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Jazz in der Schweiz
 

Presseberichte über Jazz in der Schweiz:

Aargauer Zeitung, 14. Dezember 2002:
Verschiedene Modelle, ein Ziel. Ehrgeizig: Rock-/Pop-Förderung in anderen Kantonen

   «Im Gegensatz zur Klassik- oder Jazz-Szene hat sich die Rock- und Popszene immer schon damit schwer getan, sich zu organisieren», meint Peter Schranz von der «Abteilung Kulturelles» der Stadt Bern. Dort erkannte man das Problem bereits vor mehr als vierzehn Jahren und schuf mit «Musik der Jungen» (E-Mail: kulturelles@bern.ch) eine Beratungs- und Förderungsstelle für die über zweihundert Gruppen aus den Bereichen Pop- und Rock, die damals allein in der Stadt Bern existierten.
   «Seither werden ausgewählte Bands und Projekte mit finanziellen Mitteln unterstützt, nachdem die städtische Musik-Kommission jeweils die eingegangenen Gesuche im Quervergleich ausgewertet hat», meint Schranz. «Auf der anderen Seite bieten wir aber auch Beratungen für Musiker an und geben dabei unser Know-how aus der Musikszene weiter.» Davon haben unter anderem schon Interpreten wie Ray Wilko oder die Swamp Terrorists profitiert.
Im Gegensatz zum Aargauer Pop-/ Rock-Förderungs-Modell, bei welchem laut Kulturgesetz 1% der Steuern zu kulturellen Zwecken verwendet werden sollen, arbeitet dasjenige des Kantons Solothurn mit Beiträgen aus dem Lotteriefonds: Gemäss Ueli Diener, dem Präsidenten des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung (www.sokultur.ch) werden immer wieder Werkjahrpreise, Produktionsbeiträge oder Defizit-Deckungsbeiträge an Musiker vergeben.
Dabei trennt man jedoch die Sparten Jazz und Pop/Rock nicht voneinander wie etwa in Bern, sondern unterstellt sie gemeinsam dem Patronat der Fachkommission Musik.
   Anders als im Aargau unterstützt der Popkredit der Stadt Zürich (www.kultur.stadt-zuerich.ch) nur in zweiter Linie Tonträger-Produktionen. In erster Linie dient er der Förderung von Live-Aktivitäten wie Konzerten, Tourneen oder Festivals, die etwa mit Geld-Beiträgen unterstützt werden. (lni)

[Website der Quelle: http://www.aargauerzeitung.ch]


Aargauer Zeitung, 14. Dezember 2002:
«Diagonales 03 - Live Jazz». Neu Nationale Plattform für das Schweizer Jazzschaffen

   Die Jazzszene in der Schweiz soll besser vernetzt werden. Dieses Ziel setzt sich der Verein «Suisse Diagonales Jazz», der im Januar die Konzertreihe «Diagonales 03-Live Jazz» lanciert. Vom 10. bis 20. Januar werden 14 Jazzclubs in allen Landesteilen insgesamt 47 Konzerte unter dem Label «Diagonales 03» durchführen. Zu hören sind 14 junge erprobte Livebands aus unterschiedlichsten stilistischen und regionalen Szenen der Schweiz.
   «Diagonales 03» sei nicht als Festival im Sinne der Eventkultur zu verstehen, sondern als nationale Plattform, die das vielfältige Jazzschaffen in der Schweiz besser vernetzen und dadurch stärken soll. Dies betonten die Initianten vom Verein «Suisse Diagonales Jazz».
Der Verein wurde im Februar 2002 auf Anregung einzelner Konzertveranstalter gegründet. Darin Einsitz nehmen auch Vertreter des «Schweizer Musiker Syndikat SMS», dem Berufsverband der Jazzschaffenden, und der Pro Helvetia. Mit diesem Schulterschluss aus Akteuren, Vermittlern und Veranstaltern und einer breit abgestützten Trägerschaft soll dem ambitionierten Vorhaben zum Erfolg verholfen werden. Unter dem Titel «Swiss Diagonal» fanden Mitte und Ende der 1990er-Jahre bereits vier Veranstaltungsreihen statt. Damals jedoch agierten die Clubs in eigener Regie, und die Konzerte stiessen nur auf geringes Echo.
Die am neuen Projekt beteiligten Jazzclubs organisieren die Konzerte zwar selbst, werden vom Trägerverein aber finanziell unterstützt. Unter den 14 Clubs finden sich renommierte Häuser wie «AMR» in Genf, «Bird's Eye» in Basel oder «Moods» in Zürich, aber auch Kleinbühnen wie «Le petit Paris» in La Chaux-de-Fonds, «Isebähnli» in Baden, der Jazzclub Aarau oder «Mamy Jazz Club» in Lugano.
Finanziert wird «Diagonales 03» von privaten und öffentlichen Stiftungen. Pro Helvetia und «SMS» liefern nebst finanziellem vor allem auch ideellen Support. Lukas Heuss, Verantwortlicher für Jazz bei der Pro Helvetia, und René Aeberhard, Geschäftsführer des SMS, sehen ihr Engagement für «Diagonales 03» nicht zuletzt auch als Lobbying in Sachen Schweizer Jazz-Förderung (sda)
   Notiz: www.diagonales.ch liefert Informationen zum Verein «Suisse Diagonales Jazz» und dem Programm von «Diagonales 03».

[Website der Quelle: http://www.aargauerzeitung.ch]


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