber nachzuweisen. Ausgenommen sind zunächst auch Schülerinnen und Schüler, die das Abitur ablegen. Hier treffen die Schulen laut Schulamt entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, wie die Verhinderung von kritischen Ansammlungen und der Einhaltung eines Sicherheitsabstands von zwei Metern.

Mit der Allgemeinverfügung der Hessischen Landesregierung vom 13. März, wurde festgelegt, dass die Kindertagesstätten ab sofort bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben müssen und die Kinder die Einrichtung nicht mehr betreten dürfen. Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat daher entschieden, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der städtischen Kindertagesstätten zu Beginn der kommenden Woche zunächst in Gänze anwesend sind, um die nach dem Erlass notwendigen Betreuungen zu organisieren. Alle städtischen Kitas sind demnach am Montag (16.) bis auf weiteres geöffnet, allerdings nur, um die Betreuung für Kinder, bei denen beide Elternteile oder Alleinerziehungsberechtige in systemkritischen Berufen arbeiten, sicherzustellen. Dafür ist ein entsprechender Nachweis notwendig, der schriftlich im Verlauf der Woche vorzulegen ist. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt appelliert hier auch an die freien Träger und die Kirchen, dass sie derartige Notfalldienste ebenfalls aufrechterhalten, um eine entsprechende Versorgungslage zu gewährleisten. Durch diese Vorgehensweise kann die Stadt kleine Einheiten und Gruppen dezentral unterbringen und damit das Risiko für Ansteckungen minimieren.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt schaltet ab dem kommenden Montag (16.) eine Info-Hotline unter der Telefonnummer 06151/13-2060. Hier werden alle organisatorischen Fragen rund um die Änderungen bei den städtischen Ämtern und den Kindertagesstätten beantwortet. Fragen zum schulischen Bereich beantworten weiter die jeweiligen Schulleitungen. Fragen zu Gesundheit und dem Coronavirus allgemein werden weiterhin durch das Gesundheitsamt beantwortet.

Wie das Gesundheitsamt berichtet, gab es am gestrigen Freitag (13.) drei positiv auf das Coronavirus getestete Personen in Darmstadt. Am heutigen Samstag kamen noch einmal zwei bestätigte Fälle hinzu, so dass es Stand Samstag, 14. März, 16 Uhr, insgesamt fünf positiv getestete Personen gibt. Die am Freitag festgestellten Fälle befinden sich bereits in Isolation und die jeweiligen Kontaktpersonen in Quarantäne. Bei den am Samstag neu hinzugekommenen Fällen befinden sich die Personen in Isolation und die Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten städtischer Einrichtungen (VHS, Schwimmbädter, Akademie für Tonkunst etc.) sind hier nachzulesen: www.darmstadt.de/nachrichten/darmstadt-aktuell/news/ausbreitung-des-coronavirus

13. März 2020

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sagt der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt ab Montag, dem 16.03.2020 bis zum 30.04.2020 alle öffentlichen Veranstaltungen der Stadt Darmstadt ab. Getroffen wurde diese Entscheidung in der Sitzung eines außerordentlichen Krisenstabes unter Leitung von Oberbürgermeister Jochen Partsch am heutigen Morgen (13.).

Aufgrund der Entscheidungen im Krisenstab hat der Oberbürgermeister die Allgemeinverfügung „Über das Verbot von Veranstaltungen und die Schließung von städtischen Einrichtungen“ erlassen.

Darin sind unter anderem folgende Einschränkungen enthalten:

  • Alle Veranstaltungen, bei denen die Stadt Darmstadt oder die Darmstadt Marketing GmbH oder die städtischen Kulturinstitute als Veranstalter agieren, werden untersagt.
  • Alle Veranstaltungen im Staatstheater Darmstadt, im Darmstadium, der Centralstation und sämtlichen städtischen Bürgerhäusern, in der Böllenfalltorhalle, in städtischen Räumen und auf städtischen Flächen, bei denen größere Menschenansammlungen zu erwarten sind, werden untersagt.
  • Sämtliche Versammlungen und Demonstrationen, die mit größeren Menschenansammlungen verbunden sind, werden untersagt.
  • Sportveranstaltungen (auch die des SV Darmstadt 98) dürfen ausschließlich ohne Zuschauer stattfinden.
  • Die städtischen Schwimmbäder werden geschlossen.

Außerdem wurden folgende Veranstaltungen abgesagt:

  • Die städtische Einbürgerungsfeier (13.03.2020),
  • Das Darmstädter Tourismusforum (20.03.2020, Fachveranstaltung, nicht öffentlich)
  • Datterichs Wochenmarkt (4.4.2020)
  • Darmstadt Mobil (04./05.04.2020)
  • Die Öffnung des temporären Besucherzentrums Konsum (04./05.04.2020)
  • Die Baumesse auf dem Messplatz (03.-05.04.2020)
  • Der Flohmarkt vor dem darmstadtium (24./25.04.2020)
  • Die Frühjahrsmess (30.04. – 10.05.2020)

Der Oberbürgermeister erklärte, dass die Maßnahmen zwingend notwendig seien, auch wenn es in Darmstadt bisher noch keine bestätigte Infektion mit dem Corona-Virus gibt. 

Weitere Informationen zu Einschränkungen im Kulturbereich sowie zum Umgang mit Privatveranstaltungen sind hier nachzulesen www.darmstadt.de/nachrichten/darmstadt-aktuell/news/corona-virus

 


 

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist inzwischen an verschiedenen Gebieten in Europa und auch in Deutschland angekommen. Die Behörden des Bundes, der Länder, der Städte und der Landkreise haben gemäß der Planungen für den Pandemiefall vorgesorgt.

Allen Bürgerinnen und Bürgern steht bei allgemeinen Fragen rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 die Hotline des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zur Verfügung.

Die Hotline ist unter der Nummer 0800-5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

Fragen zu konkreten Symptomen beantwortet der behandelnde Hausarzt oder der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117

 

Weiterführende Informationen

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/informationen-zum-neuen-coronavirus-sars-cov-2

Robert Koch-Institut

https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg

https://www.gesundheitsamt-dadi.de


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Ab sofort sind einige Bäder wieder geöffnet. Tickets müssen vorab gekauft werden.  Mehr

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Hotlines

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (ÄBD): 116 117

HSMI: 0800/5554666

Gesundheitsamt: 06151-33090

Behördennummer: 115

Was tun, wenn daheim Langeweile droht?

Spielideen von der Kinder- und Jugendförderung für die Zeit zu Hause.

Infektionen vermeiden

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),
http://www.infektionsschutz.de

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