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Aktuelles

Hier werden keine aktuellen Informationen mehr veröffentlicht.

Interessante Mitteilungen über Ereignisse und Projekte finden Sie nun auf unserem Blog: www.dablog.hypotheses.org


Schließzeiten rund um Weihnachten und Neujahr

Das Stadtarchiv ist am 27. und 28.12.2018 nicht besetzt und in der Folge findet an diesen Tagen auch keine Beratung statt. Allerdings ist der Lesesaal im Haus der Geschichte geöffnet.

Vom 14.01. bis 18.01.2019 stehen wir ebenfalls weder zur Bereitstellung von Archivgut, noch zur Beantwortung von Anfragen zur Verfügung.

Ausführlichere Informationen gibt es auf dem DAblog.

„Die Revolution 1918/19 in Darmstadt“ – Eröffnung der Ausstellung des Stadtarchivs durch Dr. Peter Engels

 

1918 war in Deutschland ein Epochenjahr, das kann man aus heutiger Sicht sagen, aus der Sicht der Zeitgenossen stellte es sich etwas anders dar, aber dazu später. Der Erste Weltkrieg endete, die Revolution im November fegte die Monarchen hinweg und führte überall zur Ausrufung der Republik. Die moderne Geschichtswissenschaft spricht von 1914 als dem Ende des langen 19. Jahrhunderts (seit der Französischen Revolution 1789) und von 1918 als dem Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts.

Aus stadthistorischer Sicht ist die Epochengrenze eher bei 1914 zu setzen, denn viele Entwicklungen des Ersten Weltkriegs gingen nach 1918 kontinuierlich weiter, nicht nur Versorgungskrise und Wohnungsnot. Die Keimzelle des heutigen städtischen Wohnungsamtes und des heutigen Eigenbetriebs EAD (als städtisches Fuhramt) beispielsweise liegen im Ersten Weltkrieg, nicht zu vergessen, die Einführung der Sommerzeit! Aber das nur nebenbei. 1918 war, das kann man zweifellos feststellen, die Geburtsstunde unserer heutigen parlamentarischen Demokratie. Es lohnt sich also, einen Blick auf die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Jahre vor und nach 1918 zu werfen.

Gelegenheit dazu bietet die Ausstellung, die vom 12. November bis zum 14. Dezember 2018 im Eingangsbereich des Hauses der Geschichte, Karolinenplatz 3, präsentiert wird. Sie besteht aus zwei Teilen: Die ersten 15 Tafeln befassen sich mit dem Ersten Weltkrieg und stammen aus der Ausstellung, die die Stadtarchive Mainz, Wiesbaden und Darmstadt 2014 gemeinsam gestaltet haben.

Zu dieser Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der auch die Zeit der Revolution 1918/19 umfasst. Dort ist neben der Beschreibung der Ausstellungstafeln ein 30seitiger Essay zum Ersten Weltkrieg in Darmstadt zu finden. Der Katalog kann während der Öffnungszeiten des Hauses der Geschichte während der Dauer der Ausstellung im Lesesaal für 10,- € erworben werden.

Für den zweiten Teil der Ausstellung, der sieben Tafeln umfasst, gibt es keinen eigenen Katalog.
Als Ersatz dient der zur Eröffnung der Ausstellung vom Leiter des Stadtarchivs, Dr. Peter Engels, gehaltene Vortrag, der hier zum Nachlesen heruntergeladen werden kann: PDF

Oktober 2018

Karl-Eugen Schlapp schreibt über den jüdischen Buchhänder Alfred Bodenheimer, dessen „Darmstädter Bücherstube“, einem kulturellen Treffpunkt in Darmstadt, 1937 nach Bodenheimers Flucht vor den Nationalsozialisten von Marianne und Robert D´Hooghe übernommen und als antifaschistische Buchhandlung weitergeführt wurde. Der Artikel ist jetzt bebildert.

Der Erziehungswissenschaftler und Schulrat Artur E. Bratu studierte an der TH Darmstadt und in Frankfurt, bevor er 1933 nach England flüchtete. In zahlreichen Ämtern widmete er sich nach Kriegsende dem Wiederaufbau des Schulwesens in Darmstadt, u.a. als ehrenamtlicher Stadtrat und Stadtverordneter. Der Lexikonartikel von Susanne Király skizziert seine zahlreichen Aktivitäten und Auszeichnungen. Der Artikel ist jetzt bebildert.

Bernd Wältz stellt in seinem ersten Beitrag für das Lexikon den Darmstädter Rabbiner und Philosophen David Selver vor. Nach der Aufteilung des Rabbinats Darmstadt in zwei Rabbinate wurde er Rabbiner des liberalen „Rabbinats Darmstadt I“. Aufgrund immer lauter werdender Kritik seiner Gemeinde an seiner Arbeit musste jedoch Großherzog Ernst Ludwig eingreifen, um Selver vor einer Entlassung zu bewahren.

Über den Regisseur und Theaterleiter Gustav Hartung berichtet Yorck A. Haase in einem Lexikonartikel. Hartung war von 1920 bis 1924 Generalintendant am Hessischen Landestheater Darmstadt und polarisierte mit seinen Aufführungen Presse und Öffentlichkeit. Der Artikel ist jetzt bebildert.

Wer mehr über den Dichter Karl Wolfskehl erfahren möchte, sollte sich den Lexikonartikel von Eckhart G. Franz durchlesen. Der in Darmstadt geborene Schriftsteller gab in München gemeinsam mit dem Darmstädter Stefan George Anthalogien heraus. 1933 floh er aus Deutschland und fand 1938 in Neuseeland eine neue Heimat. Der Artikel ist jetzt bebildert.

September 2018

Hans Altenhain hat für das Stadtlexikon einen Artikel zu Gabriele Wohmann verfasst, der im September online ging. Die 1932 in Darmstadt geborene Schriftstellerin erhielt für ihr Schaffen zahlreiche Literaturpreise und Auszeichnungen.

Juli 2018

Im neuen Beitrag von Holger Köhn, der im Juli veröffentlicht wurde, geht es um den Darmstädter Gärtner Oskar Werling.

Juni 2018

03.07.2018

Das Stadtlexikon ist im Juni um einen weiteren Artikel bereichert worden. Roland Dozert hat sich mit dem Kleinplaneten Darmstadt beschäftigt.

Der 2008 von Erwin Schwab entdeckte Planetoid braucht fünfeinhalb Jahre, um die Sonne zu umrunden, und läuft international unter der Nummer "241418". Seit 2010 trägt er offiziell den Namen "Darmstadt".

April und Mai 2018

29.05.2018

Im April wurden ein neuer Artikel zur Reformation in Darmstadt online gestellt.

Der Artikel zu Julius Gilmer, Jurist und Mitglied der Verfassungsberatenden Landesversammlung in Hessen, kam im Mai neu dazu.

März 2018

12.04.2018:

Im März wurden der Artikel zur Knabenarbeitsanstalt und der Artikel über Hanns Pellar, Maler, Illustrator und Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie, mit neuen Fotos ergänzt.

Februar 2018

05.02.2018:

Das Stadtlexikon ist im Februar um einen weiteren Artikel bereichert worden. Der ehemalige Leiter der Volkshochschule in Darmstadt, Walter Schwebel, und Archivkollegin Anke Leonhardt stellen Ingeborg Horn-Staiger vor, die 1972 Direktorin der Darmstädter Volkshochschule wurde.

Januar 2018

05.02.2018:

Peter Engels hat einen weiteren interessanten Artikel, diesmal zum Historiker und langjährigen Leiter des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt Eckhart G. Franz, für das Stadtlexikon verfasst.

Darüber hinaus wurde die Literaturliste des Artikels Neue Künstlerkolonie um die Neuerscheinung „Zur Geschichte der Neuen Künstlerkolonie auf der Darmstädter Rosenhöhe“ in der Zeitschrift „Denkmalpflege & Kulturgeschichte“ von Sandra Kress ergänzt.

Neue Artikel und Änderungen im Stadtlexikon

November 2018

Der Beitrag zur "Vereinigung von Freunden der Technischen Universität zu Darmstadt e.V. - Ernst Ludwigs-Hoschschulgesellschaft" von Brigitte Kuntzsch erläutert die Geschichte dieser Fördergesellschaft. Namenhafte Darmstädter schlossen sich 1918 zusammen, um die wissenschaftliche Entwicklung der TH voranzutreiben.

Leah Gass und Margit Sachse widmeten sich in ihrem ersten Artikel für das Stadtlexikon dem Juristen und Bankdirektor Robert Jablon, der während des Ersten Weltkriegs als Kind zu seiner Verwandtschaft nach Darmstadt zog. Die Verbundenheit mit Darmstadt blieb auch nach dem Umzug seiner Familie 1919 nach Köln bestehen, wo er erstmals antisemitische Anfeindungen erlebte. 1932 erreichte er in seinem Referendariat den Freispruch von Carl von Ossietzky im Weltbühne-Prozess, wurde aber 1933 entlassen und musste bald darauf ins Exil fliehen. 1999 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seinen Einsatz zur Rettung jüdischer Kinder.