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Literatur

Darmstadt ist eine Stadt der Literatur

Das literarische Darmstadt begründet sich durch die in Darmstadt angesiedelten internationalen Literaturinstitute und ihre Bedeutung am kulturellen Geschehen in Deutschland und darüber hinaus.

Mit ihnen verbunden sind bedeutsame Wettbewerbe und Literaturpreise wie der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vergebene Georg-Büchner-Preis. Die Stadt Darmstadt veranstaltet mit dem Literarischen März einen Wettbewerb für Autoren bis 35 Jahre im Bereich der Lyrik und erinnert mit dem Ricarda-Huch-Preis an eine berühmte Schriftstellerin.


LITERATURHAUS DARMSTADT

Literaturhaus
Literaturhaus / Foto: Nikolaus Heiss

Seit 1995 gibt es in Darmstadt ein Literaturhaus unter städtischer Trägerschaft mit Domizil im John-F.-Kennedy-Haus.

Das Literaturhaus Darmstadt zeichnet sich zum einen durch ein anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm aus, zum anderen will es literatur- und kulturinteressierte Menschen aller Generationen ansprechen. Neben den klassischen Lesungen im Hauptprogramm finden sich auch Schreibwerkstätten für Nachwuchsliteraten sowie Vorträge, Ausstellungen und Konzerte im Gesamtprogramm.

Die literarischen Veranstaltungen im Literaturhaus sind wichtiger Teil der städtischen Literaturförderung und der Literaturvermittlung. Darüber hinaus erweitern die Bereiche Musik, Kunst, Philosophie und Fotografie das kulturelle Spektrum des Literaturhauses. Verschiedene Spezialbibliotheken sowie Darmstädter Literaturvereine wie etwa die Luise-Büchner-Bibliothek, das PEN-Zentrum Deutschland e.V. und weitere Kultureinrichtungen sind dort ansässig und beteiligen sich an dem Gesamtprogramm des Hauses.


Geschichte des John-F.-Kennedy Hauses

Das fünfgeschossige ehemalige Verwaltungsgebäude wurde als US-Residence-Office 1951 von Peter Grund errichtet und 1953 als Amerika-Haus in Betrieb genommen. Unter anderem war es bis 1998 Sitz der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, zu der eine öffentliche Bibliothek amerikanischer Literatur gehörte. Ab 1954 arbeiteten dort auch unterschiedliche städtische Ämter und Einrichtungen. Das Gebäude wurde 1965 nach dem ermordeten amerikanischen Präsidenten in John-F.-Kennedy-Haus umbenannt. Es beherbergt noch heute eine Reihe von Kulturinstitutionen vorwiegend mit literarischem Schwerpunkt. Der Bau steht wegen seiner besonderen Architektursprache mit tradierten und restaurativen Stilelementen der 1930er und 1940er Jahre sowie der Einbeziehung moderner neuer Stilelemente unter Denkmalschutz.

kontakt

Lina
Ophoven-Armey

Telefon: (06151) 13-3745
Fax: (06151) 13-3398

Nedim Gürsel liest aus „Der Sohn des Hauptmanns“

(c) Foto: Privat

Di., 28. März, 19 Uhr, Literaturhaus

 

Ein alter, ehemaliger Journalist in Istanbul, der bereits die Nähe des Todes spürt, vertraut einem Tonbandgerät seine Lebensgeschichte an. Er denkt zurück an seine Kindheit in einer Garnisonsstadt in der türkischen Provinz, an die Großmutter, an den unnahbaren Vater, der als Mitglied des Militärs am Putsch von 1960 beteiligt war. Die Geschichte eines Mannes und die seiner Heimat. Mit diesem politisch hochaktuellen Roman erweist sich Nedim Gürsel einmal mehr als scharfsinniger Kenner der Geschichte seines Landes.

(c) Melanie Grande

Di., 4. April, 19 Uhr, Literaturhaus Darmstadt

 

Feridun Zaimoglu, ein gern gesehener Gast im Literaturhaus liest aus seinem neuen Buch EVANGELIO und führt anschließend ein Gespräch mit dem Journalisten Martin-Maria Schwarz. Der Abend wird von hr2-kultur aufgezeichnet.

Mai 1521 auf der Wartburg. Martin Luther, der vom Kurfürsten von Sachsen in Gewahrsam genommen wurde, sieht sich größten Anfechtungen ausgesetzt, vollbringt aber auch sein größtes Werk: In nur zehn Wochen übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche. Der Landsknecht Burkhard, aus dessen Perspektive der Roman erzählt wird, ist Martin Luther zum Schutze an die Seite gestellt. Feridun Zaimoglu erzählt von einer Zeit im Umbruch und der Macht und Ohnmacht des Glaubens. Von Martin Luther, einem Grenzgänger zwischen geltenden Auffassungen von Religion.