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Buch des Monats

Juli 2019

 

Die Darmstädter Jury hat das Buch 

Lob der Melancholie. Rätselhafte Botschaften von László F. Földényi

zum Buch des Monats Juli gewählt, Matthes & Seitz Berlin, 280 S., 30,00 € 

 

Begründung der Jury:

Für den ungarischen Schriftsteller László F. Földényi (geb. 1952) ist Melancholie eher eine rebellische Geistesverfassung als ein stiller Ausdruck subjektiver, seelenversunkener Befindlichkeit. Was er in seinem hochintelligenten, sprachlich brillanten, erzählfreudigen, rätselhaften und hervorragend ins Deutsche übersetzten literarischen Essay „Lob der Melancholie“ an kunst-, film- , architektur- und literaturhistorischen Exkursen alles auffährt, imponiert wissenshungrige Leser genauso wie jene Zeitgenossen, die noch auf der Suche sind nach einem grundlegenden metaphysischen Gefühl. Von Albrecht Dürer bis zu Stanley Kubrick, Francis Bacon bis Anselm Kiefer, der Bruder-Klaus-Feldkapelle bis zum Kölner Dom, von der alltäglichsten Alltagsbeobachtung bis zur Versunkenheit in die Natur reicht der Kosmos dieses wilden Abenteuerbuchs des Geistes.

 

Darmstädter Jury Buch des Monats e.V. (Hajo Steinert)


Maßstäbe in der Welt der Bücher

Buchempfehlungen aus Darmstadt

Seit 1952 trifft sich regelmäßig eine unabhängige Jury aus Schriftstellern, Journalisten und Literaturkritikern, um aus der Vielzahl der Neuerscheinungen ein Buch besonders hervorzuheben, dessen literarische Qualität es verdient, öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Institutionelle Basis für die ehrenamtliche Arbeit der Darmstädter Jury ist der Verein "Buch des Monats", der am 4. Oktober 1957 von den Gründungsmitgliedern und Juroren Editha Beckmann, Karl Friedrich Borée, Bernhard von Bretano, Kasimir Edschmid, Rudolf Goldschmidt, Ernst Johann, Heinz-Winfried Sabais, Hans-Joachim Sperr, Franz Thiess, Hermann Trog und Fritz Usinger nach fünfjähriger Jurytätigkeit ins Leben gerufen wurde. Mitglieder dieses Vereins sind außerdem weitere Autoren, auch Buchhändler, Verlage sowie literarische interessierte Personen.

Ihre Aufgabe sieht die Jury vor allem darin, belletristische Bücher auszuwählen, die eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. Mit der Auszeichnung „Buch des Monats“ soll diesen Büchern zu einer größeren Verbreitung verholfen werden. Dabei fällt die Wahl nicht unbedingt auf literarische Bestseller. Es sind eher die stilleren Büchern, die den Juroren besonders auffallen. Manches Buch wird durch die Auszeichnung „Buch des Monats“ erst erfolgreich. Nicht Trends bestimmen das Votum, es ist allein die literarische Qualität. Die unterschiedlichsten Formen in der ganzen Breite des Genres – Erzählung, Roman, Lyrik, Reisebeschreibung, Essay, Tagebuch, Briefe und auch Memoiren – werden berücksichtigt.

Fast lückenlos ist die monatliche Auszeichnung seit Oktober 1952 verliehen worden, nur im Juli 1955 und im Juli 1956 gab es kein „Buch des Monats“.

In der Reihe „Darmstädter Schriften“, herausgegeben vom Kulturamt – Magistrat der Stadt Darmstadt sind bisher vier Publikationen zum Buch des Monats, Nr. 12 (1962), Nr. 15 (1965), Nr. 53 (1986) und Nr. 71 (1997), erschienen. In diesen Dokumentationen sind die bis 1997 ausgezeichneten Buchtitel festgehalten, Erläuterungen aus der Praxis der Jury sowie Einführungen zu ausgewählten Büchern und Leseproben, darüber hinaus auch die Biographien der Jurymitglieder nachzulesen.


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Buch des Monats

Die Darmstädter Jury:

Peter Benz
Oliver Jungen
Hanne F. Juritz
Dagmar Leupold
Adrienne Schneider
Dr. Wilfried F. Schoeller
Dr. Gerhard Stadelmaier
Dr. Hajo Steinert
Wolfgang Werth

Kontakt zur Geschäftsstelle über buchdesmonats@hotmail.com