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450 Jahre Residenz Darmstadt

Darmstadt feiert das Jubiläumsjahr mit Veranstaltungen zur Geschichte der Stadt

 

1567, nach dem Tod Philipps des Großmütigen, wurde die Landgrafschaft Hessen unter seinen vier Söhnen aufgeteilt. Der jüngste Sohn aus erster Ehe, Landgraf Georg I., erhielt die Obergrafschaft Katzenelnbogen mit dem Ort Darmstadt, der zu dieser Zeit rund 1500 Einwohner zählte und durch ihn zur Residenz erhoben wurde.

350 Jahre lang wurden die Landgrafschaft und das spätere Großherzogtum von Hessen und bei Rhein von Georgs Nachkommen regiert. Nach der Absetzung des letzten Großherzogs Ernst Ludwig hat dieses Erbe in Darmstadt und der Region im kulturellen und im karikativen Bereich weitere 100 Jahre nachgewirkt. Das Jubiläum wird deshalb mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert, die die Geschichte Darmstadts und des Hauses Hessen-Darmstadt zum Thema haben.

Zum Abschluß des Jubiläumsjahres "450 Jahre Residenz Darmstadt" veranstaltet die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen Festakt mit einer Begleitausstellung. Weitere Daten werden hier in Kürze bekannt gegeben.

 

Das Darmstädter Residenzschloss

Georg I. erhob Darmstadt 1567 zu Residenzstadt und ließ die alte Wasserburg nach den Plänen von Christiph Müller und unter der Leitung von Jakob Wustmann und Jakob Kesselhuth zum Residenzschloss ausbauen.

Nachdem im Jahre 1715 das Residenzschloss niedergebrannt war, befasste sich der französische Baumeister Remy de la Fosse intensiv mit dem Wiederaufbau. 1720 mußten die Bauarbeiten aus Geldmangel eingestellt werden. Zwei Jahre später sollte zumindest der Mittelrisalit an der Marktfront fertiggestellt werden. Im Herbst 1726 starb Remy de la Fosse. Fast 100 Jahre blieb das Schloss im Rohbau stehen.

Größere bauliche Maßnahmen wurden am Altschloss erst wieder unter Großherzog Ernst Ludwig vorgenommen, u. a. 1893 der Anbau des Teepavillons am Herrenbau.

In der Darmstädter Brandnacht 1944 brannte der gesamte Schlosskomplex aus. 1946 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, der erst Anfang der 1970er Jahre abgeschlossen war.


Beliebt und geachtet; der Grossherzog Ernst Ludwig

Das Schlossmuseum, das sich hinter diesen mächtigen Mauern befindet, wurde auf Initiative des letzten Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein in den ehemaligen Repräsentations- und Wohnräumen des Darmstädter Altschlosses eingerichtet.

Die Kunstwerke des seit 1924 der Öffentlichkeit zugänglichen Museums entstammten vornehmlich dem alten Schlossinventar, das dem Großherzog nach seiner Absetzung durch den Volksstaat Hessen als Privateigentum überlassen worden war.

Zur Darmstädter Residenzgeschichte werden  Ausstellungen, Buchpräsentationen, Musikveranstaltungen, Vorträge und Führungen an verschiedenen Orten in Darmstadt veranstaltet. Mit einem Festakt und einer Ausstellung wird der Veranstaltungsreigen im November 2017 beendet.


Veranstaltungen zur Geschichte Darmstadts

Austellung: Fabergé

Geschenke der Zarenfamilie

1. September bis 26. November 2017

Schlossmuseum Darmstadt

Die Hessin auf dem Zarenthron. Maria, Kaiserin von Russland

Dr. Marianna Butenschön

26. Oktober 2017 | 19 Uhr

Schlossmuseum Darmstadt in Kooperation mit der WBG

Bildwerke des Wissens

Ein Querschnitt durch 450 Jahre ULB Darmstadt

2. November 2017 bis 4. Februar 2018 | Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr

Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Meilensteine der Bibliotheksgeschichte

Ein Portrait der historischen Sammlungen in der ULB

10. November 2017 bis 10. Februar 2018 | 8 bis 20 Uhr

Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt

Gedenktag zum Unglück von Ostende 1937

Vorträge, Führungen

16. November 2017 | 10:45 bis 15 Uhr

Rosenhöhe und Hessisches Staatsarchiv Darmstadt