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Wildpark Kranichstein

Höfisches Jagdgebiet

Jagdschloss Kranichstein mit Backhausteich

 

Das um 1580 erbaute Jagdschloß Kranichstein mit seinem idyllischen Schloßpark liegt in einer malerisch gestalteten Jagdlandschaft mit Wäldern, Wiesen und Teichen. Kunstvoll angelegte Sichtschneisen, Jagdhäuser, Saufanghäuschen sowie Flur- und Naturdenkmäler dokumentieren 400 Jahre fürstliches Jagdvergnügen und Repräsentationsbedürfnis der Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt. 

Der Backhausteich, im Sommer mit Seerosen bewachsen, wurde im 16. Jahrhundert von Landgraf Georg I. zur Fischzucht angelegt, ebenso ein umfriedeter Tiergarten zur Aufzucht und Pflege des Wildes, dessen Gestaltung in den folgenden Jahrhunderten mehrfach verändert wurde und von dem heute noch die nahegelegene Fasaneriemauer zeugt.

Geführte Spaziergänge im Grünen, Wanderungen auf dem jagdkundlich-historischen Lehrpfad sowie die umfangreiche Sammlung des Öffnet externen Link in neuem FensterMuseums Jagdschloß Kranichstein lassen die wechselvolle Geschichte dieses Ortes wiederaufleben.

Bioversum im Zeughaus

Zeughaus

Im Südosten der Schlossanlage steht das imposante 112 Meter lange Jagdzeughaus mit dem vorgelagerten Oberhofjägermeisterhaus. In seiner Erstfassung von 70 Metern Länge wurde es durch Landgraf Ernst-Ludwig ab 1688 erbaut, die für das Eingestellte Jagen erforderlichen Jagdutensilien wie Lappen, Netze und Leinwände unterzubringen.

Von 2003 bis 2007 wurde das Gebäude umfassend saniert und beherbergt seit September 2008 das Öffnet externen Link in neuem Fensterbioversum Kranichstein - Museum biologischer Vielfalt.

Geschichte

Im 16. Jahrhundert ließ Landgraf Georg Kranichstein als Gusthof ausbauen, dazu hörten auch verschiedene Teiche wie der Backhausteich. Zum Hofgut Kranichstein gehörten auch Fasanerien. Nach dem 30jährigen Krieg beschloss Sophie Eleonore die Waldlandschaft um Kranichstein in einen Lustgarten umzuwandeln. Die Blütezeit Kranichsteins fiel unter die Regentschaft der Landgrafen Ernst Ludwig und Ludwig VIII. Ernst Ludwig führte 1708 das Jagen nach französischem Vorbild - die sogenannte Parforcejagd  -ein. Damals entstanden die Schneisensterne in den Wäldern der Umgebung. 

Danach verfiel das Kranichsteiner Schloss in einen Dornröschenschlaf, aus dem es erst um 1860 erweckt wurde. Unter Ludwig II. kam es zu den letzten größeren Umbauarbeiten am Schloss, das wir heute in seiner Gestalt von 1863 kennen. 1918 richtete Großherzog Ernst Ludwig das Jagdmuseum ein und machte es der Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1952 ist die Öffnet externen Link in neuem FensterStiftung Hessischer Jägerhof Eigentümerin.

Informationen

zum Museum Jagdschloss Kranichstein, zum Jagdschloss Kranichstein und Stiftung Hessischer Jägerhof sowie zum Bioversum finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier

Touristische Angebote

Führungen durch den Wildpark oder entlang des Kanals Sorgenlos können Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier buchen.