
Regierungspräsident Baron und Frau Fillbrandt, Leiterin des Dezernates V 53.2 Schutzgebiete und Artenschutz des Regierunspräsidiums Darmstadt, haben am Freitagmorgen die Ausstellung über Artenschutz im Regierungspräsium eröffnet.
Es ist nicht nur die Vernichtung natürlicher Lebensräume, die Arten massiv bedrohen, sondern der illegale Handel mit Tieren und Pflanzen – und vor allem auch mit den daraus gewonnenen mehr oder weniger sinnvollen Erzeugnissen.
Die vom Artenschutzdezernat des Regierungspräsidiums Darmstadt konzipierte Ausstellung zeigt aus ihrer Asservatenkammer eine ganze Reihe dieser zweifelhaften Produkte, die in der Vergangenheit konfisziert wurden: Hocker aus Elefantenfüße, Stiefel aus Reptilienleder oder ausgestopfte Tiere, Schildkröten- und Vogelpräparate oder Felle.
2010: Jahr der Biodiversität
Gerade in diesem Jahr, dem „Internationalen Jahr der Biodiversität“, spielt Artenschutz weltweit eine wichtige Rolle - besonders auch in Südhessen, das mit dem RheinMain Flughafen eine herausragende Bedeutung als Umschlagplatz hat.
Häufig ist die Bevölkerung über den Umfang sowie die Auswirkungen der Artenschutzbestimmungen nur unzureichend informiert. Dabei haben viele Menschen, oftmals ohne es zu wissen, mehr mit dem Thema zu tun, als zu vermuten wäre.
Beispielsweise beim Kauf und Haltung besonders geschützter Tiere oder Pflanzen wie Schildkröten, Papageien, Schlangen oder auch Kakteen und Orchideen. Aber auch beim Kauf von Produkten wie Elfenbein, Kaviar, Pelzmänteln oder Korallenschmuck ist Vorsicht angebracht. Auch Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.
Diese droht sogar, wenn beispielsweise Erbstücke wie Elfenbeinschmuck zum Verkauf angeboten werden, vor allem aber wenn Urlaubsmitbringsel mit nach Hause gebracht werden, die eigentlich den Artenschutzbestimmungen unterliegen.
Als Legitimierung stellt das Regierungspräsidium Herkunftsnachweise aus – im letzten Jahr waren es 4.681. Das Regierungspräsidium ist auch die Stelle, wo die Haltung von artengeschützten Wirbeltieren anzumelden ist – derzeit gibt es in der Region Rhein-Main/Südhessen etwa 19.000 meldepflichtige Tiere, die legitim von Privatleuten gehalten werden.
Über die umfangreichen Bestimmungen des Artenschutzes informiert die Ausstellung „Artenschutz betrifft uns alle!“ mit sieben Schautafeln sowie diversen Exponaten aus der Asservatenkammer im Foyer des Regierungspräsidiums noch bis zum 18. März. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 7:30 bis 16:30 und freitags von 7:30 bis 15 Uhr.
Außerdem gibt es eine Reihe von kostenlosen Faltblättern, die über besondere Themen informieren.
Die Ausstellung kann von Kreisen, Städten, Gemeinden, Banken, Sparkassen und ähnlichen Institutionen im Regierungsbezirk Darmstadt kostenlos ausgeliehen werden.
Mehr Informationen sowie die Schautafeln als pdf.
