Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Projekte

Vorträge, Ausstellungen und Veröffentlichungen lassen sich häufig aus dem Ergebnis der Arbeit an entsprechenden Projekten erstellen. Das Stadtarchiv Darmstadt arbeitet hier oft mit anderen Ämtern und Dienststellen der Stadt, Forschungseinrichtungen, sowie mit ehrenamtlich und hauptamtlich Forschenden zusammen, um stadthistorischen Fragestellungen nachzugehen und neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu gewinnen. Hierzu zählen beispielsweise auch Maßnahmen zum Erhalt von Archivgut.

Restaurierung der "Zerstörungskarte" der Stadt Darmstadt (1945-1947)

Grundlage der so genannten "Zerstörungskarte" ist eine aus neun Einzelblättern zusammengesetzte gedruckte Stadtkarte im Maßstab 1 : 2500 aus dem Jahr 1938. In diese Karte wurde nach einer farblichen Abstufung in sieben Stufen (leicht beschädigt bis total zerstört) mit Farbkreide der Zerstörungsgrad jedes einzelnen Hauses und Grundstücks der Stadt Darmstadt nach den insgesamt 35 Bombenangriffen auf die Stadt im Zweiten Weltkrieg eingetragen. Die Karte diente der Dokumentation eines jeden Gebäudes für Zwecke der Schadensaufnahme und ggf. späterer Entschädigungszahlungen.

Seit 1984 lag die etwa fünf Quadratmeter große Karte zusammengerollt im Karten-Magazin des Stadtarchivs und konnte aufgrund von umfangreichen Schäden nicht mehr gezeigt werden. Zur Zeit wird die Karte, eines der aussagekräftigsten Dokumente der Stadtzerstörung, aufwändig restauriert und kann nach Abschluss der Arbeiten erstmals wieder im Original präsentiert werden

Stadtlexikon Darmstadt

Das Stadtlexikon Darmstadt erschien in gedruckter Form im Mai 2006. Es bietet auf fast 1100 Seiten einen umfassenden Überblick über alles Wissenswerte aus Geschichte und Gegenwart der einstigen Haupt- und Residenzstadt und jetzigen Wissenschaftsstadt Darmstadt sowieihrer Ortsteile. Das Stadtlexikon ermöglicht einen schnellen Zugriff auf zahlreiche Themen aus Geschichte, Kunst, Kultur, Architektur, Technik, Tier- und Pflanzenwelt, Literatur, Wissenschaft, Gesundheits- und Sozialwesen, Sport, Kirche, Politik und Gesellschaft. Herausragende Gebäude werden ebenso vorgestellt wie Schulen, Vereine, Firmen und weitere Institutionen. Hunderte bedeutender und berühmter Darmstädter Frauen und Männer sind mit eigenen Biografien gewürdigt. Mehr als 180 Autorinnen und Autoren haben für die Buchaugabe fast 1800 Artikel verfasst. Diese bieten in knapper Form verlässliche Informationen und wenden sich an interessierte Laien ebenso wie an Heimatforscher und Wissenschaftler.

Nachdem das gedruckte Lexikon bereits seit Ende 2009 vergriffen war und eine überarbeitete Neuauflage bzw. ein Nachdruck sich nicht bewerkstelligen ließen, hat die Redaktion des Lexikons im Januar 2013 mit der Überarbeitung für eine Online-Version begonnen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH zeigte großes Interesse an der Herausgabe eines Online-Lexikons und bot die Übernahme der organisatorischen Arbeit, vor allem die Erstellung einer geeigneten Datenbankstruktur an. Nach drei Jahren sind die Arbeiten für das Stadtlexikon nunmehr abgeschlossen. Alle Autorinnen und Autoren wurden gebeten, ihre Artikelzu überarbeiten und für die Online-Ausgabe freizugeben. Auch rund 800 Abbildungen und Bildunterschriften mussten für das Internet angepasst werden. Der Historische Verein für Hessen als Herausgeber des Lexikons zeichnet auch für die Online-Ausgabe verantwortlich.

Die Redaktion des Stadtlexikons Online wird auch künftig beim Stadtarchiv Darmstadt angesiedelt sein. In regelmäßigen Abständen werden Artikel aktualisiert und neue Artikel eingestellt. Informationen zu den Aktualisierungen werden hier veröffentlicht.

Darmstädter Ehrengräber - Biographien und Bewertung

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt berief im Frühjahr 2012 im Auftrag der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung einen unabhängigen und ehrenamtlich tätigen Fachbeirat zur Neubewertung bestehender städtischer Ehrengräber.

Dem Fachbeirat unter Vorsitz von Oberbürgermeister Jochen Partsch gehörten neben dem Leiter des Stadtarchivs Dr. Peter Engels und dem Abteilungsleiter der Friedhofsverwaltung drei externe Historikerinnen und Historiker an: Dr. Annegret Holtmann-Mares von der Technischen Universität (TU) Darmstadt, Andreas Göller, Leiter des Archivs der TU Darmstadt sowie Dr. Rainer Maaß, vom Hessischen Staatsarchiv Darmstadt. Zusätzlich unterstützt wurde der Fachbeirat durch den Historiker Dr. Holger Köhn vom Büro für Erinnerungskultur, der mit der Erstellung wissenschaftlich fundierter Kurzbiografien beauftragt war. Als Ausgangsbasis für die Arbeit des Beirats diente die Liste „Grabstätten, die ehrenhalber zu unterhalten sind (Stand: Februar 2010)“, die der Friedhofsverwaltung vorlag. Diese Ehrengräberliste umfasste 78 Namen mit 56 Grabstätten auf dem Alten Friedhof, 13 auf dem Waldfriedhof sowie eine auf dem Bessunger Friedhof in Darmstadt.

Nach rund dreijähriger Forschungsarbeit hat der vom Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingerichtete Fachbeirat zur Neubewertung der städtischen Ehrengräber unter Vorsitz von Oberbürgermeister Jochen Partsch seine Untersuchungen abgeschlossen und seinen Bericht dem Magistrat zur Kenntnis vorgelegt. Die vom Fachbeirat als Abschlussbericht erstellte vollständige Dokumentation der Darmstädter Ehrengräber enthält 70 Biografien und umfasst 229 Seiten.

Der Bericht bildete die Grundlage einer Veröffentlichung der Biografien im Rahmen der Publikation der „Darmstädter Schriftenreihe“.
Die Liste der Ehrengräber kann hier eingesehen werden: Ehrengräber.