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Buch des Monats

Februar 2017

 

Die Darmstädter Jury hat das Buch von

Vladimir Nabokov "Vorlesungen über Don Quijote" - Fredson Bowers (Hrsg.),

zum Buch des Monats Februar 2017 gewählt.

 

Dieter Zimmer (Übersetzung) Rowohlt Verlag, ISBN-13: 978-3498046576, EUR 34,00

 

Begründung der Jury:

Alles, was man schon immer gegen den "Don Quijote" des Miguel de Cervantes einwenden wollte (seine Langeweile, seine Mystifikationen, seine sinnlosen Brutalitäten), und alles, was man am "Don Quijote" an Entzückungen haben konnte (seine Märchenhaftigkeit, seine Tollheit, seine zeitgebundene Zeitenthobenheit), kann man in den so gründlichen wie witzigen wie in alle Kenntnistiefen tauchenden Vorlesungen Vladimir Nabokovs nachlesen. Der russische Schriftsteller hat seinen alten spanischen Kollegen im Jahr 1952 vor Studenten der Universität Harvard in herrlich vernunftgelehrten und so ungeniert lesbaren wie originellen Kolleg-Streifzügen auseinandergenommen - und also erst verständlich gemacht. Ein Lesevergnügen aus lauter Wissen. Das jetzt endlich zugänglich gemacht  wird, Dieter E. Zimmer sei Dank.


Darmstädter Jury Buch des Monats (Gerhard Stadelmaier)


Maßstäbe in der Welt der Bücher

Buchempfehlungen aus Darmstadt

Seit 1952 trifft sich regelmäßig eine unabhängige Jury aus Schriftstellern, Journalisten und Literaturkritikern, um aus der Vielzahl der Neuerscheinungen ein Buch besonders hervorzuheben, dessen literarische Qualität es verdient, öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Institutionelle Basis für die ehrenamtliche Arbeit der Darmstädter Jury ist der Verein "Buch des Monats", der am 4. Oktober 1957 von den Gründungsmitgliedern und Juroren Editha Beckmann, Karl Friedrich Borée, Bernhard von Bretano, Kasimir Edschmid, Rudolf Goldschmidt, Ernst Johann, Heinz-Winfried Sabais, Hans-Joachim Sperr, Franz Thiess, Hermann Trog und Fritz Usinger nach fünfjähriger Jurytätigkeit ins Leben gerufen wurde. Mitglieder dieses Vereins sind außerdem weitere Autoren, auch Buchhändler, Verlage sowie literarische interessierte Personen.

Ihre Aufgabe sieht die Jury vor allem darin, belletristische Bücher auszuwählen, die eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. Mit der Auszeichnung „Buch des Monats“ soll diesen Büchern zu einer größeren Verbreitung verholfen werden. Dabei fällt die Wahl nicht unbedingt auf literarische Bestseller. Es sind eher die stilleren Büchern, die den Juroren besonders auffallen. Manches Buch wird durch die Auszeichnung „Buch des Monats“ erst erfolgreich. Nicht Trends bestimmen das Votum, es ist allein die literarische Qualität. Die unterschiedlichsten Formen in der ganzen Breite des Genres – Erzählung, Roman, Lyrik, Reisebeschreibung, Essay, Tagebuch, Briefe und auch Memoiren – werden berücksichtigt.

Fast lückenlos ist die monatliche Auszeichnung seit Oktober 1952 verliehen worden, nur im Juli 1955 und im Juli 1956 gab es kein „Buch des Monats“.

In der Reihe „Darmstädter Schriften“, herausgegeben vom Kulturamt – Magistrat der Stadt Darmstadt sind bisher vier Publikationen zum Buch des Monats, Nr. 12 (1962), Nr. 15 (1965), Nr. 53 (1986) und Nr. 71 (1997), erschienen. In diesen Dokumentationen sind die bis 1997 ausgezeichneten Buchtitel festgehalten, Erläuterungen aus der Praxis der Jury sowie Einführungen zu ausgewählten Büchern und Leseproben, darüber hinaus auch die Biographien der Jurymitglieder nachzulesen.


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Die Jury

Wer in der Jury des Buchs des Monats sitzt und Informationen über die Mitglieder finden Sie hier