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Mathildenhöhe heute

Karte Mathildnehöhe

 

Rundgang über die Mathildenhöhe:

1 - Hochzeitsturm, Ausstellungshallen, Wasserspeicher

Mathildenhöhe
Die Stadtkrone: Hochzeitsturm und Ausstellungshalle, Foto: Alex Deppert
Im Zimmer der Großherzogin im Hochzeitsturm kann geheiratet werden, Foto: Nikolaus Heiss
Der Wasserhochbehälter unter den Ausstellungshallen ist im Rahmen von Führungen zu besichtigen, Foto: Nikolaus Heiss

Der 1908 gebaute Hochzeitsturm – 48,5 Meter hoch – ist Wahrzeichen Darmstadts. Gebaut wurde er als Geschenk der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger zur Hochzeit Großherzogs Ernst-Ludwigs mit Prinzessin Eleonore zu Solms-Hohensolms-Lich.

Der Entwurf stammt von Olbrich, an der farbenfrohen Ausstattung wirkten Friedrich Wilhelm Kleukens, Heinrich Jobst, Albin Müller, Fritz Hegenbart und Philipp Otto Schäfer mit.

Einer Legende nach bildet der Turm die erhobene Hand des Großherzogs ab, weshalb für den Turm im Darmstädter Sprachgebrauch auch die Bezeichnung "Fünf-Finger-Turm" geläufig ist. 

Die Aussichtsplattform des Hochzeitsurm ist öffentlich zugänglich und bietet einen weiten Blick auf die Stadt und das Umland.

Die städtischen Ausstellungshallen stehen auf dem Hochwasserreservoir, das 1877-1880 nach Plänen des Ingenieurs Otto Lueger auf die höchste Stelle der Mathildenhöhe – damals ein öffentlich zugänglicher Park außerhalb der Stadt – gebaut wurde und seinerzeit das städtische Wasserleitungsnetz versorgte.

Die gewölbten Kammern des Reservoirs sind noch immer mit Wasser gefüllt und können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Anfragen unter Darmstadt Marketing GmbH

2 - Platanenhain

Platanenhain, Foto: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Platanenhain, Foto: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung

Der Platanenhain wurde bereits 1830 angelegt.

Zur letzten Ausstellung der Künstlerkolonie entwarf der Bildhauer Bernhard Hoetger zahlreiche Skulpturen und Reliefs, die den Kreislauf des Lebens zum Thema haben.

 

 

 

 

3 - Lilienbecken

Lilienbecken, Foto: Nikolaus Heiss
Lilienbecken, Foto: Nikolaus Heiss

Albin Müller, künstlerischer Leiter der letzten Ausstellung der Künstlerkolonie, ließ das farbenfrohe Lilienbecken 1914 vor der Russischen Kapelle anlegen und band sie damit in die Gesamtanlage des Jugendstils ein.

1993 wurden die Bodenfliesen im Becken vollständig erneuert.

 

 

 

 

 

 

 

 

4 - Russische Kapelle

Russische Kapelle, Foto: Ulrich Mathias
Russische Kapelle, Foto: Ulrich Mathias

Die Russische Kapelle stand bereits auf der Mathildenhöhe, bevor die Künstler der Kolonie mit ihrer Arbeit begannen.

Erbaut wurde sie 1897-1899 vom Petersburger Hof-Architekten Leontij Nikolavic Benois im Auftrag des Russischen Zarenpaar Nikolaus II. und Alexandra, einer Schwester Großherzogs Ernst Ludwigs.

Die Darmstädter Öffnet externen Link in neuem FensterRussische Kapelle ist die einzige russische Hofkapelle außerhalb des ehemaligen Zarenreiches.

5 - Schwanentempel

Schwanentempel, Foto: Alex Deppert
Schwanentempel, Foto: Alex Deppert

Für die letzte Ausstellung 1914 entwarf der Leiter Albin Müller den "Keramischen Pavillon" - mit blüten- und schwanenverzierten Keramischen Kacheln. 

Eine Besonderheit ist die Akustik: Steht man in der Mitte und spricht, wird der kleine Tempel zum Flüstergewölbe.

 

6 - Großes Haus Glückert

Omega-Portal Großes Haus Glückert, Foto: Alex Deppert
Omega-Portal Großes Haus Glücker, Foto: Alex Deppert

Das Große Haus Glückert, von Joseph Maria Olbrich 1901 für den Möbelfabrikanten Glückert geplant, diente diesem bis zur Auflösung der Künstlerkolonie als Ausstellungsraum. Seit 1971 ist das Große Haus Glückert Sitz der Öffnet externen Link in neuem FensterDeutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

 

 

7 - Haus Behrens

Haus Behrens, Foto: Alex Deppert
Haus Behrens, Foto: Alex Deppert

Der Maler und Kunstgewerbler Peter Behrens gehörte zu den ersten sieben Künstlern, die Großherzog Ernst Ludwig nach Darmstadt berufen hatte. Obwohl er kein ausgebildeter Architekt war, übernahm er die Planung seines Wohnhauses und erntete für sein Erstlingswerk große Anerkennung.

1903 verließ Behrens die Künstlerkolonie wieder und setzte in Düsseldorf und Berlin seine Karriere fort, die ihn zu einem der Wegbereiter der Moderne werden ließ.

8 - Haus Ostermann

Haus Ostermann, Foto: Nikolaus Heiss
Haus Ostermann, Foto: Nikolaus Heiss

Die Villa am Rande der Mathildenhöhe hatte Alfred Messel, der Architekt des Landesmuseums, für Paul Ostermann, dem Direktor der Großherzoglichen Sammlungen, 1908 erbaut.

Die klassizistischen Formen der Villa nehmen keinen Bezug zum Jugendstil der benachbarten Künstlerkolonie.

Heute ist Haus Ostermann, auch Alfred-Messel-Haus geannnt, Sitz von  Hessen Design e.V.

9 - Haus Deiters

Haus Deiters, Foto: Nikolaus Heiss
Haus Deiters, Foto: Nikolaus Heiss

1901 baute Olbrich für Wilhelm Deiters, dem Geschäftsführer der ersten Kolonieausstellung, das Haus mit dem markanten Eckturm am östlichen Zugang zur Mathildenhöhe. 

Mit einer Grundfläche von 8,9 x 9,5 m war Haus Deiters das kleinste der sieben Wohnhäuser, die Olbrich für die Ausstellung "Ein Dokument Deutscher Kunst" 1901 entworfen hatte. 

Haus Deiters wird heute vom Öffnet externen Link in neuem FensterDeutschen Polen Institut genutzt.

 

 

10 - Haus Habich

Haus Habich, Foto: Nikolaus Heiss
Haus Habich, Foto: Nikolaus Heiss

Für den Bildhauer Ludwig Habich, der zu den ersten sieben Künstlern der Kolonie gehörte und als einziger aus Darmstadt kam, entwarf Olbrich 1901 das Wohnhaus mit Atelier. 

Von Ausstellungsbesuchern wurde es seinerzeit wegen seiner Architektur "italienisches Haus" genannt und sehr gelobt.

 

11 - Kleines Haus Glückert

Kleines Haus Glückert, Foto: Nikolaus Heiss
Kleines Haus Glückert, Foto: Nikolaus Heiss

Eigentlich hatte Olbrich das Haus 1901 für den Bildhauer Rudolf Bosselt entworfen, der zu den ersten sieben Künstlern der Kolonie gehörte, wohl aus finanzellen Gründen aber Abstand vom Hausbau nahm.

Für Bosselt übernahm Möbelfabrikant Julius Glückert das Haus neben seinem Ausstellunghaus (Großes Haus Glückert) und richtete es als eigenes Wohnhaus ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

12 - Haus Olbrich

Olbrich Haus
Haus Olbrich

Sein Wohnhaus platzierte Olbrich 1901 direkt am Aufgang zum Ernst-Ludwig Haus, dem Atelier- und Ausstellungsgebäude der Koloniekünstler. 

Bis zu seinem überraschenden Tod 1908 lebte Olbrich in dem mit weiß-blauen Kacheln verzierten Haus. Der Marmorbrunnen mit dem trinkenden Jüngling an der Grundstücksecke stammt von Olbrichs Koloniekollegen Ludwig Habich.

Heute ist Haus Olbrich Sitz des Deutsche Polen Instituts

Weiteres zur Geschichte des Olbrich Hauses können Sie mit Erweiterer Realität erfahren.  Mehr dazu ..

 

13 - Oberhessisches Haus

Oberhessisches Haus, Foto: Nikolaus Heiss
Oberhessisches Haus, Foto: Nikolaus Heiss

Zur dritten Ausstellung der Kolonie (1908) baute Olbrich das Oberhessische Haus. Entsprechend dem Motto der Ausstellung "Hessische Landesausstellung für freie und angewandte Kunst" wurden hier Erzeugnisse aus Oberhessen präsentiert. 

Stilistisch hatte sich Olbrich mit dem Oberhessischen Haus weit von den Künstlerhäusern von 1901 entfernt.

Heute ist das Oberhessische Haus Sitz des Instituts fürÖffnet externen Link im aktuellen Fenster Neue Musik und Musikerziehung

14 - Ernst-Ludwig-Haus

Ernst-Ludwig Haus, Foto: Alex Deppert
Ernst-Ludwig-Haus, Foto: Alex Deppert

Das Atelierhaus, zur ersten Jugendstilausstellung 1901 von Joseph Maria Olbrich entworfen, bot acht Künstlern Arbeitsräume und zudem gemeinsame Ausstellungsmöglichkeiten.

Seit 1990 beherbergt es das Öffnet externen Link in neuem FensterMuseum Künstlerkolonie, in dem gezeigt wird, was die 23 Künstler der Kolonie in 15 Jahren geschaffen haben. 

Räumliche Gesamtensembles wie das Wertheim-Speisezimmer von Peter Behrens machen die Idee des Gesamtkunstwerks als Ideal der Jugendstilbewegung besonders anschaulich.

 

15 - Ateliergebäude

Atelierhaus, Foto: Nikolaus Heiss
Ateliergebäude, Foto: Nikolaus Heiss

Zur letzten Ausstellung 1914 entwarf Albin Müller auf der Ostseite der Mathildenhöhe das fünfgeschossige Ateliergebäude, das den Koloniemitgliedern weiteren Platz bieten sollte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete hier die "Städtische Kunstschule, Künstlerkolonie Darmstadt" und setzte die Tradition der Künstlerkolonie als Ausbildungsort fort. 

Seit 1971 bildet der Öffnet externen Link in neuem FensterFachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt am Olbrichweg 10 Designer aus.

 

Heiraten im Hochzeitsturm

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