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Darmstadt Aktuell

Wissenschaftsstadt Darmstadt bereitet ungenutzte Schulcontainer im Donnersbergring als Übergangswohnraum für Flüchtlinge vor

(SD) – Dienstag, 11.08.2015

Stadt hält am Konzept der schnellen dezentralen Unterbringung der neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Stadtteilen fest

Darmstadt bereitet Übergangswohnungraum für Flüchtlinge vor. Bild: Luisenplatz/ Wissenschaftsstadt Darmstadt; Weltkugel/ huebers/pixelio.de

Auch die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird in den kommenden Monaten aufgrund steigender Flüchtlingszahlen mehr Asylsuchende aufnehmen. Schon in den letzten Jahren hat Darmstadt mehr Asylbewerberinnen und -bewerber aufgenommen, als die Kontingente vorsahen, so dass die Anzahl der über das Regierungspräsidium zugewiesenen Menschen über das Jahr verteilt gut zu steuern war. Mit der steigenden Anzahl der Flüchtlinge und dem veränderten Zuweisungsschlüssel wird Darmstadt in diesem Jahr rund 1000 Neubürgerinnen und Neubürger willkommen heißen. Allein für das zweite Halbjahr 2015 werden rund 600 Menschen erwartet, die menschenwürdig untergebracht werden sollen: Das bedeutet, dass jede Woche in Darmstadt zwischen 20 bis 35 Asylsuchende erwartet werden.
Zusätzlich zu den Erstwohnhäusern, auf den Konversionsflächen der Kelley Baracks und dem ehemaligen Polizeirevier Arheilgen, die für Flüchtlinge instand gesetzt werden, stellt die Wissenschaftsstadt Darmstadt deshalb die zurzeit ungenutzten Schulcontainer am Donnersbergring als Übergangswohnraum zur Verfügung. Hier können bis zu 120 Personen – vorrangig Frauen und Familien - vorübergehend wohnen. Eine qualifizierte sozialpädagogische Betreuung vor Ort ist sichergestellt, gleiches gilt für die Versorgung der Flüchtlinge.

Oberbürgermeister Jochen Partsch betont: „Wir stellen uns unserer besonderen humanitären Verantwortung in der Flüchtlingsproblematik und nehmen die Not der Menschen, die zu uns kommen, sehr ernst. Ich habe eine Projektgruppe Asyl eingerichtet, die die Aufgabe hat, kurzfristig einen bedarfsgerechten und nachhaltigen Lösungskatalog zu entwickeln, um weiterhin den hohen Standard der Willkommenskultur in unserer Stadt zu sichern: Zu dieser Projektgruppe Asyl gehören alle mit dem Thema befassten Dezernate und Ämter, darunter auch das Amt für Soziales und Prävention als Projektleitung, das Jugendamt und der Eigenbetrieb Immobilienmanagement. Gerade in der aktuell angespannten Lage halten wir an unserem Konzept der schnellen dezentralen Unterbringung unserer neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Stadtteilen fest und versuchen, dieses Ziel so rasch und umfassend wie möglich umzusetzen. Höhere Flüchtlingskontingente zwingen uns aber, übergangsweise auch andere Wohnmöglichkeiten zu schaffen. Die Männer, Frauen und Kinder, die sich aus entsetzlichen Kriegs- und Krisensituationen zu uns gerettet haben, werden wir auch weiterhin herzlich willkommen heißen und sie in ihrer neuen Heimat nach Kräften unterstützen. Wir freuen uns, dass dies auch von der Darmstädter Bevölkerung unterstützt wird“.

Auch für Schul- und Ordnungsdezernent Rafael Reißer stehen Soforthilfe und Unterstützung bei der Integration im Zentrum: „Es ist selbstverständlich, dass wir Flüchtlingen, die aus schrecklichen Notlagen zu uns kommen, helfen. Die Nutzung der aktuell freien Schulcontainer am Donnersbergring ist eine schnelle und gute Lösung als Übergang in eigenen Wohnraum in der Stadt.“

Die Wissenschaftsstadt bittet alle Haus- und Wohnungseigentümer dringend, aus humanitären Gründen freien Wohnraum in Darmstadt zu melden: „Die politische Strategie, Flüchtlinge baldmöglichst mit eigenem Wohnraum zu versorgen und gleichzeitig umfassend zu beraten und zu unterstützen, ist sinnvoll, und deshalb halten wir daran fest. Ich bin gerade vor dem aktuellen Hintergrund ganz besonders dankbar für jeden Hinweis und jedes Wohnungsangebot, das sich für Flüchtlinge eignet“,  erläutert Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

Für Wohnungsangebote und Fragen von Vermieterinnen und Vermietern steht Katharina Emmel im städtischen Amt für Soziales und Prävention unter der Telefonnummer 06151/13-2468 als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

„Darmstadt ist eine internationale und weltoffene Stadt. Die gute Kooperation aus Bürgerschaft, sozialen Initiativen und Stadtverwaltung, gerade bei dieser bedeutenden Herausforderung, zeigt dies erneut.“ so  Partsch, Akdeniz und Reißer abschließend.