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"Das wird meinen Führungsstil prägen"

( Vro)   –  Donnerstag, 11. März. 2010

Seit 1. März leitet Prof. Dr. Ralph Stengler die Hochschule Darmstadt. Jetzt hat er sein Arbeitsprogramm und seine Prioritäten vorgestellt.

Prof. Dr. Ralph Stengler. Foto: h_da, Jens Steingässer

Prof. Dr. Ralph Stengler. Foto: h_da, Jens Steingässer

Für die sechsjährige Amtsperiode war er Ende November 2009 mit deutlicher Mehrheit der Wahlversammlung an der Hochschule Darmstadt gewählt worden. Der Professor aus dem h_da- Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik hatte sich damit gegen vier externe Bewerber durchgesetzt. Die Amtsperiode von Stenglers Vorgängerin, Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, war Ende Februar ausgelaufen. Sie war nicht mehr zur Wahl angetreten.

Prof. Stengler wird jetzt mit dem Vizepräsidenten für Qualitäts- und Informationsmanagement Prof. Gerhard Knorz, Kanzlerin Ellen Göbel und der Leiterin des Ressorts Studium und Lehre, Prof. Dr. Katja Lenz eng zusammenarbeiten. Die Zusammensetzung des Präsidiums wird sich in diesem Jahr noch durch die Wahl neuer Vizepräsidenten verändern, heißt es in einem Schreiben der h_da. Der Abstimmungsprozess mit dem Hochschulrat, der nach dem novellierten Hochschulgesetz seine Zustimmung zu den Kandidaten geben muss, sei im Gange.

In den vergangenen drei Monaten seit seiner Wahl war Prof. Stengler von seiner Amtsvorgängerin bereits in viele Fragen der Hochschulleitung involviert worden. Parallel hatte er viele Gespräche mit Hochschulmitgliedern geführt, um unterschiedliche Perspektiven auf die anstehenden Herausforderungen für die h_da zu diskutieren, heißt es in dem Schreiben weiter. „Ich nehme die Sichtweisen aller Hochschulmitglieder ernst und möchte, dass sie das wissen", sagt Stengler. „Es ist wichtig, sich in intensiven Gesprächen den genauen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Fragen zu versichern, bevor Veränderungsprozesse angestoßen werden. Das wird meinen Führungsstil prägen."
Prof. Stengler ist sich jedoch auch der hohen Erwartungen bewusst. „Einer Hochschulleitung sind enge finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen gesetzt. Da werde ich nicht alle Erwartungen erfüllen können. Wir werden aber eine gute Arbeit machen, auch wenn es am Anfang vielleicht noch etwas holprig wird. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Aufgaben."

Jetzt hat h_da-Präsident Prof. Stengler erste Kernpunkte seines Arbeitsprogramms vorgestellt: „Eine Fachhochschule muss ihre Stärke in erster Linie mit der Attraktivität ihrer Studienangebote beweisen. Hier soll ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegen. Jedoch ist hervorragende Lehre nicht zu denken ohne hochkarätige und vielfältige Forschung. Mit neuen Forschungskooperationen und kooperativen Studiengängen wollen wir in die Region wirken und die Hochschule Darmstadt fit machen für eine sich verändernde Bildungsnachfrage. Der demografisch bedingte Rückgang junger Studieninteressierter in einigen Jahren wird begleitet von einer stetig steigenden Nachfrage nach genau zugeschnittenen Weiterbildungsangeboten. Dieser Entwicklung werden wir uns stellen."

Kernpunkte des Arbeitsprogramms seien: 1. Studierbarkeit und Mobilität überprüfen 
2. Internationalität erhöhen  
3. Forschung neu aufstellen
4. Kooperative Studiengänge einrichten
5. Weiterbildungsangebote ausbauen

Lebenslauf Prof. Dr. Ralph Stengler
geboren am 12. Mai 1956 in Kirberg, jetzt Hünfelden (Hessen) verheiratet, 3 Kinder

Wissenschaftlicher Hintergrund
• 1977-1984 Studium der Physik an den Universitäten Mainz und Bonn
• 1984-1988 Promotion an der Universität Mainz

Jüngere Positionen im Wissenschaftsbereich
• seit 1991 Professor für Messtechnik und Qualitätsmanagement am Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik der Hochschule Darmstadt (h_da)
• 2000-2003 Dekan des Fachbereichs Kunststofftechnik, seit 2007 geschäftsführender Direktor des Instituts für Kunststofftechnik an der h_da
• 2000 - 2006 Berufung in den Beirat des „Projekt Qualitätssicherung„ der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
• seit 2009 Mitglied im Expertenrat der ZEvA (Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover)

Sonstiges Engagement an der Hochschule Darmstadt
• 2004-2006 Leiter des Zentrums für Forschung und Entwicklung
• 2003-Mitte 2009 Mitglied des Senats der Hochschule Darmstadt, zuletzt als Vorsitzender des Senatshauptaussschusses
• seit 2001 China-Beauftragter der Hochschule Darmstadt
• seit 2005 Beauftragter für das NanoNetzwerk Hessen