
Zentrum des Darmstädter Jugendstils ist die Mathildenhöhe – ein Gesamtkunstwerk aus Hochzeitsturm, Ausstellungsgebäude, Museum Künstlerkolonie, Künstlerhäusern und Platanenhain. Das Ensemble fehlt in keiner architekturhistorischen Abhandlung.
Von 1899 bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges wirkten in Darmstadt namhafte Künstler – unter ihnen Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens – die wesentliche Impulse zur Entwicklung der Moderne setzten. In vier Ausstellungen (1901, 1904, 1908 und 1914) zeigten die Künstler ihre Vorstellungen vom modernen Leben.
Mit einer Ausstellung, die bis zum 24. Mai 2010 zu sehen war, hat das Institut Mathildenhöhe das Oeuvre des Wiener Architekten Joseph Maria Olbrich gewürdigt. Olbrich war 1899 von Großherzog Ernst Ludwig zur Gründung der Künstlerkolonie nach Darmstadt berufen worden und hatte in den wenigen Jahren bis zu seinem frühen Tod die Mathildenhöhe geprägt. Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher
Katalog.
Auf der Mathildenhöhe beginnen die Bau-, Verbesserungs- und Ergänzungsmaßnahmen des Investitionsprogramms Mathildenhöhe. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt kommt damit ihrer selbst eingegangenen Verpflichtung nach, die Erhaltung, Pflege, Sanierung, bauliche Ergänzung und städtebaulich-architektonische Weiterentwicklung des kulturellen Erbes Künstlerkolonie voranzutreiben. Die Grundlage der Arbeiten sind in der Broschüre "Rahmen-Konzeption Mathildenhöhe - Zwischenbericht Juli 2009", erstellt von Nikolaus Heiss, Koordinator Mathildenhöhe, enthalten. Sie finden Sie hier als PDF-Dokument (Größe: 4,25 MB).