Jazzinstitut Darmstadt
Wer wir sind...


Wer sind wir?
1983 erwarb die Stadt Darmstadt die Jazzsammlung des bekannten Jazzkritikers und Produzenten Joachim Ernst Berendt - Schallplatten, Bücher, Zeitschriften, Fotos, Plakate und vieles mehr. Diese Sammlung war Grundstock für die weithin beachtete Ausstellung "That's Jazz. Der Sound des 20. Jahrhunderts", die 1988 im Museum Mathildenhöhe stattfand. Der umfassende Katalog zu jener Ausstellung ist noch heute eine gesuchte Dokumentation zur Jazzgeschichte. 1990 ging das Berendtsche Jazzarchiv ins städtische Jazzinstitut Darmstadt ein. 
Domizil des Jazz-Instituts: Das Bessunger Kavaliershaus
Plattenarchiv des Jazz-Instituts
Was haben wir?
Das Jazzinstitut beherbergt eine der größten öffentlichen Jazzsammlungen Europas. Hierzu zählen Fachbücher, Tonträger, Fotos, Plakate, Videos usw. Zur ursprünglichen Sammlung von Joachim Ernst Berendt kamen Schenkungen und Nachlässe, beispielsweise die Arne-Hauptmann-Sammlung (LPs, Noten), die Hanns-E. Haehl-Sammlung (Fotos), die Dietrich-von-Staden-Sammlung (LPs, Schellack-Platten), die den Bestand des Archivs beträchtlich vervollständigt haben. Die deutsche Jazzgeschichte wird vor allem in der Dieter-Columbus-Sammlung (Schellack-Platten) und in der Peter-Köhler-Sammlung (Bücher, Fotos, LPs, Schellack-Platten) umfangreich dokumentiert. Der am meisten genutzte Teil der Sammlung ist der umfassende Zeitschriftenbestand mit über 1.000 verschiedenen Zeitschriftentiteln, mehr als 47.000 Einzelheften - Zeitschriften aus aller Welt und zurückreichend bis in die 20er Jahre. Die Zeitschriften wie Bücher des Instituts sind im Jazz-Index erfaßt, einer umfangreichen Computerbibliographie, die von Forschern aus aller Welt genutzt wird.
Diese Sammlung von Zeitschriften, Büchern und Tonträgern ist natürlich für (im weitesten Sinne) Forscher interessant - für Musikwissenschaftler, Journalisten, Diskographen usw. Aber auch Plattenvertriebe, Musikagenturen, Musiker oder Musikliebhaber greifen auf unsere Materialsammlung zurück. Hier kommt dem Jazzinstitut die Aufgabe eines allgemeinen Informationszentrums zu, das nicht nur von Interessenten im deutschsprachigen Raum genutzt wird, sondern genauso regelmäßig Anfragen aus dem europäischen und außereuropäiischen Ausland erhält. 
Bei der Arbeit... (Wolfram Knauer)

 

Die Bibliothek des Jazz-Instituts
Die Fotosammlung des Instituts wird als visuelle Dokumentation der Jazzgeschichte vor allem von Zeitschriften- und Musikverlagen genutzt. Seit einiger Zeit realisiert das Jazzinstitut in Zusammenarbeit mit Fachleuten ein Oral-History-Projekt zur deutschen Jazzgeschichte, bei dem in Interviews mit Musikern, Clubbesitzern, Fans u.a. deutsche Jazzgeschichte von den 20er Jahren bis in die Gegenwart dokumentiert werden soll.
 
In den neuen Räumen im Bessunger Kavaliershaus können Sie in den neuesten der über vierzig abonnierten Jazz-Zeitschriften blättern, in die Tonträger (LPs, CDs) hineinhören oder sich durch ausliegende Prospekte über bundesweite Veranstaltungen (Workshops, Festivals usw.) informieren. Neben Jazz werden dabei auch Randbereiche abgedeckt: Rhythm and Blues, Latin Jazz, Salsa etc.
Wer kann die Sammlung nutzen - und wie?
Das Jazzinstitut Darmstadt ist eine öffentliche Einrichtung, die von jederman benutzt werden kann. Unsere Öffnungszeiten erlauben Jazzinteressierten während immerhin 34 Stunden jede Woche den Blick in die Schätze der Sammlung. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Wenn Sie allerdings von weiterher anreisen, ist ein Anruf empfehlenswert - unsere personelle Besetzung ist eher klein und so können Sie eventuellen Öffnungszeits-Änderungen vorbeugen.
Beim Digitalisieren des Archivs... (Arndt Weidler)
Im Gewölbekeller unter dem Jazz-Institut
Veranstaltungen:
Neben dem Darmstädter Jazzforum, das alle zwei Jahre stattfindet, veranstaltet das Jazzinstitut Workshops und ähnliche praktisch orientierte Reihen. Seit 1992 finden so in Zusammenarbeit mit dem Trägerverein Bessunger Knabenschule und dem Darmstädter Bassisten Jürgen Wuchner die jährlichen Jazz Conceptions statt, ein Workshop, in dem nicht nur technische Fertigkeiten vermittelt werden sollen, sondern zugleich das persönliche Konzept einzelner als Dozenten verpflichteter Musiker. Über die Arbeit und über größere Veranstaltungen des Jazzinstituts berichtet der etwa drei- bis viermal jährlich erscheinende "Jazzbrief", der vom Jazzinstitut Darmstadt angefordert werden kann.