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Ausstellungen

Regionale und überregionale Themen werden durch uns immer wieder, häufig gemeinsam mit Partnern, in Ausstellungen aufgegriffen und umgesetzt. Der Darmstadt-Bezug liegt uns dabei natürlich besonders am Herzen. Hier finden Sie Informationen zu unseren noch anstehenden und einigen bereits abgeschlossenenen Ausstellungen.

Carlo Mierendorff - Atmosphäre Weimar

Der Darmstädter Schriftsteller, Politiker und Widerstandskämpfer Carlo Mierendorff (1897-1943) hat sich in den Jahren der Weimarer Republik als entschiedener Widersacher des Nationalsozialismus profiliert und wurde deshalb schon im April 1933 verhaftet und in das Konzentrationslager Osthofen bei Worms verbracht. Aus diesem Grund hat die heutige Gedenkstätte KZ Osthofen eine Ausstellung zu Mierendorff vor dem Hintergrund der Athmosphäre der Weimarer Republik erarbeitet, die 2016 in Osthofen gezeigt und dann im Justus-Liebig-Haus präsentiert wurde, angereichert mit Dokumenten aus dem Stadtarchiv Darmstadt.

Dauer: 20. April bis 18. Mai 2017

Ort: Justus-Liebig-Haus, Foyer

Veranstalter: Stadtarchiv Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte KZ Osthofen und der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung

Weltkriegsausstellung

Der Erste Weltkrieg war in Deutschland Jahrzehnte lang ein fast vergessener Krieg. Die Totalität dieses Krieges, der große Einfluss, den er und seine Folgen für den Fortgang der deutschen und europäischen Geschichte hatten, ist jenseits der Diskussion unter Fachleuten kaum jemandem bewusst. Die eigentlich unübersehbare Zahl an Mahnmalen und Gedenktafeln in Kirchen, auf Friedhöfen, in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden, die an den Krieg und seine Opfer erinnern, wurden kaum beachtet. Zu sehr dominierten Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg und Holocaust, dann auch die Problematik der doppelten deutschen Staatsgründung und das Wirtschaftswunder die öffentliche Wahrnehmung seit den 1950er Jahren.

Das Gedenken an den Kriegsausbruch vor 100 Jahren war für Archive und Geschichtsvereine in ganz Deutschland Anlass zur erneuten, häufig zur erstmaligen Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg. Die drei Stadtarchive in Darmstadt, Mainz und Wiesbaden gestalteten ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zu gestalten, das die Auswirkungen des Kriegsgeschehens auf die drei Kommunen zeigt. Auch wenn Mainz als Industrie- und Festungsstadt, Darmstadt als Haupt- und Residenzstadt, Wiesbaden als Residenz- und Kurstadt im 19. und frühen 20. Jahrhundert jeweils unterschiedliche Wege der Stadtentwicklung durchlaufen haben, so sind doch die Wirkung des Kriegsgeschehens auf die städtische Bevölkerung, die Geschäftswelt und Verwaltung sowie die Auseinandersetzung mit den Kriegsfolgen vergleichbar. Die Ausstellung und der zuehörige Begleitband gewähren vertiefende Einblicke in das Geschehen an der so genannten „Heimatfront“, die indirekten Auswirkungen des Kriegsgeschehens. Sie nehmen die schweren Entbehrungen der Bevölkerung in den Blick: Versorgungsprobleme, Desillusionierung und Reaktionen auf den Tod von Familienangehörigen, Verarmung ganzer Familien, Hungerunruhen sowie Probleme der Sozialfürsorge und der Gesundheitsversorgung.

Die Ausstellung war im September und Oktober 2014 in Darmstadt zu sehen, anschließend in Wiesbaden und in Mainz. Im Mai und Juni 2016 war sie anlässlich des Gedenkens an "100 Jahre Schlacht von Verdun" erneut in Darmstadt zu sehen (Karolinensaal des Hauses der Geschichte)

Ausstellung "Darmstadt in der Stunde Null" im Karolinensaal im Haus der Geschichte, 1994