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Bessungen

Monumentale Bauten des 18. Jahrhunderts, Villen der 1920er Jahre

Im 18. Jahrhundert überwinterten in der Orangerie die Orangenbäume, die im Sommer die Gartenanlage schmückten.
Im 18. Jahrhundert überwinterten in der Orangerie die Orangenbäume, die im Sommer die Gartenanlage schmückten.

Südlich der Stadtmitte liegt Bessungen, das einst zur Parforcejagd durch den Adel genutzt wurde.

In Bessungen gibt es fünf Kindergärten, einen Waldkindergarten, zwei Kindertagesstätten, drei Kinderhorte, zwei Grundschulen, eine Haupt- und Realschule, zwei Gesamtschulen sowie eine Sonderschule für Kinder mit Sprach-, Hör- und Sehbehinderung.

Ausflugsziel des Adels
Die meisten Gebäude Bessungens entstanden im 18. Jahrhundert, als der kleine Ort vor den Toren der Stadt zum beliebten Ausflugsziel des Adels anvancierte. Anfang des 18. Jahrhunderts entstand hier die Orangerie mit ihren symmetrisch angelegten Wegen und Wasserspielen. Aus dieser Zeit stammt auch der Jagdhof mit Kavaliershaus, der beste Voraussetzungen für die Parforcejagd schuf. Der Zeitverteib des Adels gab den Bessunger Bürgern ihren Spitznamen „Lappinger“: Zahlreiche Wildkaninchen (frz. Hase: lapin) wurden zu dieser Zeit zur Jagd ausgesetzt, die sich zum Leidwesen der Anwohner bis zur Plage vermehrten.

Altbauten in engen Gassen
Die meisten Bauten sind bis heute sehr gut erhalten und werden immer wieder liebevoll restauriert. So ist das Stadtbild Bessungens geprägt durch das intakte Altstadtviertel mit engen Straße und kleinen Innenhöfen. Inhabergeführte Läden versorgen die Menschen mit Gütern des täglichen Bedarfs, zahlreiche Ateliers überraschen mit originellem Kunsthandwerk.

Die Pauluskirche im Zentrum des Paulusviertels.
Die Pauluskirche im Zentrum des Paulusviertels.

Villen der 1920er und 1930er Jahre im Paulusviertel
Erst Ende des 19. Jahrunderts wurde das unbebaute Areal zwischen Bessungen und dem Alten Friedhof erschlossen. Einst wohnten hier die Gelehrten, Wissenschaftler und höhere Beamten – Vertreter der Schreibtischberufe also –, noch heute wird das Paulusviertel im Volksmund "Tintenviertel" genannt. Den Paulusplatz, dominiert von der Verwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau auf der einen Seite und der 1907 eingeweihten Pauluskirche auf der anderen Seite, säumen denkmalgeschützte Villen aus den 1920er und 1930er Jahren.

Jazzinstitut Darmstadt

Kavaliershaus

Das Kavaliershaus des barocken Jagdschloss Bessungens beherbergt seit 1997 das Jazzinstitut, ein internationales Forschungs- und Informationszentrum. Es hütet Europas größte öffentliche Jazzsammlung. Mit intimen Konzerten im historischen Gewölbekeller, wie die der Konzertreihe „JazzTalk“, unternimmt das Institut den Versuch des Brückenschlags zwischen Wissenschaft und Praxis.
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.jazzinstitut.de

Kulturzentrum Bessunger Knabenschule

Knabenschule

1878 wurde die Bessunger Knabenschule errichtet. Nach mehr als 100 Jahren Schulbetrieb fungiert das Gebäude seit 1983 als sozio-kulturelles Zentrum – mit ca. 2500 m² Nutzfläche ist es das größte der insgesamt 33 in Hessen. Mehr als 90 Gruppen aus allen kulturellen Bereichen machen die Knabenschule zu einem belebten und beliebten Ort für unterschiedlichste soziale und kulturelle Aktivitäten.
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.knabenschule.de

Bessungen in Zahlen

Zum Stadtteil Bessungen gehören:

  • Paulusviertel
  • Alt-Bessungen
  • An der Ludwigshöhe

Größe: 552,8 ha
Einwohner: 13.455 (Stand 31.12.13)