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    Workshop mit Partnerstädten

    (DK) – Dienstag, 03.03.2015

    Wissenschaftsstadt Darmstadt und Partnerstädte beschließen verstärkten Austausch von Auszubildenden als Gegenmaßnahme zu Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel / Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Großes Potential für die stärkere Verzahnung der Ausbildungsgänge quer durch Europa.“

    Lehrkabinett Elektrotechnik. Foto: Karl-Heinz Laube/ pixelio.de

    Auf einem gemeinsamen Workshop vom 26. bis 27. Februar in Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar zum Thema Fachkräftemangel und Jugendarbeitslosigkeit haben die Wissenschaftsstadt Darmstadt, Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft, Schule und Universität der Partnerstädte Brescia (Italien), Graz (Österreich), Liepaja (Lettland), Logroño (Spanien), Plock (Polen), Trondheim (Norwegen) und Troyes (Frankreich) den verstärkten Austausch von Auszubildenden zwischen den Partnerstädten beschlossen. Bereits im Vorfeld des Treffens mit den Partnerstädten gaben die Dieburger Landrat-Gruber-Schule, das berufliche Schulzentrum des Landkreises Darmstadt-Dieburg und die Martin-Behaim-Schule in Darmstadt bekannt, ab sofort Austauschprogramme für Auszubildende im kaufmännischen Bereich anzubieten. Bislang war die Darmstädter Heinrich-Emanuel-Merck-Schule (HEMS) für Elektrotechnik und Informationstechnik dort bereits sehr aktiv. Seit gut 14 Jahren organisiert sie ein Austauschprogramm für Auszubildende ins europäische Ausland. Gefördert wird diese Aktion über das EU-Programm „Erasmus plus“. Nun können deutlich mehr Azubis aus der Region Praktika im Ausland absolvieren. Koordiniert wird der Austausch von den drei Schulen. Ansprechpartner bei Fragen zum Azubi-Austauschprogramm vermittelt die IHK Darmstadt.

    Oberbürgermeister Jochen Partsch begrüßte den gemeinsamen Beschluss mit den Partnerstädten im Hinblick auf Jugendarbeitslosigkeit stärker zusammen zu arbeiten: „Ein Austausch von Auszubildenden der verschiedenen Partnerstädte birgt ein großes Potential für eine stärkere Verzahnung der Ausbildungsgänge quer durch Europa und kann ein probates Mittel zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel sein. Bereits jetzt können 37 junge Leute aus unseren Partnerstädten in den teilnehmenden Partnerstädten Praktika in verschiedenen Bereichen absolvieren, darunter unter anderem Energieversorgung, Handwerk, Umwelttechnologie, Tourismus und viele weitere Branchen. Ich bin sicher, dass wir mit diesem Beschluss und der praxisorientierten Steuerung durch die beteiligten Schulen auf einem guten Weg zu einem stabilen und dynamischen Austauschprogramm sind, das mehr Beschäftigung und eine stärkere Wirtschaftskraft bringen wird“, erklärte der Oberbürgermeister.

    Dieser Einschätzung schloss sich auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein an: „Die Inhalte des Treffens decken sich mit unser Strategie. Der Fachkräftemangel stellt für die Unternehmen eine zentrale Herausforderung dar. Viele Firmen merken deutlich die sinkende Zahl der Bewerber für einen Ausbildungsplatz und den zunehmenden Wettbewerb um den Nachwuchs. Unternehmen, die ihren Azubis zusätzlich noch ein Auslandspraktikum ermöglichen, können bei den Bewerbern punkten. Die Partnerstädte von Darmstadt sind natürlich ideal für solche Programme. Beim Workshop haben alle Beteiligten signalisiert, in diesem Punkt verstärkt zusammenzuarbeiten“, zeigte sich Vetterlein mit dem Ergebnis des Workshops zufrieden.

    Anknüpfend an die Verpflichtungen der Partnerstädte beim Europa-Wochenende im Sommer 2014, sich weiter mit dem Thema Fachkräftemangel und Jugendarbeitslosigkeit auseinanderzusetzen, war das Ziel des Arbeitstreffens am 26. und 27. Februar war, gemeinsam mit den Partnerstädten ein thematisches Netzwerk mit einer europäischen Praktikumsbörse ins Leben zu rufen. Die seit 2014 eingesetzte Steuerungsgruppe unter der Federführung des Amtes für Interkulturelles und Internationales der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der die IHK, die Technische Universität (TU) Darmstadt und das Unternehmen Merck angehören, hatte den Workshop vorbereitet. Für September 2015 ist ein weiteres Arbeitstreffen in Graz geplant, um für das Netzwerk zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel einen Antrag aus dem europäischen Förderprogramm Erasmus plus zu stellen. Darüber hinaus wurden die Grundzüge einer strategischen Partnerschaft entwickelt, die in Graz konkretisiert werden sollen.

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