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Literatur

Darmstadt ist eine Stadt der Literatur

Das literarische Darmstadt begründet sich durch die in Darmstadt angesiedelten internationalen Literaturinstitute und ihre Bedeutung am kulturellen Geschehen in Deutschland und darüber hinaus.

Mit ihnen verbunden sind bedeutsame Wettbewerbe und Literaturpreise wie der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vergebene Georg-Büchner-Preis. Die Stadt Darmstadt veranstaltet mit dem Literarischen März einen Wettbewerb für Autoren bis 35 Jahre im Bereich der Lyrik und erinnert mit dem Ricarda-Huch-Preis an eine berühmte Schriftstellerin.

Literaturhaus Darmstadt. Das Amerkahaus wurde 1963 zum John-F.-Kennedy-Haus. Heute ist das Literaturhaus ein multikultureller Ort, indem sich der kulturelle Austausch, der Einsatz für Meinungs-, Religions- und Pressefreiheit, gegen Juden- und Fremdenhass, für Frauenrechte, Toleranz und Emanzipation, die Bewahrung des künstlerischen Reichtums unserer Stadt im Mittelpunkt steht.
Foto: Ludger Breil

Seit 1995 gibt es in Darmstadt ein Literaturhaus unter städtischer Trägerschaft mit Domizil im John-F.-Kennedy-Haus.

Das Literaturhaus Darmstadt zeichnet sich zum einen durch ein anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm aus, zum anderen will es literatur- und kulturinteressierte Menschen aller Generationen ansprechen. Neben den klassischen Lesungen finden sich auch Schreibwerkstätten für Nachwuchsliteraten sowie Vorträge, Ausstellungen und Konzerte im Gesamtprogramm.

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Die literarischen Veranstaltungen im Literaturhaus sind wichtiger Teil der städtischen Literaturförderung und der Literaturvermittlung. Darüber hinaus erweitern die Bereiche Musik, Kunst, Philosophie und Fotografie das kulturelle Spektrum des Literaturhauses. Verschiedene Spezialbibliotheken sowie Darmstädter Literaturvereine wie etwa die Luise-Büchner-Bibliothek, das PEN-Zentrum Deutschland e.V. und weitere Kultureinrichtungen sind dort ansässig und beteiligen sich an dem Gesamtprogramm des Hauses.

Seinen Namen trägt das Literaturhaus zu recht. Der Schwerpunkt des kulturellen Wirkens liegt eindeutig im literarischen Bereich: Goethe-Gesellschaft, Langgässer-, Wedekind- und Lichtenberggesellschft, das PEN-Zentrum, Zentrum für junge Literatur und Gesellschaft HessischerLiteraturfreunde pflegen das literarische Erbe Darmstadts.

Das Haus ist so etwas wie ein Spiegel unserer modernen Gesellschaft und bietet eine Fülle von Veranstaltungen für alle Bürger. Die neu erschienene Broschüre kann hier eingesehen oder über das Literaturhaus bezogen werden.


Geschichte des John-F.-Kennedy Hauses

Das fünfgeschossige ehemalige Verwaltungsgebäude wurde als US-Residence-Office 1951 von Peter Grund errichtet und 1953 als Amerika-Haus in Betrieb genommen. Unter anderem war es bis 1998 Sitz der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, zu der eine öffentliche Bibliothek amerikanischer Literatur gehörte. Ab 1954 arbeiteten dort auch unterschiedliche städtische Ämter und Einrichtungen. Das Gebäude wurde 1965 nach dem ermordeten amerikanischen Präsidenten in John-F.-Kennedy-Haus umbenannt. Es beherbergt noch heute eine Reihe von Kulturinstitutionen vorwiegend mit literarischem Schwerpunkt. Der Bau steht wegen seiner besonderen Architektursprache mit tradierten und restaurativen Stilelementen der 1930er und 1940er Jahre sowie der Einbeziehung moderner neuer Stilelemente unter Denkmalschutz.

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Lina
Ophoven-Armey
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Fax: (06151) 13-3398

(c) Foto: Peter von Felbert

Jaroslav Rudiš

Winterbergs letzte Reise

Dienstag, 19. November, 19 Uhr

Ein großer europäischer Roman! (NDR Kultur)

Jan Kraus arbeitet als Altenpfleger in Berlin. Geboren ist er in Vimperk, dem früheren Winterberg, im Böhmerwald, seit 1986 lebt er in Deutschland. Unter welchen Umständen er die Tschechoslowakei verlassen hat, bleibt sein Geheimnis. Und sein Trauma.

Kraus begleitet Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens. Die Tage, Wochen, Monate, die er mit seinen Patienten verbringt, nennt er „Überfahrt“. Einer von ihnen ist Wenzel Winterberg, geboren 1918 in Liberec, Reichenberg. Als Sudetendeutscher wurde er nach dem Krieg vertrieben. Als Kraus ihn kennenlernt, liegt er gelähmt und abwesend im Bett. Es sind Kraus' Erzählungen, die Winterberg aufwecken und ins Leben zurückholen.

Doch Winterberg will mehr von Kraus, er will mit ihm eine letzte Reise antreten, auf der Suche nach seiner verlorenen Liebe – eine Reise, die durch die Geschichte Mitteleuropas führt. Denn nicht nur Kraus, auch Winterberg verbirgt ein Geheimnis.

Dienstag, 26. November, 19 Uhr im Literaturhaus Darmstadt

Für Sie ausgewählt und empfohlen!

Längst ist es Tradition, dass die Buchhändlerinnen und Buchhändler aus den „unabhängigen Buchhandlungen“ Darmstadts ihre Lieblingstitel der Saison dem Publikum des Literaturhauses präsentieren.

Einen Monat vor Weihnachten werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders beeindruckende Neuerscheinungen aus dem Herbst 2019 (und die wichtigsten „Nachzügler“ aus dem Frühjahr) vorstellen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Erneut dürfen wir uns also bei musikalischer Untermalung sowie kleinen Leckerbissen und Getränken überraschen lassen, welche Titel aus den Verlagsprogrammen ausgewählt wurden und unter keinem Weihnachtsbaum fehlen dürfen. Selbstverständlich ist auch Selberlesen erlaubt!

Und natürlich können alle Empfehlungen anschließend am Büchertisch ohne unnötige Verpackung sofort erworben werden.

(c) Foto: Joachim Gern

Dienstag, 3. Dezember, 19 Uhr

Vom Großwerden bei den Zeugen Jehovas

Ein ostdeutsches Dorf kurz nach der Wende. Die junge Esther wurde aus ihrem bisherigen Leben gerissen, um hier in der alten Heimat ihres Vaters, mit der Gemeinschaft einen neuen Königreichssaal zu bauen. Während die Eltern als Sonderpioniere der Wachtturmgesellschaft von Haus zu Haus ziehen, um im vom Mauerfall geprägten Osten zu missionieren, vermisst Esther ihre Freundin Sulamith schmerzlich.

Mit ihr hat sie seit der Kindheit in der Siedlung am Rhein alles geteilt: die Fresspakete bei den Sommerkongressen, die Predigtdienstschule, erste große Gefühle und Geheimnisse. Doch Sulamith zweifelt zunehmend an dem Glaubenssystem, in dem die beiden Freundinnen aufgewachsen sind, was in den Tagen vor Esthers Umzug zu verhängnisvollen Entwicklungen führt. Während Esther noch herauszufinden versucht, was mit Sulamith geschehen ist, stößt sie auf einen Teil ihrer Familiengeschichte, der stets vor ihr geheim gehalten wurde.

Moderation: Martin Maria Schwarz, Literaturredakteur und -kritiker bei hr2-Kultur

Ein satirischer Weihnachtsabend im Literaturhaus

Ulrich Sonnenschein / Hans Meurer "Früher war mehr Lametta"

Dienstag, 10. Dezember um 19 Uhr

Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit. Alles wird ruhig, und man zieht sich zurück. Vorher aber herrscht eine seltene Umtriebigkeit. Man kauft, verpackt, kocht und backt, schreibt Karten und Grüße – und liest zum Ausgleich ein paar kleine fiese Texte. Texte, die all dem Unmut Luft machen. Nicht nur beim Verfasser, sondern auch, wie jede gute Literatur beim Leser. Ulrich Sonnenschein und Hans Meurer präsentieren im Literaturhaus Satirisches und Hintergründiges zur Weihnachtszeit.

Hans Meurer ist examinierter Historiker, Politologe und Philosoph, sowie diplomierter Pädagoge und Psychologe und hat im Bereich Erwachsenenbildung promoviert. Er hat verschiedene Bücher zum Vampirismus und zu Mythen veröffentlicht. Heute ist er Lehrbeauftragter für Handelspsychologie an der Hochschule Worms.

Ulrich Sonnenschein, Jahrgang 1961, Studium der Germanistik und der Kommunikationswissenschaft, Promotion über Arno Schmidt. Nach einem Jahr als Lektor an der Universität Limerick, Irland, arbeitet er seit 1989 als Redakteur, Autor und Moderator in der aktuellen Kulturredaktion des Hessischen Rundfunks.