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HSE-Anteile

( Vro)   –  Dienstag, 21. Februar 2012

Partsch mit Logos HSE und HEAG

Oberbürgermeister Jochen Partsch. Foto (für größere Ansicht anklicken): Albrecht Haag

"Rückkauf ist wohl überlegt und stärkt die HSE" - sagen Oberbürgermeister Jochen Partsch und der HEAG-Vorstand

"Wir erwarten, dass die Verhandlungen, wie auch Vereinbarungen zwischen den Aktionären
nicht von dem betreffenden Unternehmen kommentiert werden," zeigen sich der Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der HEAG, Jochen Partsch und der HEAG-Vorstand irritiert über Interviews von Christine Scheel. Das Vorstandsmitglied der HEAG Südhessische Energie AG (HSE) äußerte sich zuletzt am 20. Februar 2012 zum Rückkauf der Anteile der HSE durch die HEAG von E.ON. "Der HSE-Vorstand verunsichert Öffentlichkeit und HSE-Mitarbeiter - und das ist nicht seine Aufgabe. Selbstverständlich haben die HEAG und die Stadt mögliche Risiken berücksichtigt, das Ergebnis ist eindeutig: der Rückkauf der Aktien ist die richtige Entscheidung. Das Verständnis der HSE, im Besonderen auch als Dienstleister für die Region zu agieren, muss wieder wachsen. Dies
bestätigen uns auch die zahlreichen Anrufe interessierter Kommunen aus der Region, die sich zukünftig an der HSE beteiligen wollen," so Oberbürgermeister Jochen Partsch.


Der Rückkauf der Anteile an der HSE sichert strategische Chancen für die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die HEAG und die HSE. Weiterhin wird damit verhindert, dass E.ON die Anteile an einen von HEAG Holding AG - der Stadt, der HEAG und der HSE nicht erwünschten Partner Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
verkauft. Nur mit dem Kauf kann der Wert der bestehenden 53 % an (HEAG) Unternehmenskommunikation der HSE gesichert und zukünftig auch gesteigert werden. "Der Rückkauf der Anteile ist beschlossene Sache, es ist daher nicht nachvollziehbar, dass sich der HSE-Vorstand in Person von Frau Scheel in dieser Art und Weise äußert. Der Rückkauf ist der direkte und einfachste Weg, Kommunen und einen strategischen Partner mittelfristig an Bord zu holen. Natürlich haben wir dafür Sorge getragen, dass wir auch kurzfristig neue Partner beteiligen könnten. Klar ist aber, dass nicht persönliche Interessen einzelner HSE-Vorstände, sondern die Interessen von HSE, HEAG und Stadt
Darmstadt berücksichtigt werden", so Oberbürgermeister Jochen Partsch weiter.

Bei der Begebung der HSE-Anleihe und der Schuldschein-Darlehen in Höhe von insgesamt rund 570 Mio. Euro war immer klar, dass diese nur begeben werden können, wenn dadurch der Rückkauf weder erschwert noch verhindert wird. "Wir erwarten, dass die HSE nicht plötzlich über neuen, in den vergangenen Jahren nicht geäußerten, Kapitalbedarf berichtet, sondern zügig das in den vergangenen drei Jahren aufgenommene Kapital in den Ausbau von erneuerbaren Energien investiert. Dies sollte bei gut 30 Millionen Euro
jährlichem Zinsaufwand stärker priorisiert werden," sagt HEAG-Vorstand Dr. Klaus-Michael Ahrend.

Gespräche über die Finanzplanung in Bezug auf den Rückkauf der HSE-Anteile mit Verantwortlichen der HSE wurden selbstverständlich geführt, nicht nur mit dem ehemaligen HSE-Vorstandsvorsitzenden Albert Filbert, sondern auch mit dem HSE-Vorstand Holger Mayer.

"Wir sind überzeugt, dass ein Nachkriegszinstief und der attraktive Kaufpreis den Erwerb rechtfertigen und dass die Finanzierung trägt", erklärt HEAG-Vorstand Dr. Markus Hoschek. "Weiterhin erscheint uns die Energiewirtschaft, soweit die Unternehmen gut geführt werden, im Vergleich zu anderen Branchen als zukunftsgerichtet und ökonomisch nachhaltig. Der HSE-Vorstand hat sich den Erwerb HEAG Holding AG - Beteiligungsmanagement eigener Aktien in den Hauptversammlungen vergangener Jahre der Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) genehmigen lassen. Die nun genannten Risiken sind lange bekannt."

"Für die zukünftige Entwicklung der HSE ist zu hoffen, dass der Vorstand der HSE kompetent genug ist, das Unternehmen zu führen und nicht in jeder Stellungnahme auf eigene Kompetenzdefizite hinweist. Wir sind sicher, dass die HSE das Know-How hat,
Bürgerbeteiligungsmodelle aufzulegen, um das Vertrauen der Kunden und das Verständnis für lokale Projekte zu verbessern, " so HEAG-Vorstand Ahrend. "Wir sind nach wie vor von der strategischen Ausrichtung der HSE und der Leistungsfähigkeit und dem Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HSE überzeugt, " erklärt HEAG-Vorstand Hoschek.