
Das »Plakat-Holz-Lettern«-Buch wäre ohne ehrenamtliches Engagement nie zustande gekommen. Foto: Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Die Initiative zu dem außergewöhnlichen Buch-Projekt ging von den Grafikern Katrin Holst und Prof. Christof Gassner aus. Sie haben aus dem Bestand der Abteilung für Schriftguss. Satz und Druckverfahren des Hessischen Landesmuseums – mit einem umfangreichen Sortiment an Affichen- oder Plakat-Schriften aus dem 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert - 24 Schriften ausgewählt, Schrifttafeln zusammengestellt und Kommentare verfasst.
Setzer und Drucker setzten die Entwürfe um und druckten mit den historischen Schriften das „Plakat-Holz-Lettern“-Buch – das anschließend aufwendig gebunden und mit einem Schuber versehen wurde.
Plakattexte bestehen in der Regel aus großen klaren Buchstaben, die in knappen Slogans Sonderangebote, Veranstaltungen, Wahlkampagnen oder ähnliches ankündigen. In früheren Zeiten - vor Computer und modernen Druckverfahren - wurden diese Plakattexte mit überdimensionierten Lettern gesetzt und dann auf unterschiedlich großen Papierbogen gedruckt.
Im Fundus der Abteilung für Schriftguss. Satz und Druckverfahren des Hessischen Landesmuseums befinden sich 42 Schriftarten (Charaktere) aus denen die Initiatoren des Projektes ihre Auswahl getroffen haben. Ohne das ehrenamtliche Engagement der in der Kirschenallee tätigen Setzer und Drucker wäre das ambitionierte Vorhaben aber niemals umzusetzen gewesen.
Auflage: 60 Stück
Das »Plakat-Holz-Lettern«-Buch existiert nur in einer Auflage von 60 nummerierten Exemplaren. Würde man die Arbeitsstunden berechnen, die in die Realisierung des „Plakat-Holz-Lettern“-Buches geflossen sind, wäre das Werk unbezahlbar. Der für das wertvolle Buch festgesetzte Verkaufspreis von 650 Euro ist daher eher symbolisch zu verstehen und deckt gerade mal die Materialkosten des Projekts, so die Pressemeldung des
Hessischen Landesmuseums.
